Informationen zu den im Arbeitsbereich laufenden und bereits abgeschlossenen Dissertationsvorhaben.

Laufende Promotionsprojekte

Felix Buchhaupt
Emotionen und Lernen. Zur Bedeutung emotionsregulativer Prozesse im Interaktionssystem Unterricht

Das kognitionspsychologische Verständnis von Lernprozessen im Anschluss an die Arbeiten von Piaget verdeutlicht, dass sich Lernen nicht nur als Erweiterung von Wissen, sondern als Reorganisation vorhandener Kompetenzen verstehen lässt. Kognitive Entwicklung ist aus dieser Perspektive stets von der Dynamik zwischen Kontrolle und Kontrollverlust und damit auch von Angst geprägt. Für das Gelingen schulischer Lernprozesse sind damit nicht nur kognitive Kompetenzen, sondern insbesondere auch die Fähigkeit zur Regulation von Emotionen relevant. Vor diesem Hintergrund hat sich das Forschungsinteresse herausgebildet, emotionale Regulationsprozesse im Unterricht und ihre Bedeutung für Lernprozesse zu untersuchen.
Dieses Interesse differenziert sich u.a. in die folgenden Fragen: a) Welche emotionsregulativen Prozesse lassen sich in schulischen Unterrichtsinteraktionen identifizieren und welche Bedeutung kommt ihnen dort zu? Damit wird der Fokus der Betrachtung auf die Interaktion im Unterricht gelegt, die den sozialen Rahmen des individuellen emotionalen Geschehens bildet. b) Welche "Darstellungsregeln" für Emotionen bestehen im schulischen Kontext und wie werden diese vermittelt? Diese Perspektive zielt vorrangig auf das Handeln der Lehrperson und ihre Interpretation der Bedeutung von Emotionen im Unterricht ab. Im Zentrum stehen Videoaufzeichnungen von Unterrichtssituationen, durch die anhand von zwei Kameras einerseits mimische Prozesse eines ausgewählten Schülers – zur Erfassung von emotionalen Prozessen im Ausdruck – und andererseits die Unterrichtsinteraktion zwischen Schüler und Lehrer aufgenommen werden.


Alexandra Lubczyk

Die Bedeutung des Konzepts der Mentalisierungsfähigkeit in der Pädagogik bei Verhaltensstörungen


Bettina Reiss-Semmler
Curriculumkonstruktionen im inklusiven Bildungssystem


Jessica Ruth
Triangulierung - Zu den emotionalen Grundlagen des Lernens

Kontakt: jruth@em.uni-frankfurt.de


Julia Stubenrauch-Koch
Frühe Triangulierung bei Trennungskindern. Unterstützung der seelischen Trennungsverarbeitung durch psychoanalytisch-pädagogische Interventionen 


Abgeschlossene Dissertationen

Marian Kratz
Das psychosoziale Erleben des Jungen in der Familie. Differenzerfahrung und die körpernahe Formung des Selbst

Buchveröffentlichung: Das psychosoziale Erleben des Jungen in der Familie. Differenzerfahrung und die körpernahe Formung des Selbst. Frankfurt am Main: Brandes & Apsel 2016


Nadine Schallenkammer
„Eine ‚genügend gute‘ Beziehung“. Eine Fallrekonstruktion professionalisierungsbedürftiger Praxis im Kontext Geistiger Behinderung und des Übergangs in das Betreute Wohnen als Beitrag zum Selbstbestimmungs- und Professionalisierungsdiskurs.

Buchveröffentlichung: Autonome Lebenspraxis im Kontext Betreutes Wohnen und Geistige Behinderung. Ein Beitrag zum Professionalisierungs- und Selbstbestimmungsdiskurs. Weinheim: Beltz Juventa 


Marta Isabel López Giraldo
Beziehungserfahrungen und Lernen bzw. Lernschwierigkeiten bei kolumbianischen Kindern

Buchveröffentlichung: Triangulierung und Lernen. Eine explorative Studie bei kolumbianischen Schülern.Frankfurt: Fachbereich Erziehungswissenschaften BOD, 2015 


Michael Zach
Jenseits hegemonialer Männlichkeit? Männlichkeitskonstruktionen bei geistiger Behinderung

Buchveröffentlichung: Behindertwerden als Mann. Männlichkeitskonstruktionen bei geistiger Behinderung. Frankfurt: Fachbereich Erziehungswissenschaften BOD, 2015


Hendrik Trescher
Kontexte des Lebens. Lebenssituation demenziell erkrankter Menschen im Heim. Eine kritische Betrachtung 

Buchveröffentlichung: Kontexte des Lebens: Lebenssituation demenziell erkrankter Menschen im Heim. Wiesbaden: Springer VS, 2013


Katrin Schrenker 
Familienmodell und Sprachentwicklung: Zum Zusammenhang von frühen Beziehungserfahrungen und der Entwicklung pragmatischer Fähigkeiten

Buchveröffentlichung: Vom Ich zum Du zum Wir: Perspektivenwechsel und Triangulierung in der frühen Kindheit. Freiburg: Centaurus, 2012


Valeska Olde 
"ADHS" verstehen? Phänomenologische Perspektiven

Buchveröffentlichung: "ADHS" verstehen? Phänomenologische Perspektiven. Opladen: Budrich UniPress, 2010


Hiltrud Funk
“Ich bin gemischt” Die Entfaltung des Selbst von hörenden Kindern mit hochgradig hörbehinderten Eltern und Möglichkeiten der Frühförderung

Buchveröffentlichung: Das nicht-gehörte Kind: Die Entfaltung des Selbst von hörenden Kindern mit hochgradig hörbehinderten Eltern - Möglichkeiten der Frühförderung. Frankfurt: Brandes & Apsel, 2004