Genderforschung in der Lehre

Empfehlungen für eine gender- und diversitätssensible Lehramtsausbildung an der Goethe Universität

Eine gender- und diversitätssensible Lehre ist in der Lehramtsausbildung besonders wichtig: Nicht nur die Vielfalt der Lehramtsstudierenden bildet eine Herausforderung für die Lehre, sondern auch die weit größere Vielfalt der Schülerinnen und Schüler, auf die die Absolventinnen und Absolventen in ihrer späteren Berufstätigkeit treffen werden. Für einen produktiven Umgang mit der Diversität ihrer Schüler/-innen ist es wichtig, dass die Studierenden selbst Gender- und Diversitäts-Kompetenzen erlernen können.

Im Anschluss an "Vielfaltbewusst lehren", ein Kooperationsprojekt zwischen ABL und Gleichstellungsbüro, hat das Direktorium der ABL im Sommersemester 2016 Empfehlungen für eine gender- und diversitätssensible Lehramtsausbildung beschlossen. Die Empfehlungen wurden auf Grundlage einer Bestandsaufnahme sowie von Gesprächen mit Universitätsangehörigen aller Statusgruppen in Zusammenarbeit mit einer begleitenden Arbeitsgruppe erarbeitet. Ziel ist es, diese für einen Ausbau einer gender- und diversitätsgerechten Lehre im Bereich der Lehrerbildung zu nutzen.

Empfehlungen für eine gender- und diversitätssensible Lehramtsausbildung an der Goethe Universität

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 Vermittlung von Gender- und Diversitätskompetenzen an Lehrende und Tutorinnen sowie Beratende

In dem 2011 von der Goethe-Universität verabschiedetem Diversity-Konzept kommt der Sensibilisierung von Lehrenden für Gender und Diversity eine große Bedeutung zu. Seither werden in enger Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Kolleg Hochschuldidaktik (IKH) sowie von studiumdigitale jedes Semester Gender- und Diversity-Kompetenztrainings für Lehrende und TutorInnen angeboten, mit dem Ziel, dass die Aufmerksamkeit für heterogene Lebenssituationen und Lernstile wächst und Gender- und Diversitätsaspekte in die Lehre mit einbezogen werden können. Das IKH hat zudem Train the Trainer - Seminare für Ihre TrainerInnen durchgeführt. Koordiniert werden diese Aktivitäten durch die Koordinationsstelle Diversity Policies.


Projektkoordination:

Saskia-Fee Bender 
Campus Westend (PA) Raum 3.P 26
Hauspostfach 21
Theodor-W.-Adorno-Platz 1
60629 Frankfurt
Tel.: +49 69 798-18130
E-Mail: saskia.bender@em.uni-frankfurt.de

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Einbezug von Gender & Diversity in das Qualitätsmanagement

Ein weiteres wichtiges Projekt zur Verbesserung der Lehre durch die Implementation von Gender- und Diversitätsaspekten an der GU ist der systematische Einbezug von Gender & Diversity in das Qualitätsmanagement der Lehre. Diese Arbeit wird unterstützt durch die Koordinationsstelle Gender & Diversity Controlling. So bildet bei derzeitigem Planungsstand Gender & Diversity einen eigenständigen Punkt in dem Leitbild Lehre, der auch mit konkreten Indikatoren unterlegt ist. Auch im Rahmen der Vorbereitung der Systemakkreditierung werden Gender- und Diversitätsaspekte systematisch mit einbezogen (z.B. in der vom Senat bereits verabschiedeten Evaluationsordnung). Die Anforderungen an die Studiengangsverantwortlichen und die Lehrenden, Gender- und Diversitätskompetenz und gendersensibler Lehre zu fördern steigen also. Dies gilt in ganz besonderem Maße für die Lehrerbildung, da hier MultiplikatorInnen ausgebildet werden, die Einfluss haben auf die kommenden Generationen und deren Potentiale und Kompetenzen.


Projektkoordination:

Saskia-Fee Bender
Campus Westend (PA) Raum 3.P26
Hauspostfach 21
Theodor-W.-Adorno-Platz 1
60629 Frankfurt
Tel.: +49 69 798-18130
E-Mail: saskia.bender@em.uni-frankfurt.de

Annemarie Eifler (vormals Mlakar)                         
Campus Westend (PA) Raum  3.P13
Hauspostfach 21
Theodor-W.-Adorno-Platz 1
60323 Frankfurt
Tel.: +49 69 798-18123
E-Mail: annemarie.eifler@em.uni-frankfurt.de

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„GENDERkompetent - Integration von Gender in der Lehre hessischer Hochschulen"

In Hessen haben sich die Frauenbeauftragten der LaKof in Zusammenarbeit mit dem HMWK sowie den hessischen Hochschulleitungen intensiv mit der Implementierung von Genderforschung und Gender-Aspekten in Lehre und Forschung befasst. In mehreren Workshops wurden gemeinsam Abläufe und Strukturen identifiziert, in die das Querschnittsthema Gender integriert werden soll, um die Qualität der Lehre zu verbessern. 

Dabei wurden als gemeinsame Zielsetzungen herausgearbeitet:

  • Die gezielte Vermittlung von Gender- (und Diversity-) Kompetenzen in der Hochschuldidaktik an hessischen Hochschulen.
  • Der konkrete Einbezug von Gender-Aspekten in die Lehramtsausbildung.
  • Die Verbesserung der Qualität der Lehre und Forschung insbesondere in den MINT-Fächern durch      die Integration von Ergebnissen der Geschlechterforschung; damit soll zugleich die Attraktivität der MINT-Fächer für Schülerinnen und      Studentinnen weiter gefördert werden.
  • Die Verankerung von Gender-Aspekten in der Akkreditierung sowie in der Evaluation der Lehre.

Bei der Umsetzung dieser Zielsetzungen sollen Synergien zwischen den Hochschulen erzeugt und genutzt werden. Übergreifendes Ziel ist es, gemeinsam Prozesse und Strukturen zu identifizieren, in die das Querschnittthema Gender integriert werden muss, um die Qualität der Lehre an hessischen Hochschulen zu steigern. Zugleich soll die Sensibilität für dieses Thema in den Hochschulleitungen und bei allen an der Gestaltung der Lehre Beteiligten erhöht werden. Die Ergebnisse der Workshopreihe können für die Planung weiterer Aktivitäten verwandt werden. Als Sprecherin der LaKof war die Frauenbeauftragte der Goethe-Universität hier federführende Kraft.

Als ein Ergebnis hat die LaKof Hessen einen Broschüre mit allen Projekten zur Integration von Genderforschung oder Gender-Aspekten in die Lehre veröffentlicht: Broschüre „GENDERkompetent“

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Weitere Projekte an deutschen Hochschulen:

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