ERASMUS Policy Statement (EPS)

 

ERASMUS Policy Statement (EPS) 2014-2020

Erklärung zur ERASMUS+ Hochschulpolitik der Johann Wolfgang Goethe-Universität

EUC: 28247-EPP-1-2014-1-DE-EPPKA3-ECHE
ERASMUS ID Code: D FRANKFU01

 

Die internationale (EU und Nicht-EU) Strategie der Goethe-Universität: Wie werden Partner ausgewählt, in welchen geographischen Gebieten und was sind die wichtigsten Ziele und Zielgruppen dieser Mobilitätsaktivitäten:

 

Die Goethe-Universität (GU) möchte als internationale Universität wahrgenommen werden und strebt deshalb die Internationalisierung von Studium, Forschung, Lehre und Verwaltung an. Das hierzu erarbeitete Internationalisierungskonzept nennt Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels wie die Intensivierung und gezieltere Ausweitung der Kooperationen zur Mobilitätssteigerung von Studierenden und Hochschulpersonal, eine verstärkte interne Informationspolitik, den Ausbau des Angebots an englischsprachigen Lehrveranstaltungen und Studiengängen, die Schaffung eines Welcome Centre für internationale Gastwissenschaftler und eine möglichst zweisprachige Verwaltung.

Bei der Auswahl der Partner orientiert sich die GU an den Hochschulpartnerschaften, die in das Internationalisierungskonzept eingebettet sind, d.h. an den 7 „Strategischen Partnern“, allesamt vom Profil und der Ausrichtung passende Universitäten in Frankfurter Partnerstädten und deren Metropolregionen (Birmingham, Osaka, Philadelphia, Prag, Shanghai, Tel Aviv, Toronto), den Partnerschaften mit regionalem Fokus (Nordamerika, Ostasien, Afrika südlich der Sahara und Europa) und den Fachbereichspartnerschaften, die auf Fachbereichsinitiativen beruhen (innerhalb der EU meist ERASMUS, aber auch weltweit). Hierbei wird besonders auf die Passgenauigkeit der Profile und die Möglichkeit von Synergien in Forschung, Lehre und Verwaltung geachtet.

Die Förderung von Auslandsstudienaufenthalten während der drei Studienzyklen zielt auf die Verbesserung der Fremdsprachkenntnisse, fördert interkulturelle Kompetenz und ermöglicht einen Einblick in andere Lernmethoden. Darüber hinaus können über die regionale Kontaktstelle für EU-Praktika an der Hochschule Fulda während und nach dem Studium Praktika gefördert werden, die zusätzlich Einblick in fremde Arbeitskulturen bieten und der beruflichen Vorbereitung dienen.

Dozentenmobilitäten ermöglichen Wissenstransfer und die Internationalisierung von Lehre, Forschung und Campus. Die Personalmobilität zur Fort- und Weiterbildung fördert die in vielen Bereichen erforderliche Mehrsprachigkeit von Verwaltungspersonal und zusätzlich, durch den Austausch von Best Practice-Methoden, auch die Optimierung von Verwaltungsabläufen an der GU.

Doppelte Abschlüsse bietet die GU schon jetzt in einigen Masterprogrammen an, die teilweise über das MUNDUS-Programm gefördert werden. Geplant sind weitere gemeinsame Abschlüsse z.B. mit den strategischen Partnern, um die Studierendenmobilität auf Masterniveau zu verstärken.

 

 

 

Die Strategie der Goethe-Universität für die Organisation und Durchführung von internationalen (EU und nicht-EU) Kooperationsprojekten in der Lehre und Ausbildung mit Bezug auf Projekte, die durch das Programm durchgeführt werden:

 

Auf zentraler (International Office) und dezentraler Ebene (Fachbereiche) engagiert sich die GU in vielfältiger Weise in internationalen Kooperationsprojekten, die in das Internationalisierungskonzept eingebettet sind und somit der Modernisierung und Internationalisierung von Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung dienen.

Neben dem ERASMUS Programm nimmt die GU an folgenden Aktivitäten teil: Intensivprogramme, Comenius und LEONARDO DA VINCI. Darüber hinaus werden z.B. auch Aktivitäten in den Programmen Strategische Partnerschaften, TEMPUS, MUNDUS und ATLANTIS durchgeführt.

Besonders im Rahmen der Strategischen Partnerschaften werden verstärkt Forschungskooperationen umgesetzt, welche die GU international besser vernetzen und die Qualität der Forschung erhöhen. Integrierte Auslandsmobilität in gemeinsamen Studiengängen sowie Stipendien für Forschungs- und Studienaufenthalte oder auch Industriepraktika zielen auf die Erhöhung der Austauschzahlen. Ein systematisierter Dozentenaustausch soll mittels Sponsoren aus der Wirtschaft vorangetrieben, und somit auch die Verzahnung mit der Stadt und der Region intensiviert werden. Dem Erfahrungsaustausch im Bereich der Hochschulautonomie dient die Mobilität von Verwaltungspersonal. Englischsprachige Intensivprogramme wie Summer Schools erhöhen die Attraktivität der GU bei ausländischen Studierenden, fördern die Intensivierung von Partnerschaften und können als Einstieg in die Entwicklung gemeinsamer Curricula dienen.

Die TEMPUS-Programme, an denen sich die GU als Partner beteiligt, unterstützen qualitätssichernde Maßnahmen in der Hochschul- und Fachbereichsverwaltung z.B. in den südlichen und östlichen Nachbarregionen. Die über MUNDUS geförderten gemeinsamen Studiengänge ermöglichen integrierte Auslanderfahrungen im Masterbereich und die Intensivierung der Zusammenarbeit im europäischen Hochschulraum. Das ATLANTIS-Programm der GU wiederum stärkt die Zusammenarbeit mit der Hessen-Wisconsin-Partnerschaft des Landes.

 

 

 

Die erwarteten Auswirkungen auf die Modernisierung der Goethe-Universität bezüglich der politischen Ziele, die durch die Teilnahme am ERASMUS +-Programm erreicht werden sollen:

 

Die Mobilitäts- und Projektaktivitäten der Goethe-Universität (im Folgenden GU) im zukünftigen Programm „ERASMUS für alle“ sind eingebettet in den aktuellen Hochschulentwicklungsplan aus dem Jahr 2011 und die Internationalisierungsstrategie aus dem Jahr 2012. Im Rahmen seiner Entwicklungsziele positioniert die GU sich u.a. als Lehruniversität, die ihren Studierenden eine qualitativ hochwertige und forschungsbasierte Ausbildung bietet, welche modernes Wissen überzeugend didaktisch aufbereitet, kritisch reflektiert und mit aktuellen Forschungsfeldern verbindet. Die GU entwickelt als eine Universität der Chancengleichheit ein „gendersensibles“  Konzept für die strukturierte und systematische Nachwuchsförderung und zielt auf die Umsetzung ihres Gleichstellungskonzeptes, um Diskriminierung zu vermeiden und Diversität zu sichern. Als Bürgeruniversität trägt die GU zur Lösung von gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Problemen bei. In ihrer Ausrichtung als internationale Universität möchte die GU die besten ForscherInnen gewinnen, enge Verbindungen zu herausragenden Universitäten weltweit knüpfen und eine Kultur gelebter Internationalität auf ihren Campi etablieren.

Mit Blick auf den gesellschaftlichen Bildungsauftrag der GU und einer weiteren Qualitätssteigerung in den Studiengängen wurde in der Lehre ein wegweisender Prozess gestartet: mit allen Gruppen der Universität wird derzeit an einem „Leitbild Lehre“ gearbeitet mit dem Ziel, alle Studierenden mit den notwendigen fachlichen und fachübergreifenden Kompetenzen auszustatten, die sie für die gesellschaftlichen und akademischen Anforderungen des weltweiten Arbeitsmarktes qualifizieren.

Die Programmteilnahme unterstützt die GU in ausgewählten Zielen und Maßnahmen ihrer Internationalisierungsstrategie: bei der Bündelung von Aktivitäten mit ausgewählten, strategischen Partnern (Mobilität, Forschung, Kurzzeitprogramme, gemeinsame Studiengänge); bei der Steigerung der Austauschzahlen insbes. der Studierenden, um den Erwerb interkultureller Kompetenz und Fremdsprachenkenntnisse zu ermöglichen und auszubauen; bei der stetigen Verbesserung des Studienerfolgs an der GU; bei der Förderung der wissenschaftlichen Mehrsprachigkeit von Lehrenden und Studierenden sowie bei der Weiterentwicklung institutioneller Rahmenbedingungen, wie Zweisprachigkeit der Dienstleistungen und adäquate Instrumente zur Qualitätssicherung. Dies geschieht mittels zentraler und dezentraler Verantwortlichkeit in Administration und Fachbereichen. Als ein Beispiel sei die Installierung des Goethe Welcome Centre für Betreuung, Service und Integration internationaler Wissenschaftler im Frühjahr 2013 genannt.

Alle Maßnahmen und Aktivitäten sind von der Überzeugung geleitet, dass die Internationalität der GU die Verantwortung aller Universitätsangehörigen ist.