Vorlesungsverzeichnis


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Studiengang Klassische Archäologie SoSe 2016

 

Vorbemerkungen

 

- Vorlesungen sind unverzichtbare Instrumente der Orientierung im Fach. Die in ihnen behandelten Themen werden in  Zukunft verstärkt bei der Auswahl von Prüfungsstoffen berücksichtigt.

 

-  Der Besuch der Vorträge im Rahmen des Kolloquiums „Neue archäologische Funde und Forschungen“ sollte für Hauptfachstudierende selbstverständlich sein. Hier besteht oft die Gelegenheit, Themen und Methoden kennenzulernen, die im Rahmen des Studiums nicht oder nur am Rande zur Sprache kommen, und auswärtige Vortragende persönlich kennenzulernen.

 

- Bachelorstudiengang: Mit Ende des Sommersemesters 2011/2012 wird der bisherige modularisierte Magisterstudiengang Klassische Archäologie für Studienanfänger eingestellt. An dessen Stelle tritt für Neuimmatrikulierte der Bachelorstudiengang Klassische Archäologie. Das Lehrangebot für die Magisterstudiengänge wird weiterhin aufrechterhalten.

 

Semestereinführung für Studienanfänger Klassische Archäologie:

Studierende der Klassischen Archäologie (‚Institutsgruppe‘, stud. Hilfskräfte)

Mi 13. April 2016, 10.15 Uhr, Raum 5.551

Ziel der Veranstaltung ist es, dem Studienanfänger einen ersten Einblick in die Gegebenheiten des Instituts und des Studiums zu geben. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

 

Obligatorische Studienberatung möglichst vor Semesterbeginn oder in der ersten Vorlesungswoche: Alle Studienanfänger müssen zuBeginn des Grundstudiums eine Studien­beratung in Anspruch nehmen und sich bescheinigen lassen (bei PD Dr. Axel Filges oder Dr. Marta Scarrone); das Gleiche gilt zuBeginn des Hauptstudiums.

 

B.A.-Studiengang

 

PROPAEDEUTIK

 

Prof. Dr. Fleur Kemmers u. a.

Propaedeuticum Archaeologicum II

Mo 18.15-19.45 Uhr, EG 311 (Beginn: 25.04.2016)

Gemeinsames archäologisches Propaedeuticum KLA-BA-HF-M1

Ziel des Propaedeuticums (und des begleitenden Tutoriums, s. dort) ist es, Fragestellungen, Zielsetzungen, Arbeitstechniken und Methoden der archäologischen Wissenschaften, soweit sie am Institut für Archäologische Wissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität vertreten sind, und der Archäometrie kennen zu lernen. In den Veranstaltungen werden demzufolge die folgenden Haupt- und Nebenfachstudiengänge vorgestellt: Archäologie und Kulturgeschichte des Alten Orients; Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen; Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike; Archäometrie; Klassische Archäologie; Vor- und frühgeschichtliche Archäologie (s. Kommentierte Vorlesungsverzeichnisse der Abt. II und III).

 

N.N.

Tutorium zum „Propaedeuticum Archaeologicum II“

Mi 8.30-10 oder Fr 14.15-15.45 Raum 5.501 bzw. 5.401 Beginn: s. Aushang

Bitte in die bei Abt. II ausliegenden Listen eintragen!

Gemeinsames archäologisches Propaedeuticum KLA-BA-HF-M1

Die das Propaedeuticum Archaeologicum (s. dort) begleitenden Tutorien vertiefen die dort dargestellten Inhalte, geben Anleitungen zu ersten wissenschaftlichen Arbeiten und führen in die fachspezifischen Hilfsmittel ein. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, das Modul in den ersten beiden Semestern zu belegen (Teil I jeweils im Wintersemester, Teil II jeweils im Sommersemester).


VORLESUNG

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Antike Siegesdenkmäler. Militärische Erfolge und öffentliche Repräsentation in Griechenland und Rom

Mi 10.15-11.45 Uhr, Raum 311 (Beginn: 27.04.2016)

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis III: Architektur – Topographie – Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und ihre Kontexte I: Skulptur – Plastik KLA-BA-HF-M9; KLA-BA-NF-M5

Der ‚agonale Charakter’ antiker Gesellschaften ist ein vielbenutzter Topos. Siegesruhm und Siegesgedenken spielen in der griechischen und römischen Kultur eine dementsprechend große Rolle. In der Bilderwelt nehmen Darstellungen von Siegen und Siegern sowie Monumente für deren memoria breiten Raum ein. In der Vorlesung sollen diese Denkmäler diachron und synchron untersucht und sowohl in ihrer historischen Entwicklung als auch in ihrer spezifischen Medialität untersucht werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Denkmälern für militärische Erfolge und auf deren Funktion in den Herrschafts-, Macht- und Legitimationsdiskursen ihrer jeweiligen Zeit.

Einführende Literatur: Hölscher, T.: Römisches Siegesdenkmäler der späten Republik, in: Tainia. Festschrift Roland Hampe (1980) 351-371; Schmuhl, Y.: Römische Siegesmonumente republikanischer Zeit. Untersuchungen zu Ursprüngen, Erscheinungsformen und Denkmalpolitik (2008); Winkler-Horacek, L.: Sieger und Besiegte – Die großen Schlachtenanatheme der Attaliden, in: Pergamon. Panorama der antiken Metropole. Begleitbuch zur Ausstellung Berlin (2011) 138-143.

 

PROSEMINARE

 

Dr. Michaela Dirschlmayer

Topographie Athens

Do 14.15-15.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 14.04.2016)

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis III: Architektur – Topographie – Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Vor allem der klassischen, kulturellen Blüte, dem guten Erhaltungszustand antiker Baudenkmäler und der Summe literarischer und epigraphischer Zeugnisse verdankt Athen seine herausragende Stellung unter den griechischen Poleis. Bereits in archaischer Zeit mit den Reformen Solons und unter der Herrschaft der Peisistratiden verändert die Stadt ihr Gesicht. Aber auch nach ihrem Höhepunkt in klassischer Zeit – unter der Herrschaft der Makedonen und Römer – lassen die topographischen Veränderungen spannende Rückschlüsse auf Athens Stellung zu. Athens topographische Entwicklung von der prähistorischen bis in die spätantike Zeit steht in diesem Proseminar im Mittelpunkt. So wird anhand von Kurzreferaten und der Lektüre ausgewählter Texte die städtische Entwicklung Athens aufgearbeitet.

Einführende Literatur: I. Travlos, Bildlexikon zur Topographie des antiken Athen (Tübingen 1971); J. M. Hurwit, The Athenian Acropolis: history, mythology and archaeology from Neolithic era to the present (Cambridge 1999); J. Camp, Die Agora von Athen. Neue Perspektive für eine archäologische Stätte (Mainz 2009).

 

PD Dr. Axel Filges

Städte des antiken Sizilien

Di 12.15-13.45 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 19.04.2016)

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis III: Architektur – Topographie – Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Die antiken Städte Siziliens eignen sich perfekt, um die drei Elemente des Moduls, nämlich Architektur, Topographie und Grabungskontexte, in einer Veranstaltung zu thematisieren. Neben Einblicken in Siedlungsstrukturen und –lagen sowie profanen, sakralen und sepulkralen Architekturtypen lässt sich an den Städten Siziliens auch die historische Entwicklung des westlichen Mittelmeerraumes exemplarisch nachvollziehen. Nirgendwo sonst ist eine so dichte Aufeinanderfolge diverser Kulturen wie Phönizier und Punier, Griechen, Römer und indigener Völkerschaften wie den Sikulern zu beobachten. Im Proseminar werden berühmte Städte wie Syrakus, Megara Hybleia, Solunt, Segesta, Mozia, Selinunt, Agrigent, Gela, aber auch die riesige Villa bei Piazza Armerina vorgestellt. Neben einerseits inhaltlichen Lernzielen (verschiedene Siedlungstypen, Entwicklung von Tempel-, Wohnhaus- und öffentlicher Architektur, andere Denkmäler der sizilischen Städte, politische Geschichte) stehen andererseits didaktischen Methoden der Vermittlung von ‚aufbereitetem‘ Wissen im Fokus des Proseminars. Dafür sollen verschiedene Formen von Wissenserwerb und -präsentation ausprobiert werden (Referate, gemeinschaftliche Vorbereitung, Kleingruppenarbeit).

Einführende Literatur:D. Mertens, Städte und Bauten der Westgriechen (München 2005); R. Ross Holloway, The Archaeology of Ancient Sicily (London 1991); G. Pugliese Carratelli (Hrsg.), The Western Greeks (London 1996); L. Cerchai u.a. (Hrsg.), The Greek Cities of Magna Graecia and Sicily (Los Angeles 2004); K. Meister, Das griechische Sizilien. Antike Berichte für den Reisenden von heute (Zürich 1969); M. Guido, Sizilien. Studienführer zu den klassischen Städten (Stuttgart 1969).

 

Dr. Marta Scarrone

Die Foren Roms

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis III: Architektur – Topographie – Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Do 12.15-13.45 Uhr, Raum 0.457 (Beginn: 14.04.2016)

Forum Romanum, Forum Iulium, Forum Augustum, Templum Pacis, Forum Transitorium, Trajansforum: die Foren Roms sind die bedeutendsten öffentlichen Orte der antiken Stadt. Das Proseminar, das zum Basismodul Architektur-Topographie-Grabungskontexte gehört, beschäftigt sich mit der Topographie, der Architektur und der Ausstattung dieser Orte. Die Analyse der Foren unter diesen Gesichtspunkten wird es uns erlauben, die politischen, propagandistischen, religiösen, sozialen und juridischen Funktionen des Forum Romanum und der Kaiserfora in ihrer historischen Entwicklung und im Wandel zwischen Republik und Kaiserzeit zu bestimmen.

Studienleistung: regelmäßige und aktive Teilnahme; Lektüreaufgaben, Referate u. ä. 

Einführende Literatur: S.C. Freyberger, Das Forum Romanum. Spiegel der Stadtgeschichte des antiken Rom (Mainz 2009); B. Steinmann (Hrsg.), Im Zentrum der Macht. Das Forum Romanum im Modell (Erlangen 2011); P. Zanker, Forum Romanum. Die Neugestaltung durch Augustus (Tübingen 1972); P. Zanker, Forum Augustum. Das Bildprogramm (Tübingen 1970); I. Köb, Rom – Ein Stadtzentrum im Wandel. Untersuchung zur Funktion und Nutzung des Forum Romanum und der Kaiserfora in der Kaiserzeit (Hamburg 2000); R. Meneghini, Die Kaiserforen Roms (Darmstadt 2015).

 

SEMINARE

 

PD Dr. Axel Filges

Hauptwerke der Bildkunst in Unteritalien und Sizilien

Fr 8.30-10 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 15.04.2016)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und ihre Kontexte I: Skulptur – Plastik KLA-BA-HF-M9; KLA-BA-NF-M5

Bildwerke aus Griechenland, besonders Athen, aber auch aus Kleinasien sind Studierenden von der geometrischen bis in die hellenistische Epoche wohlbekannt. Wie steht es aber um die Werke, die in einem geographischen Raum gefertigt wurden, in dem diverse kulturelle Einflüsse (Phönizier, Griechen und indigener Völkerschaften) verschmolzen? So ist zu fragen, ob in Unteritalien (behandelt wird der Raum südlich von Poseidonia/Paestum) und auf Sizilien das typische Spektrum von geometrischen Kleinbronzen vorliegt, ob Kouros und Kore auch in der Magna Graecia beliebt waren, ob den festland- und ostgriechischen Prachtexemplaren vergleichbare Hauptwerke Großgriechenlands an die Seite zu stellen sind, wie die stilistisch-motivisch als auch thematisch-inhaltliche Entwicklung in den klassischen und hellenistischen Jahrhunderten verlief und wann das Ende einer regionalen Formensprache zu konstatieren ist?

Im Seminar werden ausschließlich Originale behandelt, zu denen frühe Kalksteinreliefs mit Sphingen ebenso gehören wie koroplastische und bronzene Figürchen der archaischen Zeit, berühmte Metopenbilder archaischer und klassischer Zeit (Selinus, Foce del Sele), die strengklassischen Terrakottareliefs aus Lokri, aber auch so singuläre Statuen wie der Mann von Mozia oder die Berliner Göttin. Die charakteristischen Halbkörperbüsten der eleusinischen Göttinnen werden ebenso angesprochen wie die figuren- und themenreichen Grabreliefs aus Tarent. Viele Terrakottafiguren und Marmorbilder können uns bei der Beantwortung der Frage helfen, ob im Hellenismus noch länger lokale stilistische Eigenarten auszumachen sind?

Vor dem Hintergrund der politisch-historischen Entwicklung und regionaler Entwicklungen soll ein Gesamtbild der Skulptur und Plastik der Magna Graecia vom 8. bis in das 2. Jh. v. Chr. entworfen werden. Dabei ist der Vergleich mit zeitgleichen Werken Griechenlands hilfreich, um das Verständnis für die Eigenarten der unteritalisch-sizilischen Kunstwerke zu fördern.

Einführende Literatur: U. Jantzen, Bronzewerkstätten in Großgriechenland und Sizilien (Berlin 1937); E. Langlotz, Die Kunst der Westgriechen in Sizilien und Unteritalien (München 1963); R. R. Holloway, Influences and Styles in the Later Archaic and Early Classical Greek Scultpure of Sicily and Magna Graecia (Louvain 1975); U. Steininger, Die archaische und frühklassische Großplastik Unteritaliens und ihr Verhältnis zum Mutterland (Münster 1996); S. Böhm, Dädalische Kunst Siziliens (Würzburg 2007); allgemeine Werke mit zahlreichen Beispielen: W. Fuchs, Die Skulptur der Griechen (München 1983); J. Boardman, Greek Sculpture. The Late Classical Period (London 1995) 143-186; D. G. Mitten – S. F. Doeringer, Master Bronzes from the Classical World (Cambridge/Mass. 1968).

Dr. Marta Scarrone

Skulpturen in römischen Villen

Di 10.15-11.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 19.04.2016)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und ihre Kontexte I: Skulptur – Plastik KLA-BA-HF-M9; KLA-BA-NF-M5

Wie antike Skulpturen wahrgenommen werden und welche Bedeutungen sie haben, ändert sich je nachdem, wo und in welchem Kontext sie aufgestellt sind. Das Seminar (das zum Aufbaumodul Plastik-Skulptur gehört) geht diesem Thema anhand von einem der bedeutendsten Aufstellungsorte in römischer Zeit nach: den römischen Villen, die in „privaten Kontexten“ griechische Originale, römische Kopien von griechischen Originalen und römische Skulpturen zeigen.

Mittels beispielhafter republikanischer und kaiserzeitlicher Komplexe (wie den Horti Sallustiani, der Bruttier-Villa bei Rieti, der Villa dei Papiri, der Tiberius-Villa in Sperlonga, der Villa Adriana u.a.) werden wir die Skulpturenausstattung der Villen und ihr Bildprogramm analysieren. Wir werden untersuchen, wie die römischen Villen griechische Werke in einem neuen Kontext und im Dialog mit römischen Originalen zeigen und sie neu inszenieren. Ferner werden wir uns mit der Rolle der Besitzer als Käufer auf dem Kunstmarkt und als Auftraggeber von Skulpturen beschäftigen.

Studienleistung: regelmäßige und aktive Teilnahme; Lektüreaufgaben, Referate u. ä. 

Einführende Literatur: R. Neudecker, Die Skulpturenausstattung römischer Villen in Italien (Mainz 1988); C.C. Mattusch, The Villa dei Papiri at Herculaneum (Los Angeles 2005); C.C. Mattusch (Hrsg.), Pompeii and the roman villa: art and culture around the Bay of Naples (New York 2009); C. Vorster, Die Skulpturen von Fianello Sabino: zum Beginn der Skulpturenausstattung in römischen Villen (Wiesbaden 1998); J. Raeder, Die statuarische Ausstattung der Villa Adriana bei Tivoli (Frankfurt/M. 1983); M. Wellington Gahtan (Hrsg.) Museum archetypes and collecting in the Ancient World (Leiden 2015).

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Vorbereitung der Albanien-Exkursion: Epiros und Illyrien in der Antike

Fr Blocktermine, Raum 5.501, Beginn: s. Aushang

Exkursionsmodul: Bedeutende archäologische Stätten im In- und Ausland KLA-BA-HF-M8

Zulassungsbeschränkt. Teilnahme nur nach erfolgreichen Hauptfach-Grundstudium, im Nebenfach nur im erfolgreichen fortgeschrittenen Hauptfachstudium (= kein Wahlpflichtmodul des BA-NF-Studienganges). Persönliche Anmeldung bei Prof. Dr. Klöckner.

Die Übung dient der Vorbereitung der Exkursion nach Albanien und ist für alle Exkursionsteilnehmer verpflichtend, steht aber auch anderen Interessierten offen. Mit übergreifenden Fragestellungen zur epirotisch-illyrischen Topographie und Architektur, zum Siedlungswesen und zu den sakralen Stättern, bietet die Veranstaltung eine Synopse zur Kunst und Kultur dieser Insel von der griechischen Kolonisation über die Phase der römischen Eroberung bis in die Kaiserzeit.

Einführende Literatur: A. Eggebrecht (Hrsg.), Albanien: Schätze aus dem Land der Skipetaren (Mainz 1988); Guntram Koch, Albanien: Kunst und Kultur im Land der Skipetaren (Köln 1989); O. Gilkes, Albania. An archaeological guide (London 2013).

 

ÜBUNGEN

ÜBUNGEN Grundstudium

 

Annabel Bokern M.A. / Ulrike Wolf M.A.

Grundzüge griechischer und römischer Architektur

Di 16.15-17.45 Uhr, Raum IG 5.501 (Beginn: 19.04.2016)

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis III: Architektur – Topographie – Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Bei antiker Architektur denkt man als erstes an die beeindruckenden Tempel der klassischen Zeit oder auch an die römischen Amphitheater. Doch welche weiteren Gebäudeformen sind uns aus der Antike überliefert und in welchem Kontext standen Sie? Lassen sich private, öffentliche und sakrale Bauten im Befund unterscheiden? Diese Fragen werden anhand von Fallbeispielen in der Übung diskutiert, um gemeinsam Entwicklungen in der Baugeschichte nachvollziehen zu können. Ziel ist es, einen Überblick über die wichtigsten Bauformen und deren Stellenwert zu gewinnen. Fachbegriffe wie „Peripteros“, „Dorischer Eckkonflikt“ oder „Kompositkapitell“ sind mit der erfolgreichen Teilnahme an der Übung für Sie keine Fremdworte mehr und können räumlich, zeitlich und funktional eingeordnet werden.

Die Studienleistung ergibt sich durch regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit sowie die Übernahme von Einzel- und Gruppenaufgaben. Die Fragen zur Übung sind Bestandteil der Klausur im Rahmen der Modulprüfung.

Einführende Literatur: A. Schmidt-Colinet – G. Plattner, Antike Architektur und Bauornamentik. Grundformen und Grundbegriffe (Stuttgart 2004); T. Hölscher (Hrsg.), Klassische Archäologie. Grundwissen 3(Darmstadt 2008).

 

Dr. Evangelia Kelperi

Mythenbilder als Bauschmuck der archaischen und klassischen Zeit

Mi 14.15-15.45 Uhr, Raum IG 5.501 (Beginn: 20.04.2016)

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis III: Architektur – Topographie – Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Aus der archaischen und klassischen Zeit sind Tempel erhalten, die an bestimmten Stellen der Architektur mit figürlichem Schmuck dekoriert sind. Dieser Schmuck, der aus Reliefdarstellungen und rundplastischen Darstellungen bestehen kann, wird als Bauplastik bezeichnet. Die Bauplastik gehört zu den originalen Denkmälern bildender Kunst und ihre Untersuchung lässt wichtige Informationen über die Stilentwicklung ihrer jeweiligen Entstehungszeit gewinnen. Die Bildthemen der Bauplastik sind oft mythische Erzählungen. Diese Mythenbilder gehen über die bloße dekorative Funktion hinaus und vermitteln religiöse, soziale und politische Aussagen von allgemeinem Interesse.

Die Lehrveranstaltung hat sich als Aufgabe gesetzt, die verschiedenen Mythenbilder an der Baudekoration einiger exemplarisch ausgewählter Tempel zu beschreiben und zu deuten. Es wird auch das jeweilige Verhältnis von Architektur und Skulptur untersucht, z.B. die Art, wie die bildliche Erzählung an den Bau angepasst wird sowie die Entwicklung der bildlichen Erzählstruktur im Laufe der archaischen und klassischen Zeit.

Zur Studienleistung gehören die Übernahme eines Referates (10-20 Min.: die Themen werden in der ersten Seminarsitzung gegeben) und die regelmäßige und aktive Teilnahme. Das Modul wird mit einer Klausur abgeprüft, die Fragen zum Stoff der Übung enthält.

Literatur: Wird in der ersten Veranstaltung ausgegeben werden.

 

Kathrin Weber M.A.

Olympia – Biographie eines Heiligtums

Mo 10.15-11.45 Uhr, Raum IG 5.501 (Beginn: 18.04.2016)

Basismodul: Methodische Grundlagen und Materialkenntnis III: Architektur – Topographie – Grabungskontexte KLA-BA-HF-M5; KLA-BA-NF-M4

Das Zeusheiligtum von Olympia zählt zu einem der größten und meist frequentierten Heiligtümer der Antike. Vor allem aufgrund der sportlichen Wettkämpfe, die dort alle vier Jahre veranstaltet wurden, steht es noch heute im Zentrum des Interesses. Es sind aber nicht allein die sportlichen Agone, die das antike Olympia und seine Kulte zu einem der bedeutendsten Plätze seiner Zeit machten.

Gegenstand der Übung ist die lange und wechselvolle Geschichte des antiken Olympias von der geometrischen Zeit bis zur Spätantike, die sich sowohl im Stadtplan als auch dem Fundrepertoire niederschlägt. Aufgrund der bereits früh begonnenen und kontinuierlich bis heute andauernden Ausgrabungen können die architektonische und kulturelle Entwicklung dieses speziellen, panhellenischen Heiligtums über einen langen Zeitraum gut nachvollzogen werden. Anhand der ‚Biographie‘ des Heiligtums lassen sich großräumige historische Entwicklungen ablesen und unter verschiedenen (politischen, gesellschaftlichen oder auch religiösen) Gesichtspunkten beleuchten. Informationen dazu liefern sowohl materielle Hinterlassenschaften und Inschriften als auch antike Autoren wie etwa Pausanias.

In der Übung werden das Heiligtum und die Sportstätte Olympia anhand von ausgewählten Fundgattungen, Bauten und historischen Gegebenheiten von den mythologischen Anfängen des Zeusheiligtums und der Olympischen Spiele bis zu der Aufgabe des Platzes in der Spätantike vorgestellt. Neben den inhaltlichen Lernzielen (Besonderheit und Entwicklung des Heiligtums, Rolle und Entwicklung der Olympischen Spiele, Einfluss von Politik und Region, etc.) steht das Vermitteln aufbereitenten Wissens im Fokus der Übung. Hierzu sollen verschiedene Methoden von Wissenserwerb und -präsentation geübt werden. Hauptsache ist der gemeinschaftliche Diskurs: Auf Grundlage sowohl kurzer als auch langer Referate wird der Diskussion wesentlicher Raum gegeben, um das Erlernte gemeinsam zu erarbeiten; hierfür geben die Referenten den KommilitonInnen im Vorfeld zur Vorbereitung dienende Literatur bekannt. Ferner werden gemeinschaftliche Erarbeitung ausgewählter Themen sowie Kleingruppenarbeit praktiziert.

Einführende Literatur: A. Mallwitz, Olympia und seine Bauten (München 1972); H.-V. Hermann (Hrsg.), Olympia. Heiligtum und Wettkampfstätte (München 1972); A. Mallwitz – H.-V. Hermann (Hrsg.), Die Funde aus Olympia (Athen 1980); H. Kyrieleis (Hrsg.), Olympia 1875–2000. 125 Jahre deutsche Ausgrabungen. Internationales Symposion, Berlin 9.-11.November 2000 (Mainz 2002); U. Sinn, Olympia. Kult, Sport und Fest in der Antike (München 2004); M. Siebler, Olympia. Ort der Spiele, Ort der Götter (Stuttgart 2004); U. Sinn, Das Antike Olympia: Götter Spiel und Kunst (München 2004); H. Kyrieleis: Olympia. Archäologie eines Heiligtums (Darmstadt 2011); W.-D. Heilmeyer, Mythos Olympia: Kult und Spiele (München 2012).

 

ÜBUNGEN Hauptstudium

 

PD Dr. Axel Filges

Das griechische Porträt – Probleme und Perspektiven

Do 16.15-17.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 14.04.2016)

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und ihre Kontexte I: Skulptur – Plastik KLA-BA-HF-M9; KLA-BA-NF-M5

Während der Forschungsgegenstand schon seit den Anfängen des Faches im Fokus der Forschung steht, ist trotz des begrenzten Umfanges der griechischen Porträts noch keine wissenschaftliche Stagnation eingetreten. Immer wieder und bis in die jüngste Zeit werden neue Herangehens- und Denkweisen vorgestellt. In der Übung soll – teils im Seminarraum, teils in der Abguss-Sammlung – die Forschungsgeschichte zu den griechischen Porträts in ihren groben Etappen nachvollzogen werden. In kleinen Referaten werden wegweisende Aufsätze paraphrasiert und anschließend am Objekt darüber diskutiert.

Ziel ist neben dem Kennenlernen der wichtigen Bildnisse und der Motiv- und Stilentwicklung vom 7. bis zum 2. Jh. v. Chr. das Entwickeln eines Verständnisses für das Thema als auch für seine Erforschung, das Nachvollziehen der verschiedenen Forschungsmethoden, aber auch das Entwickeln eines kritischen Apparates, mit dem Ansätze reflektiert und überprüft werden können. Auch soll der großen Frage nach der Individualität oder Ähnlichkeit der Bildnisse nachgegangen werden – sind diese reine Ansammlungen von Detailchiffren, sind sie absolut zeitgebunden, sind sie Ausdruck der Vorstellungen von anderen – kurz: zeigen sie uns einen antiken Zeitgenossen realistisch oder eben nicht?

Einführende Literatur: G.M.A. Richter, The Portraits of the Greeks I-III (London 1965-1972); K. Fittschen, Griechische Bildnisse (Darmstadt 1988); R. von den Hoff, Philosophenporträts des Früh- und Hochhellenismus (München 1994); P. Zanker, Die Maske des Sokrates. Das Bild des Intellektuellen in der antiken Kunst (München 1995); R. Krumeich, Bildnisse griechischer Herrscher und Staatsmänner im 5. Jh. v. Chr. (München 1997); N. Himmelmann, Die private Bildnisweihung bei den Griechen. Zu den Ursprüngen des abendländischen Porträts (Wiesbaden 2001); R. Krumeich, Porträts und Historienbilder der klassischen Zeit, in: Die griechische Klassik, Ausstellung Berlin (Mainz 2002), 209-240; D. Piekarski, Anonyme griechische Porträts des 4. Jhs. v. Chr. Chronologie und Typologie (Rahden/Westf. 2004); S. Dillon, Ancient Greek Portrait Sculpture: Contexts, Subjects, and Styles (Cambridge 2006); siehe auch http://viamus.uni-goettingen.de/fr/e.

 

Dr. Matthias Recke

Klassische Plastik. Übung zur Ausstellung „Athen – Triumph der Bilder“

Blockveranstaltung Fr Nachmittag, Raum IG 5.501 und Liebieghaus Skulpturensammlung

Beginn: s. Aushang

Aufbaumodul: Angewandte Methodik – Denkmäler und ihre Kontexte I: Skulptur – Plastik KLA-BA-HF-M9; KLA-BA-NF-M5

Ab dem 4. Mai ist im Frankfurter Liebieghaus die Ausstellung „Athen – Triumph der Bilder“ zu sehen. Die Gelegenheit, dass zahlreiche bedeutende antike Skulpturen im Original oder als Abguss hier versammelt sind, soll für eine vertiefende Beschäftigung mit der klassischen Plastik genutzt werden; ergänzend sollen die Bestände der Gipssammlung der Universität herangezogen werden. In der Übung wollen wir uns, durch intensives Beschreiben und Vergleichen, durch genaues Hinsehen, Erfassen und Analysieren, dem Spektrum der klassischen Formensprache annähern. Dabei muss zur Abgrenzung natürlich auch auf die vorausgehende archaische und auf die Skulptur der nachfolgenden Epoche eingegangen werden. Neben eher kunstwissenschaftlichen Fragen (Struktur, Stil) und technischen Aspekten geht es aber auch um Fragen der Interpretation und um ein Verständnis vom Menschenbild der Klassik.

Zur Vorbesprechung treffen wir uns am 6. Mai im Skulpturensaal/Abguss-Sammlung um 10.15 Uhr.

Einführende Literatur: V. Brinkmann (Hrsg.); Athen – Triumph der Bilder (Petersberg 2016); P.C. Bol (Hrsg.); Die Geschichte der antiken Bildhauerkunst II: Klassische Plastik (Mainz 2004); J. Boardman, Griechische Plastik. Die klassische Zeit (Mainz 1987); W.—D. Heilmeyer (Hrsg.); Die griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit (Mainz 2002); P.C. Bol – H. Beck (Hrsg.), Polyklet. Der Bildhauer der griechischen Klassik (Mainz 1990)

 

PRAXISÜBUNG

 

Dr. Mathias Recke / Nathalie Kratzsch

Arbeiten mit antiken Originalen: Die Antikensammlung der Universität Frankfurt

Di 14.15-15.45 Uhr und FR Blocktermine, Raum IG 5.501 und Original-Sammlung

(Beginn: 19.04.2016)

Praxismodul: KLA-BA-HF-M13

Ob im Museum oder auf Ausgrabungen: Der Umgang mit Originalen gehört zum täglichen Brot eines Archäologen. Das universitäre Studium konzentriert sich naturgemäß auf einen an den Hauptwerken orientierten Denkmälerbestand, anhand dessen methodische Grundlagen wie Form- und Stilbestimmung erlernt und erprobt werden. Die berufliche Realität sieht aber in der Regel anders aus: Nicht jede attische Vase ist von einem Exekias oder Euphronios bemalt, nicht jede Skulptur von einem Phidias oder Polyklet geschaffen. Vieles ist bislang nicht publiziert oder gar bestimmt - und die überwiegende Masse der materiellen Hinterlassenschaften ist überhaupt nur bruchstückhaft auf uns gekommen. Diese Übung soll daher am Beispiel von Objekten der Frankfurter Sammlung den Umgang mit Originalen vermitteln, auf die materiellen und technischen Eigenarten der verschiedenen Gattungen aufmerksam machen, wie sie in Reproduktionen, Bildern oder Abgüssen, nur unzureichend vermittelt werden können. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auch auf dem Erlernen und dem praktischen Üben des archäologischen (technischen) Zeichnens liegen.

Einführende Literatur: K. Deppert, Corpus Vasorum Antiquorum Frankfurt 1, Deutschland 25 (München 1964); S. Mayer-Emmerling - A. von Mettenheim, Corpus Vasorum Antiquorum Frankfurt 4, Deutschland 66 (München 1994); P. Hommel, Antike Kleinkunst aus der Sammlung des Archäologischen Instituts der Universität Frankfurt (Frankfurt 1991); P. A. Mountjoy, The Johann Wolfgang Goethe University Collections: The Mycenaean and the Minoan Pottery (Wiesbaden 2008).

 

KOLLOQUIUM für Hauptfachstudierende

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Mo 18.15-19.45 Uhr, Raum 5.501 (Termine s. Aushang)

Kolloquiumsmodul: Präsentationen, Moderation und Kritik KLA-BA-HF-M14

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.


EXKURSIONEN

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Lang-Exkursion Albanien

Termin: 2. Hälfte September, s. Aushang

Exkursionsmodul: Bedeutende archäologische Stätten im In- und Ausland KLA-BA-HF-M8

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung bei der Dozentin.

Die gut zweiwöchige Exkursion führt zu den wichtigsten antiken Stätten und Antikenmuseen auf dem Gebiet des heutigen Albanien, u. a. Butrint, Apollonia, Dyrrhachion und Lissos. Geschult werden soll die Fähigkeit zur reflektierten Auseinandersetzung mit Befunden, archäologischen Denkmälern und originalen Kunstwerken in ihrer besonderen, nur vor Ort und durch Autopsie erfahrbaren Qualität.

 

PD Dr. Axel Filges / Dr. Matthias Recke / Dr. Marta Scarrone

Kurz-Exkursionen B.A.

Vorbesprechung: Raum 5.501, Termin s. Aushang

Museumsmodul I + IIKLA-BA-HF-M6; KLA-BA-HF-M12

Die Termine und Ziele der Kurz-Exkursion als obligatorischem Bestandteil des B.A.-Hauptfachmoduls M6, Museumsmodul 1 werden zu Beginn des Sommersemesters bekanntgegeben (Aushänge!).

 

PRAKTIKA

 

PD Dr. Axel Filges

Grabungspraktikum in Priene

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei PD Dr. Axel Filges.

 

Prof. Dr. Jochen Fornasier

Grabungspraktikum in Olbia

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei Prof. Dr. Jochen Fornasier.

 

Christoph Röder M.A.

Grabungspraktikum: Internationale Sommerakademie in Kooperation mit der hessenArchäologie

28.8. bis 11.9. 2016 auf dem Glauberg

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei Prof. Dr. Anja Klöckner.

 

 

 

MAG-Studiengang

 

VORLESUNG

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Antike Siegesdenkmäler. Militärische Erfolge und öffentliche Repräsentation in Griechenland und Rom

Mi 10.15-11.45 Uhr, Raum 311 (Beginn: 27.04.2016)

MAG: Plastik und Skulptur KLA-MAG-HF-M8; KLA-MAG-NF-M7

Der ‚agonale Charakter’ antiker Gesellschaften ist ein vielbenutzter Topos. Siegesruhm und Siegesgedenken spielen in der griechischen und römischen Kultur eine dementsprechend große Rolle. In der Bilderwelt nehmen Darstellungen von Siegen und Siegern sowie Monumente für deren memoria breiten Raum ein. In der Vorlesung sollen diese Denkmäler diachron und synchron untersucht und sowohl in ihrer historischen Entwicklung als auch in ihrer spezifischen Medialität untersucht werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Denkmälern für militärische Erfolge und auf deren Funktion in den Herrschafts-, Macht- und Legitimationsdiskursen ihrer jeweiligen Zeit.

Einführende Literatur: T. Hölscher, Römisches Siegesdenkmäler der späten Republik, in: Tainia. Festschrift Roland Hampe (Mainz 1980) 351-371; Y. Schmuhl, Römische Siegesmonumente republikanischer Zeit. Untersuchungen zu Ursprüngen, Erscheinungsformen und Denkmalpolitik (Hamburg 2008); L. Winkler-Horacek, Sieger und Besiegte – Die großen Schlachtenanatheme der Attaliden, in: Pergamon. Panorama der antiken Metropole. Begleitbuch zur Ausstellung Berlin (Berlin 2011) 138-143.

 

SEMINARE

 

PD Dr. Axel Filges

Hauptwerke der Bildkunst in Unteritalien und Sizilien

Fr 8.30-10 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 15.04.2016)

MAG: Plastik und Skulptur KLA-MAG-HF-M8; KLA-MAG-NF-M7

Bildwerke aus Griechenland, besonders Athen, aber auch aus Kleinasien sind Studierenden von der geometrischen bis in die hellenistische Epoche wohlbekannt. Wie steht es aber um die Werke, die in einem geographischen Raum gefertigt wurden, in dem diverse kulturelle Einflüsse (Phönizier, Griechen und indigener Völkerschaften) verschmolzen? So ist zu fragen, ob in Unteritalien (behandelt wird der Raum südlich von Poseidonia/Paestum) und auf Sizilien das typische Spektrum von geometrischen Kleinbronzen vorliegt, ob Kouros und Kore auch in der Magna Graecia beliebt waren, ob den festland- und ostgriechischen Prachtexemplaren vergleichbare Hauptwerke Großgriechenlands an die Seite zu stellen sind, wie die stilistisch-motivisch als auch thematisch-inhaltliche Entwicklung in den klassischen und hellenistischen Jahrhunderten verlief und wann das Ende einer regionalen Formensprache zu konstatieren ist?

Im Seminar werden ausschließlich Originale behandelt, zu denen frühe Kalksteinreliefs mit Sphingen ebenso gehören wie koroplastische und bronzene Figürchen der archaischen Zeit, berühmte Metopenbilder archaischer und klassischer Zeit (Selinus, Foce del Sele), die strengklassischen Terrakottareliefs aus Lokri, aber auch so singuläre Statuen wie der Mann von Mozia oder die Berliner Göttin. Die charakteristischen Halbkörperbüsten der eleusinischen Göttinnen werden ebenso angesprochen wie die figuren- und themenreichen Grabreliefs aus Tarent. Viele Terrakottafiguren und Marmorbilder können uns bei der Beantwortung der Frage helfen, ob im Hellenismus noch länger lokale stilistische Eigenarten auszumachen sind?

Vor dem Hintergrund der politisch-historischen Entwicklung und regionaler Entwicklungen soll ein Gesamtbild der Skulptur und Plastik der Magna Graecia vom 8. bis in das 2. Jh. v. Chr. entworfen werden. Dabei ist der Vergleich mit zeitgleichen Werken Griechenlands hilfreich, um das Verständnis für die Eigenarten der unteritalisch-sizilischen Kunstwerke zu fördern.

Einführende Literatur: U. Jantzen, Bronzewerkstätten in Großgriechenland und Sizilien (Berlin 1937); E. Langlotz, Die Kunst der Westgriechen in Sizilien und Unteritalien (München 1963); R. R. Holloway, Influences and Styles in the Later Archaic and Early Classical Greek Scultpure of Sicily and Magna Graecia (Louvain 1975); U. Steininger, Die archaische und frühklassische Großplastik Unteritaliens und ihr Verhältnis zum Mutterland (Münster 1996); S. Böhm, Dädalische Kunst Siziliens (Würzburg 2007); allgemeine Werke mit zahlreichen Beispielen: W. Fuchs, Die Skulptur der Griechen (München 1983); J. Boardman, Greek Sculpture. The Late Classical Period (London 1995) 143-186; D. G. Mitten – S. F. Doeringer, Master Bronzes from the Classical World (Cambridge/Mass. 1968).

 

Dr. Marta Scarrone

Skulpturen in römischen Villen

Di 10.15-11.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 19.04.2016)

MAG: Plastik und Skulptur KLA-MAG-HF-M8; KLA-MAG-NF-M7

Wie antike Skulpturen wahrgenommen werden und welche Bedeutungen sie haben, ändert sich je nachdem, wo und in welchem Kontext sie aufgestellt sind. Das Seminar (das zum Aufbaumodul Plastik-Skulptur gehört) geht diesem Thema anhand von einem der bedeutendsten Aufstellungsorte in römischer Zeit nach: den römischen Villen, die in „privaten Kontexten“ griechische Originale, römische Kopien von griechischen Originalen und römische Skulpturen zeigen.

Mittels beispielhafter republikanischer und kaiserzeitlicher Komplexe (wie den Horti Sallustiani, der Bruttier-Villa bei Rieti, der Villa dei Papiri, der Tiberius-Villa in Sperlonga, der Villa Adriana u.a.) werden wir die Skulpturenaus-stattung der Villen und ihr Bildprogramm analysieren. Wir werden untersuchen, wie die römischen Villen griechische Werke in einem neuen Kontext und im Dialog mit römischen Originalen zeigen und sie neu inszenieren. Ferner beschäftigen wir uns mit der Rolle der Besitzer als Käufer auf dem Kunstmarkt und als Auftraggeber von Skulpturen.

Studienleistung: regelmäßige und aktive Teilnahme; Lektüreaufgaben, Referate u. ä. 

Einführende Literatur: R. Neudecker, Die Skulpturenausstattung römischer Villen in Italien (Mainz 1988); C.C. Mattusch, The Villa dei Papiri at Herculaneum (Los Angeles 2005); C.C. Mattusch (Hrsg.), Pompeii and the roman villa: art and culture around the Bay of Naples (New York 2009); C. Vorster, Die Skulpturen von Fianello Sabino: zum Beginn der Skulpturenausstattung in römischen Villen (Wiesbaden 1998); J. Raeder, Die statuarische Ausstattung der Villa Adriana bei Tivoli (Frankfurt/M. 1983); M. Wellington Gahtan (Hrsg.) Museum archetypes and collecting in the Ancient World (Leiden 2015).

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Vorbereitung der Albanien-Exkursion: Epiros und Illyrien in der Antike

Fr Blocktermine, Raum 5.501, Beginn: s. Aushang

Exkursionsmodul: KLA-MAG-HF-M12

Zulassungsbeschränkt. Teilnahme nur nach erfolgreichen Hauptfach-Grundstudium, im Nebenfach nur im erfolgreichen fortgeschrittenen Hauptfachstudium (= kein Wahlpflichtmodul des BA-NF-Studienganges). Persönliche Anmeldung bei Prof. Dr. Klöckner.

Die Übung dient der Vorbereitung der Exkursion nach Albanien und ist für alle Exkursionsteilnehmer verpflichtend, steht aber auch anderen Interessierten offen. Mit übergreifenden Fragestellungen zur epirotisch-illyrischen Topographie und Architektur, zum Siedlungswesen und zu den sakralen Stättern, bietet die Veranstaltung eine Synopse zur Kunst und Kultur dieser Insel von der griechischen Kolonisation über die Phase der römischen Eroberung bis in die Kaiserzeit.

Einführende Literatur: A. Eggebrecht (Hrsg.), Albanien: Schätze aus dem Land der Skipetaren (Mainz 1988); Guntram Koch, Albanien: Kunst und Kultur im Land der Skipetaren (Köln 1989); O. Gilkes, Albania. An archaeological guide (London 2013).

 

ÜBUNGEN Hauptstudium

 

PD Dr. Axel Filges

Das griechische Porträt – Probleme und Perspektiven

Do 16.15-17.45 Uhr, Raum 5.501 (Beginn: 14.04.2016)

MAG: Plastik und Skulptur KLA-MAG-HF-M8; KLA-MAG-NF-M7

Während der Forschungsgegenstand schon seit den Anfängen des Faches im Fokus der Forschung steht, ist trotz des begrenzten Umfanges der griechischen Porträts noch keine wissenschaftliche Stagnation eingetreten. Immer wieder und bis in die jüngste Zeit werden neue Herangehens- und Denkweisen vorgestellt. In der Übung soll – teils im Seminarraum, teils in der Abguss-Sammlung – die Forschungsgeschichte zu den griechischen Porträts in ihren groben Etappen nachvollzogen werden. In kleinen Referaten werden wegweisende Aufsätze paraphrasiert und anschließend am Objekt darüber diskutiert.

Ziel ist neben dem Kennenlernen der wichtigen Bildnisse und der Motiv- und Stilentwicklung vom 7. bis zum 2. Jh. v. Chr. das Entwickeln eines Verständnisses für das Thema als auch für seine Erforschung, das Nachvollziehen der verschiedenen Forschungsmethoden, aber auch das Entwickeln eines kritischen Apparates, mit dem Ansätze reflek-tiert und überprüft werden können. Auch soll der großen Frage nach der Individualität oder Ähnlichkeit der Bildnisse nachgegangen werden – sind diese reine Ansammlungen von Detailchiffren, sind sie absolut zeitgebunden, sind sie Ausdruck der Vorstellungen von anderen – kurz: Zeigen sie uns einen antiken Zeitgenossen realistisch oder eben nicht?

Einführende Literatur: G.M.A. Richter, The Portraits of the Greeks I-III (London 1965-1972); K. Fittschen, Griechische Bildnisse (Darmstadt 1988); R. von den Hoff, Philosophenporträts des Früh- und Hochhellenismus (München 1994); P. Zanker, Die Maske des Sokrates. Das Bild des Intellektuellen in der antiken Kunst (München 1995); R. Krumeich, Bildnisse griechischer Herrscher und Staatsmänner im 5. Jh. v. Chr. (München 1997); N. Himmelmann, Die private Bildnisweihung bei den Griechen. Zu den Ursprüngen des abendländischen Porträts (Wiesbaden 2001); R. Krumeich, Porträts und Historienbilder der klassischen Zeit, in: Die griechische Klassik, Ausstellung Berlin (Mainz 2002), 209-240; D. Piekarski, Anonyme griechische Porträts des 4. Jhs. v. Chr. Chronologie und Typologie (Rahden/Westf. 2004); S. Dillon, Ancient Greek Portrait Sculpture: Contexts, Subjects, and Styles (Cambridge 2006); siehe auch http://viamus.uni-goettingen.de/fr/e.

 

Dr. Matthias Recke

Klassische Plastik. Übung zur Ausstellung „Athen – Triumph der Bilder“

Blockveranstaltung Fr Nachmittag, Raum IG 5.501 und Liebieghaus Skulpturensammlung

Beginn: s. Aushang

MAG: Plastik und Skulptur KLA-MAG-HF-M8; KLA-MAG-NF-M7

Ab dem 4. Mai ist im Frankfurter Liebieghaus die Ausstellung „Athen – Triumph der Bilder“ zu sehen. Die Gelegenheit, dass zahlreiche bedeutende antike Skulpturen im Original oder als Abguss hier versammelt sind, soll für eine vertiefende Beschäftigung mit der klassischen Plastik genutzt werden; ergänzend sollen die Bestände der Gipssammlung der Universität herangezogen werden. In der Übung wollen wir uns, durch intensives Beschreiben und Vergleichen, durch genaues Hinsehen, Erfassen und Analysieren, dem Spektrum der klassischen Formensprache annähern. Dabei muss zur Abgrenzung natürlich auch auf die vorausgehende archaische und auf die Skulptur der nachfolgenden Epoche eingegangen werden. Neben eher kunstwissenschaftlichen Fragen (Struktur, Stil) und technischen Aspekten geht es aber auch um Fragen der Interpretation und um ein Verständnis vom Menschenbild der Klassik.

Zur Vorbesprechung treffen wir uns am 6. Mai im Skulpturensaal/Abguss-Sammlung um 10.15 Uhr.

Einführende Literatur: V. Brinkmann (Hrsg.); Athen – Triumph der Bilder (Petersberg 2016); P.C. Bol (Hrsg.); Die Geschichte der antiken Bildhauerkunst II: Klassische Plastik (Mainz 2004); J. Boardman, Griechische Plastik. Die klassische Zeit (Mainz 1987); W.—D. Heilmeyer (Hrsg.); Die griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit (Mainz 2002); P.C. Bol – H. Beck (Hrsg.), Polyklet. Der Bildhauer der griechischen Klassik (Mainz 1990)

 

KOLLOQUIUM für Hauptfachstudierende

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Aktuelle archäologische Themen, Neuerscheinungen und laufende Arbeiten

Mo 18.15-19.45 Uhr, Raum 5.501 (Termine s. Aushang)

MAG: Kolloquia KLA-MAG-HF-M13

In dieser Veranstaltung sollen in Arbeit befindliche Forschungen aus dem Kreis der Studierenden, Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts, ggf. auch auswärtiger Vortragender, vorgestellt und diskutiert werden. Wenn die Zeit es erlaubt, werden außerdem wichtige Neuerscheinungen aus dem Fach besprochen. Ein thematischer Rahmen hierfür wird in der ersten Sitzung vereinbart.

 

EXKURSIONEN

 

Prof. Dr. Anja Klöckner

Lang-Exkursion Albanien

Termin: 2. Hälfte September, s. Aushang

MAG: KLA-MAG-HF-M12

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung bei der Dozentin.

Die gut zweiwöchige Exkursion führt zu den wichtigsten antiken Stätten und Antikenmuseen auf dem Gebiet des heutigen Albanien, u. a. Butrint, Apollonia, Dyrrhachion und Lissos. Geschult werden soll die Fähigkeit zur reflektierten Auseinandersetzung mit Befunden, archäologischen Denkmälern und originalen Kunstwerken in ihrer besonderen, nur vor Ort und durch Autopsie erfahrbaren Qualität.

 

PRAKTIKA

 

PD Dr. Axel Filges

Grabungspraktikum in Priene

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei PD Dr. Axel Filges.

 

Prof. Dr. Jochen Fornasier

Grabungspraktikum in Olbia

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei Prof. Dr. Jochen Fornasier.

 

Christoph Röder M.A.

Grabungspraktikum: Internationale Sommerakademie in Kooperation mit der hessenArchäologie

28.8. bis 11.9. 2016 auf dem Glauberg

Zulassungsbeschränkt. Persönliche Anmeldung und Terminabsprache bei Prof. Dr. Anja Klöckner.

Bildbeschaffung für Referate

 

Benutzung der Bilddatenbank

- Digitale Bilder stehen über die Instituts-Bilddatenbank ArKuBiD zur Verfügung: http://archaeologie-bilder.uni-frankfurt.de Sie bietet die Bildersuche, den Download und die Bestellung von neuen Abbildungen.

- Für die Benutzung ist der Browser Firefox notwendig!

- Vor Benutzung ist eine Anmeldung nötig: Die Registrierung erfolgt auf der Startseite an einem Rechner in der Diathek oder bei einem der Dozenten. Die Freischaltung kann ein bis zwei Tage dauern, dann ist Suche und Download sofort möglich.

- Andere an der Goethe-Universität verfügbare Bilddatenbanken sind PROMETHEUS (freier Zugang im Uni-Netz über die Campuslizenz): http://prometheus.uni-koeln.de und ARACHNE (kostenfrei, Registrierung per e-Mail): http://www.arachne.uni-koeln.de

- Sollte das gesuchte Bild weder in ArKuBiD noch in den anderen Bilddatenbanken vorhanden sein, kann man es anfertigen lassen: Das entsprechende Buch muss herausgesucht, die Abbildungen im Buch durch eingelegte beschriftete Zettel mit Seitenzahl und Abbildungsnummer gekennzeichnet und ein Zettel mit Namen, Seminar und Referatstermin hinzugelegt werden. Stammt das Buch aus der BzG-Bibliothek, wird es dort ins Bildstellenregal (Raum 6.621) gelegt. Bei bibliotheksexternen Werken oder UB-Büchern kann es in der Diathek (Raum 5.551) abgegeben werden.

- Die Anfertigung und Einstellung in die Datenbank dauert ca. 2-3 Wochen; danach ist der Download aus ArKuBiD möglich.

 

Ausleihe von Dias

- Die Öffnungszeiten der Diathek Raum 5.551 sind dem HiWi-Dienstplan neben der Zimmertür zu entnehmen.

- Die Dias werden gemeinsam mit einer studentischen Hilfskraft ausgesucht.

- Sollten die gewünschten Dias noch nicht vorhanden sind, ist eine rechtzeitige Bestellung und Neuanfertigungen notwendig: schwarz-weiß Dias 2 Wochen vor Referatstermin; Farbdias 3 Wochen.

- Dias können nicht nach Hause ausgeliehen werden, sie verbleiben stets im Institut.

- Dias dürfen nicht mit Punkten beklebt oder gar beschriftet werden.