Der Ombudsmann für Studierende und wiss. Mitarbeiter*innen

­Innerhalb der Goethe-Universität bin ich Ihr Ansprechpartner bei Beschwerden oder für Verbesserungsvorschläge rund ums Studium und die Promotion und die Arbeit der Universitätsverwaltung. 

Ich berate Sie bei Problemen rund ums Studium, also z.B. wenn Sie sich durch Lehrpersonen ungerecht behandelt fühlen, wenn Sie auf Grund besonderer Erschwernisse Erleichterungen bei der Durchführung von Prüfungen benötigen. Ich gebe Ihre Beschwerden und Vorschläge weiter und trete dafür ein, dass sich etwas in Ihrem Sinne verbessert. Selbstverständlich nenne ich bei meiner Arbeit nicht Ihren Namen, sofern Sie das nicht wünschen. Über das Ergebnis informiere ich Sie und in einer allgemeineren und anonymisierten Weise auch die Gremien der Universität.

Die Kontaktaufnahme erfolgt am besten per email: ombudsmann@uni-frankfurt.de

Sie können aber auch gleich in meine Sprechstunde kommen: Jeweils Dienstags 13-14 Uhr im Seminarpavillon (Hansaallee / Ecke Miquelallee) Raum 1.105. Ich hoffe, dass meine Arbeit dazu beiträgt, Ihre Studienbedingungen hier in Frankfurt zu verbessern.

Ihr Jürgen Bereiter-Hahn


Wie arbeitet ein Ombudsmann?

Die Ombudsperson wird vom Senat der Universität für 2 Jahre bestellt und arbeitet ehrenamtlich. Ursprünglich entstand dieses Amt aus einer studentischen Initiative. Prof. C. Winter war der erste Ombudsmann und erfüllte diese Aufgabe 12 Jahre. Gute Kenntnis der Universität und Objektivität sind wichtige Voraussetzungen dafür. Der Status als pensionierter Professor gibt mir den nötigen Abstand zu vielen Entscheidungen im universitären Alltag. Als Vizepräsident konnte ich Einblick in viele Fachbereiche aber auch die Verwaltung und deren Probleme nehmen. Aus meiner langjährigen Tätigkeit als Professor kenne ich auch die Probleme der Lehrenden in einer Universität, die immer wieder darauf angewiesen ist, durch Improvisation unzureichende Ausstattungen auszugleichen. Das erleichtert mir den Diskurs mit beiden Seiten, den Studierenden wie den Lehrenden.

Die Sorgen mit denen Studierende zur Ombudsperson kommen sind vielfältig und reichen vom Eindruck ungerechter Behandlung durch Lehrende über die Folgen versäumter Fristen bei Prüfungen und Studienanmeldungen bis zu Prüfungsängsten und schwierigen persönlichen Situationen. Konflikte zwischen Lehrenden und Studierenden sind durch Gespräche mit allen Beteiligten oft lösbar. Sind die Wiederholungsmöglichkeiten von Prüfungen nach den jeweiligen Ordnungen ausgeschöpft, kann auch ein Ombudsmann oft nicht mehr weiterhelfen. Darüberhinaus sind Konflikte zwischen Doktoranden und Betreuerinnen ein schwieriges Feld in dem Vermittlung gefragt ist. Vielfach sind mehrere Probleme miteinander verquickt. Für mich ist es wichtig zuzuhören und so als Anlaufstelle für Probleme zu dienen für deren Bearbeitung sonst kaum Zeit bleibt. Bei spezifisch psychischen oder finanziellen Problemen vermittle ich die Ratsuchenden an die speziellen Beratungsstellen weiter.



Leitlinien für die Arbeit als Ombudsmann

  • Unabhängigkeit - Die Ombudspersonen agiert möglichst autonom und ist nur de Senat und dem Präsidium rechenschaftspflichtig.
  • Vertraulichkeit - Die den Ombudspersonen herangetragenen Anliegen werden vertraulich behandelt. D.h. die Namen der Ratsuchenden werden nur mit deren Einverständnis und nur im Rahmen der Problemlösung genannt. 
  • Neutralität - Die an den Ombudsmann herangetragenen Anliegen werden neutral, ergebnisoffen und lösungsorientiert behandelt.
  • Wertschätzung - Die Arbeit des Ombudsmannes erfolgt stets verbunden mit der Wertschätzung der betroffenen Personen und der entsprechenden Anliegen.