Altorientalische Forschungen in Frankfurt

Die Forschungen der Frankfurter Vorderasiatischen Archäologie sind vielfältig und berühren ein breites Spektrum archäologischer Fragestellungen im Arbeitsgebiet des Faches.

 

Großen Einfluss auf die laufenden Projekte haben naturgemäß die Feldforschungen in Nordsyrien durch die langjährigen Ausgrabungen in Tell Chuera und Kharab Sayyar. Mit der Übertragung auch der älteren Funde und Grabungsunterlagen befindet sich nun die Dokumentation zu diesen beiden wichtigen syrischen Fundorten in Frankfurt. Aus diesen Feldforschungen haben sich zahlreiche Qualifikationsarbeiten ergeben, die zum Teil noch in der Fertigstellung begriffen sind. Ausgrabungen an dem türkischen Fundort Ziyaret Tepe haben ihrerseits zu Studien zum assyrischen Einfluss auf Südostanatolien geführt, um diesen Fundort mit seinen unterschiedlichen kulturellen Facetten positionieren zu können.

Das Forschungsprofil der Frankfurter Vorderasiatischen Archäologie, wie es sich in den Publikationen seiner Mitarbeiter und Qualifikationsarbeiten abzeichnet, ist wenngleich materialbasiert so doch an überregionalen und übergreifenden Fragestellungen ausgerichtet. Schwerpunkte bilden dabei Themen aus den Bereichen der Siedlungsarchäologie, Baugeschichte und Kulturkontakte.
Im Bereich der Altorientalischen Philologie stehen derzeit hurritologische Forschungen, und dabei insbesondere solche zur Namenkunde und Lexikologie, im Vordergrund der Forschung. Ziel ist dabei die Aufarbeitung der diversen Namenkorpora.

Die interdisziplinäre Verknüpfung mit anderen archäologischen Fächern im Rahmen des Instituts für Archäologische Wissenschaften bzw. der Graduiertenkollege tragen außerdem zur Betrachtung neuer Aspekte innerhalb der Vorderasiatischen Archäologie bei.