Ehemalige-AG Umweltanalytik

Biologischer Abbau von Kohlenwasserstoffen an kontaminierten Standorten -Natürliche Selbstreinigungsprozesse für ausgewählte Schadstoffe am Beispiel kontaminierter militärischer Liegenschaften

Prof. Dr. Wilhelm Püttmann, Theodoros Potouridis

Altlasten mit Kontaminationen von Kohlenwasserstoffen und leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen unterliegen vielfach messbaren, natürlichen Rückhalte- und Abbauprozessen (Natural Attenuation). Ein Monitoring dieser Prozesse (Monitored Natural Attenuation) stellt eine Alternative zu herkömmlichen kosten- und energieintensiven Sanierungsverfahren dar, sofern von der Kontamination keine Gefährdung von Mensch und Umwelt ausgeht.

Die Grundlagen zur Anwendung des ‚Natural Attenuation‘ bei Grundwasserschadensfällen in Deutschland wurden in einem vorhergehenden Projekt in diesem Institut von Peter Martus bereits erarbeitet. Dazu wurden Felduntersuchungen anhand eines auf die jeweils am Standort vorhandenen Schadstoffe angepassten Monitoringkonzeptes durchgeführt. Der Schwerpunkt der Untersuchungen lag dabei auf der hydrochemischen Charakterisierung der Kontaminationsfahne, der sie beeinflussenden Parameter und der zeitlichen Entwicklung der Fahne. Mit den erhobenen Daten konnten Langzeitprognosen hinsichtlich des Schadstoffverhaltens unter Zuhilfenahme von analytischen bzw. numerischen Modellen erstellt werden.

In einem Folgeprojekt sollen nun eingehend die Interaktion zwischen schwankenden Grundwasserständen und schwanken Schadstoffkonzentrationen untersucht werden. Dazu werden zwei verschiedene Standorte betrachtet, welche unterschiedliche Charakteristika aufweisen.

Bezüglich des bisher untersuchten Aromatenspektrums wird eine Verdichtung der Datenlage angestrebt.

Veröffentlichungen zum Thema Natural Attenuation