Seminar für Judaistik

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Aktuelles

ARON FREIMANN LECTURE 2019

Prof. Dr. Adam Teller (Brown University)

Reshaping the Early Modern Jewish World: Jewish Philanthropic Networks and the Rise of Sabbathean Messianism

Mittwoch, 11. Dezember 2019 18-20 Uhr

Campus Westend, IG 411

Der Vortrag untersucht die Entwicklung des transregionalen Netzwerks im 17. Jahrhundert, das Juden in Israel unterstützte, und seine Auswirkungen auf das jüdische soziale, ökonomische und religiöse Leben. Der Zusammenbruch der polnisch-jüdischen Finanzierung in den Folgen des Chmelnyzky-Aufstands von 1648 brachte große Armut und eine Hungersnot nach Jerusalem, an der besonders viele Frauen starben. Die Suche nach neuen Einkommensquellen erhöhte den Druck auf das philanthropische Netzwerk: Aschkenasische Frauen aus Jerusalem versuchten, ihre eigenen Finanzierungsmechanismen zu etablieren, während die Männer einen Kabbalisten, Nathan Shapira, anstellten, um für sie zu sammeln. In Nordwest-Europa traf sich Shapira mit christlichen Millenaristen, die im Leiden der Juden ein Zeichen der bevorstehenden Rückkehr Jesu sahen. Als diese Christen Geld nach Jerusalem sandten, war die dortige Gemeinde gezwungen, ihre Haltung ihnen gegenüber zu überdenken. In dieser Welt jüdischer Philanthropie wuchs auch der junge Nathan von Gaza auf, der ein einflussreicher Prophet des jüdischen Messias Shabtai Zvi werden sollte. Der Vortrag zeigt, dass es nicht zuletzt Nathans Gebrauch der nach 1648 entwickelten transregionalen Finanzierungsstrategien war, die dem neuen sabbatianischen Messianismus seine globale Reichweite gab.

Hier finden Sie das Plakat zur Freimann Lecture 2019.


RAUMÄNDERUNG

!! Wichtig: Die Vorlesung "Geschichte der Juden in der Neuzeit" von Frau Prof. Dr. Voß findet ab Donnerstag, den 31.10.2019 in Raum 463 im Juridicum (Seminarraum des Instituts für Judaistik) statt!!


RAUMÄNDERUNG

!! Wichtig: der Kurs "Der jüdische Jahres- und Lebenszyklus – jüdische Bräuche und jüdisches Leben heute" findet ab Montag, den 21.10.19 auf dem Campus Westend im Seminarhaus, Raum SH 2.107 statt (siehe LSF)!!


WEIN & PIZZA

Di, 22.10.2019, ab 18 Uhr

Traditionell leiten wir das Wintersemester mit Wein & Pizza ein, und laden alle Studierenden und Dozenten der Judaistik und des Nebenfachs Jüdische Geschichte und Kultur ein, sich am Dienstag, 22.10.2019 im Seminarraum des Seminars für Judaistik, Jur 463, zusammenzusetzen. 


KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS WISE 2019/20

Ab sofort ist das neue kommentierte Vorlesungsverzeichnis für das WiSe 2019/20 verfügbar. Bitte beachten Sie, dass es in den nächsten Wochen noch zu Änderungen kommen kann.

RAUMÄNDERUNG

Die Vorlesung "Neuzeit I" von Frau Prof. Voß findet in H 12 Bockenheim statt.


BACHELOR NEBENFACH JÜDISCHE GESCHICHTE UND KULTUR

AB OKTOBER 2019

Der Studiengang Jüdische Geschichte und Kultur vermittelt Grundwissen über das Judentum als Kultur und Religion, Kenntnisse der jüdischen Geschichte, insbesondere in Europa, sowie grundlegende Sprachkenntnisse in Hebräisch und einer weiteren jüdischen Sprache. Konkret bedeutet dies eine Beschäftigung mit den vielfältigen Erscheinungsformen des Judentums, seinen Kontinuitäten und Wandlungen (einschließlich seiner Verflechtungen mit anderen Kulturen) in den verschiedenen Epochen und geographischen Räumen.

Der Studiengang richtet sich vor allem an Historikerinnen und Historiker, aber auch an Studierende anderer geisteswissenschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Fächer mit kultur-historischem Interesse, die sich thematisch mit dem Judentum auseinandersetzen möchten.

Hier erfahren Sie mehr.


MITTELALTERLICHE SCHIEFERTAFELN AUS KÖLN

Im Wintersemester 2019/19 erforschte ein Seminar unter Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Hollender und Malin Drees (MiQua, Köln) beschriebene Schiefertafeln aus dem 14. Jahrhundert, die in den letzten Jahren im Kölner Jüdischen Viertel ausgegraben wurden. Erste Ergebnisse wurden am 4. Februar in Köln präsentiert.

Hier erfahren Sie mehr.


EUROPEAN ASSOCIATION FOR JEWISH STUDIES

               
               
           

Auf dem 11. EAJS Kongress, der vom 15.-19. Juli 2018 in Krakau stattfand, wurden Prof. Elisabeth Hollender als Präsidentin der EAJS und Dr. Annelies Kuyt als Treasurer der EAJS gewählt.

Die EAJS (European Association for Jewish Studies, https://www.eurojewishstudies.org) ist der europäische Dachverband für Judaistik/Jüdische Studien. Ihre Ziele sind die Stärkung und Unterstützung von Forschung und Lehre von Judaistik/Jüdischen Studien an Universitäten in ganz Europa. Die Vereinigung wurde 1981 gegründet, inzwischen hat sie über 1200 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern. Prof. Elisabeth Hollender gehört seit 2014 dem Executive Committee der EAJS an und bemüht sich in dieser Funktion um internationale Nachwuchsförderung und die Kooperation zwischen Studiengängen in Europa.

Am 17.-21. Juli 2022 wird der 12. Kongress der EAJS in Frankfurt stattfinden.