Jubiläum

Ausstellung „30 Jahre Theologie interkulturell“

Vom 23. Mai 2014 bis zum 16. Juli 2014 fand anlässlich des 30 jährigen Jubiläums von „Theologie interkulturell" eine Ausstelung im Saal der Katholischen Hochschulgemeinde am Campus Westend statt.

Die Jubiläumsbroschüre „30 Jahre Theologie interkulturell“ kann nach vorheriger Bestellung per Mail an Beate.Mueller@em.uni-frankfurt.de in Raum 2.717 gegen eine Gebühr in Höhe von 3 Euro erworben werden.


25 Jahre „Theologie interkulturell“ – Veranstaltungen zum Jubiläum

Die Vielfalt der Glaubenskontexte und der Universalitätsanspruch des Evangeliums Symposion „Theologie interkulturell“ 19.11−20.11. 2010

Unter allen Religionen ist vielleicht das Christentum am deutlichsten durch die Spannung von Kontextualität und Universalität gekennzeichnet. Zum einen hat es nicht nur mit Jesus aus Nazaret seinen Ursprung in einem historisch, politisch, sozial und kulturell ziemlich präzise bestimmbaren Kontext. Zum anderen und zugleich beansprucht es für die Botschaft dieses Jesus wie auch für die christliche Botschaft von diesem Jesus als dem Christus eine universale, nicht-relative Bedeutung. Aus dieser Urszene hat sich eine Weltreligion entwickelt, die sich zugleich in konkreten gesellschaftlich-kulturell-politischen Kontexten verwirklicht.

Wie groß ist noch das Ausmaß an Identität zwischen den Christentümern Afrikas, Asiens, Europas, Lateinamerikas, Nordamerikas, Ozeaniens? Angesichts der Lage einer sich im Weltmaßstab in Bewegung befindlichen katholischen Kirche – was Potentiale sowohl der Spannung als auch der Fruchtbarkeit bereithält – ist es notwendig, das Verhältnis der vielen kulturell-politisch-gesellschaftlichen Kontexte des Glaubens und der einen Botschaft Jesu für die Welt aus den pluralen Perspektiven der vielen ortskirchlichen Verwirklichungen der einen katholischen Kirche zu erörtern. Auf diesen Zweck hin ist das in Rede stehende Symposion konzipiert worden.

Die katholische Kirche ist heute das, was man in metaphorischer Übertragung einen global player nennen kann: Sie ist in der gesamten Welt mit etwa 850 Millionen Gläubigen präsent. Die Kirche stellt damit auch ein Laboratorium dafür dar, wie die Menschheit mit der noch nicht lange ins Bewusstsein gerückten umfassenden Einheit der einen Weltgesellschaft zurechtkommt, die sich zugleich in unzähligen partikularen Kontexten realisiert. Im Thema des Symposions ist folglich die Reflexion der Menschheit auf sich selbst als Weltgesellschaft mit enthalten – exemplarisiert am global player katholische Kirche.

Die katholische Kirche – ein Laboratorium der einen Weltgesellschaft in und aus pluralen Kontexten: Dies lässt sich in hervorragender Weise sowohl darstellen als auch problematisieren, indem ausgewiesene Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen theologischen und kulturellen Kontexte zusammenkommen und gemeinsam an der Bestimmung des Verhältnisses von Kontextualität und Universalität arbeiten. Sie bringen neben theoretischer Kompetenz auch das Erfahrungswissen – und das Konfliktwissen – ihrer jeweiligen Kontexte in einen gemeinsamen Reflexionsprozess ein. Darin spiegelt sich die Intention dieses Symposions, anstelle einer eventuell eurozentrischen Perspektive den weltgesellschaftlichen Zusammenhang durch eine möglichst repräsentative Berücksichtigung der kontinentalen und kulturellen Kontexte darzustellen.

Auch Reflexion und Wissensbildung sind an Kontexte gebunden, ohne die sie nicht möglich wären. Das Forschungs- und Lehrprojekt „Theologie interkulturell“ des Fachbereichs Katholische Theologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität ist ein idealer akademischer Kontext für ein Symposion zum o.g. Thema. Denn hier hat sich durch eine 25-jährige kontinuierliche Arbeit, in deren Zentrum jährlich stattfindende Gastprofessuren stehen, bereits eine thematisch einschlägige Wissenstradition gebildet, die sich in Publikationen niedergeschlagen hat. Darüber hinaus ist der Fachbereich in universitär-institutionellen Kooperationsbeziehungen weltweit vernetzt und nicht zuletzt sind mittlerweile ganze Generationen von Studierenden durch den Lehranteil des Projekts geprägt worden.

Das projektierte Symposion ist also im Rahmen von „Theologie interkulturell“ gut eingebettet – und repräsentiert zugleich dessen Forschungs- und Lehrgeschichte aufs Beste.


20 Jahre „Theologie interkulturell“ – Veranstaltungen zum Jubiläum

Jubiläumssymposium „Aufbruch in eine Welt für alle. Glaubenskommunikation in der Vielfalt der Kulturen“

Vom 18.–20. Mai 2006 fand aus Anlass des Jubiläums ein interdisziplinäres, internationales und interkulturelles Symposium unter Teilnahme aller bisherigen Gastprofessorinnen und Gastprofessoren statt.

 Prof. Dr. Bénézet Bujo (Kongo), Prof. Dr. Francis D'Sa (Indien), Prof. Dr. Benigno P. Beltran (Philippinen), Prof. Dr. John D'Arcy May (Australien/Dublin), Juan Carlos Scannone (Argentinien)

Prof. Dr. Thaddaeus T'ui-Chieh Hang (China), Prof. Dr. Wladimir Iwanow (Russland), Prof. Dr. Enrique Dussel (Mexiko), Prof. Dr. Louis J. Mascarenhas (Pakistan), Prof. Dr. Fernando Diaz (Chile)

Prof. Dr. Haruko K. Okano (Japan), Prof. Dr. Robert Schreiter (USA), Prof. Dr. Felix Wilfred (Indien), Prof. Dr. Obiori Ike (Nigeria), Prof. Dr. Paulo Suess (Brasilien)

Prof. Dr. Seemampillai Joseph Emmanuel (Sri Lanka), Prof. Dr. Luis Gutheinz (Taiwan), Prof. Dr. Nazaire Bitoto Abeng (Kamerun), Prof. Dr. Mary John Mananzan (Philippinen), Prof. Dr. Danielle Palmyre (Mauritius)


Akademischer Festakt anlässlich des 20jährigen Jubiläums von „Theologie interkulturell“

Aus Anlass des 20jährigen Jubiläums von „Theologie interkulturell“ fand zu Beginn des Wintersemesters 2005/06 am 26.10.2005 ein akademischer Festakt statt.

Daran haben als Festredner der Bischof von Limburg, Dr. Franz Kamphaus, und der Präsident der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Prof. Dr. Rudolf Steinberg, teilgenommen.

Die diesjährige Gastprofessorin, Frau Prof. Dr. Danielle Palmyre aus Mauritius, hat im Rahmen der Jubiläumsfeier die Antrittsvorlesung zu ihrer Vorlesungsreihe gehalten.

Der Festakt wurde musikalisch vom „Ensemble Dialog“ unter der Leitung des mexikanischen Komponisten Ignacio Olivarec gerahmt. Auf dem Programm standen Auszüge aus der indigenen Messe „Misa de Chiapas“, Miniaturen von Otomi-Texten, beides Kompositionen von Olivarec. Den musikalischen Höhepunkt bildete die Uraufführung seiner Vertonung von rituellen Texten aus der Kultur der Tojolabales.