Lehre Prof. Dr. Friedemann Buddensiek

Lehre im Wintersemester 2017/18

Vorlesung: Einführung in die Geschichte der Philosophie

Dozent: Prof. Dr. Friedemann Buddensiek

Angaben zur Veranstaltung: Vorlesung (2 SWS) mit Tutorium (2 SWS) — Di 10-12h — HZ 6 — Erster Termin: 10.4.2018 (!) — Leistungsnachweis: Klausur (2-stündig)

Modulzuordnung: Philosophie BA: BM2; Philosophie MAG, L3 (2008): BM1; Philosophie L3 (2014): BM2. — GPhW-MAG: BM3; GPhW-BA: BM2

Kommentar: Die Vorlesung bietet einen exemplarischen Überblick über wichtige Probleme, Theorien, Autoren und Epochen der westlichen Philosophiegeschichte von den Vorsokratikern bis ins 19. Jahrhundert. Sie informiert exemplarisch auch über Methoden unserer heutigen Beschäftigung mit Philosophiegeschichte. Sie richtet sich an Studierende im ersten und zweiten Semester. Erster Termin der Vorlesung: 10. April (= 1. Semesterwoche!).

Voraussetzungen: Voraussetzungen für die Teilnahme: HRZ-account. Information zum HRZ-account: https://www.rz.uni-frankfurt.de/46041621/10_studierende . Die Veranstaltung setzt keine besonderen Vorkenntnisse und auch keine Vorbereitung in den Semesterferien voraus.

Literatur: Die in den Tutorien behandelten Texte sowie weiterführende Literaturhinweise werden ab der 1. Vorlesungswoche zur Verfügung gestellt (Information dazu in der Vorlesung). Für diejenigen, die vorarbeiten wollen: Eine vorbehaltlos zu empfehlende Darstellung zur Philosophiegeschichte gibt es nicht. Eine gängige Einführung ist z.B.: Helferich, Christoph: Geschichte der Philosophie. [...]. Stuttgart, 4. Aufl., 2012.

Leistungsnachweis / Tutorium: Klausur (2-stündig): Termin: Samstag (!), 14. Juli 2018, 10-12h. – Wiederholungstermin: 20. August 2018 (!). — Für Hauptfach-Studierende der Philosophie ist die Teilnahme an einem begleitenden Tutorium verpflichtend (zum Tutorium sind nur diejenigen Studierenden zugelassen, für die das Tutorium laut Studienordnung verpflichtend ist). Das Tutorium dient u.a. der Einübung in einen eigenständigen Umgang mit ausgewählten Texten der Philosophiegeschichte. Das Tutorium beginnt in der 2. Semesterwoche: die Einschreibung erfolgt über OLAT ab Mittwoch, 11.4.2018, 8.00h (s.t.), eine vorherige Terminvergabe findet nicht statt. Alle Informationen zur Einschreibung gibt es in der ersten Vorlesungssitzung am 10.4.2018 (die gleichen Informationen finden Sie ab 10.4. auch im OLAT-Kurs zur Vorlesung).



Seminar: Der Erwerb von Charakter und Tugend bei Platon und Aristoteles

Dozent: Prof. Dr. Friedemann Buddensiek

Angaben zur Veranstaltung: Seminar – IG 0.454 – Do 10-12 – 1. Termin: 12.4.18

Modulzuordnung: BA: VM 1, VM 3; L3 (2008) / MAG: VM 1a, VM 3a; L3 (2014): VM 1, VM 3; MA: GM 1, GM 3, SPM 1, SPM 2

Kommentar: Für antike Philosophen hängt die Beantwortung der Frage, auf welche Weise wir unseren ethisch relevanten Charakter und unsere ethisch relevanten Dispositionen erwerben, wesentlich von einer Antwort auf die Frage ab, was ein solcher Charakter und was solche Dispositionen sind. Platon einerseits und Aristoteles andererseits haben auf diese Frage radikal verschiedene Antworten gegeben. So finden sich bei Platon Auffassungen, denen zufolge ethische Tugend eine Form von Wissen ist und der Erwerb der Tugend dementsprechend eine Form rationalen Lernens. Aristoteles dagegen fasst ethische Tugend – nach herkömmlicher Deutung – als eine Disposition des arationalen Bereichs der menschlichen Seele auf, dank welcher Disposition in bestimmten handlungsrelevanten Situationen bestimmte Affekte auftreten, dank derer wiederum wir in jenen Situationen auf bestimmte Weise agieren können. Der Erwerb dieser Dispositionen ist für Aristoteles nicht nur eine Frage rationalen Lernens, sondern in erster Linie eine Frage der Gewöhnung unserer arationalen affektiven Einstellungen.
Im Seminar wollen wir der Frage nachgehen, wie die platonische(n) und die aristotelische Konzeption(en) von Charakter- und von Tugenderwerb – gerade auch in ihrer Abhängigkeit von den jeweiligen Konzeptionen des Charakters und der Tugend – genauer zu verstehen sind, welche Gründe für sie angeführt werden und wie ihre radikale Verschiedenheit zu erklären ist. Wir werden hierfür ausgewählte Texte aus verschiedenen Platon-Dialogen sowie v.a. aus Aristoteles’ Nikomachischer, Eudemischer Ethik und Politik lesen.

Voraussetzungen / Organisatorisches: Material zur Veranstaltung, einschließlich der Seminartexte, findet sich ab Veranstaltungsbeginn im OLAT (s. https://olat.server.uni-frankfurt.de/ ). Griechisch-Kenntnisse sind sehr willkommen, werden aber nicht erwartet. Während des Semesters werden von allen Teilnehmenden neben der gründlichen Primärtextlektüre die Bearbeitung von Fragen zum Text zu jeder Sitzung und die Lektüre v.a. auch von englischer Sekundär- bzw. Kommentarliteratur erwartet. – 1. Termin ist der 12.4.18.

Literatur: Burnyeat, M.: Lernen, ein guter Mensch zu sein. Aristoteles über moralische Bildung und Charakterentwicklung. In: Rapp, C. / Wagner, T. (Hg.): Wissen und Bildung in der antiken Philosophie. Stuttgart u.a., 2006. 215-237. — Kamtekar, R.: Plato on Education and Art. In: Fine, G. (Hg.): The Oxford Handbook of Plato. Oxford u.a., 2008. 336-359. — Lawrence, G.: Acquiring Character: Becoming Grown-Up. In: Pakaluk, M. / Pearson, G. (Hg.): Moral Psychology and Human Action in Aristotle. Oxford u.a., 2011. 233-283. — Leunissen, M.: From Natural Character to Moral Virtue in Aristotle. Oxford, 2017. — Sherman, N.: The Fabric of Character. Aristotle’s Theory of Virtue. Oxford, 1989; daraus Kap. 5: The Habituation of Character.

Leistungsnachweis: Nicht benoteter Leistungsnachweis („Kleiner Schein“) durch schriftliche Bearbeitung von Fragen zum Text. Modulprüfung darüber hinaus durch Hausarbeit; Termine für die Hausarbeit: Anmeldung bis: 27.9.18 – Rücktritt bis: 27.9.18 – Abgabetermin: 4.10.18 – Abgabetermin für Wiederholung: 12.11.18 – Allgemeine formale Voraussetzungen für Leistungsnachweis und Modulprüfung: s. Prüfungsordnung.



Kolloquium zur Antiken Philosophie

Dozent: Prof. Dr. Friedemann Buddensiek

Angaben zur Veranstaltung: Kolloquium – IG 2.501 – Do 14-16 – 1. Termin: 12.4.18

Kommentar: Gegenstand des Kolloquiums ist die Diskussion von Problemen der antiken Philosophie und die Diskussion von Abschlussarbeiten, Dissertationen und Postdoc-Projekten. Das Kolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende.

Voraussetzungen: Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung und Rücksprache. – Erster Termin: 12.4.18.