GoetheLab

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Thema 2014: Mobilität - bewegt kluge Köpfe!

Das GoetheLab ist ein Programm für SchülerInnen, das gemeinsam von verschiedenen Fachbereichen der Universität angeboten wird. SchülerInnen erhalten vielfältige Möglichkeiten, Forschung und Lehre an der Goethe-Universität an global und regional hoch bedeutsamen Themen kennen zu lernen. Dabei gewinnen sie Einblicke in die Breite und Bedeutung der Studienfächer.

Die Goethe-Universität ist seit ihrer Gründung von Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften gleichermaßen geprägt. Diese Multidisziplinarität in Forschung und Lehre sollen SchülerInnen im Programm GoetheLab hautnah erleben. Nicht die individuelle Disziplin, sondern die notwendige Gesamtheit von Ansätzen zur Bearbeitung von gesellschaftlich relevanten Fragen soll im Vordergrund stehen. Die SchülerInnen treffen auf WissenschaftlerInnen der verschiedenen Fachbereiche, die ihnen die jeweiligen Perspektiven der Disziplinen eröffnen und zeigen, wie moderne Forschung und Lehre interdisziplinär vernetzt ist. Der Begriff „Lab“ steht dabei nicht allein für das naturwissenschaftliche Schülerlabor, sondern für einen vorbereiteten Arbeitsplatz mit Materialien für SchülerInnen in einer Forschungs- oder Lehreinrichtung.

Teilprojekte:

1) Biomechanik - Wie bewegt sich der Mensch? (Biologie/Sport/Physik)

Das Schülerlabor Biomechanik beschäftigt sich mit Fragen zum Aufbau des menschlichen Bewegungsapparates, zur Funktionsweise und Energiebereitstellung der Muskulatur, zur Gestaltung des „richtigen“ Laufstils und – am Beispiel des Sprints – zur Verbesserung bzw. zum Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit. Im Rahmen des Angebots werden die Schülerinnen und Schüler durch verschiedene disziplinäre Perspektiven an die Funktionsweise des menschlichen Körpers herangeführt, erlernen fachgemäße Arbeitsweisen, erfahren einen konkreten Anwendungsbezug und erkennen Parallelen/Unterschiede auf dem Weg der Erkenntnisgewinnung in den beteiligten Fächern.

2) Wege ins Stadtgrün - Wohin geht's? (Biologie/Geographie/Kunst)

Die Begrünung von Straßen, Wegen und Plätzen stellt eine wichtige planerische und gestalterische Aufgabe mit hoher gesellschaftlicher Bedeutung dar. Dabei werden jedoch multiple planerisch- gestalterische Anforderungen an Stadtgrün gestellt: Verkehrs- / Mobilitätstauglichkeit, Erholung/ Gesundheit und biologisch "intakte" Natur & Ästhetik. Durch seinen gesellschaftlichen, ästhetischen und ökologischen Wert fungiert Stadtgrün als Schnittstelle zwischen verschiedenen natur- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Die unterschiedlichen Anforderungen an Stadtgrün werden mittels visueller Wahrnehmung im Rahmen des transdisziplinären GoetheLabs Geographie, Biologie und Kunst erkundet.

3) Biotreibstoffe - Vom Feld in den Tank? (Biologie/Chemie/Geographie)

Nicht erst seit der Einführung von Biodiesel und Bioethanol an deutschen Tankstellen ist der Einsatz von Biotreibstoffen ein viel diskutiertes Thema in der Öffentlichkeit. In den letzten Jahren sind Biotreibstoffe auch häufig in Verruf geraten. Große Flächen werden weltweit benötigt, um den zunehmenden Bedarf durch den Anbau von Raps, Zuckerrüben, Zuckerrohr oder Mais zu decken. Diese Flächen fehlen zur Produktion von Nahrungsmitteln oder entstehen erst durch die Rodung natürlicher Areale, womit dramatische Auswirkungen auf die biologische Vielfalt vor Ort resultieren. Im schulischen Kontext eröffnet das Thema Biotreibstoffe ideale Möglichkeiten für eine transdisziplinäre Betrachtung und Erarbeitung im Sinne des „forschenden Lernens“. Zahlreiche Perspektiven, zu denen die chemischen Grundlagen, die großtechnische Herstellung aus Pflanzenmaterial, die Synthese auf mikrobiologischem Weg, die regionalen Herausforderungen durch Schaffung von Anbauflächen sowie deren sozio-ökonomische Implikationen auf verschiedenen Maßstabsebenen gehören, ermöglichen eine problemorientierte Annäherung und Zusammenführung der Fachperspektiven für Schülerinnen und Schüler.