Projekt BEWOHNT

Titel: "Hier will ich wohnen bleiben - Zur Bedeutung des Wohnens in der Nachbarschaft für gesundes Altern"

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Frank Oswald, Dr. Roman Kaspar (Projektleitung), Dipl. Sozialgerontologin Ursula Frenzel-Erkert (wissenschaftliche Bearbeitung), Goethe-Universität Frankfurt am Main

Förderung: BHF-BANK Stiftung

Laufzeit: 01.04.2010 - 30.09.2012

Stichworte: Privatwohnen, Selbständigkeit, Wohlbefinden, Nachbarschaft

Projektbeschreibung:Das Projekt soll einen Beitrag dazu leisten, bestmögliche Bedingungen für ein Wohnen im Stadtteil bis ins sehr hohe Alter für die große Gruppe privat wohnender Älterer zu gewährleisten. Übergeordnetes Ziel ist die Erhaltung von Selbständigkeit und Wohlbefinden in der angestammten Nachbarschaft. In engem Austausch mit Praxisverantwortlichen und Bewohnern sollen Probleme und Potentiale des Älterwerdens im Stadtteil erforscht werden. Zwei wesentliche Projektziele sind (1) die detaillierte Beschreibung, in welchen alltäglichen räumlich-sozialen Situationen alte Personen im Stadtteil Schwierigkeiten erleben, wo sie Möglichkeiten der Verbesserung sehen und wie Wohnen mit Aspekten gesunden Alterns zusammenhängt, und (2) die Entwicklung und Optimierung eines Katalogs von Praxismaßnahmen auf der Basis der Befunde und in enger Zusammenarbeit mit Planungsverantwortlichen sowie vor dem Hintergrund bereits bestehender Angebote.Dazu wurden im Rahmen der ersten Erhebungsphase (2010-2011) 595 privat wohnende Frauen und Männer verschiedener Altersgruppen (70-79, 80-89 Jahre), Wohnformen (allein lebend vs. nicht allein lebend) aus den drei Stadtteilen Schwanheim, Bockenheim und der Nordweststadt zu Hause besucht und befragt (mit standardisierten und halb-offenen Verfahren). Zudem haben Teilnehmer/-innen Mobilitätstagebücher geführt, Interview-er/-innen haben objektive Umweltdaten gemessen und es wurden qualitative Vertiefungsstudien durchgeführt. Neben der engen Kooperation mit verantwortlichen kommunalen Stellen und am Thema beteiligten Akteuren erfolgte im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektbeirates ein regelmäßiger Austausch mit Experten im In- und Ausland. Von Januar bis Juli 2012 (ca. ein ¾ Jahr Abstand) erfolgte die Wiederholungsbefragung, an der 463 Personen (77,8%) erneut teilnahmen. Dabei standen erlebte Veränderungen und die Bewertung von Angeboten im Stadtteil, sowie Aspekte der objektiven Gesundheit und der Gesundheitskompetenz im Mittelpunkt.

Download: Forschungsbericht BEWOHNT (2014) 2. Auflage