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Ästhetische Erziehung

Das Wort Ästhetik geht etymologisch auf den griechischen Begriff "aisthētikḗ" zurück, was der „Wissenschaft vom sinnlich Wahrnehmbaren“ entspricht. Ästhetik im Sinne der Aisthetik beschränkt sich demnach nicht nur auf das Schöne, das Harmonische oder auf die schönen Künste, sondern rückt den Menschen ins Zentrum, „der über seine subjektbezogene Wahrnehmung Anteil haben soll an seiner Umwelt" (Schläbitz, 2011, S. 586).

In Anbetracht einer eher auf Rationalität ausgerichteten Lebenswelt gerät leicht in den Hintergrund, dass der Mensch neben seinem Verstand auch fünf Sinne besitzt, mit denen er sich und seine Umwelt wahrnimmt. Für eine ganzheitliche Bildung sind somit Faktenwissen und logisches Denkvermögen nicht ausreichend. Im Studium der ästhetischen Erziehung werden daher Lernprozesse angeregt, die eigene ästhetische Erfahrungen ermöglichen, Sachkenntnisse vermitteln und pädagogisches Denken wie theoretische Reflexionsfähigkeit fördern.