Ausgewählte Medienbeiträge

Kirche im ländlichen Raum

2018 (68)

"Der Körperkult - eine allgegenwärtige unsichtbare Religion?"

Vermutlich gibt es keine Epoche und Kultur, in der so viele Menschen so viel Geld und Zeit in den eigenen Körper investiert haben, wie das gegenwärtig der Fall ist. [mehr]

Interview in fitness Management

Dez/Jan 2018

"Fitnessstudios passen perfekt in unsere Zeit"

fM: "Soziologen hinterfragen grundsätzlich das, was scheinbar so selbstverständlich und natürlich aussieht." Was bedeutet der Körper für Soziologen?" [mehr]

Bericht in der Frankfurter Rundschau

05.09.2018

"Eintracht Sprechchöre im Audimax"

Ganz unten am Pult stehen zwei Leute. Sind das Schiedsrichter? Nein. "Ich bin der Robert, das ist die Bettina", sagt der Robert, und dass sie Sportsoziologin und Sportsoziologe sind. Das heißt, sie untersuchen, welche Bedeutung der Sport in der Gesellschaft hat. [mehr]

Interview in der Süddeutschen Zeitung

10.06.2018

"Es ist fast schon ein soziales Muss"

Der Sportsoziologe Robert Gugutzer sieht das Public Viewing als Ritual, bei dem vielen die Partystimmung wichtiger ist als der Fußball. [mehr]

Interview in der Welt am Sonntag

07.05.2017, S. 15

"Warum das Risiko?"

"Den Kletterern geht es nicht um Risiko, denen geht es um Kontrolle. Es sind keine Hasardeure, die ihr Leben aufs Spiel setzen", sagt Robert Gugutzer, Professor für Sportsoziologie in Frankfurt am Main, und dass sie nicht krank seien. [mehr]

Interview mit der Rheinischen Post

29.04.2017

"Sportsucht – Laufen bis es weh tut"

Sportsoziologe Robert Gugutzer von der Goethe-Universität Frankfurt geht von bis zu drei Prozent fitnesssüchtigen Deutschen aus. [mehr]

Interview

Welt am Sonntag

12.02.2017

"Körperarbeit ist Identitätsarbeit"

Menschen haben ein Sinnbedürfnis. Dafür gab es traditionell die Religion. Deren lebensweltliche Bedeutung ist in unserer säkularisierten Gesellschaft aber stark geschwunden. [mehr]

Interview

UniReport

03.06.2016

Fußball als »Party-otismus«

Was geht beim Public Viewing eigentlch vor sich? Wer geht da hin und was machen die Leute dort? Nach welchen Regeln läuft ein Public Viewing ab, welche Erwartungen werden damit verknüpft? [mehr]

"Von Sindelar bis Alaba":  Magazin der Reihe "Die Presse" - "Geschichte"

25.05.2016, S. 32

Fußball, fast eine Religion

Auch Gugutzer sieht im Sporterleben - und da besonders beim Public Viewing - einen "pseudoreligiösen Charakter". Zwar nicht im Sinne einer kirchlichen Religion, aber Sportereignisse zeigen die funktionalen Merkmale einer Religion: Rituale, Symbole, Prozesse. [mehr]

GEOkompakt: Die Grundlagend des Wissens.

Nr. 46/2016

S. 113-117

Bis ans Limit

Seit einigen Jahren sucht der Frankfurter Sportsoziologe Robert Gugutzer in den Geschichten von Bewegungsabhängigen nach den Gründen, die Menschen dazu bewegen, ihr Leben, ihren Alltag dem Sport unterzuordnen. [mehr]

3sat - TV- & Kulturmagazin
01/2016

Ist Sport die neue Religion?

Für manche Menschen dreht sich alles um ihren Körper, er wird zum sinnstiftenden Objekt, das durch diverse Rituale geformt und ästhetisiert wird. Ist Sport die neue Religion?
So kann man in der Tat sehen. Die Frage ist dabei natürlich, was man unter "Religion" versteht. In der Wissenschaft gibt es einen substanziellen und einen funktionalen Religionsbegriff. [mehr]

Deutschlandfunk
Sendung „Lebenszeit“
30.10.2015

Ein Leben lang attraktiv. Werden Körper und Aussehen immer wichtiger?

Ein Leben lang attraktiv und fit zu sein und so lange wie möglich "jung" zu bleiben? Eine schöne Vorstellung. Tatsächlich sind viele Menschen bis ins höhere Alter gesund, sehen jünger aus, stehen mitten im Leben und sind leistungsfähiger als je zuvor. Doch schwierig wird es, wenn der Wunsch, jung zu bleiben, so beherrschend wird, dass die körperliche und seelische Gesundheit darunter leiden. [mehr]

scinexx.de
Das Wissensmagazin
14.08.2015

Sozialer Faktor und Karrierrehilfe. Self-Tracking bei Sport-Studierenden

Wenn Self-Tracking schon den Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport beeinflusst - was bedeutet dieser strukturelle Wandel dann für besonders engagierte Akteure des Sports, etwa Studierende der Sportwissenschaften?  [mehr]

Radiointerview:
Hessischer Rundfunk

Männer und Sportsucht

Männer und Sportsucht - wie passt das zusammen? Dazu Prof. Robert Gugutzer: "Der Sport gilt traditionell als eine Männerwelt, das heißt im Sport kann Mann ganz vieles leben und erleben, was mit Männlichkeit zu tun hat. In der Sportsucht spitzt sich das sozusagen zu." [mehr]

Interview:
Frankfurter Rundschau
25./26.04.2015, S. 23

Laufen, bis es wehtut

Herr Gugutzer, als Sozialwissenschaftler fordern Sie, Sportsucht auch als gesellschaftliches Phänomen zu betrachten. Aus welchem Grund?
In der Forschung wird Sportsucht meist als ein biopsychosoziales Phänomen beschrieben. Mehrheitlich beschäftigen sich Mediziner und Psychologen mit der Sportsucht, die jedoch die sozialen Aspekte vernachlässigen. Damit ist die Bedeutung von Familie, Freunden und der Trainingsgruppe wie im weiteren Sinne die Gesellschaft und der kulturelle Kontext gemeint. Da herrschen noch Forschungslücken. [mehr]

Selbstoptimierung
Physiopraxis
02/2015, S. 10-12

Selbstoptimierung

"Es gibt ein Recht auf ein ungesundes Leben"

Herr Professor Gugutzer, Therapeuten fordern Patienten oft dazu auf, mehr Selbstverantwortung zu übernehmen und sich gesund zu verhalten. Sehen Sie da eine Schattenseite?
Ja, durchaus. Mit dieser Aufforderung ist eine hohe Erwartung verbunden. Man kann sich dem  Appell zur Selbstverantwortung ja kaum noch entziehen. Gleichzeitig wird der einzelne Mensch dafür verantwortlich gemacht, wenn er scheitert. Übersehen wird dabei, dass es oft strukturelle Bedingungen gibt, die der Einzelne nicht einfach so wegschieben kann. [mehr]

Impu!se für Gesundheitsförderung 83/2014, S. 2-3

Das Unbehagen an der Selbstoptimierungskultur

"Der »Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit« (I. Kant) hat nicht nur den individuellen Vernunftgebrauch zur Folge gehabt, sondern damit einhergehend das Optimierungsstreben als eine zentrale Leitkategorie der Moderne hervorgebracht. Die Moderne hält sich zugute, planvoll und zielstrebig nach vorne zu schreiten, um die gott-, schicksals- oder naturgegebenen Mängel zu beheben und das Leben lebenswerter, mithin sicherer, gerechter, spannender und gesünder zu machen. ..." [mehr]

Interview: LandshuterZeitung,
26.04.2014, S. 38

Kult muss nicht immer schlecht sein

"Wir leben in einer Zeit, in der dem Körper so viel Aufmerksamkeit entgegengebracht wird wie vielleicht noch in keiner anderen Epoche und Kultur. Welche Auswirkungen dieser Körperkult –  positive wie negative –will Prof. Dr. Robert Gugutzer in der Reihe „Wissenswerk“ ergründen. ..." [mehr]

 

Die Welt,
09.04.2014

Für viele Menschen ist Sport ein Ersatz für Freunde

"Man muss den kulturellen Rahmen betrachten. Der Begriff Sportsucht kam in den Siebzigern auf und vor allem in Nordamerika und Europa. Das wirft die naheliegende Frage auf: Besteht da ein gesellschaftlicher und zeitlicher Zusammenhang zur Sportsucht?", sagt Gugutzer. Für den Professor der Uni Frankfurt ist die Antwort klar: Den gibt es. ..." [mehr]

Darmstädter Echo (Bericht zum Vortrag),
03.12.2013

"Sport als Sucht": Rekordbesuch zum Abschluss des Sport-Forums

„Ich will meinen Nabel auf Null bringen.“ „Ich könnte vor Fitness zerspringen.“ Zitate aus dem Roman von John von Düffel mit dem Titel „Ego“. Robert Gugutzer übersetzte den Kick: „Das ist schon nah dran an der Sportsucht. Was nutzt ein toller Körper, wenn ihn niemand sieht und bewundert.“ ... [mehr]

The European. Das Debatten-Magazin,10.10.2013

Superhelden XXL. Weil sie sich dem Gesundheitsterror entziehen, sind dicke Menschen eigentlich Helden. Was einiges über Gesellschaft aussagt.

"Die Frage nach dem „idealen Menschen“ bzw. dem „idealen Körper“ ist einfach zu beantworten: Es gibt weder einen idealen Körper noch einen idealen Menschen. Was es allein gibt, sind dazu gehörige „ideologische“ Positionen. Ideologien allerdings sind sozial konstruierte Ideensysteme, die keine eindeutigen, unumstößlichen Wahrheiten transportieren, sondern „standortgebundene“ (K. Mannheim) Ansichten, die man glauben kann oder auch nicht. ..." [mehr]

Deutschlandfunk,
22.08.2013

Die neue Lust am Körperkult

"Der Körperkult wird zu einer Diesseitsreligion. Der Religionssoziologe Thomas Luckmann hat einmal gesagt, das 20. Jahrhundert sei dadurch gekennzeichnet, dass es zu einer Schrumpfung der Transzendenzen gekommen sei. Die Religion verkörpert große Transzendenzen, das ist das Jenseits, der metaphysische, überempirische Gott. ..." [mehr]

Life Long Learning in  Europe,
April 2013

The Western body in the 2010s- a talk with Robert Gugutzer

"What role does the body play in society today?

A historical comparison shows unequivocally that overall, the body has gained in importance in societies such as ours. This does not, of course, mean that the body was of no significance in the past for people or their life together. On the contrary, it can be said that the body was once even far more important in some areas, such as that of work. Today it is a well-known fact that far fewer people carry out such hard physical work than in premodern societies. ..." [mehr]

ideaSpektrum,
30.06.2010

Wird der Fußball Religion?

"Fußball ernsthaft und nicht nur metaphorisch als eine (Ersatz-)Religion zu bezeichnen, setzt einen bestimmten Religionsbegriff voraus. Religion ist dann nicht in einem substantiellen Sinne gemeint, demzufolge sich Religion über spezifische Inhalte wie bestimmte Gottesvorstellungen oder Transzendenzen definiert. Fußball als Religion zu verstehen bedeutet, Religion in einem funktionalen Sinne zu begreifen. ..."

"Nun lassen wir einmal die Kirche im Dorf und halten den Ball flach. Natürlich kann man an den Ausspruch Martin Luthers denken: „Woran Du dein Herz hängst, das ist dein Gott.“ Zumindest während einer Fußballweltmeisterschaft könnte man sich die Frage stellen, ob das Herz einer Nation für vier Wochen am Fußball hängt. ... " [mehr]

Frankfurter Rundschau, 17.06.2010

Auszeit mit Wir-Gefühl

"Muttersprachler dürfte der Begriff vermutlich immer wieder erschauern lassen. "Public Viewing" stammt aus dem Sprachgebrauch der frühen englischen Gerichtsmedizin und bedeutet eigentlich das "öffentliche Zuschaustellen einer Leiche" in einem verdächtigen Todesfall. Nicht gerade das, was Fans und Partygänger in Frankfurt und anderswo vor Augen haben, wenn sie sich zu Tausenden zum kollektiven Fußballgucken auf öffentlichen Plätzen versammeln. ..." [mehr]

Süddeutsche Zeitung,
21.05.2010

Adonis am Ball

"Einerseits ist es Ausdruck der Freude, die Raum braucht und expressiv ausgedrückt werden muss. Die Spieler wollen etwas tun, laufen, springen - das Trikot schwenken", sagt Robert Gugutzer, Professor für Sozialwissenschaften des Sports an der Goethe-Universität in Frankfurt. Doch weil das Phänomen des Trikotausziehens unter Fußballern erst seit etwa zehn Jahren in Mode ist, bestünde zudem ein Zusammenhang mit dem Zeitgeist des Körperkults. "Die Arbeit am Körper ist nicht bloß Selbstzweck, das will man auch zur Schau stellen", befindet Gugutzer. ..." [mehr]