Die Sammlung orientalischer Antiken der Abteilung

Das Arbeitsgebiet zur Archäologie Vorderasiens beherbergt eine kleine Sammlung orientalischer Antiken. Diese Sammlung beruht in ihrem Grundstock auf den Sammlungsaktivitäten Friedrich Wachtsmuths, des ersten Professors für die Archäologie und Geschichte des vorderasiatischen Raumes von 1943 bis 1945 in Frankfurt. Auf verschiedenen Reisen in den Orient, vor allem aber durch seinen persönlichen Kontakt zu den deutschen Ausgräbern in Assur, Babylon und Uruk, konnte er eine Lehrsammlung aufbauen. Hinzu kamen nach der Wiedergründung der Vorderasiatischen Archäologie in Frankfurt diverse Dauerleihgaben und private Schenkungen. Ergänzt wird die Sammlung durch zahlreiche Objekte aus Tell Chuera, die sich im Besitz der Oppenheim-Stiftung befinden und auf unbestimmte Zeit dem Frankfurter Institut zur Verfügung gestellt wurden.

Die Sammlung der Originale umfasst heute 365 Objekte, in erster Linie Keramik und Terrakotten, ferner islamische Stuck- und glasierte Ziegelfragmente sowie Funde aus der Türkei (Troja) und aus dem Iran (Luristan, Amlasch) mit unterschiedlicher Zeitstellung vom Chalkolithikum bis in das 14. Jh. n. Chr.

Als Studiensammlung sind die Objekte in einem durch den Förderverein ENKI e.V. großzügig ausgestatteten Raum separat untergebracht und nach Anmeldung zu besichtigen.


Ansprechpartner
Prof. Dr. D. Wicke  
wicke@em.uni-frankfurt.de
Raum 5.555


Literaturhinweis
J. Becker, Die Sammlung Vorderasiatischer Antiken, in: M. Herfort-Koch – U. Mandel – U. Schädler (Hgg.), Begegnungen. Frankfurt und die Antike. Frankfurt a.M. (1994) 401-408.
J.-W. Meyer, Kulturen am Rande Mesopotamiens. Von West-Kleinasien bis zum Kaspischen Meer. Frankfurter Archäologische Schriften 8. Wiesbaden (2009).