Post-Doctoral Fellowship-Programm in Subsahara-Afrika der Volkswagen Stiftung

In 2011 startete die erste Phase eines hochdotierten dreijährigen Fellowship-Programms der Volkswagen Stiftung in den Human- und Sozialwissenschaften, das vom ZIAF organisiert und durchgeführt wird. Ende 2014 wurde die zweite Phase des Programms ausgeschrieben, die bis 2018 gefördert wird. Ziel des Programms ist es hochqualifizierte und hochmotivierte, junge afrikanischen Akademikern weiterzubilden, um ein international konkurrenzfähiges, exzellentes Niveau zu erreichen – mit dem expliziten Wunsch, das erworbene Wissen in Afrika anzuwenden. In der ersten Phase wurden acht Stipendiaten nach einer kontinentweiten Vorsondierung von einem internationalen Gutachtergremium als Hochqualifizierte ausgewählt. Sie kamen aus Äthiopien, der Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Uganda und Zimbabwe und bearbeiteten ein vielfältiges Themenspektrum, das von der Analyse ivorischer Jugendmilizen, über die aktuellen Entwicklungen der Landreform in Zimbabwe bis hin zur Zukunftsfähigkeit des afrikanischen Banken- und Kreditwesens reichte. In der zweiten Programmphase wurden insgesamt 14 Stipendiaten mit einer ähnlichen Themenvielfalt ausgewählt, u.a. aus Südafrika, Ghana und weiteren Ländern Ost- und Westafrikas.

Das ZIAF führt in jeder Programmphase mit den Kandidaten verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland, Südafrika, Uganda und Ghana durch bei denen sowohl Schwerpunkte in Methodologie, Öffentlichkeitsarbeit, Teamarbeit und Konfliktmanagement gesetzt werden als auch eine individuelle Förderung der laufenden Arbeit betrieben wird, z.B. in einer Englisch Writing School. Dabei ist das Programm keineswegs statisch sondern reagiert auf die Bedürfnisse der Fellows. Durch das Programm wird die Basis für ein späteres panafrikanisches Netzwerk gelegt, das allen Beteiligten zugute kommt.