Filmkultur: Archivierung, Programmierung, Präsentation (Master of Arts)

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Kurzbeschreibung
Zulassungsbedingungen
Bewerbung


Kurzbeschreibung

Inhalte und Schwerpunkte 

Der Masterstudiengang „Filmkultur: Archivierung, Programmierung, Präsentation“ bildet wissenschaftliches Personal für Film- und Medienarchive und Institutionen der Filmkultur aus. Er ist der erste Studiengang seiner Art an einer deutschen Universität und wird von der Goethe-Universität (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft) gemeinsam mit dem Deutschen Filminstitut seit dem Wintersemester 2013/14 angeboten. Studienbeginn ist im Wintersemester, die Bewerbungsfrist läuft jeweils bis zum 15. Juli. 

Aufbauend auf vertiefte Kenntnisse von Filmgeschichte und Filmtheorie vermittelt der Studiengang grundlegende Kenntnisse der technischen, wissenssystematischen, administrativen, ökonomischen und rechtlichen Aspekte der Archivierung, Programmierung und Präsentation der gängigen Film- und AV-Medienformate. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Herausforderungen der Digitalisierung analoger Bestände, der Pflege digitaler Archivierungsmedien und der Veröffentlichung und Zirkulation von Digitalisaten. Die Absolventinnen und Absolventen erwerben ferner Kenntnisse der Strukturen und Praktiken der Kino- und Filmkultur, der AV-Medienproduktion und -distribution und der Charakteristik von Märkten für AV-Medienprodukte. Sie machen sich vertraut mit Grundfragen im Bereich Copyright und Urheberrecht sowie namentlich auch mit der Problematik von Nutzungsrechten und Eigentumsrechten in der Praxis der Zirkulation von Film- und AV-Medienmaterialien. Sie erwerben schließlich theoretische und praktische Kompetenzen im Bereich des Kuratierens von Filmen, also der Programmierung und Präsentation von AV-Medienarchiv-Beständen im Kino, in Museen und an Festivals, aber auch auf digitalen Plattformen. Die Auseinandersetzung mit dem Gegenstand Film wird dabei in den größeren Rahmen einer ästhetisch-theoretischen Reflexion der Rolle der Kuratorin bzw. des Kurators und der kulturellen Praxis der Ausstellung eingebettet.

Der Studienabschluss qualifiziert für die Übernahme von Positionen in den Bereichen Kulturmanagement, öffentliche und private Film- und Medienarchive, Unternehmen der Film- und AV-Wirtschaft wie Produktions- und Distributionsfirmen sowie Internet-Provider, Fernsehen (Redaktion, Programmierung, Medienarchivierung), Journalismus/Filmkritik, Internetredaktion und Plattformgestaltung, Museumsarbeit mit Schwerpunkt Film und AV-Medien sowie für kuratorische Tätigkeiten im Bereich Filmkultur (Kino- und Festivalprogrammierung, kuratorische Arbeit in Museen, Ausstellungshäusern und anderen Einrichtungen für bildende Kunst). Ferner besteht die Möglichkeit eine Weiterqualifikation im Rahmen eines Promotionsstudiums.

Der Masterstudiengang wird vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut (Frankfurt) und unter Einbezug von Lehrangeboten aus den Fachbereichen 01 Rechtswissenschaft, 02 Wirtschaftswissenschaften und 09 Sprach- und Kulturwissenschaften der Goethe-Universität durchgeführt. Weitere Partner sind die Friedrich-Wilhelm-Murnau Stiftung (Wiesbaden) und das Arsenal Institut für Film- und Videokunst (Berlin). Für das umfangreiche Praxismodul vermitteln das Deutsche Filminstitut und die Universität auch Praktikumsplätze bei weiteren filmkulturellen Institutionen im In- und Ausland. Sendeanstalten, eigenständige Sammlungen, Kulturstiftungen, Kulturinitiativen, Festivals, Distribution und Edition ergänzen das Spektrum der filmkulturellen Arbeitsfelder, zu denen Kontakte gepflegt werden. 

Ausführliche Beschreibung

Informationen des Fachbereichs
Ordnung

Abschluss Master of Arts Filmkultur: Archivierung, Programmierung, Präsentation 
Regelstudienzeit Die Regelstudienzeit bis zum Master-Abschluss beträgt 4 Semester. 
Unterrichtssprache Deutsch 
Studienbeginn Der Studiengang kann zum Wintersemester aufgenommen werden. 
Studienfachberatung

Prof. Dr. Vinzenz Hediger
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Nobert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel. 069 / 798-32077
E-Mail: info.filmwissenschaft@tfm.uni-frankfurt.de

 

Bettina Schulte-Strathaus, M.A.
Tel. 069/798-32083
E-Mail: b.schulte-strathaus@tfm.uni-frankfurt.de


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Zulassungsbedingungen

Zugangsvoraussetzungen
  • Bachelorstudiengang THEATER-, FILM- UND MEDIENWISSENSCHAFT (TFM) im Hauptfach der Goethe-Universität oder einen Bachelorstudiengang in Filmwissenschaft, Medienwissenschaft oder Theaterwissenschaft an einer deutschen Hochschule oder einen dem Bachelorstudiengang TFM mindestens gleichwertigen Abschluss einer deutschen oder ausländischen Hochschule in gleicher oder verwandter Fachrichtung (beispielsweise Philosophie, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft oder eine andere neuere Philologie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, qualitativ orientierte Sozialwissenschaften) mit nachgewiesenem filmwissenschaftlichen Schwerpunkt und einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern. Über die Anerkennung und Vergleichbarkeit der Abschlüsse entscheidet der Zulassungsausschuss.
  • Falls Sie Ihr grundständiges Studium im Bereich "Theater-, Film- und Medienwissenschaft" nicht an der Goethe-Universität absolviert haben bzw. absolvieren werden: Transcript of Records. Sind die relevanten Inhalte aus dem Transcript of Records nicht ersichtlich sind, müssen diese in einem Zusatzblatt für studienrelevanten Leistungen (Veranstaltung, Hausarbeit oder ähnliches, CP und ggf. Note) aufgeführt werden. Studienrelevant sind Leistungen in Theorie, Ästhetik, Geschichte und Analyse von Film und Medien.
  • Kenntnisse in zwei neueren Fremdsprachen mindestens des Niveaus A 2 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) oder Kenntnisse in einer neueren Fremdsprache und Griechisch oder Lateinkenntnisse
    Die Fremdsprachenkenntnisse werden nachgewiesen durch:
    – Schulzeugnisse, mit denen die Fremdsprache über mindestens drei Jahre nachgewiesen wird, wobei die Benotung nicht schlechter als „ausreichend (4,0)" bzw. fünf Punkte sein darf,
    – Zertifikate über erfolgreich absolvierte Sprachkurse von deutschen und/oder ausländischen Universitäten, wobei mindestens 120 Stunden Unterricht nachzuweisen sind,
    – Fachgutachten bzw. Lektorenprüfungen von Sprachkenntnissen, die im Rahmen von Auslandsaufenthalten, in Universitätssprachkursen oder im Selbststudium erworben wurden,
    – VHS-Zertifikate, das heißt ein Zertifikat über einen mit staatlicher Abschlussprüfung abschließenden Lehrgang an einer Volkshochschule (Niveau A2) oder
    – eine andere vom Zulassungsausschuss als gleichwertig anerkannte Bescheinigung.
  • Motivationsschreiben: Die Bewertung des Motivationsschreibens stützt sich neben der äußeren Qualität auf die überzeugende Darstellung insbesondere des persönlichen und des spezifischen Interesses am Masterstudiengang Filmkultur, ggf. unter Darstellung der bisherigen Berufs- oder Praxiserfahrungen oder studienrelevanter, auch außeruniversitärer Leistungen, die über die Eignung für den Masterstudiengang besonderen Aufschluss geben können. Das Motivationsschreiben soll maximal 700 Wörter enthalten.
  • Studienbewerberinnen und -bewerbern wird empfohlen, vor Aufnahme des Masterstudiums Filmkultur ein einschlägiges, mindestens vierwöchiges Praktikum im Film- und Medienbereich zu absolvieren. Das Praktikum kann als Bestandteil eines Bachelorstudiums absolviert worden sein. Ein Praktikumsnachweis, der Auskunft über Zeitpunkt und zeitlichen Umfang sowie Tätigkeiten des Praktikums Auskunft gibt, sollte den Bewerbungsunterlagen beigelegt werden. Nachgewiesene Praktika (Bescheinigung) werden mit einem Bonus von 0,5 (insgesamt höchstens 1,0) Punkten in der Bewerbung berücksichtigt.
    Anerkannte Formen des Praktikums sind insbesondere:
    - eine Hospitanz bzw. Assistenz bei einer Film-, Fernseh-, oder Videoproduktion mit entsprechenden Einblicken in verschiedene Produktionsbereiche, z.B. Herstellungsleitung, Ausstattung, Kamera, Schnitt oder in die Arbeit eines Radio- und Fernsehsenders oder anderer Institutionen, die mit Medien und ihrer Geschichte befasst sind (etwa Verlagswesen, Presse, Gestaltung, Ausstellungswesen, Film- archive, Online-Archive);
    - Hospitanzen im Verleih oder im Programmkino; Praktika in Institutionen der Kulturverwaltung, - vermittlung oder -förderung (Festivals, etc.).

    Einschlägige Ausbildungs- und Berufstätigkeiten werden ebenfalls als Praktikum anerkannt. Über Zweifelsfälle entscheidet der für den Studiengang zuständige Zulassungsausschuss. 
  • Studienbewerberinnen und -bewerber mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung und ausländischem grundständigen Abschluss müssen zudem ausreichende Deutschkenntnisse entsprechend der DSH-Ordnung nachweisen.
Vorläufige Zulassung Eine vorläufige Zulassung ist unter Vorbehalt möglich, wenn mindestens 80% der für den Bachelorabschluss erforderlichen CP (in der Regel 144 CP) erreicht wurden und die Bachelorarbeit bereits abgeschlossen ist oder kurz vor dem Abschluss steht. Der Bachelorabschluss muss spätestens innerhalb der nächsten 6 Monate nachgewiesen werden.
Zulassungsmodus Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt.


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Bewerbung

Einzureichende Unterlagen
  • Falls Sie nicht bereits an der Goethe-Universität eingeschrieben sind:
    Sekundarschulzeugnis (z.B. Abitur)
  • Kopie des Bachelorzeugnis
  • Falls das Bachelorzeugnis noch nicht vorliegt:
    - Transcript of Records oder ein vergleichbares Dokument mit der Auflistung der abgeleisteten Studieninhalte und einer ausgewiesenen Durchschnittsnote;
    - Gutachten bzw. Empfehlung der Betreuerin oder des Betreuers der Abschlussarbeit (Formular zum Download im Zentralen Onlineportal oder hier erhältlich) 
    - Immatrikulationsbescheinigung für den noch nicht abgeschlossenen Studiengang
  • Falls Sie Ihr grundständiges Studium im Bereich "Theater-, Film- und Medienwissenschaft" nicht an der Goethe-Universität haben bzw. absolvieren werden:
    - Transcript of Records
    - Zusatzblatt mit den studienrelevanten Kursen (Titel der Veranstaltung, Hausarbeit etc., CP und ggf. Note)
  • Nachweise über Fremdsprachenkenntnisse des Niveaus A2 (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen GER) in zwei neueren Fremdsprachen bzw. in einer neueren Fremdsprachen sowie Latein- oder Griechischkenntnisse
  • Motivationsschreiben
  • Lebenslauf
  • Praktikumsnachweis mit Angaben zu Zeitpunkt, zeitlichem Umfang sowie Tätigkeiten während des Praktikums
  • Erklärung zum Prüfungsanspruch (Formular zum Download im Zentralen Onlineportal oder hier erhältlich)
  • Bewerber, die weder eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung haben, noch ihren Abschluss an einer deutschen Hochschule erworben haben, müssen darüber hinaus ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen.
  • Abhängig von Ihrem Herkunftsland und Ihrer Vorbildung benötigen Sie eventuell noch weitere Unterlagen. Bitte beachten Sie dazu auch die allgemeinen Informationen zur Bewerbung für einen Masterstudiengang.
Bewerbungsfrist 01.04. - 15.07.
Bewerbungsadresse

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