Projekt INSEL

Titel: "Entwicklung eines Instruments zur praxisnahen Erfassung von Lebensqualität im stationären Kontext"

Projektpartner: Prof. Dr. Hans-Werner Wahl (Projektleitung), PD Dr. Oliver Schilling, Abteilung für Psychologische Alternsforschung, Universität Heidelberg, Prof. Dr. Frank Oswald (Projektleitung), Dr. Ines Himmelsbach, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Förderung: Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung

Laufzeit: 01.10.2005 - 31.12.2011

Stichworte: Heimumwelt, Lebensqualität, Instrumentenentwicklung, Bewohner, Personal

Projektbeschreibung: Das Konzept der Lebensqualität ist in der stationären Altenhilfe wenig erforscht und für die Praxis bisher wenig handlungsleitend geblieben. Ziel des Projekts INSEL ist es, auf der Grundlage eingeführter Konzepte ein Instrument zu entwickeln, mit dem Lebensqualität in stationären Wohnformen sowohl praxistauglich als auch wissenschaftlich fundiert gemessen werden kann. Das Instrument erfasst die subjektiven individuellen Bedürfnisse der Bewohner in unterschiedlichen Lebensqualitäts-Dimensionen aus den Perspektiven der betreuten Person sowie des Betreuungspersonals. Ebenso erlaubt das Instrument die Beurteilung der Übereinstimmung zwischen diesen beiden Perspektiven. Das Instrument wird von den Einrichtungen selbständig und routinemäßig eingesetzt, die Ergebnisse fließen in die Pflege- und Betreuungsplanung ein. Bisher wurden Interviews mit 854 Bewohnern und ihrem Betreuungspersonal in 21 stationären Einrichtungen quantitativ ausgewertet. Die Interviews umfassen jeweils ein vis-a-vis Interview bei auskunftsfähigen Bewohnern oder eine Fremdbeurteilung durch Angehörige bei eingeschränkter Auskunftsfähigkeit sowie eine Beurteilung durch das Betreuungspersonal. Zudem liegen inhaltsanalytische vertiefende qualitative Auswertungen von 250 Bewohnerinterviews vor. Seit 2007 wurden 125 Mitarbeiter im Rahmen umfangreicher Trainingsprogramme mit dem Instrument vertraut gemacht, so dass es mittlerweile stiftungsweit erprobt und erfolgreich in den Betreuungsalltag eingebracht werden konnte. Derzeitige Auswertungen dienen sowohl der Verbesserung individueller Lebensqualität von Bewohner, als auch der weiteren Optimierung des Instruments.