Aktuelles Vorlesungsverzeichnis SoSe 2014

Aktualisiert am 27. März 2014


Vorbemerkung

  • Ein PDF für den Download oder zum Ausdrucken finden Sie hier.
  • Vorlesungen sind unverzichtbare Instrumente der Orientierung im Fach. Die in ihnen behandelten Themen werden in Zukunft verstärkt bei der Auswahl von Prüfungsstoffen berücksichtigt.
  • Der Besuch der Vorträge im Rahmen des Kolloquiums "Neue archäologische Funde und Forschungen" sollte für Hauptfachstudierende selbstverständlich sein. Hier besteht oft die Gelegenheit, Themen und Methoden kennenzulernen, die im Rahmen des Studiums nicht oder nur am Rande zur Sprache kommen, und auswärtige Vortragende persönlich kennenzulernen. 
  • Bachelorstudiengang: Mit Ende des Sommersemesters 2011/2012 wurde der bisherige modularisierte Magisterstudiengang Klassische Archäologie für Studienanfänger eingestellt. An dessen Stelle tratt für Neuimmatrikulierte der Bachelorstudiengang Klassische Archäologie. Das Lehrangebot für die Magisterstudiengänge wird weiterhin aufrecht erhalten

Kolloquium "Neue Archäologische Funde und Forschungen"

für Hörer aller FB
Di 18 Uhr c.t.
Grüneburgplatz 1, Haupteingang (Q3), EG, Raum 311
Termine s. Aushang oder unter Vorträge

Die meist auswärtigen Gäste berichten über neue Forschungsergebnisse. An die Vorträge schließen sich Diskussionen an.

 

Kolloquium für Hauptfachstudierende
Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Geänderter Wochentag: donnerstags!

Do 18.15 - 19.45 Uhr
Raum 5.501
Termine und Beginn s. Aushang und Download (demnächst)

Mod. MAG: Kolloquia KLA-MAG-HF-M13; alte MAG: Hauptstudium

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.

 
Semestereinführung für Studienanfänger Klassische Archäologie
Studierende der Klassischen Archäologie (‘Institutsgruppe’, stud. Hilfskräfte)

Mi 23. April 2014, 12.00 Uhr (direkt im Anschluss an die erste Sitzung der Vorlesung)
Raum 5.551

Ziel der Veranstaltung ist es, dem Studienanfänger einen ersten Einblick in die Gegebenheiten des Instituts und des Studiums zu geben. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.
 
Obligatorische Studienberatung für Erstsemester
Obligatorische Studienberatung möglichst vor Semesterbeginn oder in der ersten Vorlesungswoche: Alle Studienanfänger müssen zu Beginn des Grundstudiums eine Studienberatung in Anspruch nehmen und sich bescheinigen lassen (bei Dr. Scarrone, PD Dr. Filges oder Dr. Mandel); das Gleiche gilt zu Beginn des Hauptstudiums.

B.A.-Studiengang


Propaedeutik

Prof. Dr. Peter Breunig u. a.

Propaedeuticum Archaeologicum II

Mo 18.15-19.45 Uhr, EG 311 (Beginn: 28.04.2014)

Gemeinsames archäologisches Propaedeuticum KLA-BA-HF-M1

Ziel des Propädeutikums (und des begleitenden Tutoriums, s. dort) ist es, Fragestellungen, Zielsetzungen, Arbeitstechniken und Methoden der archäologischen Wissenschaften, soweit sie am Institut für Archäologische Wissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität vertreten sind, und der Archäometrie kennen zu lernen. In den Veranstaltungen werden demzufolge die folgenden Haupt- und Nebenfachstudiengänge vorgestellt: Archäologie und Kulturgeschichte des Alten Orients; Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen; Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike; Archäometrie; Klassische Archäologie; Vor- und frühgeschichtliche Archäologie (s. Kommentierte Vorlesungsverzeichnisse der Abt. II und III).

 

N. N.

Tutorium zum „Propaedeuticum Archaeologicum II"

Termine und Raum s. Aushang

Gemeinsames archäologisches Propaedeuticum KLA-BA-HF-M1

Die das Propaedeuticum Archaeologicum (s. dort) begleitenden Tutorien vertiefen die dort dargestellten Inhalte, geben Anleitungen zu ersten wissenschaftlichen Arbeiten und führen in die fachspezifischen Hilfsmittel ein. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, das Modul in den ersten beiden Semestern zu belegen (Teil I jeweils im Wintersemester, Teil II jeweils im Sommersemester).

 


Vorlesung

Prof. Dr. Wulf Raeck

Bauten und Bilder des klassischen Athen

Mi 10.15-11.45 Uhr, Raum 311 (Beginn: 23.04.2014)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis III: Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und ihre Kontexte II: Flächenkunst  KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M9

Das Athen des 5. und in geringerem Maße auch des 4. Jhs. v. Chr. war für die Zeitgenossen ebenso wie für spätere Phasen sowohl der Antike als auch der Neuzeit der kulturelle Maßstab schlechthin. Die Kenntnis seiner Architektur und Bildkunst gehört daher zu den Grundlagen des Faches. In der Vorlesung sollen der Kenntnis- und Forschungsstand zu den wichtigsten athenischen Bauten, Denkmälern und Bildmedien vorgestellt sowie unterschiedliche Forschungs­meinungen zu wichtigen Themen besprochen werden. Das Thema ist auch im Hinblick auf die gemeinsame Ver­anstaltung mit F. Bernstein „Athen im 5. Jh. v. Chr. – Archäologie und Geschichte“ festgelegt worden.

Einführende Literatur: J. M. Camp, The Archaeology of Athens. New Haven 2001; T. Hölscher,Die griechische Kunst, München 2007, bes. 57–94.




Proseminare

PD Dr. Axel Filges

Geschichte, Topographie und Entwicklung der Stadt Rom

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis III: Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Fr 8.30 - 10.00 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 25.04.2014)

Thema des Proseminars ist der Aus- und Umbau der Stadt Rom in der Antike. Dafür werden die den Epochen von der archaischen Zeit bis in die Spätantike zugehörigen Denkmäler vorgestellt, wobei die Chronologie das gliedernde Grundgerüst bietet. Besonderes Augenmerk soll auf der baulichen Fassung der Stadt in Abhängigkeit von den politischen und kulturellen Systemen liegen. Neben den politisch und administrativ genutzten Architekturen kommen die sakralen Areale und die Unterhaltungs- sowie Zweckbauten zur Sprache wie beispielsweise die Stadtmauern, der Tempel des Iupiter Capitolinus, die Tempel am Forum Romanum, die Kaiserfora und -paläste sowie die schrittweise Bebauung des Marsfeldes.

Lernziele sind die Förderung des Verständnisses der urbanen Ausbauphasen vor dem Hintergrund der historisch-politischen Entwicklung der Stadt und das Erweitern der Denkmälerkenntnis. In Referaten soll herausgearbeitet werden, wie Rom als zunächst bescheidene Siedlung zur Hauptstadt des Imperium Romanum werden konnte, welche Akteure den Ausbau auf welche Weise förderten und wie sich das zeitabhängige Stadtbild im Vergleich mit dem anderer antiker Siedlungen bewerten lässt.

Studienleistungen sind ein Gruppen-Kurzreferat und für jede Sitzung eine Leseaufgabe. Verbindlich für sämtliche Teilnehmende sind regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit sowie die Abschlussklausur.

Einführende Literatur: T. Hölscher, Klassische Archäologie. Grundwissen (Darmstadt 2002) 165-174; Der Neue Pauly 10 (2001) 1050-1108 s.v. Roma (div. Autoren); 15/2 (2002) 841-943 s.v. Rom (div. Autoren); F. Kolb, Rom. Die Geschichte der Stadt in der Antike 2(München 2002); F. Coarelli, Rom. Der archäologischer Führer (Mainz 2013).


PD Dr. Jochen Fornasier

Griechische Tempel

Di 12.15 - 13.45 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 22.04.2014)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis III: Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Sie sind die steinernen Zeugnisse der griechischen Antike, die den Betrachter bis heute uneingeschränkt in ihren Bann ziehen – monumentale Tempelbauten als Ausdruck der komplexen religiösen Vorstellungswelt einer vergangenen Kultur. Auf dem griechischen Festland, in Kleinasien oder in Unteritalien ragen vielerorts ihre Ruinen empor, die je nach Erhaltungszustand einen Eindruck von ihrer einstigen Pracht und Größe vermitteln können. Demgegenüber waren die frühen griechischen Tempel eher bescheiden in ihren Ausmaßen und bestanden aus einfachen Lehmziegelbauten mit hölzernen Säulen und Dachkonstruktionen. Erst im Laufe einer jahrhundertelangen Entwicklung formten sich allmählich Architekturordnungen und Bauprinzipien heraus, die im gesamten griechischen Kulturkreis überregional zur Anwendung kamen, nicht ohne dass lokale Traditionen dennoch einen beachtlichen Einfluss auf die Gestalt und Ausführung eines Tempels ausüben konnten.

Das Proseminar dient der Einführung in die Thematik des griechischen Tempelbaus. Zunächst sollen als Basiswissen die spezifische Terminologie, die unterschiedlichen Architekturordnungen und Gestaltungsprinzipen eines antiken Tempels vermittelt und im weiteren Verlauf in Form von Referaten anhand konkreter Beispiele weiter erörtert werden (eine Liste mit den vorgesehenen Referatsthemen wird Anfang April 2014 ausgehängt). Daneben sollen übergeordnete Fragestellungen zur regionalen Entwicklungsgeschichte antiker Tempelarchitektur ebenso wie die grundlegenden religiösen Aspekte Beachtung finden, die zur Gestaltungsform dieser Sakralbauten geführt haben. Auf diese Weise sollen unterschiedliche methodische Herangehensweisen exemplarisch aufgezeigt werden, die bei einer wissenschaftlichen Untersuchung zu einem konkreten archäologischen Themenkomplex Anwendung finden können.

Einführende Literatur: D. Steuernagel, Wozu brauchen Griechen Tempel? Fragen und Perspektiven. In: H. Cancik/J. Rüpke (Hrsg.), Die Religion des Imperium Romanum. Koine und Konfrontation (Tübingen 2009) 115–138; M. Emerson, Greek Sanctuaries. An Introduction (London 2007); G. Gruben, Klassische Bauforschung (München 2007) 66–109; A. Spawforth, The complete Greek temples (London/New York 2006); I. Jenkins, Greek Architecture and its sculpture (Harward 2006); G. Gruben, Griechische Tempel und Heiligtümer 5(München 2001); B. Fehr, The Greek Temple in the early archaic period: Meaning, use and social context. Hephaistos 14, 1996, 165–191; H. Knell, Mythos und Polis. Bildprogramme griechischer Bauskulptur (Darmstadt 1990); W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Antike (München 1988); H. Knell, Architektur der Griechen 2(Darmstadt 1988).

Prof. Dr. Wulf Raeck

Die antike Stadt

Do 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 24.04.2014)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis III: Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

In der Veranstaltung sollen die wichtigsten Bauten, Anlagen und Infrastruktureinrichtungen griechischer und römischer Städte sowie ihre Veränderungen und Funktionen im jeweiligen historischen Rahmen behandelt werden. Ferner sollen voneinander abweichende Forschungsmeinungen zu wichtigen Themen der antiken Stadtforschung zu Sprache kommen.

Einführende Literatur: F. Kolb, Die Stadt im Altertum. München 1984; T. Lorenz, Römische Städte. Darmstadt 1987; T. Hölscher, Klassische Archäologie. Grundwissen. Darmstadt 2002, 109 - 119.


SEMINARE

PD Dr. Axel Filges

Römische Grabreliefs

Mo 10.15 - 11.45 Uhr, Raum 4.501 (Beginn: 28.04.2014)     

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und ihre Kontexte II: Flächenkunst KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M6

Von den bekannteren griechischen Grabreliefs unterscheiden sich die römischen Vertreter grundsätzlich. Schon die typologische Vielzahl der reliefgeschmückten Kleinmonumente wie Graburnen, -altäre und -stelen als auch relief­verzierte Sepulkralbauten, die hier alle unter dem Oberbegriff ‚römische Grabreliefs‘ subsummiert werden, zeigt eine erstaunliche Differenzierung. Auch die Thematik der Reliefs reicht von Porträtdarstellungen bis zu Geräten des Grabkults und vegetabilem Dekor. Die bildlichen Zeichen dienen der Repräsentation der Verstorbenen und der Hinterbliebenen, beziehen sich auf den Totenkult oder stellen Aspekte von Heilserwartungen dar. Der Großteil der Denkmäler stammt aus der Stadt Rom, viele Exemplare mit zum Teil eigenen Darstellungskonventionen aber auch aus dem gesamtitalischen Raum.

Anhand der Denkmalgruppen aus dem Bereich der Flächenkunst soll die typologische und stilistische Entwicklung von Grabdenkmälern und deren Ausgestaltung herausgearbeitet werden. Daneben stehen Fragen nach dem Stellenwert solcher Monumente in der römisch-italischen Kultur und den gruppenspezifischen Repräsentationsformen der verschiedenen römischen Gesellschaftsschichten im Focus.

Als Studienleistung sind Gruppenreferate zu Einzelmonumenten bzw. Objektgruppen geplant; eine Hausarbeit stellt die Prüfungsleistung dar.

Einführende Literatur: P. Schollmeyer, Römische Plastik. Eine Einführung (Mainz 2005) 93-97; D. E. E. Kleiner, Roman Imperial Funerary Altars with Portrait (Rom 1987); dies., Roman Group Portraiture. The Funerary Reliefs of the Late Republic and Early Empire (New York 1977); D. Boschung, Antike Grabaltäre aus den Nekropolen Roms (Bern 1987); V. Kockel, Porträtreliefs stadtrömischer Grabbauten (Mainz 1993); F. Sinn, Stadtrömische Marmorurnen (Mainz 1987); H. G. Frenz, Untersuchungen zu den frühen römischen Grabreliefs (Frankfurt a.M. 1977); ders., Römische Grabreliefs in Mittel- und Süditalien (Rom 1985); H. Pflug, Römische Porträtstelen in Oberitalien (Mainz 1989).


Dr. Ursula Mandel

Naturphänomene in der griechischen Flächenkunst

Fr 10.15-11.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 25.04.2014)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und ihre Kontexte II: Flächenkunst KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M6

Unter den Phänomenen der natürlichen Welt war es bekanntlich der menschliche Organismus, dem die Griechen die meiste Aufmerksamkeit geschenkt haben – erst recht in der Bildkunst: Nicht Bauten, nicht Landschaft, nicht Himmel füllen die Bilder auf griechischen Vasen der archaischen und klassischen Zeit. Gleichwohl kommen einzelne elementare und vegetabile Phänomene unserer Umwelt hier vor: Feuer, Wasser, Luft, Felsen und Gewächse. Im Seminar werden wir intensiv der Frage nachgehen, wie und mit welchen Veränderungen diese Phänomene in der frühgriechischen bis klassischen Malerei gegenständlich charakterisiert und formal gestaltet wurden. In Auseinandersetzung mit der Dissertation von Nikolaus Dietrich (Figur ohne Raum? Bäume und Felsen in der attischen Vasenmalerei des 6. und 5. Jhs. v. Chr., Berlin 2010) werden wir auch der seit langem diskutierten Frage nachgehen, ob diese Bildgegenstände – zunehmend – genutzt werden, um beim Betrachter ein Raumerlebnis zu erzeugen, oder ob sie formal und inhaltlich auf die einzelnen Figuren bezogen bleiben und diese spezifisch charakterisieren.

Um jedes der genannten Sujets wird sich eine kleine Arbeitsgruppe kümmern, Bildmaterial zusammenstellen und analysieren, die eigenen Beobachtungen coram publico vorstellen und mit den Thesen von Dietrich vergleichen.

Einführende Literatur:archäologisch:Überblicke: E. Pfuhl, Malerei und Zeichnung der Griechen (1923) §327ff. §409; K. Schefold, Die Griechen und ihre Nachbarn, PropKG (1967) 37-46;Einzeluntersuchungen: M. Heinemann, Landschaftliche Elemente in der griechischen Kunst bis Polygnot(1910); A. Schober, Die Landschaft in der Antiken Kunst (1923); A. Pfitzner, Die Funktion des landschaftlichen Elementes in der streng rotfigurigen griechischen Vasenmalerei (1937); J. M. Hurwit, The representation of nature in early greek art, in: D. Buitron-Oliver (Hrsg.), New perspectives in early greek art (1991) 33-62; G. Hedreen, Capturing Troy. The Narrative Functions of Landscape in Archaic and Early Classical Greek Art (2001); N. Himmelmann, Grundlagen der griechischen Pflanzendarstellung (2005).Philologisch: W. Elliger, Die Darstellung der Landschaft in der griechischen Dichtung (1975);O. Gigon, Der Begriff der Natur im griechischen Denken, in: J. Dummer – M. Kunze (Hrsg.), Antikenrezeption, Antikenverhältnis, Antikenbegegnung in Vergangenheit und Gegenwart (1983), 13-27.


 


ÜBUNGEN GRUNDSTUDIUM

Dr. Evangelia Kelperi

Tempelbau und Mythenbild: Bauskulptur am Parthenon

Mi 14.15 - 15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 23.04.2014)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis III: Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Der Parthenon ist ein antiker Tempel auf dem Gipfelplateau der athenischen Akropolis. Über Jahrhunderte liegen die Urteile über dieses Gebäude im Bereich des Superlativen: „Etwas wie ihn hat es nirgends und niemals sonst gegeben“ schrieb der berühmte Architekt der europäischen Moderne Le Corbusier 1923 in seinem Manifest „Vers un architecture“. Der Parthenon macht den Ort Athen immer noch für viele einer Reise wert. In Zeitungen und Büchern werden der Besuch und die Schau des Tempels wie eine Pilgerfahrt beschrieben, oft mit extremen Gefühlsausbrüchen, wie z.B. Weinen, bei seinem Anblick.

In seiner ursprünglichen Funktion war der Parthenon der Göttin Athena geweiht, der Schutzpatronin der Stadt Athen. Er ist im 5. Jh. v. Chr. errichtet worden, in der Zeit der ersten antiken Demokratie, als ein besonders repräsentatives Gebäude mit reichem bildnerischen Schmuck, das das kolossale Goldelfenbeinbild der Athena Parthenos beherbergte. Seine Architektur wurde mit zahlreichen optischen Effekten gestaltet, die dem gewaltigen Bau Raffinement und Eleganz verliehen. Sorgfältige Vermessungen und Beobachtungen haben verifiziert, dass vertikale und horizontale Linien vermieden wurden zugunsten von leichten Schrägen und Kurven, welche der monumentalen Strenge entgegen wirkten. Von seiner Entstehungszeit an hat der Parthenon einen enormen Eindruck hervorgerufen, er wurde bereits in der Antike das Symbol der Polis Athen, die sich in der Zeit des Baus zu einer großen Macht innerhalb Griechenlands entwickelt hatte.

In dieser Übung werden wir uns mit dem architektonischen Konzept des Tempels beschäftigen und vor allem seine Funktion und seinen figürlichen Schmuck untersuchen.

Voraussetzung für die Teilnahme an der abschließenden Modulklausur: regelmäßige und aktive Teilnahme, Kurzreferat.

Einführende Literatur: F. Brommer, Die Parthenon-Skulpturen: Metopen, Fries, Giebel, Kultbild (Mainz 1982); P. Tournikiotis, The Parthenon and its impact on modern times (Athen 1994); M. Beard, Der Parthenon (Stuttgart 2009); M.B. Cosmopoulos, The Parthenon and its sculptures (Cambridge 2004); B. Fehr, Becoming democrates and wives: Civic education and female socialization on the Parthenon frieze (Zürich 2011).


Dr. Marta Scarrone

Haus und Wohnen in der Antike

Mi 16.15-17.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 23.04.2014)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis III: Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

In den letzten Jahrzehnten hat das Thema des antiken Hauses zusehends das Interesse der Forschung erweckt. Nicht selten aber wurden dabei Thesen aufgestellt, die sich eher modernen Konstrukten verdanken als einer Auseinandersetzung mit den tatsächlichen archäologischen Befunden.

Die Übung will auf Grund einer Auswahl von Ausgrabungen (und daneben von einschlägigen textlichen und ikonographischen Quellen) die Grundlagen zum Verständnis des antiken Hauses vermitteln und seine architektonische und planimetrische Entwicklung in ihren historischen, geographischen und sozialen Kontexten analysieren. Nach einer kurzen Einleitung über das Megaron und die mykenischen Paläste werden wir die Häuserformen in der geometrischen Zeit, die Tyrannen-Paläste und die Entstehung der Andron-Kultur in archaischer Zeit, die Pastas- oder Prostas-Häuser in klassischer Zeit und die hellenistischen Perystilien-Häuser und Königspaläste bis hin zu den hellenistischen-römischen Domus und Villen untersuchen und diskutieren.

Studienleistung: regelmäßige und aktive Teilnahme; Lektüreaufgaben, Kurzreferate u. ä.

Einführende Literatur: W. Hoepfner, Geschichte des Wohnens (Stuttgart 1999); W. Hoepfner – E.L. Schwandner, Haus und Stadt im klassischen Griechenland (München 1994); M. Kiderlen, Megale Oikia (Hürth 1995); L.C. Nevett, House and society in the ancient Greek world (Cambridge 2001); A. Ault, The Excavations at Ancient Halieis (Bloomington 2005) 1-4; T. Wiegand, Priene (Berlin 1904); N. Cahill, Household and City Organisation at Olynthus (New Haven 2002); D. M.Robinson-J.W.Graham, The Hellenic House. Olynthus VIII (Baltimore 1938); M. Trümper, Wohnen in Delos.Eine baugeschichtliche Untersuchung zum Wandel der Wohnkultur in hellenistischer Zeit (Rahden 1998); I. Nielsen, Hellenistic Palaces (Aarhus 1994); W. Hoepfner (Hrsg.), Basileia. Die Paläste der hellenistischen Könige (Mainz 1996).

 

Ulrike Wolf, M.A.

Einführung in die griechische Architektur

Di 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 22.04.2014)

Basismodul: Methodische Grundlagen u. Materialkenntnis III: Architektur, Topographie, Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Hört man den Begriff ‚Griechische Architektur‘, so denkt man schnell an die großen Tempel der klassischen Zeit oder auch an die bekannten antiken Theater. Doch wie gestaltete sich der Weg dorthin? Wann begann eine funktionale Differenzierung von Bauwerken? Welche Gebäudeformen sind uns aus der Antike bekannt und in welchem Kontext stehen Sie? Lassen sich private, öffentliche und sakrale Bauten im Befund immer eindeutig unterscheiden? Diese Fragen werden die erste Hälfte der Übung bestimmen. Im zweiten Teil werden einzelne öffentliche und sakrale Bauwerke exemplarisch vorgestellt. Was sind Alleinstellungs­merkmale und was Unterscheidungskriterien zu anderen Gebäuden desselben Kontexts? Lassen sich funktionale Änderungen am veränderten Befund ablesen, bzw. wie bestimmt die Funktion die Architektur?

Die Studienleistung ergibt sich durch Mitarbeit, vorbereitende Leseaufgaben und Kurzreferate.

Einführende Literatur: T. Hölscher (Hrsg.), Grundwissen Klassische Archäologie (2002); W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Antike; F. Kolb, Die Stadt im Altertum (2005).

ÜBUNGEN HAUPTSTUDIUM

PD Dr. Axel Filges

Griechische und römische Tempelfriese

Do 12.15 - 13.45 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 24.04.2014)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und ihre Kontexte II: Flächenkunst KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M6

In der Übung zum Modul Flächenkunst werden diverse figürliche bzw. dekorative Tempelfriese von der archaischen Zeit bis in die römische Kaiserzeit im Plenum analysiert, wobei die Sitzungen jeweils von einer ‚Expertengruppe‘ geleitet werden. Als Beispiele seien stellvertretend die Friese von Prinias/Kreta, Assos, Hephaistaion/Athen, Athena Nike/Athen, Erechtheion/Athen, Bassai/Phigalia, Magnesia, Lagina, Apollo Sosianus/Rom und solche der römischen Kaiserzeit wie der Podiumsfries am Hadrianeum/Rom oder die Rankenfriese kaiserzeitlicher Tempel genannt.

In den Sitzungen sollen durch gemeinsame Überlegungen Thema, Komposition, Stil, Bezug zur Tempelgottheit und zur lokalen Historie und Ort/Anbringung am Baukörper eruiert werden. In Zusammenschauen zur Mitte des Semesters und am Ende können durch den syn- und diachronen Vergleich Beliebtheit und regionale Verteilung von Themen und Darstellungsweisen bei Tempelfriesen herausgearbeitet werden. Denkmälerkenntnis, stilkritisches Arbeiten, aber auch die Fähigkeit zu vergleichendem Sehen und Bewerten können in der Veranstaltung erworben werden.

In der Übung soll versucht werden, Elemente wie Themenauswahl, Sitzungsplanung und Moderation im Plenum durchzuführen bzw. Aufgaben zu verteilen, um hierdurch einen Teil der universitären Praxis en passant einzuüben.

Als Studienleistungen gilt die Vorbereitung und Durchführung einer Sitzung mit Präsentation und Moderation. Teil der Modulprüfung ist die Beantwortung von Fragen zur Thematik der Übung.

Einführende Literatur: Übergreifende Darstellungen existieren kaum: G. Rodenwaldt, Das Relief bei den Griechen (Berlin) 37-45; F. Felten, Griechische tektonische Friese archaischer und klassischer Zeit (Waldsassen 1984); T. Osada, Stilentwicklung hellenistischer Relieffriese (Frankfurt a.M. 1993); H. Knell, Mythos und Polis. Bildprogramme griechischer Bauskulptur (Darmstadt 1990); G. Schörner, Römische Rankenfriese (Mainz 1995); daneben gibt es viele Einzeluntersuchungen, als Beispiel sei hier nur P. Baumeister, Der Fries des Hekateion von Lagina (Istanbul 2007) genannt.


Prof. Dr. Wulf Raeck, Prof. Dr. Frank Bernstein

Athen im fünften Jahrhundert v. Chr. - Archäologie und Geschichte

Di 16.15 - 17.45 Uhr, Raum 454 (Beginn: 22.04.2014)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und ihre Kontexte II: Flächenkunst KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M6

Das 5. Jh. v. Chr. war für Athen als die kulturelle und lange auch politisch führende Polis der griechischen Welt eine Zeit tiefgreifender Veränderungen in allen Bereichen: Außenpolitisch die Abwehr der persischen Invasion, der Aufstieg zur Hegemonialmacht und die völlige Niederlage im Peloponnesischen Krieg; innenpolitisch-gesellschaftlich die Entwicklung und Ausformung der demokratischen Staatsform; kulturell die Sophistik, die Hervorbringung der klassischen Literatur (Drama, Geschichtsschreibung) und die Entwicklung der klassischen aus der archaischen Kunst mit den Akropolisbauten als bekanntesten Monumenten. Eine aus Sicht der Klassischen Archäologie zentrale über­greifende Frage gilt dem Zusammenhang zwischen den skizzierten historischen Rahmenbedingungen und den zeittypischen Merkmalen der hochklassischen Kunst Athens. Für Studierende der Klassischen Archäologie ist die Veranstaltung als Übung ausgewiesen, deren Ziel lt. Studienordnung u. a. die „Einübung bestimmter wissenschaftlicher… Fähigkeiten und Arbeitsmethoden“, in diesem Fall der kritischen und vergleichenden Lektüre von Forschungsliteratur, ist. Die Grundlagen (Denkmälerkenntnis, historischer Rahmen, Stilentwicklung) werden als bekannt vorausgesetzt. In diesem Zusammenhang sei neben der einführenden Literatur auf die Vorlesung „Bauten und Bilder des klassischen Athen“ (Mi 10-12, IG 311) verwiesen.

Einführende Literatur :P. Funke,Athen in klassischer Zeit, München 1999; H.-J. Gehrke / U. Gotter, Revolution des Poltischen: Glanz und Elend der athenischen Demokratie, in:Die griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Berlin 2002, 166–172; T. Hölscher,Die griechische Kunst, München 2007, bes. 57–94;L. Schneider, Der Parthenonfries – Selbstbewusstsein und kollektive Identität, in: E. Stein-Hölkeskamp / K.-J. Hölkeskamp (Hrsgg.),Die griechische Welt. Erinnerungsorte der Antike, München 2010, 244–258.


Dr. Marta Scarrone

Dem Künstler auf der Spur: Die Meister in der griechischen Vasenmalerei

Di 10.15 - 11.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 22.04.2014)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und ihre Kontexte II: Flächenkunst KLA-BA-HF-M10; KLA-BA-NF-M6

Die sogenannte attributionistische Methode (oder Morellis Methode), die Hände von Künstlern auf Grund stilistischer Eigenheiten identifiziert, wird in der Forschung z.T. unterschätzt und als eine Art connoisseurship betrachtet. Tatsächlich bildet sie aber eine wichtige Methode der Archäologie. Nachdem sie zuerst in der Kunstgeschichte verwendet wurde, wird sie in der Archäologie vor allem im Bereich der Vasenmalerei angewendet und ist eng mit dem Namen von John Davidson Beazley (1885-1970) verbunden, dessen Werk eine Zäsur in der Geschichte der Vasenforschung markiert.Die Übung hat das Ziel, die Anwendung der attributionistischen Methode auf dem Gebiet der griechischen Vasenmalerei zu untersuchen und zu testen. Nach einer historischen Einleitung werden wir anhand dieser Methode wichtige Künstlerpersönlichkeiten und ihre Werkstätten (z.B. Euphronios, Douris, Kleophon-Maler, Meidias-Maler) von archaischer bis spätklassischer Zeit analysieren. Studienleistung: regelmäßige und aktive Teilnahme; Lektüreaufgaben, Kurzreferate u. ä.

Einführende Literatur: J.D. Beazley, Citharoedus, JHS 42, 1922, 70-98; D.C. Kurtz, The Berlin Painter (Oxford 1983); D.C. Kurtz, Beazley and the Connoisseurship of Greek Vases, in Greek Vases in the J. Paul Getty Museum 3, 1985, 237- 250; C. Isler-Kerényi, J.D. Beazley e la ceramologia, NumAntCl 9, 1985, 7-23; M. Vickers - D. Gills, Artful Crafts. Ancient Greek Silverware and Pottery (Oxford 1994); D. von Kanel, Die archaische Keramik aus dem Malophoros-Heiligtum in Selinunt (Berlin 1995) passim; D. Williams,Refiguring Attic Red-Figure.A Review Article, RA 1996, 2, 227-252;B. A. Sparkes, The Red and The Black (London 1996); Papers on the Amasis Painter and his World (Malibu 1987) 184 ff.


ÜBUNG PRAXISMODUL

Dr. Ursula Mandel

Vorbereitung der Jubiläumsausstellung 2014 des Instituts für Archäologische Wissenschaften I

Termine nach Absprache der Teilnehmer, Vorbesprechung Do, 24.04.2014, 10.15 Uhr, Skulpturensaal 7.511

Praxismodul KLA-BA-HF-M13 (offen für Interessierte anderer Studiengänge)


Michaela Dirschlmayer

Vorbereitung der Jubiläumsausstellung 2014 des Instituts für Archäologische Wissenschaften II

(überwiegend in der vorlesungs­freien Zeit)

Termine nach Absprache der Teilnehmer, Vorbesprechung Do, 24.04.2014, 10.15 Uhr, Skulpturensaal 7.511

Praxismodul KLA-BA-HF-M13 (offen für Interessierte anderer Studiengänge)

Die Übungen, die auch unabhängig voneinander besucht werden können, dienen der Vorbereitung der klassischen „Station“ und ihres Umfeldes in der gemeinsamen Ausstellung der Archäologien „Vom Objekt zur Kulturgeschichte“. Inhalte unserer Station sind: Zwei attisch-weißgrundige Grab­lekythen der Originalsammlung; die wissenschaftliche Persönlichkeit des ersten Lehrstuhl­inhabers Hans Schrader; die Geschichte der Frankfurter Abguss-Sammlung. In Absprache mit dem für die Ausstellungsgestaltung zuständigen Grafiker-/Designerteam werden wir die Begleitmedien er­arbeiten (örtliches Leitsystem, Flyer, Blog, Broschüre) sowie die Objektbeschriftungen, Bilder und Texte für die Ausstellung selbst. Zur Jubiläumsfestwoche der Universität im Juli soll unsere Arbeit „in progress“ öffentlich vorgestellt werden. Die anschließende Blockveranstaltung dient darüber hinaus dem konkreten Aufbau der Ausstellung im Skulpturensaal, die am 21.10.2014 eröffnet wird.




Kolloquium für Hauptfachstudierende

Prof. Dr. Wulf Raeck

Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Do 18.15-19.45 Uhr, Raum 5.501 (Termine und Beginn s. Aushang)

Kolloquiumsmodul: Präsentationen, Moderation und Kritik  KLA-BA-HF-M14

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.



Exkursion

PD Dr. Axel Filges / Dr. Ursula Mandel / Prof. Dr. Wulf Raeck / Dr. Marta Scarrone

Kurz-Exkursionen B.A.

(n. V., s. Aushang)

Museumsmodul I + II KLA-BA-HF-M6; KLA-BA-HF-M12

Die Termine und Ziele der Kurz-Exkursionen als obligatorischen Bestandteilen (je 1 Kurz-Exkursion) der Grundstudiumsmodule werden zu Beginn des Sommersemesters bekanntgegeben (Aushänge!).


Tutorien

Sebastian Gampe

Tutorium zur Übung " Vorbereitung der Jubiläumsausstellung des Instituts für Archäologische Wissenschaften 2014"

Termine werden noch bekannt, Raum 7.511

Aufbaumodul: Praxismodul KLA-BA-HF-M13; KLA-BA-NF-M6





MAG-Studiengang


Vorlesung

Prof. Dr. Wulf Raeck

Bauten und Bilder des klassischen Athen

Mi 10.15-11.45 Uhr, Raum 311 (Beginn: 23.04.2014)

HAUPTSTUDIUM Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Das Athen des 5. und in geringerem Maße auch des 4. Jhs. v. Chr. war für die Zeitgenossen ebenso wie für spätere Phasen sowohl der Antike als auch der Neuzeit der kulturelle Maßstab schlechthin. Die Kenntnis seiner Architektur und Bildkunst gehört daher zu den Grundlagen des Faches. In der Vorlesung sollen der Kenntnis- und Forschungsstand zu den wichtigsten athenischen Bauten, Denkmälern und Bildmedien vorgestellt sowie unterschiedliche Forschungs­meinungen zu wichtigen Themen besprochen werden. Das Thema ist auch im Hinblick auf die gemeinsame Ver­anstaltung mit F. Bernstein „Athen im 5. Jh. v. Chr. – Archäologie und Geschichte“ festgelegt worden.

Einführende Literatur: J. M. Camp, The Archaeology of Athens.New Haven 2001; T. Hölscher,Die griechische Kunst, München 2007, bes. 57–94.


SEMINARE

PD Dr. Axel Filges

Römische Grabreliefs

Mo 10.15 - 11.45 Uhr, Raum 4.501 (Beginn: 28.04.2014)

Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Von den bekannteren griechischen Grabreliefs unterscheiden sich die römischen Vertreter grundsätzlich. Schon die typologische Vielzahl der reliefgeschmückten Kleinmonumente wie Graburnen, -altäre und -stelen als auch relief­verzierte Sepulkralbauten, die hier alle unter dem Oberbegriff ‚römische Grabreliefs‘ subsummiert werden, zeigt eine erstaunliche Differenzierung. Auch die Thematik der Reliefs reicht von Porträtdarstellungen bis zu Geräten des Grabkults und vegetabilem Dekor. Die bildlichen Zeichen dienen der Repräsentation der Verstorbenen und der Hinterbliebenen, beziehen sich auf den Totenkult oder stellen Aspekte von Heilserwartungen dar. Der Großteil der Denkmäler stammt aus der Stadt Rom, viele Exemplare mit zum Teil eigenen Darstellungskonventionen aber auch aus dem gesamtitalischen Raum.

Anhand der Denkmalgruppen aus dem Bereich der Flächenkunst soll die typologische und stilistische Entwicklung von Grabdenkmälern und deren Ausgestaltung herausgearbeitet werden. Daneben stehen Fragen nach dem Stellenwert solcher Monumente in der römisch-italischen Kultur und den gruppenspezifischen Repräsentationsformen der verschiedenen römischen Gesellschaftsschichten im Focus.

Als Studienleistung sind Gruppenreferate zu Einzelmonumenten bzw. Objektgruppen geplant; eine Hausarbeit stellt die Prüfungsleistung dar.

Einführende Literatur: P. Schollmeyer, Römische Plastik. Eine Einführung (Mainz 2005) 93-97; D. E. E. Kleiner, Roman Imperial Funerary Altars with Portrait (Rom 1987); dies., Roman Group Portraiture. The Funerary Reliefs of the Late Republic and Early Empire (New York 1977); D. Boschung, Antike Grabaltäre aus den Nekropolen Roms (Bern 1987); V. Kockel, Porträtreliefs stadtrömischer Grabbauten (Mainz 1993); F. Sinn, Stadtrömische Marmorurnen (Mainz 1987); H. G. Frenz, Untersuchungen zu den frühen römischen Grabreliefs (Frankfurt a.M. 1977); ders., Römische Grabreliefs in Mittel- und Süditalien (Rom 1985); H. Pflug, Römische Porträtstelen in Oberitalien (Mainz 1989).

Dr. Ursula Mandel

Naturphänomene in der griechischen Flächenkunst

Fr 10.15-11.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 25.04.2014)

HAUPTSTUDIUM Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Unter den Phänomenen der natürlichen Welt war es bekanntlich der menschliche Organismus, dem die Griechen die meiste Aufmerksamkeit geschenkt haben – erst recht in der Bildkunst: Nicht Bauten, nicht Landschaft, nicht Himmel füllen die Bilder auf griechischen Vasen der archaischen und klassischen Zeit. Gleichwohl kommen einzelne elementare und vegetabile Phänomene unserer Umwelt hier vor: Feuer, Wasser, Luft, Felsen und Gewächse. Im Seminar werden wir intensiv der Frage nachgehen, wie und mit welchen Veränderungen diese Phänomene in der frühgriechischen bis klassischen Malerei gegenständlich charakterisiert und formal gestaltet wurden. In Auseinandersetzung mit der Dissertation von Nikolaus Dietrich (Figur ohne Raum? Bäume und Felsen in der attischen Vasenmalerei des 6. und 5. Jhs. v. Chr., Berlin 2010) werden wir auch der seit langem diskutierten Frage nachgehen, ob diese Bildgegenstände – zunehmend – genutzt werden, um beim Betrachter ein Raumerlebnis zu erzeugen, oder ob sie formal und inhaltlich auf die einzelnen Figuren bezogen bleiben und diese spezifisch charakterisieren.

Um jedes der genannten Sujets wird sich eine kleine Arbeitsgruppe kümmern, Bildmaterial zusammenstellen und analysieren, die eigenen Beobachtungen coram publico vorstellen und mit den Thesen von Dietrich vergleichen.

Einführende Literatur:archäologisch:Überblicke: E. Pfuhl, Malerei und Zeichnung der Griechen (1923) §327ff. §409; K. Schefold, Die Griechen und ihre Nachbarn, PropKG (1967) 37-46;Einzeluntersuchungen: M. Heinemann, Landschaftliche Elemente in der griechischen Kunst bis Polygnot(1910); A. Schober, Die Landschaft in der Antiken Kunst (1923); A. Pfitzner, Die Funktion des landschaftlichen Elementes in der streng rotfigurigen griechischen Vasenmalerei (1937); J. M. Hurwit, The representation of nature in early greek art, in: D. Buitron-Oliver (Hrsg.), New perspectives in early greek art (1991) 33-62; G. Hedreen, Capturing Troy. The Narrative Functions of Landscape in Archaic and Early Classical Greek Art (2001); N. Himmelmann, Grundlagen der griechischen Pflanzendarstellung (2005).Philologisch: W. Elliger, Die Darstellung der Landschaft in der griechischen Dichtung (1975);O. Gigon, Der Begriff der Natur im griechischen Denken, in: J. Dummer – M. Kunze (Hrsg.), Antikenrezeption, Antikenverhältnis, Antikenbegegnung in Vergangenheit und Gegenwart (1983), 13-27.


ÜBUNGEN

Prof. Dr. Wulf Raeck, Prof. Dr. Frank Bernstein

Athen im fünften Jahrhundert v. Chr. - Archäologie und Geschichte

Di 16.15 - 17.45 Uhr, Raum 454 (Beginn: 22.04.2014)

HAUPTSTUDIUM Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Das 5. Jh. v. Chr. war für Athen als die kulturelle und lange auch politisch führende Polis der griechischen Welt eine Zeit tiefgreifender Veränderungen in allen Bereichen: Außenpolitisch die Abwehr der persischen Invasion, der Aufstieg zur Hegemonialmacht und die völlige Niederlage im Peloponnesischen Krieg; innenpolitisch-gesellschaftlich die Entwicklung und Ausformung der demokratischen Staatsform; kulturell die Sophistik, die Hervorbringung der klassischen Literatur (Drama, Geschichtsschreibung) und die Entwicklung der klassischen aus der archaischen Kunst mit den Akropolisbauten als bekanntesten Monumenten. Eine aus Sicht der Klassischen Archäologie zentrale über­greifende Frage gilt dem Zusammenhang zwischen den skizzierten historischen Rahmenbedingungen und den zeittypischen Merkmalen der hochklassischen Kunst Athens. Für Studierende der Klassischen Archäologie ist die Veranstaltung als Übung ausgewiesen, deren Ziel lt. Studienordnung u. a. die „Einübung bestimmter wissenschaftlicher… Fähigkeiten und Arbeitsmethoden“, in diesem Fall der kritischen und vergleichenden Lektüre von Forschungsliteratur, ist. Die Grundlagen (Denkmälerkenntnis, historischer Rahmen, Stilentwicklung) werden als bekannt vorausgesetzt. In diesem Zusammenhang sei neben der einführenden Literatur auf die Vorlesung „Bauten und Bilder des klassischen Athen“ (Mi 10-12, IG 311) verwiesen.

Einführende Literatur :P. Funke,Athen in klassischer Zeit, München 1999; H.-J. Gehrke / U. Gotter, Revolution des Poltischen: Glanz und Elend der athenischen Demokratie, in:Die griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Berlin 2002, 166–172; T. Hölscher,Die griechische Kunst, München 2007, bes. 57–94;L. Schneider, Der Parthenonfries – Selbstbewusstsein und kollektive Identität, in: E. Stein-Hölkeskamp / K.-J. Hölkeskamp (Hrsgg.),Die griechische Welt. Erinnerungsorte der Antike, München 2010, 244–258.

PD Dr. Axel Filges

Griechische und römische Tempelfriese

Do 12.15 - 13.45 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 24.04.2014)

HAUPTSTUDIUM Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

In der Übung zum Modul Flächenkunst werden diverse figürliche bzw. dekorative Tempelfriese von der archaischen Zeit bis in die römische Kaiserzeit im Plenum analysiert, wobei die Sitzungen jeweils von einer ‚Expertengruppe‘ geleitet werden. Als Beispiele seien stellvertretend die Friese von Prinias/Kreta, Assos, Hephaistaion/Athen, Athena Nike/Athen, Erechtheion/Athen, Bassai/Phigalia, Magnesia, Lagina, Apollo Sosianus/Rom und solche der römischen Kaiserzeit wie der Podiumsfries am Hadrianeum/Rom oder die Rankenfriese kaiserzeitlicher Tempel genannt.

In den Sitzungen sollen durch gemeinsame Überlegungen Thema, Komposition, Stil, Bezug zur Tempelgottheit und zur lokalen Historie und Ort/Anbringung am Baukörper eruiert werden. In Zusammenschauen zur Mitte des Semesters und am Ende können durch den syn- und diachronen Vergleich Beliebtheit und regionale Verteilung von Themen und Darstellungsweisen bei Tempelfriesen herausgearbeitet werden. Denkmälerkenntnis, stilkritisches Arbeiten, aber auch die Fähigkeit zu vergleichendem Sehen und Bewerten können in der Veranstaltung erworben werden.

In der Übung soll versucht werden, Elemente wie Themenauswahl, Sitzungsplanung und Moderation im Plenum durchzuführen bzw. Aufgaben zu verteilen, um hierdurch einen Teil der universitären Praxis en passant einzuüben.

Als Studienleistungen gilt die Vorbereitung und Durchführung einer Sitzung mit Präsentation und Moderation. Teil der Modulprüfung ist die Beantwortung von Fragen zur Thematik der Übung.

Einführende Literatur: Übergreifende Darstellungen existieren kaum: G. Rodenwaldt, Das Relief bei den Griechen (Berlin) 37-45; F. Felten, Griechische tektonische Friese archaischer und klassischer Zeit (Waldsassen 1984); T. Osada, Stilentwicklung hellenistischer Relieffriese (Frankfurt a.M. 1993); H. Knell, Mythos und Polis. Bildprogramme griechischer Bauskulptur (Darmstadt 1990); G. Schörner, Römische Rankenfriese (Mainz 1995); daneben gibt es viele Einzeluntersuchungen, als Beispiel sei hier nur P. Baumeister, Der Fries des Hekateion von Lagina (Istanbul 2007) genannt.

Dr. Marta Scarrone

Dem Künstler auf der Spur: Die Meister in der griechischen Vasenmalerei

Di 10.15-11.45 Uhr, Raum 5.501, (Beginn: 22.04.2014)

HAUPTSTUDIUM Flächenkunst KLA-MAG-HF-M10; KLA-MAG-NF-M9

Die sogenannte attributionistische Methode (oder Morellis Methode), die Hände von Künstlern auf Grund stilistischer Eigenheiten identifiziert, wird in der Forschung z.T. unterschätzt und als eine Art connoisseurship betrachtet. Tatsächlich bildet sie aber eine wichtige Methode der Archäologie. Nachdem sie zuerst in der Kunstgeschichte verwendet wurde, wird sie in der Archäologie vor allem im Bereich der Vasenmalerei angewendet und ist eng mit dem Namen von John Davidson Beazley (1885-1970) verbunden, dessen Werk eine Zäsur in der Geschichte der Vasenforschung markiert.Die Übung hat das Ziel, die Anwendung der attributionistischen Methode auf dem Gebiet der griechischen Vasenmalerei zu untersuchen und zu testen. Nach einer historischen Einleitung werden wir anhand dieser Methode wichtige Künstlerpersönlichkeiten und ihre Werkstätten (z.B. Euphronios, Douris, Kleophon-Maler, Meidias-Maler) von archaischer bis spätklassischer Zeit analysieren. Studienleistung: regelmäßige und aktive Teilnahme; Lektüreaufgaben, Kurzreferate u. ä.

Einführende Literatur: J.D. Beazley, Citharoedus, JHS 42, 1922, 70-98; D.C. Kurtz, The Berlin Painter (Oxford 1983); D.C. Kurtz, Beazley and the Connoisseurship of Greek Vases, in Greek Vases in the J. Paul Getty Museum 3, 1985, 237- 250; C. Isler-Kerényi, J.D. Beazley e la ceramologia, NumAntCl 9, 1985, 7-23; M. Vickers - D. Gills, Artful Crafts. Ancient Greek Silverware and Pottery (Oxford 1994); D. von Kanel, Die archaische Keramik aus dem Malophoros-Heiligtum in Selinunt (Berlin 1995) passim; D. Williams,Refiguring Attic Red-Figure.A Review Article, RA 1996, 2, 227-252;B. A. Sparkes, The Red and The Black (London 1996); Papers on the Amasis Painter and his World (Malibu 1987) 184 ff.


Kolloquium für Hauptfachstudierende

Prof. Dr. Wulf Raeck                                                           

Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Do 18.15-19.45 Uhr, Raum 5.501 (Termine und Beginn s. Aushang)

Kolloquiumsmodul KLA-MAG-HF-M13

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.