Lehramtsstudium

Religionslehrer(in) – ein Beruf für Sie?

Können Sie sich vorstellen, mit Kindern und/oder Jugendlichen zu arbeiten? Haben Sie Interesse daran, sich nicht nur persönlich mit religiösen und theologischen Fragen auseinanderzusetzen, sondern auch junge Menschen dazu zu motivieren? Sind Sie zugleich offen für deren Lebens- und Glaubensfragen?
Katholische Religionslehrerinnen und –lehrer geben häufig an, dass sie eine hohe Berufszufriedenheit haben. Sie erleben ihre Arbeit als abwechslungsreich, durchaus anspruchsvoll und fordernd, aber auch fruchtbar und sinnvoll. Der katholische Religionsunterricht genießt Anerkennung und ist bei Schülerinnen und Schülern beliebt – zumal dann, wenn er fachlich kompetent und methodisch vielseitig dargeboten wird.
Je nach Schulform und –stufe hat das Arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Religionsunterricht und Schule unterschiedliche Schwerpunkte und bedarf unterschiedlicher Qualifikationen und Kompetenzen.
Trotz unterschiedlicher Ausrichtung sind alle Religionslehrer(innen) gleichermaßen sowohl auf fachlicher, pädagogischer und didaktischer Ebene als auch auf personaler Ebene gefordert.
Die Einstellungschancen für katholische Religionslehrerinnen und –lehrer sind in allen Bundesländern gut, bisweilen sogar sehr gut, vor allem im Berufsschul- und Förderschulbereich. Religionslehrerinnen und –lehrer werden in der Regel als Landesbeamte angestellt. Die Entlohnung erfolgt nach den Besoldungstabellen der Länder für den öffentlichen Dienst. Je nach Schulform werden Berufsanfänger(innen) nach A12 oder A13 bezahlt.
Eine weitere Möglichkeit ist eine Einstellung als Religionslehrer(in) im kirchlichen Dienst. Schulen in kirchlicher Trägerschaft bieten meist Angestelltenverträge an. Die Entlohnung erfolgt in Anlehnung an den Bundesangestelltentarif (BAT).
Religionslehrer(innen) haben in der Regel ein Lehramtsstudium an einer wissenschaftlichen Hochschule absolviert (1. Staatsexamen) und nach einer praktischen Vorbereitungszeit (Referendariat) an Studienseminar und Schule ihre Ausbildung mit dem 2. Staatsexamen abgeschlossen. Sie üben ihre Tätigkeit sowohl in staatlichem als auch in kirchlichem Auftrag aus [Missio canonica]. Denn die Entscheidung, Religionslehrer(in) zu werden, ist nicht nur eine Entscheidung für ein Unterrichtsfach, sondern auch eine Entscheidung für den christlichen Glauben. Für das Studium ist die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche nicht notwendig, für die Ausübung des Berufs des Religionslehrers bzw. der Religionslehrerin jedoch schon. Zum Berufsbild und zum Religionsunterricht finden Sie hier weitere Informationen.

Lehramtsstudium Katholische Theologie

Allgemeine Hinweise zum Lehramtsstudium an der Goethe-Universität sowie wichtige Adressen und Termine finden Sie hier: [Uni-Frankfurt - Lehramt]
Am Fachbereich Katholische Theologie können Lehramtsstudiengänge für alle Schulstufen bzw. Schularten aufgenommen werden: Lehramt an der Grundschule (L1), der Haupt- und Realschule inkl. Gesamtschule (L2), dem Gymnasium (Sekundarstufe I und II, L3) oder der Förderschule (L5). Darüber hinaus ist im Rahmen des Masterstudiengangs Master of Science in Wirtschaftspädagogik in der Studienrichtung II das Studium des "allgemeinen" Faches Katholische Religion möglich, um (im Anschluss an den Vorbereitungsdienst) im Lehramt an Berufsbildenden Schulen tätig zu werden. Vom jeweiligen Studiengang hängen Studiendauer und Studieninhalte ab. Die Regelstudienzeit umfasst in den Lehramtsstudiengängen zwischen sechs (L1, L2 und L5) und acht Semestern (L3), auf die die Examensphase folgt. Das Studium wird mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen. Im Masterstudiengang Wirtschaftspädagogik beträgt die Regelstudienzeit vier Semester; vorausgesetzt wird der bereits erworbene Bachelor-Grad. Die Aufnahme des Studiums ist jeweils zum Wintersemester möglich.
Am Fachbereich Katholische Theologie gibt es einen breiten gemeinsamen Kernbereich von Veranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Übungen) aller Lehramtsstudiengänge. Neben den gemeinsamen Lehrveranstaltungen gibt es differenzierte Angebote, die den unterschiedlichen Ausrichtungen gerecht werden.
Bei allen Studierenden wird eine hohe Leistungsbereitschaft vorausgesetzt, um die notwendigen theologisch-fachlichen und fachdidaktischen Kompetenzen für den anspruchsvollen Berufs des Religionslehrers und der Religionslehrerin zu erwerben.

Studienordnungen für die Lehramtsstudiengänge

Die Studienordnungen regeln die einzelnen Studiengänge im Hinblick auf Voraussetzungen, Anforderungen und Prüfungsleistungen. Im Wintersemester 2005/2006 wurden die modularisierten Lehramtsstudiengänge eingeführt; seither gilt die SPoL (die Studien- und Prüfungsordnung für modularisierte Lehramtsstudiengänge). Diese besteht aus mehreren Teilen. Die fachspezifischen Anhänge für das Fach Katholische Theologie stehen in der rechten Spalte dieser Seite zum Herunterladen bereit. Dabei ist zu beachten, dass seit WS 2011/12 eine neue Fassung dieser Anhänge gilt. Den allgemeinen Hauptteil sowie alle anderen Studienordnungen und Studiennachweise finden Sie auf der Seite "Studien- und Prüfungsordnung"des Zentralen Prüfungsamtes Lehramtsstudiengänge (ZPL). Bitte beachten Sie auch das zentrale Verzeichnis der Studien- und Prüfungsordnungen auf der Hauptseite der Universität Frankfurt.
Die modularisierten Lehramtsstudiengänge im Überblick:

  • Studienfach Katholische Religion im Studiengang L1 (Grundschule): 6 Sem. (35 SWS; 32 CP), Staatsprüfung
  • Studienfach Katholische Religion im Studiengang L2 (Haupt- und Realschule) und L 5 (Förderschule): 6 Sem. (48 SWS; 53 CP), Staatsprüfung
  • Studienfach Katholische Religion im Studiengang L3 (Gymnasium): 8 Sem. (76 SWS; 88 CP), Staatsprüfung
  • Allgemeines Studienfach Katholische Religion im Rahmen des BA/MA-Studiengangs Wirtschaftspädagogik (Lehramt an Berufsbildenden Schulen): 6 Sem. (BA) + 4 Sem. (MA) (50 CP), Masterprüfung Wirtschaftspädagogik.

CP = Credit Points, SWS = Semesterwochenstunden

Studienberatung und Zuständigkeiten

Der Studiendekan Prof. Dr. Thomas M. Schmidt steht Ihnen in allen Fragen des Studiums und zu Beratungsgesprächen zur Verfügung und ist zudem Modulbeauftragter für alle Module. Darüber hinaus können Sie sich an alle Professoren für Fachfragen im Rahmen ihrer jeweiligen Fächer wenden. Studienberatung wird außerdem von Wissenschaftlichen Mitarbeiter(innen) und von der Pädagogischen Mitarbeiterin angeboten.
Die Sprechstunden entnehmen Sie bitte dem Kommentierten Vorlesungsverzeichnis (Download in der rechten Spalte dieser Seite) bzw. den Ankündigungen auf den Webseiten der jeweiligen Professur.

Studienberatung für die einzelnen Lehramtsstudiengänge:


Lehramt an Grundschulen L1

Lehramt an Haupt- und Realschulen L2

Lehramt an Sonderschulen L5
Gero Riedel, Pädagogischer Mitarbeiter
Raum 1.719 (1. Stock)
Nebengebäude Campus Westend
Tel.: 069 798-33385
g.riedel@em.uni-frankfurt.de
Lehramt an Gymnasien L3 Maximilian Röll M.A.
1.717 (1. Stock)
Nebengebäude Campus Westend
Tel.: 069 / 798 - 33387
roell@em.uni-frankfurt.de
 
 Beauftragter für die Zwischenprüfung L3:
(Lehramt an Gymnasien; alte Studienordnung)
Prof. Dr. Thomas Schreijäck
Raum 2.717 (2. Stock)
Nebengebäude Campus Westend
Tel. 069 798 33329
schreijaeck@em.uni-frankfurt.de
Sprechstunde: Di 16:30 - 17:30 Uhr



Schulpraktische Studien

In allen Lehramtsstudiengängen sind im Rahmen von zwei je fünfwöchigen Blockpraktika Schulpraktische Studien zu absolvieren. In der Regel wird das erste Praktikum in den Grundwissenschaften absolviert, während das zweite Praktikum fachspezifisch ausgerichtet ist. Dieses kann am Fachbereich Katholische Theologie durchgeführt bzw. von der Pädagogischen Mitarbeiterin des Fachbereichs begleitet werden.
Für eine umfassende schulpraktische Ausbildung ist es empfehlenswert, die beiden schulpraktischen Studien von unterschiedlichen Fachbereichen betreuen zu lassen.

Die Anmeldung erfolgt im Büro für die Schulpraktischen Studien.

Scheinumschreibung alte auf neue Studienordnung

Sofern Sie Ihr Studium nach der alten Studienordnung begonnen haben (also bis einschl. SoSe 2011), haben Sie nun evtl. eine Mischung aus „alten“ (aus dem Jahr 2007, siehe Fußzeile des jeweiligen Scheins) und „neuen“ Scheinen (aus 2011). Sofern es sich um noch nicht abgeschlossene Modulscheine handeln sollte, können Sie diese auch nach der neuen Ordnung abschließen. Bereits nach alter Ordnung abgeschlossene Scheine können nicht mehr nachträglich auf die neue Ordnung umgeschrieben werden. Eine Mischung der Scheine aus alter und neuer Studienordnung stellt nach Auskunft des ZPL kein Problem dar.