Aktuelles


„Was wurde aus dem Deutschlandstipendium?“,  fragte der Spiegel-Autor Armin Himmelrath in seinem Artikel vom 22. Mai 2017 auf Spiegel Online (hier geht's zum Artikel).

Als Reaktion auf diesen Artikel haben die Deutschlandstipendiaten sowie Universitätsverantwortliche und Präsidiumsmitglieder zwei offene Briefe an Armin Himmelrath verfasst, die wir hier veröffentlichen.

Offener Brief der Deutschlandstipendiaten

Sehr geehrter Herr Himmelrath,

vor kurzem haben wir, die Deutschlandstipendiatinnen und Deutschlandstipendiaten der Goethe‐ Universität Frankfurt am Main, Ihren Artikel vom 22.05.17 auf Spiegel‐Online gelesen, in welchem Sie das Deutschlandstipendium als gescheitert beschreiben. Diese Sichtweise können wir nicht im Geringsten nachvollziehen. Stattdessen sind wir davon überzeugt, dass es sich bei dem Deutschlandstipendium um ein erfolgreiches Modell der Begabtenförderung handelt, welches definitiv weitergeführt werden sollte. Wir stehen hinter dem Deutschlandstipendium, weil es einen spürbaren Mehrwert für die Studierenden, die Universitäten, die Förderer und somit für unsere gesamte Gesellschaft darstellt und auch für ein Mehr an Bildungsgerechtigkeit sorgt. Genau diesen Mehrwert möchten wir Ihnen im Folgenden darlegen. (Weiterlesen ...)


Update: Goethe-Universität vergibt 600 Deutschlandstipendien

Frankfurt, 29. November 2016. Gestern Abend wurden bei der feierlichen Stipendienvergabe im Festsaal des Casinos der Goethe-Universität am Campus Westend die Förderurkunden an die 600 neuen Stipendiaten überreicht.

Vizepräsident Manfred Schubert-Zsilavecz meint dazu: „Das Deutschlandstipendium bringt wirklich die Generationen zusammen. Mich freut es immer ganz besonders, wenn ich sehe, dass die Begeisterung der Förderer mindestens so groß ist wie die Freude der Stipendiaten.“

Die Goethe-Universität ist eine der erfolgreichsten deutschen Hochschulen bei der Vergabe von Deutschlandstipendien an ihre Studierenden. Seit Beginn der Förderaktivitäten 2011 sind mehr als 2700 Studierende in den Genuss des mit 300 Euro monatlich dotierten Stipendiums gekommen.


581 Studierende der Goethe-Universität erhalten Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium an der Goethe-Universität kann eine stolze Bilanz vorweisen. Seit 2011 spendeten Bürger, Unternehmen, Vereine und Stiftungen insgesamt vier Millionen Euro für rund 2200 Studierende.

„Chancen schenken“ haben in diesem Jahr 280 Förderer wörtlich genommen und insgesamt über eine Million Euro für Deutschlandstipendien an der Goethe-Universität gespendet. So können 581 Studierende aller Fachrichtungen ein Jahresstipendium von 3600 Euro erhalten. Das ist die höchste Stipendiatenzahl unter den deutschen Hochschulen. „Das Deutschlandstipendium findet in Frankfurt besonders viele Unterstützer“, freut sich die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Birgitta Wolff. „Dass es hier so viele Deutschlandstipendien gibt, sehen wir nicht nur als eine wunderbare Unterstützung für die Arbeit der Goethe-Universität, sondern auch als eine besondere Anerkennung für unsere Studierenden. Wir danken allen Stiftern und Stifterinnen für ihr großes Engagement!“

Seit Einführung des Deutschlandstipendium 2011 wurden insgesamt rund 2200 Studierende der Goethe-Universität mit insgesamt rund acht Millionen Euro gefördert. Vier Millionen kamen von Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmen aus Stadt und der Region, die andere Hälfte zahlte das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Mit dem Deutschlandstipendium baut die Bundesregierung die Studienfinanzierung durch ein Programm aus, das zugleich eine neue Stipendienkultur in Deutschland anstößt: Bürger, auch ehemalige Hochschulabsolventinnen und -absolventen, Unternehmen oder Stiftungen sind aufgefordert, talentierte Studierende mit ihrem Beitrag zu unterstützen – und die Bundesregierung legt den gleichen Betrag noch einmal oben drauf.

Waren es im Jahr 2011 noch 161 Stipendiaten, können jetzt 581 Stipendien vergeben werden. „Das Stipendienprogramm funktioniert wie ein Scharnier zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgern“, so Lucia Lentes, die dieses Programm seit Beginn betreut und im engeren Kontakt mit den Förderern steht. Und das sind die Erfahrungen der vergangenen sechs Jahre: Unter den Privatpersonen sind viele ehemalige Studierende der Goethe-Universität, diese Alumni drücken mit Beträgen zwischen 50 Euro und mehreren tausend Euro ihre Verbundenheit mit ihrer Alma Mater und der jungen Generation aus.

Auch viele Hörer der Universität des 3. Lebensalters, der sogenannten U3L, beteiligen sich an der Förderung ihrer jungen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Unternehmen, insbesondere Mittelständler haben erkannt, dass das Deutschlandstipendium ein hervorragendes Mittel ist, um mit qualifiziertem Nachwuchs in Kontakt zu kommen. Große Unternehmen spenden häufig ohne konkrete Fächerbindung, im besten Sinne als „corporate citizens“. Und auch Service-Clubs wie Rotary und Zonta und ebenso etliche Stiftungen sind verlässliche Unterstützer der Studierenden.

300 Euro monatlich – das erleichtert den Studienalltag in der Metropole: „Das Leben in Frankfurt ist sehr teuer. Durch die Förderung müssen die Stipendiaten nicht so viele zeitaufwändige Nebenjobs übernehmen; es bleibt mehr Zeit für das Studium und vor allem für die Vorbereitung auf Prüfungen. Mancher kann sich dank des Stipendiums sogar ein Auslandssemester leisten“, sagte Birgitta Wolff.

Bei der Auswahl der Stipendiaten spielen nicht nur sehr gute Leistungen und gesellschaftliches Engagement eine Rolle. „Wir berücksichtigen auch Studierende, die biografische Hürden auf dem Weg zur Uni überwinden mussten, weil sie aus einer nicht-akademischen Familie kommen, Migrationshintergrund haben oder die Eltern sie nicht finanziell unterstützen können“, so Dr. Beate Firla, die für das Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie die anschließende Betreuung der Stipendiaten zuständig ist. In diesem Jahr haben 44 Prozent der Stipendiaten keinen akademischen Familienhintergrund, 29 Prozent stammen aus einer Migrantenfamilie, 19 Prozent sind BAföG-Empfänger. Die Mehrzahl der Geförderten – 58 Prozent – sind Frauen.

Über die finanzielle Förderung hinaus bietet die Goethe-Universität den Stipendiaten ein ideelles Förderprogramm an, für dessen Konzept sie 2013 in einem bundesweiten Wettbewerb ausgezeichnet wurde. So beteiligen sich Stipendiaten ehrenamtlich an sozialen Projekten, von denen die Bürgerschaft Frankfurts profitiert; dazu zählen zum Beispiel neue Vorschläge zur Unterbringung von Obdachlosen, die Arbeit mit akademischen Flüchtlingen oder ökologische Themen. So wurde am 24. Oktober die Stipendiatengruppe „PapierPilz Frankfurt“ mit dem Bruno H. Schubert-Preis 2016 ausgezeichnet. Die Gruppe wurde geehrt für ihr Projekt, das sich mit dem ressourcenschonenden Verbrauch und der Wiederverwertung von Papier unter den Studierenden befasst.


Ein herzliches Dankeschön für fünf erfolgreiche Jahre


Liebe Förderinnen und Förderer des Deutschlandstipendiums,

fünf Jahre Deutschlandstipendium – das sind fünf Jahre, in denen Staat und Gesellschaft
gemeinsam zahlreiche junge Talente gefördert und engagierte Hochschulen vor Ort das
Stipendienprogramm mit Leben erfüllt haben. Viele Tausend leistungsstarke und engagierte
Talente profitieren heute schon vom Deutschlandstipendium. Das ist Ihr Erfolg, denn ohne
Ihr individuelles Engagement wäre dies nicht möglich. Dafür danke ich Ihnen herzlich!

Prof. Dr. Johanna Wanka
Bundesministerin für Bildung und Forschung

Dankesbrief der Bildungsministerin (PDF)
Broschüre "Fünf Jahre Deutschlandstipendium" (PDF)


Jahresveranstaltung des Deutschlandstipendiums

Das Bildungsministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zu Gast an der Goethe-Universität

Am 13. und 14. Juni 2016 begrüßte Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka bei der Jahresversammlung, die in diesem Jahr zum ersten Mal nicht in Berlin, sondern an der Goethe-Universität stattfand, gemeinsam mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff sowie BMBF-Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen die Hochschul- und Wirtschaftsvertreter sowie Stipendiaten und Förderer (Weitere Informationen ...).

Bericht des BMBF
sowie weitere Impressionen zur Jahresveranstaltung

© rheinmaintv

Interview mit Michael Gecht, Deutschlandstipendiat

Er gilt als echtes Organisationstalent auf dem Campus Riedberg. Ohne ihn würde die Frankfurter „Night of Science“ sicher nicht so gut laufen. Sein Name: Michael Gecht, 25 Jahre, Student der Biochemie mit weißrussischen Wurzeln, der sich auf seine Masterprüfung vorbereitet.
(Zum vollständigen Interview ...)


520 Deutschlandstipendien für Studierende der Goethe-Universität

Erneut erfolgreichste Universität Deutschlands

20 Deutschlandstipendien sind in diesem Jahr von der Goethe-Universität eingeworben worden. Insgesamt werden im akademischen Jahr 2015/16 rund 2 Millionen Euro an Studierende der Goethe-Universität fließen. Damit ist die Goethe-Universität erneut die erfolgreichste Universität Deutschlands. (Weitere Informationen ...)


Unterwegs mit einem Deutschlandstipendiaten



Vorlesung – Mensa – Vergabefeier: Rhein-Main-TV begleitete den Stipendiaten Jens Lickert einen Tag lang an der Goethe-Universität.

"Engagement zahlt sich aus" - Zwei Deutschlandstipendiaten im Interview mit der Frankfurter Rundschau

Mit dem Deutschlandstipendium werden an der Uni Frankfurt viele Bildungsaufsteiger gefördert. Sie erhalten nicht nur Geld, die Goethe-Uni bietet ihnen außerdem ein Begleitprogramm.

„Nicht nur die Leistung zählt“, sagt Jurastudent Rusen Çikar und fügt schmunzelnd hinzu, „sondern auch die Überwindung biografischer Hürden“. Der 25-Jährige, der an der Frankfurter Goethe-Universität Rechtswissenschaften studiert, stammt aus einer Arbeiterfamilie – doch sich politisch und sozial zu engagieren, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. „Der einzige Unterschied zu Akademikerkindern ist, dass ich den gesamten Schriftverkehr mit Banken und Versicherungen für meine Eltern regele.“ Auch seine beiden Brüder habe er während ihrer Schulzeit nach Kräften unterstützt.
(Zum vollständigen Artikel ...)

Foto: Christoph Boeckheler


"Einen Versuch ist es wert" - Zwei Deutschlandstipendiaten im Interview mit dem Journal Frankfurt

Noch bis zum 21. September können sich Studenten um das Deutschlandstipendium bewerben. Die Goethe-Uni vergibt es in diesem Jahr 460 mal. Wir haben zwei Stipendiaten gefragt, warum sich der Aufwand lohnt.

Die 27-jährige Mareike Beckmann hat immer wieder gejobbt, um ihr Studium zu finanzieren. Zuerst hat sie ihren Bachelor in Frankfurt an der Oder gemacht, jetzt ist sie im dritten Semester ihres Masterstudiums der Soziologie in Frankfurt am Main. Sie arbeitete als Hilfskraft für die Verwaltung des Deutschlandstipendiums, dann wurde sie ermuntert, sich selbst zu bewerben. Sonst, sagt Mareike, hätte sie es nie versucht. "Ich dachte immer, Stipendien wären etwas für Hochbegabte, die tausend Ehrenämter haben." Ihr Abitur hatte sie mit 2,1 gemacht, ihren Bachelor mit 1,3. Letzteres zählte, auch ihr Engagement beim Verein Arbeiterkind, der sich dafür einsetzt, dass Kinder aus Arbeiterfamilien den Weg an die Uni finden. Mareike bekam die Förderung.
(Zum vollständigen Artikel ...)


Foto: Lukas Gedziorowski


Projektpräsentationen der Deutschlandstipendiaten 2015

Im ideellen Förderprogramm des Deutschlandstipendiums engagieren sich die Stipendiaten in interdisziplinären Gruppen zu Themen, die sie selbst auswählen und von ehrenamtlichen Mentoren aus allen Bereichen der Gesellschaft geleitet werden.

Die Themen der Gruppen reichen von der Flüchtlingshilfe über Karrieremessen für Geisteswissenschaftler und Opernbesuche für ausländische Studierende bis hin zu innovativen ökologischen Ideen. Vizepräsidentin Prof. Tanja Brühl dankte den Mentoren für ihr großes Engagement.

Am 21. Juli 2015 präsentierten die Stipendiaten des aktuellen Jahrgangs, der am 30. September endet, die Ergebnisse ihrer jeweiligen Projektarbeiten. Die Förderer konnten anschließend ihre Stimme für die beste Präsentation abgeben. Diese Entscheidung fiel vielen schwer, da alle Projekte mit sehr viel Herzblut umgesetzt und präsentiert wurden.

Schließlich zeichnete sich doch eine deutliche Mehrheit für die Stipendiatengruppe mit dem Thema „Studierende helfen Flüchtlinge“ ab. Wir gratulieren sehr herzlich!



Die Projektgruppen:

  • Gesundheitsökonomie & Medizinethik
  • Studierende treffen Flüchtlinge
  • Die Goethe schreibt! – Der große Diktatwettbewerb
  • Wissen schaf(f)t Spaß – eine Rallye durch den Alltag
  • Miteinander ins Gespräch kommen – aber worüber?
  • PapierPilzFrankfurt
  • Karriere für den Geist
  • Uni:hautnah
  • Diversity Mentoring Network – "TräumeBilden"

511 Deutschlandstipendien: Goethe-Universität wieder mit Spitzenergebnis

Frankfurt, 29. Januar 2015: Bei einer Feierstunde im Festsaal auf dem Campus Westend überreichte Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff den Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten des akademischen Jahres 2014/15 ihre Urkunden. Mit 511 Stipendien und einer Gesamtsumme von 919.800 Euro an eingeworbenen Spenden hat die Goethe-Universität zum wiederholten Male ein Spitzenergebnis unter den deutschen Hochschulen erzielt. (Weitere Informationen ...)


Feierliche Vergabe von über 600 Stipendien auf dem Campus Westend. Universität liegt damit auf dem ersten Platz deutscher Hochschulen.



Frankfurt, 23. Januar 2014: Große Freude an der Goethe-Universität: Im Rahmen einer Feierstunde im Festsaal auf dem Campus Westend nahmen die Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten des akademischen Jahres 2013/14 ihre Urkunden entgegen. (Weitere Informationen ...)

Die Fotos der Vergabefeier finden Sie auf dem Flickr-Account der Goethe-Universität.


Förderer-Stipendiaten-Treffen

Das „Sommerfest“ des Deutschlandstipendiums am 4. Juli nutzten die Stipendiaten, um der Universität, ihren Förderern sowie Mentoren zu danken. Sie präsentierten an 15 Ständen Projektarbeiten, die sich sehen lassen können: Im Rahmen des ideellen Förderkonzepts, für das die Goethe-Universität vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit dem ersten Platz bundesweit ausgezeichnet wurde, entstanden in begleiteten Teams unter anderem eine Ehrenamtsbörse für die Goethe Universität, eine Bildungskonferenz und eine Vortragreihe zum Thema „Liebe“. (Erfahren Sie mehr ...)

(Video der Veranstaltung)