Archäometrie im Nebenfach

Der Studiengang Archäometrie vermittelt die Anwendung mathematisch-naturwissenschaftlicher Methoden in der Erforschung der frühen Geschichte des Menschen. Er steht allen Studierenden offen, die im Haupt- oder Nebenfach in einem der an der Goethe-Universität vertretenen archäologischen Studiengänge eingeschrieben sind. Angesiedelt ist das Studienfach Archäometrie am Institut für Archäologische Wissenschaften (Fachbereich 09, Kultur- und Sprachwissenschaften), getragen wird es von den Fachvertreterinnen und -vertretern der verschieden beteiligten mathematisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen (vor allem Fachbereich 11, Geowissenschaften/Geographie) und auswärtiger Institutionen.

Der modularisierte Studiengang deckt ein breites Spektrum von Methoden ab. So geht es um physikalische, chemische und geochemische Analysen zur Klärung der Herkunft von Rohstoffen und deren Veränderung im Zusammenhang mit Verarbeitungs- oder Konservierungsprozessen. Ebenso wichtig sind die Methoden, die im Rahmen einer allgemeinen Landschaftsarchäologie zur Rekonstruktion vergangener Natur- und Kulturlandschaften sowie den Lebensgrundlagen des Menschen beitragen. Dazu gehören die geomorphologisch-bodenkundlichen Verfahren der physischen Geographie, Fernerkundung, geophysikalische Geländeprospektion, naturwissenschaftliche Datierungsmethoden, Archäobotanik, Archäozoologie und physische Anthropologie. Behandelt werden auch statistische Methoden, digitale Bildverarbeitung und geographische Informationssysteme.

Die Goethe-Universität Frankfurt a. M. ist mit dem erfolgreich etablierten Teilstudiengang Archäometrie die erste Hochschule in der Bundesrepublik gewesen, welche ihren Studierenden die Möglichkeit eröffnet, anwendungsbezogene Kenntnisse in der gesamten Breite derjenigen Disziplinen zu erwerben, mit denen die Archäologie in jüngerer Zeit in verschiedenster Hinsicht neue und wichtige Ergebnisse erzielt hat und die für die Zukunft sehr viel versprechende Perspektiven eröffnen.