Forschungsprojekte am Institut für Afrikanistik

• Afrikaner*innen im Rhein-Main-Gebiet: Ein afrikalinguistisches Forschungsprojekt zu sprachlicher Integration

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Rhein-Main-Universität Kooperation mit JGU Mainz

Vor dem Hintergrund der Einwanderung aus West- und Zentralafrika untersucht das Vorhaben sprachliche Praktiken von Personen mit afrikanischem Migrationshintergrund im Rhein-Main-Gebiet. Deren Sprachporträts und Sprachauffassungen dokumentieren nicht-angeleiteten, spontanen Fremdsprachenerwerb: Wie gehen sie mit ihren Sprachen um? Welche kommunikativen Praktiken setzen sie beim Erwerb der deutschen Sprache ein? Hier weiter lesen.


• Sprachgebrauch und linguistische Variation in multilingualen urbanen Gruppen: Eine mikro-perspektivische Studie professioneller Netzwerke in Ngaoundéré (Nord-Kamerun)

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Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Das Projekt konzentriert sich auf Sprachgebrauch, -variation und -wandel in einem multilingualen urbanen Kontext in Afrika. Hier leben Sprecher mit einer Vielfalt linguistischer Repertoires, die kaum institutionalisierten normierenden Einflüssen ausgesetzt sind. Das Projekt wird in Ngaoundéré, der Hauptstadt der Region Adamawa (Kamerun), realisiert. Vor diesem Hintergrund wird eine mikroperspektivische Fallstudie durchgeführt, die den Sprachgebrauch dreier professioneller Gruppen in solchen Settings mittels Ansätzen und Methoden der Sozialen Netzwerkanalyse untersucht. Hier weiter lesen.


• Akie in Tanzania - updating the documentation of a critically endangered language

Bahati sammelt honig im affenbrotbaum

DoBeS Volkswagenstiftung

Die Akie sind ein kleines Jäger-Sammler-Volk, das am Rande der Maasai-Steppe in Tansania lebt. Sprachlich gehört das Akie zu den südnilotischen Sprachen, eng verwandt mit den Kalenjin-Sprachen. Als nilotische Sprache ist es herkömmlich als zur 'nilo-saharanischen' Familie gezählt worden, einer Einheit, die heute als umstritten gilt. Hier weiter lesen.


• Die Welt der Kxoé-Buschleute: Wissenschaftliche Bearbeitung des Materials zur Khwe-Kultur im Nachlass des Afrikanisten Oswin Köhler

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Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Die Khwe in Namibias Bwabwata National Park zählen zu den im südlichen Afrika „San“ oder „Buschleute“ genannten Bevölkerungsgruppen und sprechen eine Sprache aus der Khoe-Familie innerhalb des Khoisan. Aufgrund wissenschaftshistorischer und politischer Gründe haben sie im Vergleich zu anderen San zwischen 1960 und 1990 relativ wenig wissenschaftliche Beachtung gefunden. Einzig der Afrikanist Oswin Köhler (1911-1996) widmete in dieser Zeit einen Großteil seiner wissenschaftlichen Tätigkeit der Erforschung von Sprache und Kultur der Khwe (in seiner Orthographie: Kxoé). Hier weiter lesen.


• Vergleichende Verbalmorphologie der Ometo-Sprachen in Südwest-Äthiopien

Ometo kultur 2 neu

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Das Projekt möchte die genetischen Beziehungen zwischen den Ometo-Sprachen auf einer soliden Datengrundlage eingehend untersuchen, damit auf längerfristige Sicht alle omotischen Sprachen, zu denen das Ometo gehört, in die Vergleiche einbezogen werden können. Während die Ometo-Gruppe als sprachlich recht kohärent gilt, weichen die Strukturen anderer omotischer Sprachen teils davon ab; auch hier können die Verbalmorphologien klare Hinweise auf genetische Verwandtschaft geben. Hier weiter lesen.


Frühere Forschungsprojekte

Hier finden Sie Informationen zu bereits abgeschlossenen Projekten:

  • Language, Gender and Sustainability
  • Nyam – Dokumentation einer westtschadischen Minoritätensprache
  • Historical Stratification, Language Contact & Social Networks
  • Ngas (Angas) – eine tschadische Sprache Zentralnigerias: Wörterbuch und Grammatik
  • Multimedia-Dokumentation der Oyda-Sprache (Äthiopien)