Antidiskriminierung

Was ist sexualisierte Diskriminierung oder Gewalt?

Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt beschreibt jede Form von (persönlich empfundener) Grenzüberschreitung. Angefangen bei strafrechtlich nicht relevanten Handlungen, wie z. B. sexistische Sprache oder ungewollte Berührungen, bis hin zu strafrechtlich relevanten Grenzverletzungen, wie beispielsweise Stalking oder sexualisierte Übergriffe.

Unter sexualisierter Gewalt werden alle sexualisierten Handlungen zusammengefasst, die gegen den Willen einer Person geschehen. Das beginnt bei unerwünschten „Anmachen“, Belästigungen und Beleidigungen und endet bei allen Formen tätlicher Gewalt. Dabei geht es um verschiedene Formen sexualisierter Gewalt, bei denen es sich nicht ausschließlich um physische Grenzverletzungen auch verbale Äußerungen zählen dazu.

 

Sexualisierte Belästigung meint nicht …

  •  gegenseitiges sexuelles Interesse.
  •  Sympathie oder sexuelle Anziehung, die auf Gegenseitigkeit beruht.
  •  den Flirt oder die Liebesbeziehung, die unter beidseitigem Einverständnis eingegangen wird.
  •  ein freundschaftliches, vertrautes Arbeitsklima oder zufällige Berührungen.

 

Sexualisierte Belästigung ist …

  •  ein sexuell diskriminierendes und entwürdigendes Verhalten, das nicht auf Erwiderung ausgerichtet ist.
  •  immer ein Ausdruck von Gewalt und Verletzung der Intimsphäre.
  •  Gewalt auf struktureller, psychischer und physischer Ebene.

 Die rechtliche Grundlage für das Vorgehen gegen sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz ist im AGG (Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz) geregelt.

Konkret verboten sind...

  • unerwünschte sexuelle Handlungen wie bedrängende körperliche Nähe,
  • die Aufforderung zu unerwünschten sexualisierten Handlungen wie „Setz dich auf meinen Schoß!“,
  • sexuell bestimmte körperliche Berührungen, dazu zählen auch (scheinbar zufällige) Berührungen
  • Bemerkungen sexuellen Inhalts wie zum Beispiel obszöne Witze oder sexuelle Anspielungen,
  • unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen, wie pornographische Magazine auf dem Schreibtisch oder Nacktfotos an den Wänden.

Was können Sie tun, wenn Sie in Räumen der Universität belästigt werden/wurden?

  • Gefühl des Unbehagens ernstnehmen
  • Keine Schuldgefühle!
  • Machen Sie sich nicht verantwortlich für das Fehlverhalten Anderer
  • Nicht ignorieren!
  • Sagen Sie Nein, wenn Sie sich belästigt fühlen.
  • Dokumentieren!
  • Notieren Sie den Vorfall mit Datum, Namen, Ort und möglichen Zeugen
  • Melden Sie den Vorfall
  • Wenden Sie sich an eine Person Ihres Vertrauens an der Hochschule

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Ansprechpersonen an der Goethe-Universität

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An der Goethe-Universität, bei der Stadt Frankfurt oder Beratungseinrichtungen in freier Trägerschaft gibt es Unterstützung und vertrauliche Beratung. Die Ansprechpersonen vermitteln den Betroffenen auf Wunsch eine rechtliche und psychologische Beratung. Die Goethe-Universität arbeitet mit Beratungseinrichtungen zusammen, die auf den Themenbereich sexualisierte Belästigung spezialisiert sind.

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