Prof. Dr. Susanne Opfermann

Prof. Dr. Susanne Opfermann

Prof. Dr. Susanne Opfermann



office: IG-Farben 4.214
office hours: Di 14:00-15:00 hrs

Ohne Voranmeldung - in der vorlesungsfreien Zeit per e-mail

e-mail: opfermann@em.uni-frankfurt.de






 

Susanne Opfermann teaches American literature and culture from colonial times to the present. Areas of specialization include the intersection of gender and literature and gender and feminist theory. She has written extensively on nineteenth-century American women writers: Diskurs, Geschlecht und Literatur: Amerikanische Autorinnen des 19. Jahrhunderts (1995) and has done recovery work on Elizabeth Stoddard, co-editing Elizabeth Stoddard: Stories (2003) and translating Stoddard’s novel The Morgesons into German (Die Morgesons 2011).

Further research interests concern ethnic literatures and cultures in the USA, especially the literatures of Jewish Americans and Asian Americans. Her most recent project is in the field of Human Animal Studies. She is currently working on a book on contemporary North American animal poetry/fiction.

In teaching she aims at helping students discover the joys of reading and discussing literature and to appreciate the potential for cultural analysis that literary texts provide. On reading she likes to quote from Walt Whitman’s “Song of Myself”:
 
           “Have you practiced so long to learn to read?
             Have you felt so proud to get at the meaning of    poems?
             Stop this day and night with me and you shall possess the origin of all
             poems,
             You shall possess the good of the earth and sun … there are millions of
             suns left,             You shall no longer take things at second or third hand …”

Susanne Opfermann has been Dean of the Faculty of Modern Languages from 2010-2013. She is Ombudsperson for student and research assistants at Goethe-University (2016-2018) as well as Equal Opportunities Commissioner and Women’s Representative of the Faculty of Modern Languages (2017-2019)

ausführlicher cv

     

Publications

Publications

 

 

Gedichte, zweisprachig

Aus dem amerikanischen Englisch von Helmbrecht Breinig und Susanne Opfermann

Erscheint in Kürze


Der Schatten des Sirius, etwas, das niemand gesehen hat, ist, wie Merwin in einem Inter­view sagte, „reine Metapher, reine Imagination“. Wir selbst sind dieser Schatten, hinter der sichtbaren Welt liegt das, was nicht sichtbar, nicht zu wissen ist. Das Unbekannte ist es, das unser Leben lenkt, und es ist die Aufgabe der Dichtung, sich diesem Unbekannten anzunä­hern, ohne es je zu erreichen, „zu sagen, was unsagbar ist – Liebe, Kum­­­mer, Zorn auszu­drücken – diese Gefühle, die un­aus­drück­bar sind“. 

William Stanley Merwin (der für seine Buchpublikationen die Form W.S. Merwin vorzieht) gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Dichter unserer Epoche. Als einziger ame­rikani­scher Dichter erhielt er zweimal den Pulitzer-Preis für Lyrik – den ersten hatte er 1971 wegen des amerikanischen Vorgehens im Vietnamkrieg abgelehnt – eines von vielen Beispielen für sein Engagement in politischen und ökologi­schen Fragen. Einer breiten Leser­schaft in und außerhalb der USA ist er durch die zahlreichen Gedichte be­kannt geworden, die das Magazin The New Yorker vor­ab­gedruckt hat. Im Jahr 2010 wurde Merwin zum Poeta Laureatus der Vereinigten Staaten gewählt.

The Shadow of Sirius ist ein Alterswerk, nicht mehr vorder­grün­dig geprägt von Merwins politischem Engagement und seinen ökologischen Anliegen, obwohl diese noch in einzel­nen Texten zur Sprache kommen. Der lyrische Sprecher ist vom realen Dichter nicht zu trennen, und so stehen im Mittelpunkt Remi­nis­zenzen an Kindheit und Familie, zumal an den stets distan­zierten Vater und die warmherzige Mutter, von der er das Gärtnern lernte, eine lebenslange Lieblingstätigkeit, aber auch Erinnerungen an seine Hunde und an Land­schaften und Men­schen, die er kannte, an Jahreszeiten und die Tiere und Pflan­zen seiner Umgebung. Dennoch haben seine Themen uni­ver­sale Gültigkeit, gestaltet er das Persönli­che zum Re­präsen­ta­ti­ven. Viele Texte sind poetologisch, legen Rechen­schaft ab von seinem Leben als Wortkünstler. 

W. S. Merwin (geb. 1927): ist einer der bedeutendsten amerikanischen Dichter der Gegenwart. Sein vielfach preisgekröntes Werk umfasst Lyrik, eine Verserzählung, Dramen, Prosaerzählungen und Übersetzungen aus mehreren Sprachen, die seine herausragende Sprachsensibilität ebenso belegen wie seine Dichtungen. Sein politisches Engagement hat ihn zu einer Leitfigur der Friedens- und Umweltbewegungen werden lassen.

 
 

 


Translations by Susanne Opfermann
Edited by Helmbrecht Breinig and
Wolfram Donat.

published 2016
Libronauti, Gelnhausen
ISBN: 978-3-944861-08-1


 

 

 

Translated and edited by
Susanne Opfermann and Helmbrecht Breinig

published 2011
Ulrike Helmer Verlag, Sulzbach/Taunus
ISBN: 978-3-89741-328-3


 
 

 

published 2007
Ulike Helmer Verlag, Sulzbach/Taunus
ISBN: 978-3-89741-226-2

 

 

 

Edited and Introduction by
Susanne Opfermann and Yvonne Roth

published 2003
Northeastern University Press
ISBN: 1-5553-563-1


 
 

 
published 1996
Verlag V.B. Metzler Stuttgart - Weimar
ISBN: 3-476-01439-8
 

Research Projects

Research Projects


1.
Animals in American Literature

Das Mensch-Tier-Verhältnis wie es gedacht und praktiziert wurde und wird, steckt voller Paradoxien und Ambivalenzen. In verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, von der Philosophie über Soziologie, Sozialethik, Biologie u.a.m. gewinnt das Mensch-Tier­ver­hältnis daher gegenwärtig zunehmend an Aufmerksamkeit. Auch für die Literatur- und Kulturwissenschaften hat sich ein neues Forschungsfeld eröffnet. Das Projekt „Animals in American Literature“ untersucht Ereignisse, Paradoxien und Ambivalenzen des Mensch-Tier-Verhältnisses in Texten der amerikanischen Litera­tur. Der Fokus liegt auf Texten aus den letzten drei Jahrzehnten, weil sich in diesem Zeitraum nicht zuletzt durch die Erkenntnisse der kognitiven Ethologie das Wissen um andere Tiere markant gewan­delt hat. Zugleich verbreitet sich ein Bewusstsein dafür, dass wir in einer „more-than-human-world“ leben. An literarischen Texten (Erzählung, Roman, Gedicht) interes­siert nicht nur, wie das Verhältnis von Menschen und (anderen) Tieren konzipiert und reflek­tiert wird, son­dern auch Versuche, die Welt nicht länger anthropozentrisch zu den­ken. Welche kulturelle Arbeit leisten Tiere in Texten auf der Ebene des Erzählten wie auf der Ebene der erzählerischen Vermittlung? Letztlich rücken damit die diskursiven Grundle­gungen unserer symbolischen und sozialen Ordnung in den Blick und werden einer Analyse zugänglich.


 2. Verbundprojekt: Wissenspraktiken und Wirkungsketten: Feministische Per­spektiven auf Mensch-Natur-Verhältnisse
(beteiligte Disziplinen: Soziologie, Biowissenschaft, Literatur-/Kulturwissen-schaft, Kunst- und Medien, Philosophie)

Die Auflösung tradierter Natur/Kultur/Mensch/Technik-Gegensätze hat epistemologi­sche Konsequenzen für die Wissensproduktion und für die Analyse von Macht- und Domi­nanzverhältnissen. Universalisierte Evidenz als Paradigma des 20. Jahrhun­derts hat mittlerweile ausgedient. Vielmehr geht es um Fragen nach den Prozessen der Ko-Kon­stitution und Stabilisierung von Wissensformen als materiell-semiotische Gefüge, um ihre Performativität und die mit dieser verbundenen Politiken. Notwendig wird damit nicht zu­letzt ein Wechsel vom Anthropozentrismus hin zu einer multi­species perspective, die die Prozesshaftigkeit, die Wechselbeziehungen und Dy­namiken, aber auch die Resilienz aller biologischen und sozialen, ökologischen und kulturellen Vorgänge anerkennt und ihre Aushandlungen in den Blick nimmt. Denn Wirkungsmacht entsteht entlang konkreter Praktiken in Handlungsketten, wobei längst nicht alle Teile dieser Ketten notwendiger­weise von den freiwillig und unfreiwil­lig Beteiligten intendiert oder kontrolliert werden.

Hier setzt die Forscherinnengruppe an, um Potenziale und Probleme dieses Para­dig­menwechsels anhand von Wissenspraktiken und Wirkungsketten in Mensch-Na­tur-Kul­tur-Technikverhältnissen zu untersuchen. Zwei zentrale Fragen stehen im Fo­kus unse­res Interesses. 1. Welche neuen Formen oder Praktiken von Wissen entste­hen im Zuge des be­schriebenen Perspektiv- bzw. Paradigmenwechsels (u.U. auch nebenbei)? Wie wird Wissen generiert, formuliert und tradiert? 2. Welche – inten­dierten und nicht intendierten - Wirkungen zeitigen Prozesse der Wissensgenerie­rung?