Studierende mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Behinderungen müssen sich meist zusätzlich zu den gewöhnlichen Herausforderungen Ihres Studiums noch mit weiteren Hindernissen auseinandersetzen. Ähnliches gilt für Studierende, die besondere familiäre Verantwortung tragen. Um zu verhindern, dass sich solche Beeinträchtigungen und die dadurch bedingten zusätzlichen Hürden ungerechtfertigterweise auf den Prüfungserfolg auswirken, gibt es die Möglichkeit eines Nachteilsausgleichs bei Prüfungen (Prüfungsmodifikation): Zwischen Prüflingen mit und ohne Beeinträchtigung soll so Chancengleichheit hergestellt werden.

In einigen Fällen ermöglicht ein Nachteilsausgleich Betroffenen überhaupt erst, an Prüfungen teilzunehmen, um ihr Können unter Beweis zu stellen.
Die Regelungen zum Nachteilsausgleich betreffen insbesondere Körper- und Sinnesbehinderte, Personen mit einer ernsthaften (chronischen) körperlichen oder psychischen Erkrankung sowie unter Umständen auch Legastheniker (bei diagnostiziertem Krankheitsbild). Bei bestimmten besonders belastenden familiären Situationen (beispielsweise Kindererziehung, Schwangerschaft) oder bei Pflegeverantwortung gibt es unter Umständen ebenfalls die Möglichkeit eines Nachteilsausgleichs.

Beim Nachteilsausgleich gilt der Grundsatz: Inhalt und fachliches Niveau einer Prüfung dürfen nicht verändert werden; angepasst wird die Prüfungsform.

Nachteilsausgleiche können in allen Studiengängen der Goethe-Universität beantragt werden.

 

Zum Hintergrund

Das Hochschulrahmengesetz und die entsprechenden Hochschulgesetze der Länder beinhalten den Auftrag, die besonderen Bedürfnisse behinderter und chronisch kranker Studierender zu berücksichtigen. Die Studien und Prüfungsordnungen wurden dementsprechend so gestaltet, dass behinderte und chronisch kranke Studierende bei nachgewiesenem Bedarf – und nur auf Antrag – angemessen modifizierte Prüfungsbedingungen erhalten können.
Das Instrument des Nachteilsausgleichs trägt dazu bei, größtmögliche Chancengleichheit zwischen Studierenden mit und ohne gesundheitlicher Beeinträchtigung/ Behinderung herzustellen und eine individuell angemessene, an den jeweiligen Bedarf angepasste Studien- und Prüfungssituation zu schaffen.
Die Rahmenordnung der Johann Wolfgang Goethe-Universität sieht Regelungen zum Nachteilsausgleich vor. In den Prüfungsordnungen aller an angebotenen Studiengänge ist für behinderte oder chronisch kranke Personen die Möglichkeit geschaffen worden, adäquate Nachteilsausgleiche zu beantragen.

 

Konkrete Ausgestaltung von Nachteilsausgleichen

Als Grundsatz gilt: Durch einen Nachteilsausgleich bei Studien- und Prüfungsleistungen werden die fachlichen Anforderungen an den Studierenden nicht verringert. Es handelt sich somit dabei keinesfalls um eine „Erleichterung“, sondern um eine einschränkungsgemäße, bedarfsgerechte Gestaltung von Prüfungsbedingungen, um behinderten und chronisch kranken Studierenden das Absolvieren von Studien- und Prüfungsleistungen unter gleichwertigen, chancengleichen Bedingungen zu ermöglichen. Die Gestaltung solcher nachteilsausgleichender Maßnahmen muss stets im Einzelfall festgelegt werden, da auf die jeweils vorhandenen Einschränkungen und deren Auswirkungen in der jeweiligen Prüfungssituation individuell einzugehen ist.

Die konkrete Form des Nachteilsausgleichs richtet sich nach den individuellen Umständen des Einzelfalls und den Bestimmungen der betreffenden Prüfungsordnung.

Mögliche Formen eines Nachteilsausgleichs sind beispielsweise:

• Zeitverlängerung bei Klausuren oder wissenschaftlichen Hausarbeiten • Umwandlungen von schriftlichen Prüfungen in mündliche oder umgekehrt • Modifikationen bei der Anwesenheitspflicht (gegen Ersatzleistung) • Veränderung der zeitlichen Abfolge von Prüfungen (beispielsweise „Entzerrung“)
und andere.

Über die jeweils angemessene Form des Nachteilsausgleichs wird aufgrund der vorliegenden Einschränkungen im Hinblick auf die konkrete Prüfungssituation entschieden. Es ist im Rahmen eines Nachteilsausgleichs keinesfalls möglich, Prüfungen oder Prüfungsteile erlassen zu bekommen. Der Nachteilsausgleich darf ebenso wenig den eigentlichen Kompetenzbereich einer Prüfung – ihren inhaltlichen Kern – betreffen. Ausgeglichen werden Probleme in der Darstellung einer vorhandenen Kompetenz; Prüfungsniveau und -inhalte bleiben unverändert.

Nachteilsausgleiche dürfen sich nicht auf die Bewertung von Studien- und Prüfungsleistungen auswirken und nicht in Leistungsnachweisen oder Zeugnissen dokumentiert werden.

 

Zur Beantragung

Ein Nachteilsausgleich ist immer vor der jeweiligen Prüfung zu beantragen. Der Antrag sollte in jedem Fall möglichst frühzeitig gestellt werden, insbesondere, da manche Nachteilsausgleiche umfangreiche Vorbereitungen vonseiten der Universität oder der Prüfenden voraussetzen. Dem Antrag ist ein geeigneter Nachweis – in der Regel ein fachärztliches oder psychotherapeutisches Attest – beizufügen. Ein Schwerbehindertenausweis ist hingegen zumeist weder notwendig noch alleine hinreichend aussagekräftig .Gegebenenfalls können Nachteilsausgleiche bei Studienleistungen auch direkt mit den Lehrenden abgesprochen werden. Der Antrag ist an das zuständige Prüfungsamt zu richten.

Der Antrag auf Nachteilsausgleich ist rechtzeitig und schriftlich zu stellen; eine bestimmte Form ist jedoch nicht verbindlich vorgeschrieben. Eine rückwirkende Beantragung von Nachteilsausgleichen nach einer Prüfung ist grundsätzlich ausgeschlossen. Über den Antrag auf Nachteilsausgleich entscheidet der Prüfungsausschuss. Gegen diese Entscheidung kann gegebenenfalls Widerspruch eingelegt werden.

Für die Beantragung eines Nachteilsausgleichs steht an der Goethe-Universität ein Formblatt zur Verfügung. Nicht alle Prüfungsämter der Goethe-Universität verwenden das Formblatt „Antrag auf Nachteilsausgleich“. Wenn Sie einen Antrag auf Nachteilsausgleich stellen möchten, erkundigen Sie sich bitte bei dem für Sie zuständigen Prüfungsamt über die dort erwarteten Modalitäten. Für die Anträge von Lehramtsstudierenden ist das Zentrale Prüfungsamt für Lehramtsstudiengänge (ZPL bei der ABL) zuständig. Weitere detaillierte Auskünfte finden Sie beispielsweise auf den Fr. Dr. Evelyn Sauerbaum zur Verfügung. Sollten Sie sich bezüglich Ihrer Situation oder Ihres individuellen Bedarfs unsicher sein, empfehlen wir Ihnen, sich bezüglich der Antragstellung beraten zu lassen.


Erfahrungsberichte zu Nachteilsausgleichen

Anonymisiert berichten Betroffene, wie Nachteilsausgleiche ihr Studium erst ermöglichten

Bruno M., M.A Soziologie - Entzündliche Darmerkrankung

"Ich studiere momentan im dritten Fachsemester Soziologie auf Master.
Ich habe eine entzündliche Darm-Erkrankung, und aus diesem Grund inzwischen auch einen künstlichen Darmausgang (AP). Ich musste auch schon zwei Mal während meines Master-Studiums operiert werden. Meinem Empfinden nach habe ich trotzdem jetzt keine gravierenden Probleme, allerdings oft Schwierigkeiten dadurch, dass ich sehr müde bin. Dies kommt durch meine Medikamente und die fehlenden Nähr- und Mineralstoffe, da ich diese nur schwer im Darm resorbieren kann. Ich fühle mich dadurch oft wie erschlagen. Darunter leidet wiederum meine Konzentration und ich habe dann auch Schwierigkeiten, die Vorlesungen zu besuchen. Ich bemühe mich aber trotzdem hinzugehen, da es oft eine Anwesenheitsliste gibt. Manchmal kommt es durch meinen AP zu Geräuschen, die ich nicht beeinflussen kann. Ich habe auch immer die Sorge, dass mein AP aufgehen könnte. Ich esse deswegen oft den ganzen Tag nichts und das macht mich außerdem noch zusätzlich müde und löst Kopfschmerzen aus.
Bisher habe ich noch keine Nachteilsausgleiche beim Prüfungsamt beantragt. Oft habe ich aber direkt mit den Dozenten gesprochen und mehr Zeit für Hausarbeiten erbeten. Das wurde mir auch problemlos gewährt, nachdem ich den Sachverhalt geschildert hatte. Dies ging auch mit dem Kontakt über E-Mail oder direkt in der Sprechstunde des Dozenten.
Ich habe noch Probleme damit, den Dozenten meine Situation genau zu beschreiben, denn ich denke immer, dass deren Meinung wäre, dass Studierende sich auch unberechtigt Vorteile verschaffen wollen. Andererseits glaube ich aber nicht, dass meine Dozenten die Problematik nicht nachvollziehen könnten. Mein Gefühl ist also noch sehr zwiespältig.
Weil mir mein AP auch schon in der Uni aufgegangen war bin ich dadurch noch eher verunsichert. So eine Situation ist mir dann sehr unangenehm und ich musste deswegen extra nach Hause. Einige Vorlesungen musste ich deswegen ausfallen lassen, habe aber niemanden über den eigentlichen Grund informiert. Ich suche insgesamt noch nach einer schlauen Problemlösung für mich."

Hannah G., Psychologie - Sehbehinderung

"Ich bin 26 Jahre alt, stark sehbehindert und habe vor Kurzem mein Psychologiestudium an der Goethe-Universität Frankfurt erfolgreich abgeschlossen (Studiendauer: 12 Semester). Zwar musste ich aufgrund meiner Sehbehinderung während meines Studiums mit Einschränkungen zurechtkommen und insbesondere die Bewältigung der Wege und das Bearbeiten der umfangreichen Literatur waren oft anstrengend, doch insgesamt kam ich während meines Studiums sehr gut zurecht und ich fühlte mich an der Goethe-Universität wohl.
Vor Beginn meines Studiums machte ich ein Mobilitätstraining, das ich als sehr hilfreich empfand. Seitdem bewegte ich mich sehr sicher auf dem Campus und ich fand mich trotz der vielen Menschen dort gut zurecht. Da es mir während der Vorlesungen trotz Hilfsmitteln nicht möglich war, die PowerPoint-Folien, die die Dozenten zeigten, in der nötigen Geschwindigkeit mitzulesen, konzentrierte ich mich besonders auf den mündlichen Vortrag und schrieb mit einem kleinen Notebook intensiv mit. Diese Mitschriften überarbeitete ich anschließend anhand der Präsentationen und der Literatur.
Die größte Hürde während meiner Studienzeit stellte die Suche nach Praktikumsplätzen dar. Es war sehr aufwändig für mich, Praktikumsstellen zu finden, da ich mehrere Absagen erhielt und wiederholt auf Ressentiments aufgrund meiner Behinderung stieß. Sicherheit gab mir insbesondere der Kontakt zu Frau Müller (ehem. Beauftragte für Behindertenfragen), den ich während meines gesamten Studiums aufrechterhielt und über den ich viele wichtige Informationen sowie interessante Tipps bekam. Auch Gespräche mit der Studienfachberaterin des Instituts für Psychologie waren sehr hilfreich. Unterstützung erhielt ich zudem durch meine Dozenten, die sehr offen waren und versuchten, mir vieles zu ermöglichen, z.B. durch eine Verlängerung der Arbeitszeit als Nachteilsausgleich bei Klausuren. Auch von Kommilitonen wurden mir während der Lehrveranstaltungen immer wieder Hilfestellungen angeboten."

Karl C., Grundschullehramt - Muskelschwund

"Ich leide an fortschreitendem Muskelschwund und habe als Folge eine starke Gehbehinderung (aG im Schwerbehindertenausweis), weshalb mir das Gehen und das Treppensteigen schwer fallen.

Im Anschluss an das Abitur habe ich das Studium des Lehramts für die Grundschule begonnen und befinde mich mittlerweile im siebten Semester. Da ich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Universität fahren kann, nutzte ich den PKW meiner Mutter, der bereits umgerüstet wurde, als ich volljährig wurde.

Den Beitrag für das Semesterticket bekomme ich erstattet, wenn ich jedes Semester einen Antrag beim Studentenwerk einreiche. Die Kosten für die Fahrten zur Universität übersteigen die Kosten, die für ein Semesterticket anfallen würden. Deshalb habe ich beim Amt für Arbeit und Soziales einen Antrag auf Hochschulhilfe gestellt. Diese  Hochschulhilfe wurde genehmigt und besteht konkret darin, dass ein monatliches Kilometergeld gezahlt wird, in dem Benzin-, Versicherungs- und Reparaturkosten für den PKW enthalten sind. Alternativ hätte das Amt Taxifahrten zur Universität übernommen, was jedoch problematisch wäre, da ich häufig während eines Tages den Campus wechseln muss. Außerdem ist der Campus Westend derart weitläufig, dass ich auch dort von einem Gebäude zum anderen Gebäude mit dem PKW fahre.
Behindertenparkplätze werden von der Universität auf den unterschiedlichen Campi zur Verfügung gestellt. Um eine Zufahrtsberechtigung zu erhalten, habe ich mich an das Zentrum für Logistik auf dem Campus Bockenheim gewandt und dort einen Vertrag zur Nutzung der universitären Parkflächen unterschrieben.  Behindertenparkplätze sind an den ausgewiesenen Stellen ausreichend vorhanden, jedoch sind die Parkplätze am Campus Westend teilweise nicht an den Eingängen, an denen ich sie benötigt hätte. Wenn ich den PKW auf dem Campus Westend auf Flächen parkte, die nicht als Parkplatz ausgewiesen waren, erhielt ich eine Nachricht, dass der PKW im Wiederholungsfalle abgeschleppt werde. Die Wege zwischen den Parkplätzen und den Räumen waren für mich aber teilweise zu weit, wenn ich innerhalb der 30 Minuten Pause zwischen zwei Veranstaltungen den Campus wechseln musste. In diesen Situationen parkte ich dort, wo die Wege für mich am kürzesten waren und legte einen Zettel hinter die Windschutzscheibe, auf den ich schrieb, weshalb ich dort parkte und notierte meine Handynummer, damit ich erreichbar war und, wenn nötig, wegfahren konnte. Diese Ausnahmen gibt es jedoch offiziell nicht.

Um die Behindertentoiletten im Bockenheim sowie bestimmte Aufzüge und vor allem die Behinderteneingänge im IG-Gebäude (Westend) nutzen zu können, habe ich mir von Frau Dorothee Müller (ehem. Beauftragte für Belange behinderter Studierender) verschiedene Schlüssel aushändigen lassen.

Meine Erkrankung bewirkt auch einen Muskelschwund in den Armen, weshalb ich in den letzten Klausuren feststellen musste, dass ich nicht mehr so schnell schreiben kann, wie meine Kommilitonen und die Aufgabenstellung in der vorgegebenen Zeit nicht vollständig bearbeiten konnte. Aus diesem Grund habe ich mir von meinem Arzt eine Bescheinigung ausstellen lassen, dass meine Muskelfunktionen in den Armen und Schultern um 25 Prozent vermindert sind und einen Antrag auf Nachteilsausgleich beim Prüfungsamt gestellt. Die ärztliche Bescheinigung legte ich dem Antrag bei. Bereits wenige Wochen später erhielt ich einen Brief vom Prüfungsamt, dass der Nachteilsausgleich gewährt wird und ich bei weiteren Klausuren eine um 25 Prozent verlängerte Bearbeitungszeit bekomme. Dieser Nachteilsausgleich muss nun frühzeitig vor jeder Klausur dem entsprechenden Dozenten vorgelegt werden, damit er die längere Bearbeitungszeit berücksichtigt und ich entsprechend länger beaufsichtigt werde.
Diesen Nachteilsausgleich hätte ich schon früher stellen können und vielleicht auch früher stellen sollen.

Mit der Hochschulhilfe bin ich sehr zufrieden und sie wird problemlos gezahlt, wenn ich die entsprechenden Studienbescheinigungen und Modulzettel jedes Semester als Nachweis an das Amt für Arbeit und Soziales sende."

Lena V., M.A. Wirtschaftswissenschaften - Sehbehinderung


"Ich habe meinen Bachelor of Science in Wirtschaftswissenschaften Schwerpunkt Finance & Accounting in sechs Semestern absolviert und anschließend mit dem Masterstudiengang begonnen (Kernbereich Accounting & Information Management).
Durch einen Sehrest von 15% ist es mir ohne Hilfsmittel nicht möglich, Tafelbilder oder Powerpoint-Projektionen zu verfolgen. Aus diesem Grund musste ich einen Nachteilsauslgeich beantragen, der für Klausuren eine Zeitverlängerung von 50% und die Bereitstellung eines Bildschirmlesegeräts beinhaltet. Beides wurde mir bewilligt. Die Umsetzung dieser Maßnahme durch das Prüfungsamt war und ist vorbildlich.
Eigentlich müsste man für die Bearbeitung von Seminar-, Bachelor- sowie Masterarbeiten ebenfalls eine Verlängerung der Bearbeitungszeit beantragen. Allerdings ist dies aus zeitlichen Gründen problematisch. Z.B. finden kurz nach der Abgabe der Seminararbeiten die Präsentationen dieser Arbeiten im Seminar statt. Schwierig war es für mich, dass die Bachelorarbeit bis spätestens zum letzen Tag des Semesters abgeben werden muss, um im darauffolgenden Semester das Masterstudium beginnen zu können.“

Simon S., Japanologie, Multiple Sklerose

„Ich Japanologie im Hauptfach mit dem Nebenfach Anglistik. Dieses Studium ist für sechs Semester angelegt. Aufgrund von Multipler Sklerose habe ich im Studium einige Schwierigkeiten. Ich leide teilweise unter Kopfschmerzen und auch unter Konzentrationsschwierigkeiten wegen den Medikamenten. Um mein Studium trotzdem so gut und problemlos wie möglich zu absolvieren habe ich einen Nachteilsausgleich beantragt, der auch sofort bewilligt wurde. Demnach bin ich nun  nicht mehr an die Anwesenheitspflicht gebunden. Das ist einerseits eine große Erleichterung, andererseits möchte ich natürlich so wenig wie möglich in der Universität fehlen. Momentan sieht es aber so aus, als müsse ich ihn wohl doch in Anspruch nehmen. Ich bin sehr froh, dass ich diese Möglichkeit habe. Allerdings hätte ich besser schon von Anfang an Beratung eingeholt, und nicht so lange gewartet, da ich mir viel Stress hätte ersparen können. Unterstützung fand ich auch bei meiner Japanisch-Dozentin, nachdem ich ihr von meiner Krankheit erzählt hatte. Sie bot an, dass ich meine Hand heben solle, und auf mich aufmerksam machen solle, falls mir wieder Kopfschmerzen zu schaffen machten. Es hat mich sehr gefreut, da sie auch meinte, es wäre, damit ich nicht unter Druck geraten würde.“