Vorlesungsverzeichnis


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Studiengang Klassische Archäologie

 

Vorbemerkungen

 

-              Vorlesungen sind unverzichtbare Instrumente der Orientierung im Fach. Die in ihnen behandelten Themen werden in Zukunft verstärkt bei der Auswahl von Prüfungsstoffen berücksichtigt.

 

-              Der Besuch der Vorträge im Rahmen des Kolloquiums „Neue archäologische Funde und Forschungen“ sollte für Hauptfachstudierende selbstverständlich sein. Hier besteht oft die Gelegenheit, Themen und Methoden kennenzulernen, die im Rahmen des Studiums nicht oder nur am Rande zur Sprache kommen, und auswärtige Vortragende persönlich kennenzulernen.

 

-              Bachelorstudiengang: Mit Ende des Sommersemesters 2011/2012 wird der bisherige modularisierte Magisterstudiengang Klassische Archäologie für Studienanfänger eingestellt. An dessen Stelle tritt für Neuimmatrikulierte der Bachelorstudiengang Klassische Archäologie. Das Lehrangebot für die Magisterstudiengänge wird weiterhin aufrechterhalten.

 

 

Semestereinführung für Studienanfänger Klassische Archäologie:

Studierende der Klassischen Archäologie (‚Institutsgruppe‘, stud. Hilfskräfte)

Mi 15. April 2015, 10.00 Uhr, Raum 5.551

Ziel der Veranstaltung ist es, dem Studienanfänger einen ersten Einblick in die Gegebenheiten des Instituts und des Studiums zu geben. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

 

 

Obligatorische Studienberatung möglichst vor Semesterbeginn oder in der ersten Vorlesungswoche: Alle Studienanfänger müssen zuBeginn des Grundstudiums eine Studien­beratung in Anspruch nehmen und sich bescheinigen lassen bei PD Dr. Axel Filges (a.filges@em.uni-frankfurt.de, Tel. 069/79832311) oder bei Dr. Ursula Mandel (u.mandel@em.uni-frankfurt.de, Tel. 069/79832300); das Gleiche gilt zuBeginn des Hauptstudiums.

 

B.A.-Studiengang

 

PropaedeutiK

 

Prof. Dr. Peter Breunig u. a.

Propaedeuticum Archaeologicum II

Mo 18.15-19.45 Uhr, EG 311 (Beginn: 20.04.2015)

Gemeinsames archäologisches Propaedeuticum KLA-BA-HF-M1

Ziel des Propaedeuticums (und des begleitenden Tutoriums, s. dort) ist es, Fragestellungen, Zielsetzungen, Arbeitstechniken und Methoden der archäologischen Wissenschaften, soweit sie am Institut für Archäologische Wissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität vertreten sind, und der Archäometrie kennen zu lernen. In den Veranstaltungen werden demzufolge die folgenden Haupt- und Nebenfachstudiengänge vorgestellt: Archäologie und Kulturgeschichte des Alten Orients; Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen; Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike; Archäometrie; Klassische Archäologie; Vor- und frühgeschichtliche Archäologie (s. Kommentierte Vorlesungsverzeichnisse der Abt. II und III).

 

N.N.

Tutorium zum „Propaedeuticum Archaeologicum II“

Mi 8.30-10 oder Fr 14.15-15.45 Raum 5.501 bzw. 5.401 Beginn: s. Aushang

Bitte in die ausliegenden Listen eintragen!

Gemeinsames archäologisches Propaedeuticum KLA-BA-HF-M1

Die das Propaedeuticum Archaeologicum (s. dort) begleitenden Tutorien vertiefen die dort dargestellten Inhalte, geben Anleitungen zu ersten wissenschaftlichen Arbeiten und führen in die fachspezifischen Hilfsmittel ein. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, das Modul in den ersten beiden Semestern zu belegen (Teil I jeweils im Wintersemester, Teil II jeweils im Sommersemester).

Vorlesung

 

Prof. Dr. Wulf Raeck

Das 3. Jahrhundert n. Chr. Archäologische Perspektiven auf eine Umbruchszeit

Mi 10.15-11.45 Uhr, Raum 311 (Beginn: 22.04.2015)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und Befunde III: Architektur – Topographie

KLA-BA-HF-M11; KLA-BA-NF-M7

Das 3. Jh. n. Chr. wird in der Regel als eine Krisen- und Umbruchzeit wahrgenommen, an deren Ende sich nach der Überwindung einer existentiellen Bedrohung der territorialen Einheit des Imperiums der Wandel vom Prinzipat der Kaiserzeit zum hierarchisch durchorganisierten spätantiken Staat vollzogen hat. Bald danach wird das Christentum zur Staatsreligion. Für die materielle Kultur ist das Absterben ganzer Denkmälergattungen (z. B. des Individualporträts) ebenso charakteristisch wie ein radikaler Wandel der Stilformen und teilweise auch der Bildinhalte. Verständlicherweise hat diese Epoche in der Forschung unterschiedlichste Bewertungen erhalten, in denen sich auch die zeitgeschichtlichen Hintergründe der Forschung widerspiegeln. In der Vorlesung sollen nach einer allgemeinen Einführung entsprechend den in diesem Semester aktuellen Lehrmodulen anhand ausgewählter Denkmälergattungen die unterschiedlichen Forschungsmeinungen und Methoden vor allem im Hinblick auf ihre zeittypischen Merkmale vorgestellt und so exemplarisch die Sensibilität in der Beurteilung von Sekundärliteratur gefördert werden.

Einführende Literatur: W. Wohlmayr, Die römische Kunst (Darmstadt 2011) bes. 306-339; P. Zanker, Die römische Kunst (München 2007) bes. 118-124

 

 

proseminare

 

PD Dr. Axel Filges

Personifikationen in der antiken Kunst

Di 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 21.04.2015)

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

Gegenstände, geographisch-topographische Objekte und abstrakte Begriffe (wie etwa Frieden oder Nacht) wurde in der griechischen wie römischen Antike ‚belebt‘ und anthropomorph (vermenschlicht) dargestellt. Dem religiösen Verständnis nach war sogar die kultische Verehrung von Abstrakta möglich. Seit dem 6. Jh. können in der bildenden Kunst Personifikationen nachgewiesen werden, in der Literatur sogar schon seit Homer.

Die Themen der Sitzungen umfassen verschiedenste Personifikationen aus unterschiedlichen Epochen: Kypseloslade in Olympia mit Abbildungen von etwa Tod, Schlaf und Unrecht aus dem frühen 6. Jh. v. Chr.; klassische Standbilder der personifizierten Rache, des Friedens oder der Demokratie; Vasenbilder mit dem Alter als – natürlich – altem Mann; hellenistische Statuetten der Stadt als Göttin mit Mauerkrone; römische Altäre für den Frieden (Ara Pacis); Münzbilder von kaiserlichen Tugenden in Frauengestalt; Figuren von Tapferkeit und Ehre auf römischen historischen Reliefs; bildliche Fassungen der Provinzen des Imperium Romanum.

Ziele des Proseminars sind neben der Einführung in den umfangreichen Themenbereich und die Methoden zur Erschließung von Bilddenkmälern ein Erweitern der Denkmälerkenntnis, das Fördern des Verständnisses der altertumswissenschaftlichen Grundlagen chronologischer Einordnung und Interpretationen sowie ein Einblick in die antike Religiosität.

Als Studienleistungen sind Referate und Hausaufgaben vorgesehen. Verbindlich für sämtliche Teilnehmende sind regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit sowie die Abschlussklausur.

Literaturauswahl: DNP 9 (2000) 639-647 s. v. Personifikation (A. Bendlin – H. A. Shapiro); L. Petersen, Zur Geschichte der Personifikation in Dichtung und Kunst (Würzburg 1939); H. A. Shapiro, Personifications in Greek Art (Zürich 1993); F. W. Hamdorf, Griechische Kultpersonifikationen der vorhellenistischen Zeit (Mainz 1964); B. E. Borg, Der Logos des Mythos (München 2002); W. Messerschmidt, Prosopopoiia. Personifikationen politischen Charakters in spätklassischer und hellenistischer Zeit (Köln 2003); E. Stafford, Worshipping Virtues. Personification and the Divine in Ancient Greece (London 2000); dies., Personification in the Greek World (Ashgate 2005).

 

 

Dr. Ursula Mandel

Nacktheit in der frühgriechischen Kunst

Fr 10.15-11.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 17.04.2015)

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

Wie erscheint und wirkt der nackte menschliche Körper in Kontexten der Bildkunst? In der griechischen Kunst beginnt die Darstellung von Menschen bekanntlich im 8. Jh. v. Chr. mit dem „Piktogramm“ eines aufrechten Zweibeiners ohne Kleidungsangaben am Körper, weitgehend identisch für beide Geschlechter. Da die nackte Körperfigur – dominierend die männliche – in allen folgenden Epochen ein prominentes Thema der griechischen Kunst bleibt, stellt sich die Frage, wie die Nacktheit jeweils zu verstehen ist: Enthält schon die Erstformulierung Programmatisches? Will sie realistisch gelesen werden hinsichtlich der dargestellten Vorgänge? Ändert sich ihre Wahrnehmung mit der bildlichen Differenzierung der beiden Geschlechter im 7. Jh. v. Chr.? Mit den neuen Formaten und Funktionen (Großplastik) im Laufe der Archaik? Inwieweit lässt sich bei zunehmender Komplexität der künstlerischen Gestaltung in der Klassik die Ausdifferenzierung eines breiteren Bedeutungsspektrums von Nacktheit fassen? Im Proseminar stellen wir derartige Fragen gemeinsam an ausgewählte Bilder und versuchen sie durch genaue Analyse und Vergleich zu beantworten. Die Studienleistung besteht in aktiver Mitarbeit und schriftlichen Stundenprotokollen.

Einführende Literatur: N. Himmelmann, Zur Eigenart der geometrischen Plastik (Berlin 1964); ders., Ideale Nacktheit in der griechischen Kunst, 26. Ergh. JdI (Berlin 1990); ders., Realistische Themen in der griechischen Kunst der archaischen und klassischen Zeit, 28. Ergh. JdI (Berlin 1994); dazu die Rezension von T. Hölscher, Gnomon 65, 1993, 526f.; J. Daehner, Grenzen der Nacktheit. Studien zum nackten männlichen Körper in der griechischen Plastik des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr., JdI 120, 2005; dazu Rez. N. Himmelmann, Bryn Mawr Classical Review 2007.06.47 (online); E. Fischer-Lichte – A. Fleig, Körper-Inszenierungen (Tübingen 2000); A. Stähli, Die Körper, das Begehren, die Bilder, in: R. von den Hoff – St. Schmidt (Hrsg.) Konstruktionen von Wirklichkeit. Bilder im Griechenland des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. (Stuttgart 2001); K. Gernig, Nacktheit. Ästhetische Inszenierungen im Kulturvergleich (Köln 2002).

 

Dr. Marta Scarrone

Der Mythos von Troja in Wort und Bild

Do 12.15-13.45 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 16.04.2015)

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

Die Ilias, das homerische Epos, das den Krieg der Griechen gegen Troja erzählt, hat über die ganze Antike hinweg in allen kulturellen Gebieten des Mittelmeerraums große Faszination ausgeübt. Der Mythos der Ilioupersis – der Zerstörung von Troja – ist daher ein zentrales Thema in der griechischen und römischen Bilderwelt. Die Künstler konfrontieren sich mit dem homerischen Text und interpretieren ihn in einem neuen künstlerischen Medium: nicht im Wort (Lied, Dichtung), sondern im Bild – in Malerei, Vasenmalerei, Skulpturen, Reliefs und anderen Formen der bildenden Kunst.

Das Proseminar will ein vergleichendes Studium des homerischen Mythos von Troja in der antiken Literatur und antiken bildenden Kunst bieten, das das vielfältige Verhältnis der Bilder zu den Texten und die entsprechenden Erzählregeln und -strategien der bildenden Kunst analysiert. Wir werden nicht nur untersuchen, was die Bilder darstellen, sondern auch und vor allem, wie sie dem Betrachter im jeweiligen historischen und kulturellen Kontext den trojanischen Mythos erzählen.

Studienleistung: regelmäßige und aktive Teilnahme; Lektüreaufgaben, Referate u. ä.

Einführende Literatur: K. Friis Johansen, The Iliad in Early Greek Art (Kopenhagen 1967); A. Shapiro, Myth into Art. Poet and Painter in Classical Greece (London 1995); M. Mangold, Kassandra in Athen (Berlin 2000); L. Giuliani, Bild und Mythos (München 2003); R. Wünsche (Hrsg.), Mythos Troja, Ausstellungskatalog München (München 2006); Homer. Der Mythos von Troia in Dichtung und Kunst, Ausstellungskatalog Basel (München 2008)

 

 

ÜBUNGEN

 

Annabel Bokern M.A.

Die Bilderwelt von Mythen und Verwandlungen. Ikonographische Einführung mit Ovid

Di 16-18 Uhr, Raum 5.501; Beginn: 21.04.2015

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

„Von Gestalten zu künden, die in neue Körper verwandelt wurden, treibt mich der Geist. Ihr Götter – habt ihr doch jene Verwandlungen bewirkt –, beflügelt mein Beginnen und führt meine Dichtung ununterbrochen vom allerersten Ursprung der Welt bis zu meiner Zeit!“ (Ovid, Met. 1, 1-5).

Auf die Erzählungen von Mythen und Verwandlungen in den Metamorphosen des Ovid wird die Entstehung einer Bilderwelt zurückgeführt, die bis in die Moderne in der Kunst einen festen Platz inne hat. Dabei schöpften die Künstler aus einer großen Vielfalt bildlicher Motive, die in unterschiedlichen Kunstgattungen bereits seit der Archaik die mythischen Erzählungen tradierten. Die Übung widmet sich einer exemplarischen Auswahl der wichtigsten Sujets der Metamorphosen und untersucht deren bildliche Darstellungen von ihrem frühesten Erscheinen bis über die Schaffenszeit des Dichters hinaus. Anschließend an eine Einführung zur Interpretation und Rezeption der Metamorphosen in der Kunstproduktion von der Antike bis zur Gegenwart erarbeiten sich die Studierenden eigenständig einen Überblick über die gattungsübergreifenden Darstellungsformen, analysieren diese und diskutieren Brüche in den bildlichen Erzähltraditionen.

Als Studienleistung ist die Aufbereitung und schriftliche Dokumentation eines von der Gruppe erarbeiteten „ikonographischen Profils“ vorgesehen (u.a. Europa und der Stier, Hermaphroditos, Athena und Marsyas). Für alle Teilnehmenden werden darüber hinaus die Lektüre des Textes in Übersetzung, regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit vorausgesetzt. Die Fragen zur Übung sind Bestandteil der Klausur im Rahmen der Modulprüfung.

Literatur: Ovid, Metamorphosen (Übersetzung und Ausgabe werden in der ersten Sitzung abgestimmt); U. Dill – C. Walde (Hrsg.), Antike Mythen: Medien, Transformationen und Konstruktionen (Berlin 2009); K. Junker, Griechische Mythenbilder. Eine Einführung in ihre Interpretation (Stuttgart 2005); R. Abenstein, Griechische Mythologie (Paderborn 2005).

 

Dr. Lilly Kelperi

Entwicklung des Götterbildes von der Archaik bis zum Hellenismus am Beispiel der Aphrodite

Mi 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 15.04.2015)

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

Thema dieser Übung ist das griechische Götterbild in Rundplastik und Flächenkunst, wie es sich in den ca. 500 Jahren von der orientalisierenden Phase (7. Jh. v. Chr.) bis zum Späthellenismus (2. Jh. v. Chr.) zu immer spezifischerer Gestalt veränderte. Die Entwicklung lässt sich am besten an Darstellungen der großen Göttin der Liebe und Sexualität verfolgen, die in dichter Folge in allen Denkmälergattungen figuriert, vom Terrakottafigürchen bis zum Kultbild sowie in unzähligen Vasenbildern. Die bildliche Veranschaulichung der Göttin ist zunächst stark von ihren orientalischen Entsprechungen geprägt, dabei von geradezu magischer Erotik. Im Lauf der Archaik geht sie weitgehend in der allgemeinen Ikonographie der schönen, vornehmen jungen Frau auf. In der Klassik gewinnt die Veranschaulichung der Göttin dann ein eigenes Spektrum gelassen-erotischer Körperlichkeit samt entsprechendem Habitus; in diesem Rahmen wird in der Spätklassik die völlige Nacktheit der Göttinnenfigur eingeführt, die seither aus der Kunst nicht mehr wegzudenken ist. Im Hellenismus wird ein zum männlichen alternativer weiblicher Körpertypus realistisch ausgeformt; nun wird auch neu menschlich-gesellschaftliche Problematik in den Habitus des nackten Körpers eingearbeitet, wenn sich die Göttin nicht mehr als unantastbares Urbild, sondern als Objekt ihrer Kräfte zu erleben scheint.

Als Studienleistung stehen Hausaufgaben, Protokolle und Kurzreferate zur Wahl. In der Abschlussklausur des Gesamtmoduls sind Fragen zur Übung enthalten (25%).

Einführende Literatur: N. Himmelmann-Wildschütz, Zur Eigenart des klassischen Götterbildes (München 1959); E. Simon, Die Götter der Griechen 4(München 1998); A. Delivorrias, LIMC II (Zürich 1984) s. v. Aphrodite; W. Neumer-Pfau, Studien zur Ikonographie und gesellschaftlichen Funktion  hellenistischer Aphrodite-Statuen (Bonn 1982); K. Stemmer – L. Balensiefen (Hrsg.), In den Gärten der Aphrodite, Ausstellung Abguss-Sammlung antiker Plastik Berlin (Berlin 2001); J. N. Bremmer (Hrsg.), The Gods of Ancient Greece. Identities and Transformations (Edinburgh 2010).

 

Dr. Marta Scarrone

Die Ikonographie der Unterwelt im antiken Griechenland

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis I: Ikonographie – Bilddenkmäler KLA-BA-HF-M3; KLA-BA-NF-M2

Di 12.15-13.45 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 21.04.2015)

Während das Thema des Todes in unserer modernen Gesellschaft ein Tabu ist, spielt es sowohl in der Dichtung als auch in der bildenden Kunst der Antike eine sehr wichtige Rolle. Für antike Kulturen besteht die beste Weise, mit dem Tod umzugehen, darin, ihn zu beschreiben, darzustellen und sich klar vorzustellen - nur wenn einem ein Phänomen klar ist, macht es weniger Angst. 

Die Übung will sich mit den Bildern des Todes und der Unterwelt bei den antiken Griechen beschäftigen, indem sie sie im Zusammenhang mit den wichtigsten einschlägigen Schriftquellen (z.B. die Nekyia des Odysseus bei Homer) und dem ursprünglichen Kontext untersucht.

Zum einen werden wir die Konzeption der Griechen vom Jenseitsraum, der Geographie und der Ordnung der Unterwelt und ihren mythologischen Figuren (Götter, Totenrichter, Heroen und Dämonen) analysieren und fragen, welche Wege in die Unterwelt führen (Jenseitsreisen). 

Zum anderen werden wir den symbolischen Raum des Grabs thematisieren, indem wir dessen Bilder vom letzten Abschied, vom Grabkult und von hoffnungsvollen Jenseitsvorstellungen untersuchen.

Studienleistung: regelmäßige und aktive Teilnahme; Lektüreaufgaben, Referate u. ä. 

Einführende Literatur: W. Felten, Attische Unterwelts-Darstellungen des VI. und V. Jh. v. Chr. (München 1975); E. Vermeule, Aspects of Death in Early Greek Art and Poetry (London 1979); D. C. Kurtz – J. Boardman, Thanatos. Tod und Jenseits bei den Griechen (Mainz 1985); C. Sourvinou-Inwood, “Reading” Greek Death (Oxford 1995); A. Bottini, Archeologia della salvezza (Milano 2002)

 

PD Dr. Axel Filges

Architektonische Ingenieursleistungen in der Antike

Fr 8.30-10 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 17.04.2015)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und Befunde III: Architektur – Topographie KLA-BA-HF-M11; KLA-BA-NF-M7

In der Hauptstudiumsübung sollen vorrangig ‚erstaunliche‘ architektonische Leistungen in der antiken Welt betrachtet werden. Dazu zählen, angefangen bei den Arbeiten der Marmorbauteilgewinnung im Steinbruch, auch der Bau von Tunneln, Kanälen oder Brücken, die Wasserversorgung antiker Städte mit Druckleitungen und Aquädukten, aber auch statisch herausfordernde Konstruktionen von Kuppeln und Gewölben oder Kolossalstatuen aus Bronze. Ebenso gehören hierhin der militärische Bereich mit der sich gegenseitig bedingenden Abfolge von Angriffswaffen und Stadtmauern sowie wirtschaftlich bedeutende Anlagen wie Bergwerke. Wie wurden antike Städte und Territorien vermessen und geplant? Was erfahren wir aus der antiken Literatur über Baumeister und technisches Wissen?

Aus den letzten Jahren liegen neben Überblickswerken viele Einzeluntersuchungen vor, so dass der Zugang zu den disparaten Themenkomplexen leicht möglich ist. Zu Beginn der Veranstaltung werden wir Formen der Leistungserbringung und Mitarbeit gemeinsam überlegen; die Beantwortung einer Frage zeitparallel zur Hausarbeit in der vorlesungsfreien Zeit ist notenrelevant.

Allgemeine Literatur in Auswahl: H. Sonnabend, Wie Augustus die Feuerwehr erfand (Düsseldorf 2002); H. Schneider, Geschichte der antiken Technik (München 2007); J. P. Oleson (Hrsg.), The Oxford Handbook of Engineering and Technology in the Classical World (Oxford 2008); K. Grewe, Meisterwerke antiker Technik (Mainz 2010); B. Cech, Technik in der Antike (Darmstadt 2010).

 

Prof. Dr. Wulf Raeck

Exegese archäologischer Fachliteratur zur antiken Architekturgeschichte

Do 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 23.04.2015)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und Befunde III: Architektur – Topographie

KLA-BA-HF-M11; KLA-BA-NF-M7

Auch die scheinbar streng faktenbezogene Architekturgeschichte ist kein wertneutrales Forschungsgebiet, sondern – wie alle historischen Disziplinen – in ihren Ergebnissen und Urteilen von den zeitbedingten Vorannahmen und Herangehensweisen der jeweiligen Forscher abhängig. Hierfür ein Sensorium zu entwickeln, ist die Voraussetzung für einen kompetenten Umgang mit der Fachliteratur. In der Veranstaltung sollen jeweils verschiedene Texte zu einem bestimmten Bauwerk oder Thema gelesen, verglichen und auf ihren zeitgeschichtlichen Hintergrund, der nicht auf das Fachliche beschränkt ist, befragt werden.

Die 1. Sitzung findet in der zweiten Woche der Vorlesungszeit statt. Die Anwesenheit in dieser Sitzung (am 23.4.) ist aus organisatorischen Gründen Voraussetzung für die weitere Teilnahme an der Veranstaltung.

Einführende Literatur: Eine allgemeine Einführung in die Thematik existiert, jedenfalls in Bezug auf Architekturforschung zur Antike, nicht. Die Texte für die 1. Sitzung werden Anfang April als Kopiervorlagen in den Seminarapparat und auf der Lehrplattform OLAT zur Verfügung gestellt.

 

Dr. Ursula Mandel / Marie-Christine Junghans

Übung in der Originalsammlung: Objektbestimmung, Inventarisierung, Dokumentation

Mo 12.15-13.45 Uhr, Skulpturensaal Raum 7.511, Beginn: 20.04.2015

Praxismodul: KLA-BA-HF-M13

Die Praxis-Übung gibt Gelegenheit zur Arbeit am konkreten archäologischen Objekt, insbesondere werden Objektbestimmung und -dokumentation im Rahmen musealer Archivierungspraxis eingeübt.

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung bei Dr. Ursula Mandel.

 

Prof. Dr. Jochen Fornasier

Vorbereitung des Prospektionspraktikums in Olbia

Termin und Raum nach Absprache

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei Prof. Dr. Jochen Fornasier.


SEMINARE

 

PD Dr. Axel Filges

Olympia

Mo 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 20.04.2015)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und Befunde III: Architektur – Topographie

KLA-BA-HF-M11; KLA-BA-NF-M7

Kaum ein panhellenisches Heiligtum ist so bekannt wie das in Olympia. Seit dem 2. Jt. v. Chr. wurde hier Göttern geopfert, als Siedlungsstätte ist es noch viel älter. Mit dem Beginn der Olympischen Spiele wuchs der Ruhm und damit die Anzahl an Votiven und Bauten. Durch die Ausgrabungen und etwa die Beschreibung des Pausanias aus dem 2. Jh. n. Chr. sind wir relativ gut über den Platz unterrichtet.

Im Seminar sollen in chronologischer Folge die Veränderungen des Areals von der frühen Bronzezeit bis in die byzantinische Zeit nachvollzogen werden, wobei die Topographie, die wichtigen Architekturen und Fundobjekte vorgestellt werden. Auch die Geschichte der Ausgrabungen, die sich wandelnden wissenschaftlichen Fragestellungen und die denkmalpflegerischen wie touristischen Anforderungen werden thematisiert.

Das Seminar eignet sich als Ergänzung auf die Vorbereitung zur Peloponnes-Exkursion im Sommer 2015. Mittels Gruppenreferaten wird in einzelnen ‚Zeitscheiben‘ die Entwicklung des Heiligtums beschrieben und in den historischen Kontext eingebettet. In jeder Sitzung soll bewertet werden, welche religiösen und politischen Funktionen der Sakralplatz in den einzelnen Epochen innegehabt hat und welche archäologischen Monumente charakteristisch für spezifische Zeitabschnitte sind.

Einführende Literatur: Neben den Reihen Olympia-Berichte und Olympische Forschungen existieren eine Vielzahl von Publikationen zum Heiligtum; hier nur einige wenige relativ neue Werke: H.-V. Herrmann, Olympia. Heiligtum und Wettkampfstätte (München 1972); A. Mallwitz, Olympia und seine Bauten (München 1972); DNP 8 (2000) 1169–1183 s. v. Olympia (E. Olshausen – U. Sinn); U. Sinn, Das antike Olympia. Götter, Spiel und Kunst (München 2004); H. Kyrieleis, Olympia. Archäologie eines Heiligtums (Darmstadt 2011); W.-D. Heilmeyer u. a. (Hrsg.), Mythos Olympia. Kult und Spiele in der Antike (München 2012).

 

Prof. Dr. Wulf Raeck

Urbanistik und Architektur von Priene

Di 9.30-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 21.04.2015)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und Befunde III: Architektur – Topographie

KLA-BA-HF-M11; KLA-BA-NF-M7

Die vergleichsweise gut bekannte Stadt Priene unweit der kleinasiatischen Westküste bietet ein breites Spektrum von urbanistischen und architektonischen Befunden und Fragen. Die zu deren Klärung bzw. Beantwortung eingeschlagen Wege können exemplarisch für die topographischen und architekturgeschichtlichen Forschungsbereiche stehen. Sie reichen in Priene von der Stadtgründung oder dem Ende der Besiedlung über die Untersuchung einzelner Großbauten (Athenaheiligtum, Gymnasien, Theater) bis zur Etablierung einer tragfähigen Keramikchronologie.

Die 1. Sitzung findet in der zweiten Woche der Vorlesungszeit statt. Die Anwesenheit in dieser Sitzung (am 21. 4.) ist aus organisatorischen Gründen Voraussetzung für die weitere Teilnahme an der Veranstaltung.Einführende Literatur:G. Kleiner, Priene, in: RE Suppl. IX (1962) 1181-1221; W. Raeck u. a., Priene. Neue Forschungen an einem alten Grabungsort, IstMitt 53, 2003, 313-423; J. Raeder, Priene. Funde aus einer griechischen Stadt. Bilderhefte der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Heft 45/46 (o. J.); F. Rumscheid, Priene. Führer durch das „Pompeji Kleinasiens“ (Istanbul 1998); ders., Priene, in: DNP 12,2 (2003). Am Ende des Bandes ohne Seitenangabe (ersetzt den Artikel in Bd. 10, 310-314)

 

Dr. Ursula Mandel / Dr. Britta Rabe

Vorbereitungsseminar der Peloponnes-Exkursion

Do 16.15-17.45 Uhr, Raum 5.501, Beginn: 16.04.2015

Exkursionsmodul: Bedeutende archäologische Stätten im In- und Ausland KLA-BA-HF-M8

Zulassungsbeschränkt. Teilnahme nur im erfolgreichen fortgeschrittenen Hauptstudium. Persönliche Anmeldung bei Dr. Ursula Mandel

Modulprüfung: Klausur

 


 

Kolloquium für Hauptfachstudierende

 

Prof. Dr. Wulf Raeck

Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Mo 18-20 Uhr c.t., Raum 5.501 (Termine s. Aushang)

Kolloquiumsmodul: Präsentationen, Moderation und Kritik

KLA-BA-HF-M14

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.

 

 

eXkursionen

 

PD Dr. Axel Filges / Dr. Ursula Mandel / Dr. Marta Scarrone

Kurz-Exkursionen B.A.

Vorbesprechung: Termin s. Aushang

Museumsmodul I + IIKLA-BA-HF-M6; KLA-BA-HF-M12

Die Termine und Ziele der Kurz-Exkursion als obligatorischem Bestandteil des B.A.-Hauptfachmoduls M6, Museumsmodul 1 werden zu Beginn des Wintersemesters bekanntgegeben (Aushänge!).

 

Dr. Ursula Mandel / Dr. Britta Rabe

Peloponnes-Exkursion

Termin: ca. 5.-17.09.2015

Exkursionsmodul: Bedeutende archäologische Stätten im In- und Ausland KLA-BA-HF-M8

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung bei Dr. Ursula Mandel

 

 

praktika

 

PD Dr. Axel Filges

Ausgrabungspraktikum in Priene

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei PD Dr. Axel Filges.

 

Prof. Dr. Jochen Fornasier

Prospektionspraktikum in Olbia

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei Prof. Dr. Jochen Fornasier.

 

 

 

 

Bildbeschaffung für Referate

 

Benutzung der Bilddatenbank

-          Digitale Bilder stehen über die Instituts-Bilddatenbank ArKuBiD zur Verfügung: http://archaeologie-bilder.uni-frankfurt.de Sie bietet die Bildersuche, den Download und die Bestellung von neuen Abbildungen.

-          Für die Benutzung ist der Browser Firefox notwendig!

-          Vor Benutzung ist eine Anmeldung nötig: Die Registrierung erfolgt auf der Startseite an einem Rechner in der Diathek oder bei einem der Dozenten. Die Freischaltung kann ein bis zwei Tage dauern, dann ist Suche und Download sofort möglich.

-          Andere an der Goethe-Universität verfügbare Bilddatenbanken sind PROMETHEUS (freier Zugang im Uni-Netz über die Campuslizenz): http://prometheus.uni-koeln.de und ARACHNE (kostenfrei, Registrierung per e-Mail): http://www.arachne.uni-koeln.de

-          Sollte das gesuchte Bild weder in ArKuBiD noch in den anderen Bilddatenbanken vorhanden sein, kann man es anfertigen lassen: Das entsprechende Buch muss herausgesucht, die Abbildungen im Buch durch eingelegte beschriftete Zettel mit Seitenzahl und Abbildungsnummer gekennzeichnet und ein Zettel mit Namen, Seminar und Referatstermin hinzugelegt werden. Stammt das Buch aus der BzG-Bibliothek, wird es dort ins Bildstellenregal (Raum 6.621) gelegt. Bei bibliotheksexternen Werken oder UB-Büchern kann es in der Diathek (Raum 5.551) abgegeben werden.

-          Die Anfertigung und Einstellung in die Datenbank dauert ca. 2-3 Wochen; danach ist der Download aus ArKuBiD möglich.

 

Ausleihe von Dias

-          Die Öffnungszeiten der Diathek Raum 5.551 sind dem HiWi-Dienstplan neben der Zimmertür zu entnehmen.

-          Die Dias werden gemeinsam mit einer studentischen Hilfskraft ausgesucht.

-          Sollten die gewünschten Dias noch nicht vorhanden sind, ist eine rechtzeitige Bestellung und Neuanfertigungen notwendig: schwarz-weiß Dias 2 Wochen vor Referatstermin; Farbdias 3 Wochen.

-          Dias können nicht nach Hause ausgeliehen werden, sie verbleiben stets im Institut.

-          Dias dürfen nicht mit Punkten beklebt oder gar beschriftet werden.

 

 

 

 

MAG-Studiengang

 

Vorlesung

 

Prof. Dr. Wulf Raeck

Das 3. Jahrhundert n. Chr. Archäologische Perspektiven auf eine Umbruchszeit

Mi 10.15-11.45 Uhr, Raum 311 (Beginn: 22.04.2015)

Modul. MAG: Probleme der antiken Architektur und Topographie KLA-MAG-HF-M9; KLA-MAG-NF-M8

Das 3. Jh. n. Chr. wird in der Regel als eine Krisen- und Umbruchzeit wahrgenommen, an deren Ende sich nach der Überwindung einer existentiellen Bedrohung der territorialen Einheit des Imperiums der Wandel vom Prinzipat der Kaiserzeit zum hierarchisch durchorganisierten spätantiken Staat vollzogen hat. Bald danach wird das Christentum zur Staatsreligion. Für die materielle Kultur ist das Absterben ganzer Denkmälergattungen (z. B. des Individualporträts) ebenso charakteristisch wie ein radikaler Wandel der Stilformen und teilweise auch der Bildinhalte. Verständlicherweise hat diese Epoche in der Forschung unterschiedlichste Bewertungen erhalten, in denen sich auch die zeitgeschichtlichen Hintergründe der Forschung widerspiegeln. In der Vorlesung sollen nach einer allgemeinen Einführung entsprechend den in diesem Semester aktuellen Lehrmodulen anhand ausgewählter Denkmälergattungen die unterschiedlichen Forschungsmeinungen und Methoden vor allem im Hinblick auf ihre zeittypischen Merkmale vorgestellt und so exemplarisch die Sensibilität in der Beurteilung von Sekundärliteratur gefördert werden.

Einführende Literatur: W. Wohlmayr, Die römische Kunst (Darmstadt 2011) bes. 306-339; P. Zanker, Die römische Kunst (München 2007) bes. 118-124

 

 

ÜBUNGEN

 

PD Dr. Axel Filges

Architektonische Ingenieursleistungen in der Antike

Fr 8.30-10 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 17.04.2015)

Modul. MAG: Probleme der antiken Architektur und Topographie KLA-MAG-HF-M9; KLA-MAG-NF-M8

In der Hauptstudiumsübung sollen vorrangig ‚erstaunliche‘ architektonische Leistungen in der antiken Welt betrachtet werden. Dazu zählen, angefangen bei den Arbeiten der Marmorbauteilgewinnung im Steinbruch, auch der Bau von Tunneln, Kanälen oder Brücken, die Wasserversorgung antiker Städte mit Druckleitungen und Aquädukten, aber auch statisch herausfordernde Konstruktionen von Kuppeln und Gewölben oder Kolossalstatuen aus Bronze. Ebenso gehören hierhin der militärische Bereich mit der sich gegenseitig bedingenden Abfolge von Angriffswaffen und Stadtmauern sowie wirtschaftlich bedeutende Anlagen wie Bergwerke. Wie wurden antike Städte und Territorien vermessen und geplant? Was erfahren wir aus der antiken Literatur über Baumeister und technisches Wissen?

Aus den letzten Jahren liegen neben Überblickswerken viele Einzeluntersuchungen vor, so dass der Zugang zu den disparaten Themenkomplexen leicht möglich ist. Zu Beginn der Veranstaltung werden wir Formen der Leistungserbringung und Mitarbeit gemeinsam überlegen; die Beantwortung einer Frage zeitparallel zur Hausarbeit in der vorlesungsfreien Zeit ist notenrelevant.

Allgemeine Literatur in Auswahl: H. Sonnabend, Wie Augustus die Feuerwehr erfand (Düsseldorf 2002); H. Schneider, Geschichte der antiken Technik (München 2007); J. P. Oleson (Hrsg.), The Oxford Handbook of Engineering and Technology in the Classical World (Oxford 2008); K. Grewe, Meisterwerke antiker Technik (Mainz 2010); B. Cech, Technik in der Antike (Darmstadt 2010).

 

Prof. Dr. Wulf Raeck

Exegese archäologischer Fachliteratur zur antiken Architekturgeschichte

Do 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 23.04.2015)

Modul. MAG: Probleme der antiken Architektur und Topographie KLA-MAG-HF-M9; KLA-MAG-NF-M8

Auch die scheinbar streng faktenbezogene Architekturgeschichte ist kein wertneutrales Forschungsgebiet, sondern – wie alle historischen Disziplinen – in ihren Ergebnissen und Urteilen von den zeitbedingten Vorannahmen und Herangehensweisen der jeweiligen Forscher abhängig. Hierfür ein Sensorium zu entwickeln, ist die Voraussetzung für einen kompetenten Umgang mit der Fachliteratur. In der Veranstaltung sollen jeweils verschiedene Texte zu einem bestimmten Bauwerk oder Thema gelesen, verglichen und auf ihren zeitgeschichtlichen Hintergrund, der nicht auf das Fachliche beschränkt ist, befragt werden.

Die 1. Sitzung findet in der zweiten Woche der Vorlesungszeit statt. Die Anwesenheit in dieser Sitzung (am 23.4.) ist aus organisatorischen Gründen Voraussetzung für die weitere Teilnahme an der Veranstaltung.

Einführende Literatur: Eine allgemeine Einführung in die Thematik existiert, jedenfalls in Bezug auf Architekturforschung zur Antike, nicht. Die Texte für die 1. Sitzung werden Anfang April als Kopiervorlagen in den Seminarapparat und auf der Lehrplattform OLAT zur Verfügung gestellt.

 

Dr. Ursula Mandel / Marie-Christine Junghans

Übung in der Originalsammlung: Objektbestimmung, Inventarisierung, Dokumentation

Mo 12.15-13.45 Uhr, Skulpturensaal Raum 7.511, Beginn: 20.04.2015

Die Praxis-Übung gibt Gelegenheit zur Arbeit am konkreten archäologischen Objekt, insbesondere werden Objektbestimmung und -dokumentation im Rahmen musealer Archivierungspraxis eingeübt.

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung bei Dr. Ursula Mandel.

 

Prof. Dr. Jochen Fornasier

Vorbereitung des Prospektionspraktikums in Olbia

Termin und Raum nach Absprache

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei Prof. Dr. Jochen Fornasier.

 

 

SEMINARE

 

PD Dr. Axel Filges

Olympia

Mo 10-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 20.04.2015)

Modul. MAG: Probleme der antiken Architektur und Topographie KLA-MAG-HF-M9; KLA-MAG-NF-M8

Kaum ein panhellenisches Heiligtum ist so bekannt wie das in Olympia. Seit dem 2. Jt. v. Chr. wurde hier Göttern geopfert, als Siedlungsstätte ist es noch viel älter. Mit dem Beginn der Olympischen Spiele wuchs der Ruhm und damit die Anzahl an Votiven und Bauten. Durch die Ausgrabungen und etwa die Beschreibung des Pausanias aus dem 2. Jh. n. Chr. sind wir relativ gut über den Platz unterrichtet.

Im Seminar sollen in chronologischer Folge die Veränderungen des Areals von der frühen Bronzezeit bis in die byzantinische Zeit nachvollzogen werden, wobei die Topographie, die wichtigen Architekturen und Fundobjekte vorgestellt werden. Auch die Geschichte der Ausgrabungen, die sich wandelnden wissenschaftlichen Fragestellungen und die denkmalpflegerischen wie touristischen Anforderungen werden thematisiert.

Das Seminar eignet sich als Ergänzung auf die Vorbereitung zur Peloponnes-Exkursion im Sommer 2015. Mittels Gruppenreferaten wird in einzelnen ‚Zeitscheiben‘ die Entwicklung des Heiligtums beschrieben und in den historischen Kontext eingebettet. In jeder Sitzung soll bewertet werden, welche religiösen und politischen Funktionen der Sakralplatz in den einzelnen Epochen innegehabt hat und welche archäologischen Monumente charakteristisch für spezifische Zeitabschnitte sind.

Einführende Literatur: Neben den Reihen Olympia-Berichte und Olympische Forschungen existieren eine Vielzahl von Publikationen zum Heiligtum; hier nur einige wenige relativ neue Werke: H.-V. Herrmann, Olympia. Heiligtum und Wettkampfstätte (München 1972); A. Mallwitz, Olympia und seine Bauten (München 1972); DNP 8 (2000) 1169–1183 s. v. Olympia (E. Olshausen – U. Sinn); U. Sinn, Das antike Olympia. Götter, Spiel und Kunst (München 2004); H. Kyrieleis, Olympia. Archäologie eines Heiligtums (Darmstadt 2011); W.-D. Heilmeyer u. a. (Hrsg.), Mythos Olympia. Kult und Spiele in der Antike (München 2012).

 

Prof. Dr. Wulf Raeck

Urbanistik und Architektur von Priene

Di 9.30-12 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 21.04.2015)

Modul. MAG: Probleme der antiken Architektur und Topographie KLA-MAG-HF-M9; KLA-MAG-NF-M8

Die vergleichsweise gut bekannte Stadt Priene unweit der kleinasiatischen Westküste bietet ein breites Spektrum von urbanistischen und architektonischen Befunden und Fragen. Die zu deren Klärung bzw. Beantwortung eingeschlagen Wege können exemplarisch für die topographischen und architekturgeschichtlichen Forschungsbereiche stehen. Sie reichen in Priene von der Stadtgründung oder dem Ende der Besiedlung über die Untersuchung einzelner Großbauten (Athenaheiligtum, Gymnasien, Theater) bis zur Etablierung einer tragfähigen Keramikchronologie.

Die 1. Sitzung findet in der zweiten Woche der Vorlesungszeit statt. Die Anwesenheit in dieser Sitzung (am 21. 4.) ist aus organisatorischen Gründen Voraussetzung für die weitere Teilnahme an der Veranstaltung.Einführende Literatur:G. Kleiner, Priene, in: RE Suppl. IX (1962) 1181-1221; W. Raeck u. a., Priene. Neue Forschungen an einem alten Grabungsort, IstMitt 53, 2003, 313-423; J. Raeder, Priene. Funde aus einer griechischen Stadt. Bilderhefte der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Heft 45/46 (o. J.); F. Rumscheid, Priene. Führer durch das „Pompeji Kleinasiens“ (Istanbul 1998); ders., Priene, in: DNP 12,2 (2003). Am Ende des Bandes ohne Seitenangabe (ersetzt den Artikel in Bd. 10, 310-314) 

Dr. Ursula Mandel / Dr. Britta Rabe

Vorbereitungsseminar der Peloponnes-Exkursion

Do 16.15-17.45 Uhr, Raum 5.501, Beginn: 16.04.2015

Exkursionsmodul: KLA-MAG-HF-M12

Zulassungsbeschränkt. Teilnahme nur im erfolgreichen fortgeschrittenen Hauptstudium. Persönliche Anmeldung bei Dr. Ursula Mandel

Modulprüfung: Klausur

 

Kolloquium für Hauptfachstudierende

 

Prof. Dr. Wulf Raeck

Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Mo 18-20 Uhr c.t., Raum 5.501 (Termine s. Aushang)

Kolloquiumsmodul: Präsentationen, Moderation und Kritik KLA-MAG-HF-M13

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.

 

 

eXkursionen

 

PD Dr. Axel Filges / Dr. Ursula Mandel / Dr. Marta Scarrone

Kurz-Exkursionen

Vorbesprechung: Termin s. Aushang

Die Termine und Ziele der Kurz-Exkursion als obligatorischem Bestandteil des B.A.-Hauptfachmoduls M6, Museumsmodul 1 werden zu Beginn des Wintersemesters bekanntgegeben (Aushänge!).

 

Dr. Ursula Mandel / Dr. Britta Rabe

Peloponnes-Exkursion

Termin: ca. 5.-17.09.2015

Exkursionsmodul:  KLA-MAG-HF-M12

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung bei Dr. Ursula Mandel

 

 

praktika

 

PD Dr. Axel Filges

Ausgrabungspraktikum in Priene

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei PD Dr. Axel Filges.

 

Prof. Dr. Jochen Fornasier

Prospektionspraktikum in Olbia

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei Prof. Dr. Jochen Fornasier.

 

 

 

 

Bildbeschaffung für Referate

 

Benutzung der Bilddatenbank

-          Digitale Bilder stehen über die Instituts-Bilddatenbank ArKuBiD zur Verfügung: http://archaeologie-bilder.uni-frankfurt.de Sie bietet die Bildersuche, den Download und die Bestellung von neuen Abbildungen.

-          Für die Benutzung ist der Browser Firefox notwendig!

-          Vor Benutzung ist eine Anmeldung nötig: Die Registrierung erfolgt auf der Startseite an einem Rechner in der Diathek oder bei einem der Dozenten. Die Freischaltung kann ein bis zwei Tage dauern, dann ist Suche und Download sofort möglich.

-          Andere an der Goethe-Universität verfügbare Bilddatenbanken sind PROMETHEUS (freier Zugang im Uni-Netz über die Campuslizenz): http://prometheus.uni-koeln.de und ARACHNE (kostenfrei, Registrierung per e-Mail): http://www.arachne.uni-koeln.de

-          Sollte das gesuchte Bild weder in ArKuBiD noch in den anderen Bilddatenbanken vorhanden sein, kann man es anfertigen lassen: Das entsprechende Buch muss herausgesucht, die Abbildungen im Buch durch eingelegte beschriftete Zettel mit Seitenzahl und Abbildungsnummer gekennzeichnet und ein Zettel mit Namen, Seminar und Referatstermin hinzugelegt werden. Stammt das Buch aus der BzG-Bibliothek, wird es dort ins Bildstellenregal (Raum 6.621) gelegt. Bei bibliotheksexternen Werken oder UB-Büchern kann es in der Diathek (Raum 5.551) abgegeben werden.

-          Die Anfertigung und Einstellung in die Datenbank dauert ca. 2-3 Wochen; danach ist der Download aus ArKuBiD möglich.

 

Ausleihe von Dias

-          Die Öffnungszeiten der Diathek Raum 5.551 sind dem HiWi-Dienstplan neben der Zimmertür zu entnehmen.

-          Die Dias werden gemeinsam mit einer studentischen Hilfskraft ausgesucht.

-          Sollten die gewünschten Dias noch nicht vorhanden sind, ist eine rechtzeitige Bestellung und Neuanfertigungen notwendig: schwarz-weiß Dias 2 Wochen vor Referatstermin; Farbdias 3 Wochen.

-          Dias können nicht nach Hause ausgeliehen werden, sie verbleiben stets im Institut.

-          Dias dürfen nicht mit Punkten beklebt oder gar beschriftet werden.