Vorlesungsverzeichnis


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Studiengang Klassische Archäologie SoSe 2017

Vorbemerkungen

 

- Vorlesungen sind unverzichtbare Instrumente der Orientierung im Fach. Die in ihnen behandelten Themen werden in Zukunft verstärkt bei der Auswahl von Prüfungsstoffen berücksichtigt.

- Der Besuch der Vorträge im Rahmen des Kolloquiums „Neue archäologische Funde und Forschungen“ sollte für Hauptfachstudierende selbstverständlich sein. Hier besteht oft die Gelegenheit, Themen und Methoden kennenzulernen, die im Rahmen des Studiums nicht oder nur am Rande zur Sprache kommen, und auswärtige Vortragende persönlich kennenzulernen.

- Seit dem Wintersemester 2015/16 wird der Masterstudiengang Klassische Archäologie (zweisemestrig) angeboten. Absolventen von Universitäten, die einen sechssemestrigen Bachelorstudiengang anbieten, können die fehlenden 60 CP in einem Jahr an der Goethe-Universität nachholen. Die Bewerbung erfolgt über das online-Master-Portal der Goethe-Universität.

 

Semestereröffnung Klassische Archäologie:
Dozenten und Studierende der Klassischen Archäologie (‚Institutsgruppe‘, stud. Hilfskräfte)
Mi 19. April 2017, 10.15 Uhr, Raum IG 311
Ziel der Veranstaltung ist es, die Dozenten und Veranstaltungen des neuen Semesters vorzustellen sowie dem Studienanfänger einen ersten Einblick in die Gegebenheiten des Instituts und des Studiums zu geben. Für Kaffee und Kuchen ist im Anschluss gesorgt.

 

Obligatorische Studienberatung möglichst vor Semesterbeginn oder in der ersten Vorlesungswoche: Alle Studienanfänger müssen zu Beginn des Grundstudiums eine Studien­beratung in Anspruch nehmen und sich bescheinigen lassen (bei PD Dr. Axel Filges oder Dr. Andrea Salcuni und – für Nebenfächler – bei Dr. Matthias Recke); das Gleiche gilt zu Beginn des Haupt- oder Master-Studiums.

 

 

B.A.-Studiengang

 

PROPAEDEUTIK

 

Prof. Dr. Markus Scholz u. a.

Propaedeuticum Archaeologicum II

Mo 18-20 Uhr, EG 311 (Beginn: 08.05.2017)

KLA-BA-HF-M1

Ziel des Propaedeuticums (und des begleitenden Tutoriums, s. dort) ist es, Fragestellungen, Zielsetzungen, Arbeitstechniken und Methoden der archäologischen Wissenschaften, soweit sie am Institut für Archäologische Wissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität vertreten sind, und der Archäometrie kennen zu lernen. In den Veranstaltungen werden demzufolge die folgenden Haupt- und Nebenfachstudiengänge vorgestellt: Archäologie und Kulturgeschichte des Alten Orients; Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen; Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike; Archäometrie; Klassische Archäologie; Vor- und frühgeschichtliche Archäologie

 

N. N.

Tutorium zum „Propaedeuticum Archaeologicum II“

Termine und Raum s. Aushang. Bitte in die ausliegenden Listen bei Abt. II eintragen!

KLA-BA-HF-M1

Die das Propaedeuticum Archaeologicum (s. dort) begleitenden Tutorien vertiefen die dort dargestellten Inhalte, geben Anleitungen zu ersten wissenschaftlichen Arbeiten und führen in die fachspezifischen Hilfsmittel ein. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, das Modul in den ersten beiden Semestern zu belegen (Teil I jeweils im Wintersemester, Teil II jeweils im Sommersemester).

 

 

VORLESUNG

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Helden!? Heroen und ihre Bilder im spätarchaisch-klassischen Attika

Mi 10.15-11.45 Uhr, Raum 311 (Beginn: 26.04.2017)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und Befunde II: Flächenkunst KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M6

Heroen spielten nicht nur im religiösen Leben Attikas eine wichtige Rolle, sie hatten auch eine zentrale Funktion im öffentlichen Diskurs. Anhand der Mythen, die für uns neben den literarischen Zeugnissen vor allem in der zeitgenössischen Bilderwelt fassbar, sind, verständigte man sich über kollektive Leitbilder, Normen und Werte. Die Vorlesung hat ihren Fokus auf den Darstellungen des Theseus, Herakles und Achill im 6. und 5. Jh. v. Chr., die vor ihrem historischen Hintergrund verortet werden sollen.

Literatur: M. Meyer – R. von den Hoff (Hrsg.), Helden wie sie: Übermensch – Vorbild – Kultfigur in der griechischen Antike ; Beiträge altertumswissenschaftliches Kolloquium in Wien, 2.–4. Februar 2007 (2010).

 

 

PROSEMINARE

 

Dr. Uwe Mahler

Statuenausstattung kaiserzeitlicher Nymphäen

Di 10.15-11.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 25.04.2017)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

Große mehrgeschossige Brunnenanlagen prägen in der römischen Kaiserzeit in einzigartiger Weise den städtischen Raum und gelegentlich auch sakrale Bezirke. Neben der imposanten Architektur ist es besonders die reiche Ausstattung mit Statuen, die das Nymphäum über die Funktion des Wasserspendens hinaus aufwertet.

Welche Themen, Inhalte und möglicherweise auch Botschaften den Statuenensembles ablesbar sind, wird auf der Grundlage ikonographischer Analysen in der Lehrveranstaltung zu erarbeiten sein. Im Zentrum werden dabei die Nymphäen in Olympia, Ephesos, Byblos und Apameia mit ihren Darstellungen von Göttern, mythologischen Figuren, Personifikationen und Menschen stehen.

Literatur: R. Bol, Das Statuenprogramm des Herodes-Atticus-Nymphäums, Olympische Forschungen 15 (Berlin 1984); C. Dorl-Klingenschmid, Prunkbrunnen in kleinasiatischen Städten: Funktion im Kontext, Studien zur antiken Stadt 7 (München 2001); A. Schmidt-Colinet – U. Hess, Das Nymphäum von Apamea in Syrien, Fouilles d'Apamée de Syrie. Nouvelle Série 4 (Bruxelles 2015).

 

Dr. Michaela Stark

Kaiserzeitliche Sarkophage

Fr 10.15-11.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 21.04.2017)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

Die Sarkophage der römischen Kaiserzeit zeigen ein großes Repertoire an bildlichen Darstellungen. Das Themenspektrum reicht dabei von Mythenbildern bis zu lebensweltlichen Themen wie Schlacht, Opfer oder Kindererziehung und Hochzeit. In oft figurenreichen Szenen treten die Auftraggeber dem Betrachter dabei als Protagonisten mythologischer Erzählungen ebenso entgegen wie in Szenen, die auf ihren Werdegang und Erfolg in privatem wie öffentlichen Leben rekurrieren. Im Seminar soll zum einen die Entwicklung der römischen Sarkophagproduktion in den unterschiedlichen Herstellungszentren verfolgt und die behandelten Beispiele im Hinblick auf ihre chronologische und stilistische Einordnung untersucht werden. Darüber hinaus werden die wichtigsten ikonographischen Themen der Sarkophagreliefs vorgestellt und deren Aussagewert unter Berücksichtigung neuer Forschungsansätze diskutiert.

Literatur: G. Koch – H. Sichtermann, Römische Sarkophage. Handbuch der Archäologie (München 1982); G. Koch, Sarkophage der römischen Kaiserzeit (Darmstadt 1993); P. Zanker, mit Mythen leben: Die Bilderwelt der römischen Sarkophage (München 2004).

 

 

SEMINARE

 

Dr. Alla Bujskich

Ancient Greek Art in the Black Sea Area: Relief, Toreutic, Ceramic, Painting (engl.)

Block Mo-Fr 8.15-17.45 Uhr, Raum 5.501, Termin: 3.-7.4.2017

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und Befunde II: Flächenkunst KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M6

Während der großen Kolonisationsbewegungen im 8.–6. Jh. v. Chr. gründeten griechische Siedler entlang der Küstenregionen des Schwarzen Meeres eine Vielzahl an Kolonien, die sich in den meisten Fällen zu großen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentren entwickelten. Vor allem in der nordpontischen Region (heute: Ukraine, Russische Föderation) lässt sich diese Entwicklung anhand der archäologisch gesicherten Funde und Befunde nachvollziehen, die zudem gerade in der Flächenkunst einen kontinuierlich steigenden Grad gegen­seitigen kulturellen Einflusses zwischen griechischen und indigenen Bevölkerungsgruppen nachvollziehen lässt.

Das Ziel des Seminars ist es, anhand exemplarisch ausgewählter Objekte der Flächenkunst aus dem Schwarzmeerraum zunächst Fragestellungen zur Entwicklung griechischer Ikonographie und Ikonologie zu verfolgen und diese Gegenstände anschließen in ihrem historischen Kontext zu bewerten. Dabei soll das breite Spektrum der zur Verfügung stehenden Denkmäler (Keramik, Plastik, Numismatik) Berücksichtigung finden, die es einerseits in ihrem spezifisch geographischen und andererseits im gesamtgriechischen Kontext zu betrachten gilt. Auf diese Weise soll aufgezeigt werden, dass der Schwarzmeerraum in allen wesentlichen Bereichen ein integraler und wichtiger Bestandteil der antiken griechischen Welt gewesen ist, der jedoch im Lauf der Zeit auch bemerkenswerte eigene Entwicklungslinien aufwies.

Neben der regelmäßigen Teilnahme und einer Hausarbeit zählt die Übernahme eines Referates zu den Studien­leistungen. Interessierte Teilnehmer melden sich zwecks Themenvergabe ab Ende Februar 2017 bei Herrn Prof. Dr. Jochen Fornasier (Zimmer 5.511), der für Frau Bujskich die vorbereitende Organisation des Seminars über­nimmt. Als eine im Rahmen des International Campus geförderte Veranstaltung wird das Seminar in englischer Sprache durchgeführt.

Literatur: P. Kreuz, Die Grabreliefs aus dem Bosporanischen Reich. Colloquia Antiqua 6 (Leuven 2012); A. Bujskikh, The Earliest East Greek Pottery from Olbia Pontica. In: J. Cobet – V. v. Graeve – W. D. Niemeier – K. Zimmermann (Hrsg.), Frühes Ionien. Eine Bestandsaufnahme. Panionion-Symposion (Güzelçamlı), 26. September – 1. Oktober 1999, Milesische Forschungen 5 (Mainz 2007) 499-510; N. A. Frolova, Die frühe Münzprägung vom Kimmerischen Bosporos (Mitte 6. bis Anfang 4. Jh. v. Chr.). Die Münzen der Städte Pantikapaion, Theodosia, Nymphaion und Phanagoria sowie der Sinder (Berlin 2004).

 

PD Dr. Axel Filges

Antike Tempelfriese

Mo 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 24.04.2017)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und Befunde II: Flächenkunst KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M6

In der Veranstaltung zum Modul Flächenkunst werden diverse figürliche bzw. dekorative Tempelfriese von der archaischen Epoche bis in die römische Kaiserzeit im Plenum analysiert, wobei die Sitzungen jeweils von einer ‚Expertengruppe‘ geleitet werden. Als Beispiele seien stellvertretend die Friese von Prinias/Kreta, Assos, Hephaisteion/Athen, Athena Nike/Athen, Erechtheion/Athen, Bassai/Phigalia, Magnesia, Lagina und solche der römischen Kaiserzeit wie der bekannte Triumphzug am Apollo Sosianus-Tempel, die Opfergeräte am Vespasianstempel oder der Podiumsfries am Hadrianeum in Rom genannt.

In den Sitzungen sollen durch gemeinsame Überlegungen Thema, Komposition, Stil, Bezug zur Tempelgottheit und zur lokalen Historie und Ort/Anbringung am Baukörper eruiert werden. In Zusammenschauen zur Mitte des Semesters und am Ende können durch syn- und diachrone Vergleiche Beliebtheit und regionale Verteilung von Themen und Darstellungsweisen bei Tempelfriesen herausgearbeitet werden. Denkmälerkenntnis, stilkritisches Arbeiten, aber auch die Fähigkeit zu vergleichendem Sehen und Bewerten können in der Veranstaltung erworben werden.

Als Studienleistungen gilt die Vorbereitung und Durchführung einer Sitzung mit Präsentation und Moderation. Teil der Modulprüfung ist die wisssenschaftliche Bearbeitung eines Themas des Seminars einschließlich eigener Fragestellungen in Form einer Hausarbeit.

Literatur: Übergreifende Darstellungen existieren kaum: G. Rodenwaldt, Das Relief bei den Griechen (Berlin) 37-45; F. Felten, Griechische tektonische Friese archaischer und klassischer Zeit (Waldsassen 1984); T. Osada, Stilentwicklung hellenistischer Relieffriese (Frankfurt a.M. 1993); H. Knell, Mythos und Polis. Bildprogramme griechischer Bauskulptur (Darmstadt 1990); daneben gibt es viele Einzeluntersuchungen, als Beispiel sei hier das relativ aktuelle Werk von P. Baumeister, Der Fries des Hekateion von Lagina (Istanbul 2007) erwähnt.

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Gladiatorenspiele im Imperium Romanum: Räume – Bilder – Kontexte

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und Befunde II: Flächenkunst KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M6

Di 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 25.04.2017)

Gladiatorenspiele gehörten zu den populärsten Veranstaltungen in römischen Städten. Das Seminar widmet sich diesem Phänomen aus einer sozialhistorischen und kunstgeschichtlichen Perspektive gleichermaßen. Behandelt wird nicht nur die Architektur der Spielstätten und die Selbstdarstellung der Akteure, sondern auch die Funktion der Gladiatur in der Repräsentation sozialer Eliten.

Das Seminar und der Workshop Experimentelle Archäologie: Gladiatorenkampftechniken bilden eine thematische Einheit. Beide Veranstaltungen können aber auch getrennt voneinander besucht werden.

Literatur: K. E. Welch, The Roman amphitheatre: from its origins to the Colosseum (2007); M. Flecker, Römische Gladiatorenbilder: Studien zu den Gladiatorenreliefs der späten Republik und der Kaiserzeit aus Italien (2015).

 

Prof. Dr. Anja Klöckner / Dr. Andrea Salcuni

Vorbereitung der Apulien-Exkursion

Do 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 20.04.2017)

Exkursionsmodul: Bedeutende archäologische Stätten im In- und Ausland KLA-BA-HF-M8

Das Seminar dient der Vorbereitung der Exkursion nach Apulien und ist für alle Exkursionsteilnehmer verpflichtend, steht aber auch anderen Interessierten offen. Anhand übergreifender topographischer, siedlungs- und kulturgeschichtlicher Fragestellungen vermittelt die Veranstaltung einen Überblick über die Geschichte und Kultur Apuliens sowie den regionalen Denkmäler- und Fundbestand von der Zeit der griechischen Kolonisation über die Phase der Romanisierung bis in die frühchristliche Spätantike.

Zu den Studienleistungen gehören neben der regelmäßigen und aktiven Teilnahme die Übernahme eines Kurzreferates und das Verfassen eines entsprechenden schriftlichen Beitrages für den Exkursions-Reader. Die Modulprüfung besteht in einer Klausur.

Einführende Literatur: N. Burkhardt, Apulien. Der archäologische Führer (Darmstadt 2012); G. Ceraudo (Hrsg.), Archeologia delle Regioni d’Italia. Puglia (Bologna 2014); E. Greco, Magna Grecia. Guide Archeologiche Laterza (Roma - Bari 2008).

 

 

ÜBUNGEN

 

Übungen Grundstudium

 

PD Dr. Axel Filges

Monster und andere erstaunliche Wesen in der antiken Kunst

Fr 8.30-10 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 21.04.2017)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

In der Grundstudiums-Übung sollen die wichtigsten Mischwesen wie Kentauren, Sphinx, Sirenen, Greife, die Chimäre und der Pegasos, der Minotauros, die Gorgonen, der stiergestaltige Flussgott Acheloos, der schlangenleibige Typhon und diverse Meereswesen überblickhaft in Kurzreferaten vorgestellt werden. Wir fragen gemeinsam nach den mythologischen Grundlagen und beschäftigen uns mit den Verwendungszwecken und -zeiten dieser Figuren in der antiken Kunst.

Als Veranstaltungskonzept ist eine Mischung aus Plenumsarbeit und input durch Expert/inn/en geplant (Genaueres dazu wird in der ersten Sitzung in der Gruppe besprochen), Bildbeschreibungen und Präsentationen sollen eingeübt werden wie auch erste Versuche, aus Bildern thesenhaft Aspekte zur Mentalitätsgeschichte der antiken Kulturen abzuleiten. Gemeinsam mit den Inhalten von Proseminar und Vorlesung wird der Übungsinhalt in einer Klausur in der ersten Woche der vorlesungsfreien Zeit abgeprüft.

Literatur: P. Schollmeyer, Einführung in die antike Ikonographie (Darmstadt 2012) 35-37; L. Winkler-Horacek, Monster in der griechischen Kunst (Berlin 2015); E. Aston, Mixanthropoi. Animal-human hybrid Deities in Greek Religion (Liège 2011); G. Morawietz, Der gezähmte Kentaur (München 2000); L. Wamser (Hrsg.), Pferdemann und Löwenfrau. Mischwesen der Antike, Ausstellungskat. München 2000 (München 2000); J. M. Padgett (Hrsg.), The Centaur’s Smile. The Human Animal in Early Greek Art, Ausstellungskat. Princeton (New Haven 2003); L. Winkler-Horacek (Hrsg.), Wege der Sphinx. Monster zwischen Orient und Okzident, Ausstellungskat. Berlin (Rahden/Westf. 2011); A. Alexandridis (Hrsg.), Mensch und Tier in der Antike, Symposion Rostock 2005 (Wiesbaden 2008).

 

Dr. Matthias Recke

Herakles, Held und Hallodri

Mi 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 26.04.2017)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

Unter den zahlreichen Heroen der griechischen Mythologie ist Herakles einer der bedeutendsten. Zahlreiche Geschichten ranken sich um seine Heldentaten, und obwohl keine davon in Athen oder Attika spielt, sind ihre Darstellungen gerade auch in der attischen Vasenmalerei ausgesprochen beliebt.

In der Übung sollen nun nicht nur Grundlagen der Ikonographie und Ikonologie vermittelt und die wichtigsten Bilderzählungen in ihrer charakteristischen Darstellungsweise analysiert, sondern auch die Veränderung der Bildsprache von (früh)archaischer bis (spät)klassischer Zeit aufgezeigt werden. Gleichzeitig soll untersucht werden, inwieweit darin auch ein Mentalitätswandel der attischen Gesellschaft zu fassen ist und ob sich das Verhältnis zur politischen Situation in Athen und den historischen Ereignissen in den Bildzeugnissen widerspiegelt. Um ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen, wird es allerdings zuweilen erforderlich sein, außerattische Bildzeugnisse auch anderer Kunstgattungen heranzuziehen.

Literatur: Eine grundlegende, nach Themen geordnete Materialzusammenstellung findet man im LIMC: Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae, insbes. Band 5 (Zürich 1990) s. v. Herakles, aber auch in den übrigen Bänden unter den jeweils relevanten Stichworten.

F. Brommer, Herakles. Die zwölf kanonischen Taten des Helden in antiker Kunst und Literatur (5. Aufl. Darmstadt 1986); F. Brommer, Herakles II. Die unkanonischen Taten des Helden (Darmstadt 1984); K. Schefold – F. Jung, Die Urkönige, Perseus, Bellerophon, Herakles und Theseus in der klassischen und hellenistischen Kunst (München 1988); R. Vollkommer, Herakles in the Art of Classical Greece (Oxford 1988); S. Wolf, Herakles beim Gelage (Köln 1993); R. Wünsche (Hrsg.), Herakles – Herkules. (Ausst.Kat. München 2003). J. Boardman, Herakles, Peisistratos and the Unconvinced, JHS 109, 1989, 158-159 (und die hier zitierte Literatur).

 

 

Übungen Hauptstudium

 

PD Dr. Axel Filges

Reliefs in der Abguss-Sammlung der Universität Frankfurt

Do 10.15-11.45 Uhr, Skulpturensaal Raum 7.511 (Beginn: 20.04.2017)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und Befunde II: Flächenkunst KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M6

In der Abguss-Sammlung des Faches Klassische Archäologie der Goethe-Universität befinden sich über 30 verschiedene antike Objekte, die zur Gattung der Flächenkunst gehören. Darunter sind diverse Grab-, Weih- und Basisreliefs wie auch Friese und Metopen als Schmuck von Großbauten.

Gemäß der Veranstaltungsform der Übung sollen die Studierenden in Einzel- und Gruppenarbeit sowie im Plenum die Werke systematisierend erfassen, Argumente für eine chronologische Einordnung erarbeiten und Überlegungen zur Thematik und zur antiken Aussage anstellen. Thematische und stilistische Entwicklungen können durch den Vergleich der Reliefgruppen deutlich werden. Neben diesen übergreifenden Zugängen wird jede teilnehmende Person für eine kleine Gruppe von Reliefs verantwortlich sein und katalogartige Beschreibungen anfertigen wie auch eine populärwissenschaftliche und eine rein wissenschaftliche Führung/Präsentation vorbereiten.

Literatur: Chr. W. Clairmont, Classical Attic Tombstones (Kilchberg 1997); B. Schmaltz, Griechische Grabreliefs (Darmstadt 1983); die diversen Bände der ‚Geschichte der antiken Bildhauerkunst (Mainz 2002-2010)‘; A. Scholl – G. Platz-Horster (Hrsg.), Die Antikensammlung. Altes Museum. Pergamonmuseum (Mainz 2007); R. Lullies – M. u. A. Hirmer, Griechische Plastik. Von den Anfängen bis zum Beginn der römischen Kaiserzeit (München 1979); K. Kissas, Die attischen Statuen- und Stelenbasen archaischer Zeit (Bonn 2000); M. Meyer, Die griechischen Urkundenreliefs, AM Beih. 13 (Berlin 1989); C. L. Lawton, Attic Document Reliefs (Oxford 1995); U. Hausmann, Griechische Weihreliefs (Berlin 1960).

 

Dr. Britta Rabe

Ägypten im Bild – Ein Bild von Ägypten

Di 12.15-13.45 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 25.04.2017)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und Befunde II: Flächenkunst KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M6

Der Kontakt zwischen der griechisch-römischen Welt und Ägypten rief eine vielgestaltige Auseinandersetzung mit dem jeweils fremd empfundenen Gegenüber hervor, wie unter anderem das weite Spektrum der erhaltenen archäologischen Zeugnisse belegt. Welche Vorstellungen von Aigyptos herrschten in den griechischen und römischen Gesellschaften vor, und anders herum: Wie präsentierte sich Ägypten seinen griechischen und römischen BewohnerInnen?

Diese Übung thematisiert die Fremdwahrnehmung und Selbstdarstellung Ägyptens anhand bildlicher Darstel­lungen mit Schwerpunkt auf der Flächenkunst. Neben der Betrachtung und Analyse von Bildwerken vom Mosaik bis hin zur Münze werden wir Themen wie Akkulturation und Identität diskutieren. Lehrformate sind Gruppen­arbeit, Kurzreferate und gemeinsame Lektüre.

Literatur: H. Beck (Hrsg.), Ägypten, Griechenland, Rom. Abwehr und Berührung. Ausstellung Frankfurt am Main 2005 (Tübingen 2005); M. Rostovtzeff, Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschichte der hellenistischen Welt I (2013) 196 ff.; G. Grimm, Kunst der Ptolemäer- und Römerzeit im Ägyptischen Museum (Mainz 1975); A. de Margerie (Hrsg.), Egypte romaine. L'autre Egypte. Ausstellung Marseille 1997 (Marseille 1997); M. Versluys, Aegyptiaca Romana: Nilotic Scenes and the Roman Views of Egypt (Leiden 2002)

 

 

PRAXISMODUL

 

Dr. Matthias Recke / Katrin Nys

Cypriot Pottery: From the Early Bronze Age to the Hellenistic Period (engl.)

Fr 10.15-13 Uhr und 14-17 Uhr, Skulpturensaal Raum 7.511, Termine: 5./6.5. und 2./3.6.2017

Praxismodul: KLA-BA-HF-M13

Die im östlichen Mittelmeer gelegene Insel Zypern Insel und ihre reiche Kultur wird in der deutschen Archäologie wenig beachtet. Seit der Bronzezeit im „Schnittpunkt zwischen den antiken Hochkulturen“ der Mykener, Hethiter, Phönizier und Ägypter, ist sie aufgrund der Trennung der Disziplinen an den deutschen Universitäten weder für die Klassische noch für die Vorderorientalische Archäologie zentral genug. Die hier angebotene Veranstaltung bietet daher eine gute Gelegenheit, wenig bekanntes Terrain zu betreten: In dieser Übung soll die keramische Produktion der Insel von der Frühbronzezeit bis in den Hellenismus im Umgang mit antiken Originalen betrachtet werden. Denn nur durch Autopsie lassen sich die Herstellungstechniken, Dekorationsweisen und Formentwicklungen in ihren Details erfassen und verstehen. Gleichzeitig vermittelt die Übung dabei grundlegende Kompetenzen im Umgang mit antiker Keramik. In der praktischen Anwendung werden Grundlagen des (technischen) Zeichnens, der Tonwarenbeschreibung und der Dokumentation geübt. Die als Blockveranstaltung konzipierte Veranstaltung findet in englischer Sprache in Kooperation von Karin Nys, Professorin an der Vrije Universiteit Brussel und Matthias Recke, Kustos der Antikensammlung der Goethe-Universität statt.

Literatur: D. Arnold, Ceramic Theory and Cultural Process (Cambridge 1985); C. Orton, P. Tyers & A. Vince, Pottery in Archaeology. Cambridge Manuals in Archaeology, (Cambridge 1993); prehistoric ceramic research group, The Study of Later Prehistoric Pottery: Guidelines for Analysis and Publication. Occasional Paper 1 &2 (3rd revised ed. s.l. 2010); P. M. Rice, Pottery Analysis. A Sourcebook (Chicago-London 1987); P. M. Rice, “Recent Ceramic Analysis: 1. Function, Style, and Origins”, Journal of Archaeological Research 4:2 (1996), p. 133-163; P.M. Rice, “Recent Ceramic Analysis: 2. Composition, Production, and Theory'”, Journal of Archaeological Research 4:3 (1996), 165-202; O.S. Rye, Pottery Technology. Principles and Reconstruction. Manuals on Archaeology 4 (Washington 1981); S.E. Van der Leeuw & A.C. Pritchard (eds), The Many Dimensions of Pottery (Amsterdam 1984); M. Yon, Manuel de Céramique Chypriote I. Problèmes, Historiques, Vocabulaire, Méthode (Lyon 1976).

P. Dikaios, J. R. Stewart, The Swedish Cyprus Expedition IV:1A. The Stone Age and the Early Bronze Age in Cyprus (Lund 1962); P. Åström, The Swedish Cyprus Expedition IV:1B. The Middle Cypriote Bronze Age (Lund 1972); L. und P. Åström, The Swedish Cyprus Expedition IV:1C. The Late Cypriote Bronze Age. Architecture and Pottery (Lund 1972); E. Gjerstad, The Swedish Cyprus Expedition IV:2. The Cypro-Geometric, Cypro-Archaic and Cypro-Classical Periods (Stockholm 1948)

 

 

KOLLOQUIUM FÜR HAUPTFACHSTUDIERENDE

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Mo 18-20 Uhr c.t., Raum 5.501 (Termine s. Aushang)

Kolloquiumsmodul: Präsentationen, Moderation und Kritik KLA-BA-HF-M14

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.

 

 

EXKURSIONEN

 

Prof. Dr. Anja Klöckner / Dr. Andrea Salcuni

Lang-Exkursion Apulien

Termin Ende Sept./Anf. Okt. 2017, s. Aushang

Exkursionsmodul: Bedeutende archäologische Stätten im In- und Ausland KLA-BA-HF-M8

Die gut zweiwöchige Exkursion führt zu den wichtigsten archäologischen Stätten und Antikenmuseen Apuliens. Schwerpunkte der Reise sind neben der griechischen Kolonie Tarent die Kultur der Daunier, Peuketier und Messapier sowie Apulien in römischer Zeit. Geschult werden soll die Fähigkeit zur reflektierten Auseinandersetzung mit Befunden und Funden durch die Autopsie archäologischer Denkmäler, Grabungsplätze und musealer Sammlungen.

Die Studienleistung besteht in einem Referat. Der Besuch der vorbereitenden Lehrveranstaltung ist obligatorisch.

 

Prof. Dr. Anja Klöckner / PD Dr. Axel Filges

Kurz-Exkursionen B.A.

Vorbesprechung: Raum 5.501, Termin s. Aushang

Museumsmodul I + IIKLA-BA-HF-M6; KLA-BA-HF-M12

Die Termine für die Saalburg und Erbach als Ziele der Kurz-Exkursion als obligatorischem Bestandteil des B.A.-Hauptfachmoduls M6, Museumsmodul 1 werden zu Beginn des Sommersemesters bekanntgegeben (Aushänge!).

 

 

INTERNATIONALE FIELDSCHOOLS

 

PD Dr. Axel Filges

Field School Priene

zulassungsbeschränkt, Anmeldung beim Dozenten, Termin: Aug.-Sept. 2017

 

Prof. Dr. Jochen Fornasier

Field School Olbia

zulassungsbeschränkt, Anmeldung beim Dozenten, Termin: Juli-Aug. 2017

Vorbereitungsübung: Block Mo-Mi 10.-12.4.2017, Raum 5.501

 

Christoph Röder M.A.

Internationale Sommerakademie in Kooperation mit der hessenArchäologie

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung bei Prof. Klöckner bis 14.7.2017

Termin: Glauberg 3.9. bis 17.9. (Kosten: Unterkunft frei; Verpflegungspauschale 120 €)

 

 

WORKSHOP

 

Mathias Kunzler M.A.

Experimentelle Archäologie: Gladiatorenkampftechniken

Blockveranstaltung 31.7.-5.8 2017, tgl. 9.30-17.30 Uhr, Institut f. Sportwissenschaften Halle 1
Abschluss-Präsentation auf der Saalburg: 6.8.2017

zulassungsbeschränkt, Anmeldung bei Prof. Klöckner bis 5. Mai 2017

Die Blockveranstaltung wird eine praktische Einführung in die Methoden der Experimentellen Archäologie am Beispiel der Römischen Gladiatoren geben. Der Fokus liegt auf der Rekonstruktion spezifischer Kampftechniken auf Grundlage verschiedener historischer Quellen, sowie auf der Beeinflussung der Kampfweisen durch Veränderungen in der Ausrüstung zwischen dem 1. Jahrhundert vor und dem 1. Jahrhundert nach Christus. Im Verlauf des Kurses werden die Teilnehmer Gelegenheit haben, in kompletter Gladiatorenausrüstung zu trainieren und zu kämpfen. Um dabei die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten, werden wir nach dem Bühnenkampfsystem der Society of American Fight Directors (SAFD) arbeiten.

Aufgrund der hohen Materialkosten wird für diese Veranstaltung ein Materialkostenbeitrag von 70,00 € erhoben, der zur Anmeldung auf folgendes Konto bis zum 5. Mai 2017 zu überweisen ist:

Empfänger: J. W. Goethe-Universität

Landesbank Hessen-Thüringen; IBAN: DE 955 005 000 000 010 064 10; BIC: HELADEFF;

Verwendungszweck: Projekt 64090206 Workshop + Name des Teilnehmers

 

 

Bildbeschaffung für Referate

 

Benutzung der Bilddatenbank

- Digitale Bilder stehen über die Instituts-Bilddatenbank ArKuBiD zur Verfügung: http://archaeologie-bilder.uni-frankfurt.de Sie bietet die Bildersuche, den Download und die Bestellung von neuen Abbildungen.

- Für die Benutzung ist der Browser Firefox notwendig!

- Vor Benutzung ist eine Anmeldung nötig: Die Registrierung erfolgt auf der Startseite an einem Rechner in der Diathek oder bei einem der Dozenten. Die Freischaltung kann ein bis zwei Tage dauern, dann ist Suche und Download sofort möglich.

- Andere an der Goethe-Universität verfügbare Bilddatenbanken sind PROMETHEUS (freier Zugang im Uni-Netz über die Campuslizenz): http://prometheus.uni-koeln.de und ARACHNE (kostenfrei, Registrierung per e-Mail): http://www.arachne.uni-koeln.de

- Sollte das gesuchte Bild weder in ArKuBiD noch in den anderen Bilddatenbanken vorhanden sein, kann man es anfertigen lassen: Das entsprechende Buch muss herausgesucht, die Abbildungen im Buch durch eingelegte beschriftete Zettel mit Seitenzahl und Abbildungsnummer gekennzeichnet und ein Zettel mit Namen, Seminar und Referatstermin hinzugelegt werden. Stammt das Buch aus der BzG-Bibliothek, wird es dort ins Bildstellenregal (Raum 6.621) gelegt. Bei bibliotheksexternen Werken oder UB-Büchern kann es in der Diathek (Raum 5.551) abgegeben werden.

- Die Anfertigung und Einstellung in die Datenbank dauert ca. 2-3 Wochen; danach ist der Download aus ArKuBiD möglich.

 

Ausleihe von Dias

- Die Öffnungszeiten der Diathek Raum 5.551 sind dem HiWi-Dienstplan neben der Zimmertür zu entnehmen.

- Die Dias werden gemeinsam mit einer studentischen Hilfskraft ausgesucht.

- Sollten die gewünschten Dias noch nicht vorhanden sind, ist eine rechtzeitige Bestellung und Neuanfertigungen notwendig: schwarz-weiß Dias 2 Wochen vor Referatstermin; Farbdias 3 Wochen.

- Dias können nicht nach Hause ausgeliehen werden, sie verbleiben stets im Institut.

- Dias dürfen nicht mit Punkten beklebt oder gar beschriftet werden.


 

MAG-Studiengang

 

VORLESUNG

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Helden!? Heroen und ihre Bilder im spätarchaisch-klassischen Attika

Mi 10.15-11.45 Uhr, Raum 311 (Beginn: 26.04.2017)

KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9 Flächenkunst

Heroen spielten nicht nur im religiösen Leben Attikas eine wichtige Rolle, sie hatten auch eine zentrale Funktion im öffentlichen Diskurs. Anhand der Mythen, die für uns neben den literarischen Zeugnissen vor allem in der zeitgenössischen Bilderwelt fassbar, sind, verständigte man sich über kollektive Leitbilder, Normen und Werte. Die Vorlesung hat ihren Fokus auf den Darstellungen des Theseus, Herakles und Achill im 6. und 5. Jh. v. Chr., die vor ihrem historischen Hintergrund verortet werden sollen.

Literatur: M. Meyer – R. von den Hoff (Hrsg.), Helden wie sie: Übermensch – Vorbild – Kultfigur in der griechischen Antike ; Beiträge altertumswissenschaftliches Kolloquium in Wien, 2.–4. Februar 2007 (2010).

 

 

SEMINARE

 

Dr. Alla Bujskich

Ancient Greek Art in the Black Sea Area: Relief, Toreutic, Ceramic, Painting (engl.)

Block Mo-Fr 8.15-17.45 Uhr, Raum 5.501, Termin: 3.-7.4.2017

KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9 Flächenkunst

Während der großen Kolonisationsbewegungen im 8.–6. Jh. v. Chr. gründeten griechische Siedler entlang der Küstenregionen des Schwarzen Meeres eine Vielzahl an Kolonien, die sich in den meisten Fällen zu großen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentren entwickelten. Vor allem in der nordpontischen Region (heute: Ukraine, Russische Föderation) lässt sich diese Entwicklung anhand der archäologisch gesicherten Funde und Befunde nachvollziehen, die zudem gerade in der Flächenkunst einen kontinuierlich steigenden Grad gegen­seitigen kulturellen Einflusses zwischen griechischen und indigenen Bevölkerungsgruppen nachvollziehen lässt.

Das Ziel des Seminars ist es, anhand exemplarisch ausgewählter Objekte der Flächenkunst aus dem Schwarzmeerraum zunächst Fragestellungen zur Entwicklung griechischer Ikonographie und Ikonologie zu verfolgen und diese Gegenstände anschließen in ihrem historischen Kontext zu bewerten. Dabei soll das breite Spektrum der zur Verfügung stehenden Denkmäler (Keramik, Plastik, Numismatik) Berücksichtigung finden, die es einerseits in ihrem spezifisch geographischen und andererseits im gesamtgriechischen Kontext zu betrachten gilt. Auf diese Weise soll aufgezeigt werden, dass der Schwarzmeerraum in allen wesentlichen Bereichen ein integraler und wichtiger Bestandteil der antiken griechischen Welt gewesen ist, der jedoch im Lauf der Zeit auch bemerkenswerte eigene Entwicklungslinien aufwies.

Neben der regelmäßigen Teilnahme und einer Hausarbeit zählt die Übernahme eines Referates zu den Studien­leistungen. Interessierte Teilnehmer melden sich zwecks Themenvergabe ab Ende Februar 2017 bei Herrn Prof. Dr. Jochen Fornasier (Zimmer 5.511), der für Frau Bujskich die vorbereitende Organisation des Seminars über­nimmt. Als eine im Rahmen des International Campus geförderte Veranstaltung wird das Seminar in englischer Sprache durchgeführt.

Literatur: P. Kreuz, Die Grabreliefs aus dem Bosporanischen Reich. Colloquia Antiqua 6 (Leuven 2012); A. Bujskikh, The Earliest East Greek Pottery from Olbia Pontica. In: J. Cobet – V. v. Graeve – W. D. Niemeier – K. Zimmermann (Hrsg.), Frühes Ionien. Eine Bestandsaufnahme. Panionion-Symposion (Güzelçamlı), 26. September – 1. Oktober 1999, Milesische Forschungen 5 (Mainz 2007) 499-510; N. A. Frolova, Die frühe Münzprägung vom Kimmerischen Bosporos (Mitte 6. bis Anfang 4. Jh. v. Chr.). Die Münzen der Städte Pantikapaion, Theodosia, Nymphaion und Phanagoria sowie der Sinder (Berlin 2004).

 

PD Dr. Axel Filges

Antike Tempelfriese

Mo 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 24.04.2017)

KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9 Flächenkunst

In der Veranstaltung zum Modul Flächenkunst werden diverse figürliche bzw. dekorative Tempelfriese von der archaischen Epoche bis in die römische Kaiserzeit im Plenum analysiert, wobei die Sitzungen jeweils von einer ‚Expertengruppe‘ geleitet werden. Als Beispiele seien stellvertretend die Friese von Prinias/Kreta, Assos, Hephaisteion/Athen, Athena Nike/Athen, Erechtheion/Athen, Bassai/Phigalia, Magnesia, Lagina und solche der römischen Kaiserzeit wie der bekannte Triumphzug am Apollo Sosianus-Tempel, die Opfergeräte am Vespasianstempel oder der Podiumsfries am Hadrianeum in Rom genannt.

In den Sitzungen sollen durch gemeinsame Überlegungen Thema, Komposition, Stil, Bezug zur Tempelgottheit und zur lokalen Historie und Ort/Anbringung am Baukörper eruiert werden. In Zusammenschauen zur Mitte des Semesters und am Ende können durch syn- und diachrone Vergleiche Beliebtheit und regionale Verteilung von Themen und Darstellungsweisen bei Tempelfriesen herausgearbeitet werden. Denkmälerkenntnis, stilkritisches Arbeiten, aber auch die Fähigkeit zu vergleichendem Sehen und Bewerten können in der Veranstaltung erworben werden.

Als Studienleistungen gilt die Vorbereitung und Durchführung einer Sitzung mit Präsentation und Moderation. Teil der Modulprüfung ist die wisssenschaftliche Bearbeitung eines Themas des Seminars einschließlich eigener Fragestellungen in Form einer Hausarbeit.

Literatur: Übergreifende Darstellungen existieren kaum: G. Rodenwaldt, Das Relief bei den Griechen (Berlin) 37-45; F. Felten, Griechische tektonische Friese archaischer und klassischer Zeit (Waldsassen 1984); T. Osada, Stilentwicklung hellenistischer Relieffriese (Frankfurt a.M. 1993); H. Knell, Mythos und Polis. Bildprogramme griechischer Bauskulptur (Darmstadt 1990); daneben gibt es viele Einzeluntersuchungen, als Beispiel sei hier das relativ aktuelle Werk von P. Baumeister, Der Fries des Hekateion von Lagina (Istanbul 2007) erwähnt.

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Gladiatorenspiele im Imperium Romanum: Räume – Bilder – Kontexte

KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9 Flächenkunst

Di 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 25.04.2017)

Gladiatorenspiele gehörten zu den populärsten Veranstaltungen in römischen Städten. Das Seminar widmet sich diesem Phänomen aus einer sozialhistorischen und kunstgeschichtlichen Perspektive gleichermaßen. Behandelt wird nicht nur die Architektur der Spielstätten und die Selbstdarstellung der Akteure, sondern auch die Funktion der Gladiatur in der Repräsentation sozialer Eliten.

Das Seminar und der Workshop Experimentelle Archäologie: Gladiatorenkampftechniken bilden eine thematische Einheit. Beide Veranstaltungen können aber auch getrennt voneinander besucht werden.

Literatur: K. E. Welch, The Roman amphitheatre: from its origins to the Colosseum (2007); M. Flecker, Römische Gladiatorenbilder: Studien zu den Gladiatorenreliefs der späten Republik und der Kaiserzeit aus Italien (2015).

 

Prof. Dr. Anja Klöckner / Dr. Andrea Salcuni

Vorbereitung der Apulien-Exkursion

Do 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 20.04.2017)

KLA-MAG-HF-M12

Das Seminar dient der Vorbereitung der Exkursion nach Apulien und ist für alle Exkursionsteilnehmer verpflichtend, steht aber auch anderen Interessierten offen. Anhand übergreifender topographischer, siedlungs- und kulturgeschichtlicher Fragestellungen vermittelt die Veranstaltung einen Überblick über die Geschichte und Kultur Apuliens sowie den regionalen Denkmäler- und Fundbestand von der Zeit der griechischen Kolonisation über die Phase der Romanisierung bis in die frühchristliche Spätantike.

Zu den Studienleistungen gehören neben der regelmäßigen und aktiven Teilnahme die Übernahme eines Kurzreferates und das Verfassen eines entsprechenden schriftlichen Beitrages für den Exkursions-Reader. Die Modulprüfung besteht in einer Klausur.

Einführende Literatur: N. Burkhardt, Apulien. Der archäologische Führer (Darmstadt 2012); G. Ceraudo (Hrsg.), Archeologia delle Regioni d’Italia. Puglia (Bologna 2014); E. Greco, Magna Grecia. Guide Archeologiche Laterza (Roma - Bari 2008).

 

 

ÜBUNGEN HAUPTSTUDIUM

 

PD Dr. Axel Filges

Reliefs in der Abguss-Sammlung der Universität Frankfurt

Do 10.15-11.45 Uhr, Skulpturensaal Raum 7.511 (Beginn: 20.04.2017)

KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9 Flächenkunst

In der Abguss-Sammlung des Faches Klassische Archäologie der Goethe-Universität befinden sich über 30 verschiedene antike Objekte, die zur Gattung der Flächenkunst gehören. Darunter sind diverse Grab-, Weih- und Basisreliefs wie auch Friese und Metopen als Schmuck von Großbauten.

Gemäß der Veranstaltungsform der Übung sollen die Studierenden in Einzel- und Gruppenarbeit sowie im Plenum die Werke systematisierend erfassen, Argumente für eine chronologische Einordnung erarbeiten und Überlegungen zur Thematik und zur antiken Aussage anstellen. Thematische und stilistische Entwicklungen können durch den Vergleich der Reliefgruppen deutlich werden. Neben diesen übergreifenden Zugängen wird jede teilnehmende Person für eine kleine Gruppe von Reliefs verantwortlich sein und katalogartige Beschreibungen anfertigen wie auch eine populärwissenschaftliche und eine rein wissenschaftliche Führung/Präsentation vorbereiten.

Literatur: Chr. W. Clairmont, Classical Attic Tombstones (Kilchberg 1997); B. Schmaltz, Griechische Grabreliefs (Darmstadt 1983); die diversen Bände der ‚Geschichte der antiken Bildhauerkunst (Mainz 2002-2010)‘; A. Scholl – G. Platz-Horster (Hrsg.), Die Antikensammlung. Altes Museum. Pergamonmuseum (Mainz 2007); R. Lullies – M. u. A. Hirmer, Griechische Plastik. Von den Anfängen bis zum Beginn der römischen Kaiserzeit (München 1979); K. Kissas, Die attischen Statuen- und Stelenbasen archaischer Zeit (Bonn 2000); M. Meyer, Die griechischen Urkundenreliefs, AM Beih. 13 (Berlin 1989); C. L. Lawton, Attic Document Reliefs (Oxford 1995); U. Hausmann, Griechische Weihreliefs (Berlin 1960).

 

Dr. Britta Rabe

Ägypten im Bild – Ein Bild von Ägypten

Di 12.15-13.45 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 25.04.2017)

KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9 Flächenkunst

Der Kontakt zwischen der griechisch-römischen Welt und Ägypten rief eine vielgestaltige Auseinandersetzung mit dem jeweils fremd empfundenen Gegenüber hervor, wie unter anderem das weite Spektrum der erhaltenen archäologischen Zeugnisse belegt. Welche Vorstellungen von Aigyptos herrschten in den griechischen und römischen Gesellschaften vor, und anders herum: Wie präsentierte sich Ägypten seinen griechischen und römischen BewohnerInnen?

Diese Übung thematisiert die Fremdwahrnehmung und Selbstdarstellung Ägyptens anhand bildlicher Darstel­lungen mit Schwerpunkt auf der Flächenkunst. Neben der Betrachtung und Analyse von Bildwerken vom Mosaik bis hin zur Münze werden wir Themen wie Akkulturation und Identität diskutieren. Lehrformate sind Gruppen­arbeit, Kurzreferate und gemeinsame Lektüre.

Literatur: H. Beck (Hrsg.), Ägypten, Griechenland, Rom. Abwehr und Berührung. Ausstellung Frankfurt am Main 2005 (Tübingen 2005); M. Rostovtzeff, Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschichte der hellenistischen Welt I (2013) 196 ff.; G. Grimm, Kunst der Ptolemäer- und Römerzeit im Ägyptischen Museum (Mainz 1975); A. de Margerie (Hrsg.), Egypte romaine. L'autre Egypte. Ausstellung Marseille 1997 (Marseille 1997); M. Versluys, Aegyptiaca Romana: Nilotic Scenes and the Roman Views of Egypt (Leiden 2002)

 

 

KOLLOQUIUM FÜR HAUPTFACHSTUDIERENDE

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Mo 18-20 Uhr c.t., Raum 5.501 (Termine s. Aushang)

KLA-MAG-HF-M13 Kolloquiumsmodul

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.

 

 

Bildbeschaffung für Referate

 

Benutzung der Bilddatenbank

- Digitale Bilder stehen über die Instituts-Bilddatenbank ArKuBiD zur Verfügung: http://archaeologie-bilder.uni-frankfurt.de Sie bietet die Bildersuche, den Download und die Bestellung von neuen Abbildungen.

- Für die Benutzung ist der Browser Firefox notwendig!

- Vor Benutzung ist eine Anmeldung nötig: Die Registrierung erfolgt auf der Startseite an einem Rechner in der Diathek oder bei einem der Dozenten. Die Freischaltung kann ein bis zwei Tage dauern, dann ist Suche und Download sofort möglich.

- Andere an der Goethe-Universität verfügbare Bilddatenbanken sind PROMETHEUS (freier Zugang im Uni-Netz über die Campuslizenz): http://prometheus.uni-koeln.de und ARACHNE (kostenfrei, Registrierung per e-Mail): http://www.arachne.uni-koeln.de

-  Sollte das gesuchte Bild weder in ArKuBiD noch in den anderen Bilddatenbanken vorhanden sein, kann man es anfertigen lassen: Das entsprechende Buch muss herausgesucht, die Abbildungen im Buch durch eingelegte beschriftete Zettel mit Seitenzahl und Abbildungsnummer gekennzeichnet und ein Zettel mit Namen, Seminar und Referatstermin hinzugelegt werden. Stammt das Buch aus der BzG-Bibliothek, wird es dort ins Bildstellenregal (Raum 6.621) gelegt. Bei bibliotheksexternen Werken oder UB-Büchern kann es in der Diathek (Raum 5.551) abgegeben werden.

- Die Anfertigung und Einstellung in die Datenbank dauert ca. 2-3 Wochen; danach ist der Download aus ArKuBiD möglich.

 

Ausleihe von Dias

- Die Öffnungszeiten der Diathek Raum 5.551 sind dem HiWi-Dienstplan neben der Zimmertür zu entnehmen.

- Die Dias werden gemeinsam mit einer studentischen Hilfskraft ausgesucht.

- Sollten die gewünschten Dias noch nicht vorhanden sind, ist eine rechtzeitige Bestellung und Neuanfertigungen notwendig: schwarz-weiß Dias 2 Wochen vor Referatstermin; Farbdias 3 Wochen.

- Dias können nicht nach Hause ausgeliehen werden, sie verbleiben stets im Institut.

- Dias dürfen nicht mit Punkten beklebt oder gar beschriftet werden.