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Neuigkeiten aus dem Institut


Hier finden Sie die aktuelle Veranstaltungsübersicht (WS 2016/2017) unseres Instituts.


Erste Grimm-Bürgerdozentur geht an Tilman Spreckelsen

Die Stadt Hanau und die Goethe-Universität zeichnen „versierten Fürsprecher für die Grimm’schen Märchen“ aus – Vorlesungsreihe mit dem Preisträger

Das Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main und die Brüder-Grimm-Stadt Hanau laden Sie sehr herzlich zur Verleihung der ersten Grimm-Bürgerdozentur an Dr. Tilman Spreckelsen am Mittwoch, den 7.12.2016, um 18 Uhr s.t. ins Schloss Philippsruhe, Philippsruher Allee 45, in 63454 Hanau-Kesselstadt sowie zur dreiteiligen Vorlesungsreihe „Der goldene Schlüssel“ ein.

Zum Auftakt am 7.12. spricht Dr. Tilman Spreckelsen über „Das schlechte Blatt des Junkers von Eschwege, oder: Die Spätfolgen einer Kindheit im Schatten der Löwenburg“. Die Bürgerdozentur verleihen Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz.

Um Voranmeldung wird gebeten bei: Christine.Schilling@Hanau.de, Tel. 06181/295-1723.

Die Vorlesungsreihe wird fortgesetzt am Donnerstag, den 19.1.2017, um 18 Uhr c.t. im Renate von Metzler-Saal, Casino 1.801, Campus Westend, Goethe-Universität mit einem öffentlichen Vortrag des Preisträgers zu „Das Märchen von Beedle, dem Barden, oder: Harry Potter und der lange Schatten der Brüder Grimm“. Zur Einführung spricht Prof’in Dr. Ute Dettmar. Den Abschluss bildet eine öffentliche Vorlesung über „Jacob und Will Reckless hinter dem Spiegel, oder: Warum uns die Welt der Märchen keine Ruhe lässt.“ am Freitag, den 24.2.2017, um 9.45 Uhr s.t. im Kulturforum Hanau, Am Freiheitsplatz 18a, 63450 Hanau.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Pressemeldung


Bürgervorlesung "Bilder zu 'Klassikern' - über Klassizität, Popularität, Aktualität von Illustration und Bilderbuchkunst"

Bürgervorlesung im Wintersemester 2016/17, initiiert vom Institut für Jugendbuchforschung

Mittwoch, 18-20 Uhr (c. t.) / Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 6

Bilderbücher wie Der Struwwelpeter des Frankfurter Arztes Heinrich Hoffmann oder Wilhelm Buschs Max und Moritz haben sich mit ihren Bildfolgen immer wieder ins Gedächtnis neuer Generationen eingeprägt. John Tenniels Illustrationen zu den Alice-Erzählungen, aber auch Märchen-Bilder, die sich auf populäre Szenarien beziehen, zeigen anschaulich, dass es nicht nur die Texte, sondern Bücher in ihrem Zusammenspiel von Text und Bild sind, die über Jahrhunderte hinweg faszinieren und mit ihren Visualisierungen Bezugspunkte für Illustratorinnen und Illustratoren bleiben. Die Lebendigkeit dieser Bilderbuch-Klassiker zeigt sich nicht zuletzt darin, dass sie bis heute Illustratorinnen und Illustratoren zu neuen Interpretationen anregen.

Die interdisziplinär angelegte Ringvorlesung des Instituts für Jugendbuchforschung widmet sich neben der Diskussion, wie und warum Bilderbücher zu Klassikern der Kinderliteratur geworden sind, vor allem auch der Frage, worin Faszination und Potential der Bildgeschichten bis heute liegen und wie mit den wirkmächtigen Vorlagen auch im Kontext von Kulturtransfer, Übersetzung und Transformationen umgegangen wird. Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftler, Künstlerinnen und Künstler, Literaturvermittlerinnen und Literaturvermittler setzen sich entlang von Neubearbeitungen mit Fragen der Ikonographie, (Inter-)Medialität und Materialität aus historischer Perspektive sowie im Kontext von Populärkultur, Parodie und Postmoderne auseinander und laden zur Diskussion über alte Klassiker und neue Bilder ein.

Die Vorlesungsreihe wurde von Prof’in Dr. Ute Dettmar und Dr. Claudia Maria Pecher konzipiert, in Kooperation mit dem Heinrich-Hoffmann- & Struwwelpeter-Museum Frankfurt, dem Börsenblatt des deutschen Buchhandels, der Stiftung Illustration, der Stiftung Buchkunst und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e. V.. Die Veranstaltung wird gefördert von der Waldemar-Bonsels-Stiftung. Es ist vorgesehen, die Vorträge der Ringvorlesung in einem Band zu veröffentlichen, der um weiterführende Beiträge ergänzt wird, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe nicht mehr aufgenommen werden konnten.

Das Institut für Jugendbuchforschung wurde 1963 gegründet. Die vom Institut aufgebaute und größtenteils auf Stiftungen basierenden umfangreichen Kinder- und Jugendbuch- sowie Kinder- und Jugendmediensammlungen sind zum überwiegenden Teil in der Bibliothek für Jugendbuchforschung zusammengefasst, die eine Spezialbibliothek im Bibliothekszentrum der Geisteswissenschaften (BZG) darstellt. Hierunter befindet sich auch ein umfassender Bestand an Bilderbüchern und Comics.

Begleitend zur Vorlesung findet im Heinrich-Hoffmann- & Struwwelpeter-Museum vom 28.10.2016 bis 26.3.2017 eine Ausstellung zu „Klassikern des Bilderbuchs. Von Rotkäppchen bis Grüffelo!“ statt.

Termine der Vorlesungsreihe

26. Oktober 2016
Prof. Dr. Jens Thiele
Zum Phänomen des „Klassikers“ in der Bilderbuchkultur. Eine Bestandsaufnahme

02. November 2016
Prof. Dr. Emer O’Sullivan
Alice: Metamorphosen einer weltliterarischen Figur

09. November 2016
Beate Zekorn-von Bebenburg
Der Struwwelpeter
. Bilder machen Geschichte(n)

16. November 2016
Dr. Bernd Dolle-Weinkauff
Miese Gören, üble Streiche. Über die Nachkommenschaft von Max und Moritz im Comic Strip

23. November 2016
PD Dr. habil. Mareile Oetken
Vom Märchenwald in den Großstadtdschungel. Traditionslinien und Brüche in der Märchenillustration

30. November 2016
Dr. Stefan Hauck
Die Kulissen des Glücks: Der Maler Carl Larsson inszeniert Sehnsüchte

14. Dezember 2016
Rotraut Susanne Berner u. Dr. Pauline Liesen
Es wimmelt in der Burg - Wimmelbücher überall

21. Dezember 2016
Dr. Agnes Blümer
Lila Stacheln und schwarze Zungen. Zur Übersetzung von Text-Bild-Relationen

11. Januar 2017
Dr. Heidi Lexe
Holzpuppenpurzelbäume. Die (medialen) Volten des Pinocchio

18. Januar 2017
Dr. Felix Giesa
Supermans Nachmittag im Kinderzimmer. Formen und Funktionen populärkultureller Ikonographie in graphischen Erzählungen für Kinder und Jugendliche

25. Januar 2017
Hans ten Doornkaat
Schellen-Ursli
: ein Bergbub mit Welterfolg. Analyse des Bilderbuches, seiner Ideologie und der Rezeption

1. Februar 2017
Dr. Tilman Spreckelsen
Ein Siegfried für unsere Zeit. Zur Visualisierung nordischer Mythen

8. Februar 2017
Dr. Svenja Blume
Wo steht die Villa Kunterbunt? Pippi Langstrumpfs Bildwelten

Kontakt und Ansprechpartnerinnen:

Prof’in Dr. Ute Dettmar
Geschäftsführende Direktorin
Institut für Jugendbuchforschung
E-Mail: u.dettmar@em.uni-frankfurt.de

Dr. Claudia Maria Pecher
E-Mail: pecher@em.uni-frankfurt.de

Franca Feil, M.A. (Projektkoordination)
Institut für Jugendbuchforschung
E-Mail: feil@em.uni-frankfurt.de

Flyer


Begleitausstellung im Heinrich-Hoffmann- & Struwwelpetermuseum zu „Klassikern des Bilderbuches. Von Rotkäppchen bis Grüffelo!“ vom 28.10.2016 bis 26.3.2017

Begleitausstellung zur Bürgervorlesung
im Heinrich-Hoffmann- & Struwwelpeter-Museum:

Klassiker des Bilderbuchs. Von Rotkäppchen bis Grüffelo!

Vernissage: 27. Oktober 2016, 19 Uhr (c.t.)
Dauer: 28.10.2016 bis 26.3.2017

Die Ausstellung bietet ein Wiedersehen mit Klassikern der Kinderliteratur aus zwei Jahrhunderten. Sie zeigt, wie das Zusammenspiel von Text und Illustration Rotkäppchen, Alice im Wunderland und auch den Grüffelo zu zeitlosen Kinderbüchern machen. Die Schau präsentiert mit 14 Stationen altbekannte und aktuelle Bilderbücher, stellt deren Autoren und Illustratoren vor und dokumentiert ihr Weiterleben in Filmen und Merchandising. Viele Mitmach-Angebote sorgen für ein vergnügliches Treffen mit den Kindheitshelden von Jung und Alt. Ein Höhepunkt der Ausstellung sind die Original-Illustrationen des Hamburger Künstlers Jonas Lauströer zum Thema Fabeln, die im Kunstkabinett des Museums zu sehen sind.

Die Schau wurde von Studierenden des Instituts für Jugendbuchforschung in einem Seminar mit Museumsleiterin Beate Zekorn-von Bebenburg erarbeitet.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr

Museumseintritt: € 4,00 / € 2,00, Kinder bis 7 Jahre frei

Öffentlicher Anschluss: U6/U7 „Westend“; U4 „Bockenheimer Warte“

Ansprechpartnerin:

Beate Zekorn-von Bebenburg
Direktion
Heinrich-Hoffmann- & Struwwelpeter-Museum
Schubertstr. 20
60325 Frankfurt am Main
Tel. 069/ 74 79 69
www.struwwelpeter-museum.de


Fachforum zu 500 Jahre Reformation

Freitag, 2. Dezember 2016, ab 11 Uhr im Schelfenhaus in Volkach

mit Prof. Dr. Klaus Arnold (Hamburg/ Kitzingen), Géraldine Elschner
(Heidelberg), Prof. Dr. Gabriele von Glasenapp (Köln), PD Dr.
Christian Kuhn (Frankfurt a. M.), Dr. Jana Mikota (Siegen), Maja
Nielsen (Frankfurt a. M.), Dr. Claudia Maria Pecher (Frankfurt a. M.), Prof. Dr. Klaus Wolf (Augsburg)

Abendlesung

„Vom rebellischen Sohn zum Reformator –

Annäherung an ein Denkmal“

mit dem Bestsellerautor und Historiker Dr. Alois Prinz (München)
Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt: 5 Euro

Programm und Anmeldung unter:
www.akademie-kjl.de, Tel. 09381/4355, info@akademie-kjl.de
Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V.

"Hans und die Bohnenranke" von Nina Töwe

Neue Bilderausstellung im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum Hanau-Wilhelmsbad


Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 10-12 / 14-17 Uhr, Samstag / Sonntag: 10-17 Uhr

Eröffnung am 28. August 2016 um 14.30 Uhr

2016 werden im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum Hanau-Wilhelmsbad vier Sonderausstellungen zu ausgezeichneten Bilderbüchern präsentiert. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Jugendbuchforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und dem Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen sowie der Stiftung der Sparkasse Hanau zeigen renommierte Illustratorinnen und Illustratoren ihre Werke. Nachdem im ersten Halbjahr Nele Brönner aus Berlin und Jonas Lauströer aus Hamburg zu Gast waren, sind von 28. August bis 30. Oktober nun Arbeiten von Nina Töwe-Heitmüller zum Thema "Hans und die Bohnenranke" zu sehen.

Die Künstlerin wurde 1971 in Hamburg geboren. Bereits im Alter von drei Jahren bemalt sie die Wände ihres Kinderzimmers komplett mit Wachsmalstiften. Mit acht beginnt sie, Federzeichnungen zu machen und dabei Mozart zu hören, was sie auch heute noch tut. Nach dem Abitur 1990 studiert Nina Töwe bis 2000 Illustration mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendbuch bei Professor Rüdiger Stoye, Informative Illustration bei Professor Gero Flurschütz und Zeichnen bei Klaus Ensikat an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. 1994-1995 lernt sie die Kunst des Kupferdrucks bei Hartmut Frielinghaus, ebenfalls in Hamburg, 1996 bis 2008 Mitglied einer Ateliergemeinschaft in Hamburg-Winterhude. 2012 legt sie "Hans & die Bohnenranke" im Verlag Minedition vor, wofür sie 2013 den Sonderpreis "Märchenbilderbuch" der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur erhält. Seitdem arbeitet die Künstlerin erfolgreich als selbstständige Illustratorin und lebt mit ihrer großen Familie (vier Kinder, zwei Katzen und drei Kater) auf dem Land vor den Toren Hamburgs.

Die Sonderausstellung mit rund 30 Originalwerken von Nina Töwe-Heitmüller wird am Sonntag, den 28. August 2016 um 14:30 Uhr offiziell eröffnet. Die Künstlerin ist persönlich anwesend und signiert ihre Bücher.

Weitere Informationen unter: www.hessisches-puppenmuseum.de


Ausstellung der Bibliothek für Jugendbuchforschung

Die schönste (Neben-) Sache der Welt: "Liebe und Sexualität im Kinder- und Jugendbuch"

Die Liebe ist nicht nur ein universelles Thema der Erwachsenenliteratur weltweit, auch in der neueren deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur wird sie vielfach und auf unterschiedlichste Weise angesprochen. Da es unzählige verschiedene Ausdrucksformen der Liebe und dementsprechend eine unerschöpfliche Auswahl in der Literatur gibt, fokussiert sich die Ausstellung auf die romantische Liebe und die Sexualität. Insbesondere die letztere gewinnt in der Kinder- und Jugendliteratur zunehmend an Bedeutung und Vielseitigkeit. Es werden vermehrt Grenzen ausgetestet und (sexuelle) Tabus erkundet.

Die Literaturauswahl umfasst Bilderbücher, Erzählliteratur und Sachbücher zu Themen wie erste Liebe und das erste Mal, verbotene Liebe, Homosexualität sowie sexuelle Aufklärung, Pubertät und körperliche Entwicklung.

Die Vitrinenausstellung über Liebe und Sexualität im Kinder- und Jugendbuch ist zu sehen von Montag bis Freitag in der Zeit von 9.00 bis 16.30 Uhr im I.G.-Farben-Haus auf den Fluren der Bibliothek für Jugendbuchforschung (Querbau 1, Erdgeschoss, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt).


Zurückliegende Veranstaltungen finden Sie hier.