Projekt SenTra

Titel: "Der Gebrauch von hochentwickelter Technologie zur Mobilitätsanalyse bei der Alzheimerschen Erkrankung und verwandten kognitiven Einschränkungen"

Projektpartner: Prof. Dr. Noam Shoval, Department of Geography, Hebrew University of Jerusalem (Gesamtleitung), Prof. Dr. Hans-Werner Wahl (Leitung in Deutschland), Dr. Elke Voss (wissenschaftliche Bearbeitung in Deutschland), Dipl.-Psych. Markus Wettstein, Abteilung für Psychologische Alternsforschung, Universität Heidelberg, Prof. Dr. Frank Oswald, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Tim Freytag, Institut für Geographie, Universität Kiel, Prof. Dr. Gail Auslander und Dr. Ruth Landau, School of Social Work, Hebrew University of Jerusalem, Dr. Jeremia Heinik, Sackler Faculty of Medicine, University of Tel Aviv

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Laufzeit: 01.01.2007 - 31.12.2011

Stichworte: Privatwohnen, Mobilität, Technik, Demenz, Tracking-Methode

Projektbeschreibung: Eines der häufigen Verhaltensmerkmale im Vorfeld von und bei Demenz sind Probleme im Bereich der außerhäuslichen Mobilität (z.B. Orientierung, Verirren). Objektive Messungen außerhäuslicher Mobilität, insbesondere bei der großen Gruppe der noch privat wohnenden Älteren in dieser Risikosituation, gibt es aber kaum. Das 2007 gestartete Forschungsprojekt "SenTra" (Senior Tracking) wird in einem Projektzeitraum von fünf Jahren hochentwickelte Technologien zur Erfassung von Mobilität in innovativer Weise bei Personen einsetzen, die entweder an einer Demenz erkrankt oder von leichten kognitiven Beeinträchtigungen betroffen sind. Die gewonnenen Daten werden verwendet, um Typologien des außerhäuslichen Mobilitätsverhaltens für die zu untersuchenden Personengruppen zu entwickeln. Ergänzende statistische Analysen sollen dazu dienen, die unterschiedlichen Mobilitätsmuster auf der Basis umfassender sozialstruktureller sowie persönlichkeits- und umgebungsbezogener Variablen zu erklären. Zudem wird untersucht, welchen Einfluss der Gebrauch von Technik zur Mobilitätserfassung auf die Lebensqualität von Personen mit Demenz und die sie pflegenden Personen hat, und welches Potenzial diesen Technologien als Diagnoseinstrument zukommt. Die explizite Berücksichtigung ethischer Aspekte in Zusammenhang mit dem Gebrauch hochentwickelter Technologien zur Mobilitätserfassung ist ein eigener empirischer Bestandteil des Projekts. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation von Wissenschaftlern aus Israel (Hebrew University; Tel Aviv University) und Deutschland (Universität Heidelberg; Goethe-Universität Frankfurt am Main), die gemeinsam für die Durchführung eines interdisziplinären Forschungsvorhabens unter der Beteiligung der Fachdisziplinen Geographie, Gerontologie, Medizin, Psychologie und Sozialarbeit verantwortlich sind.