Konferenzen und Veranstaltungen

Neue jüdisch-orthodoxe Sicht auf das Christentum

Vortrag von Rabbiner Jehoschua Ahrens

Im Dezember 2015 überraschte eine Gruppe orthodoxer Rabbiner aus Israel, USA und Europa die Öffentlichkeit mit einer Erklärung, in der eine neue jüdisch-orthodoxe Sicht auf das Christentum präsentiert wird. Der Titel des Papiers ist programmatisch: „Den Willen unseres Vaters im Himmel tun: Hin zu einer Partnerschaft mit Christen“. In einer Zusammenstellung von Zitaten orthodoxer Rabbiner aus mehreren Jahrhunderten zeigt die Gruppe der Autoren, dass eine positiv wertende Sicht auf das Christentum von jüdischer Seite möglich ist. Rabbiner Jehoschua Ahrens (Düsseldorf, Nürnberg), einer der Autoren, wird über die Hintergründe zur Entstehung des Papiers sowie über jüdische und nichtjüdische Reaktionen darauf sprechen und sich der anschließenden Diskussion stellen.

Veranstalter: Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen und Waldeck, Referat für Interreligiösen Dialog mit Schwerpunkt Judentum und Naher Osten in Kooperation mit der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie, Goethe-Universität, Frankfurt

Datum und Zeit: Dienstag, 25. April 2017, 19.00 Uhr

Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Seminarhaus (Raum: SH 5.101), Max-Horkheimer-Straße, 60323 Frankfurt am Main

Anmeldung bei Irene Diakité, Tel.: 069 976518-21, Fax.: 069 976518-19, Mail: diakite@zentrum-oekumene.de


Judentum und Protestantismus – historische und theologische Perspektiven

Ringvorlesung der Martin-Buber-Professur

Im Kontext des Reformationsjubiläums veranstaltet die Martin-Buber- Professur für Jüdische Religionsphilosophie am Fachbereich Evangelische Theologie an der Goethe-Universität Frankfurt im Sommersemester 2017 eine Ringvorlesung. Sie beschäftigt sich mit den spannungsreichen Beziehungen zwischen Judentum und Protestantismus seit der Zeit Martin Luthers sowie zu theologischen Fragen ihres wechselseitigen Verhältnisses. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass die kritische Selbstreflexion als Grundlage des gegenwärtigen Dialogs zwischen Christentum und Judentum unerlässlich ist. Namhafte Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Israel und den USA werden in ihren Vorträgen die vielen Facetten der christlich-jüdischen Beziehungen beleuchten.

Die öffentliche Ringvorlesung beginnt am 26.04.2017 und findet jeweils mittwochs von 18:00 bis 20:00 Uhr im Raum HZ 8 im Hörsaalzentrum der Goethe-Universität Frankfurt auf dem Campus Westend statt.

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Buchpräsentation und Diskussion mit Prof. Uri Ram und Dr. Stefan Vogt

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Folgende Publikationen werden präsentiert:

Uri Ram: The Return of Martin Buber. National and Social Thought in Israel from Martin Buber to the Neo-Buberians, Tel Aviv 2015. (Cover)

Stefan Vogt: Subalterne Positionierungen. Der deutsche Zionismus im Feld des Nationalismus in Deutschland, Göttingen 2016. (Cover)

Zeit: Dienstag, 2. Mai 2017, 18:15 Uhr

Ort: Theodor-W.-Adorno-Platz 1, Casino, Raum 1.801, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend

Uri Ram ist Professor für Soziologie an der Ben-Gurion Universität in Beer-Sheva (Israel). Zu seinen Forschungsthemen gehören die Geschichte der israelischen Soziologie und der Nationalismus in Israel. Sein Buch "The Globalization of Israel: McWorld in tel Aviv, Jihad in Jerusalem" (New York 2007) gewann den Shapiro Preis als bestes Buch des Jahres in Israel Studies.

Stefan Vogt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Martin Buber Professur und Privatdozent für neue Geschichte am Historischen Seminar der Goethe-Universität. Seine Forschungsgebiete sind die deutsch-jüdische Geschichte, die Geschichte des Nationalismus und des Antisemitismus sowie die Geschichte des Kolonialismus.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.