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Campus1

Soziale Ungleichheiten in Kindheit und Jugend

Das grundlegende Interesse dieses Schwerpunktes ist auf die heterogenen Betroffenheiten Heranwachsender von sozialen Ungleichheiten (Armut, Bildungsbenachteiligung, Benachteiligung entlang von Kategorien wie Geschlecht und kultureller Zugehörigkeit) und deren Interdependenzen gerichtet, auf soziale Herstellungs-, Fortschreibungs- und Transformationsprozesse innerhalb und außerhalb pädagogischer Arrangements sowie den daraus erwachsenden Herausforderungen für erziehungswissenschaftliche Theoriebildung, Forschung und pädagogische Praxis. Dabei erweist sich die grundlegende Einsicht als bedeutsam, dass sich soziale Ungleichheitsverhältnisse auch in Kindheit und Jugend nicht nur entlang einer materiellen Dimension realisieren, sondern immer auch eine symbolische Dimension besitzen. Den kulturellen Praktiken und moralischen Aspekte der Lebensführung entlang derer sich klassifizierende Zuschreibungs- und Abgrenzungsprozesse vollziehen, kommt in Forschung und Lehre des Schwerpunkts wesentliche Bedeutung zu. Differenz und Differenzierung als soziale Handlung zu verstehen, bedeutet auch zu berücksichtigen, dass Forscher*innen, Pädagog*innen sowie Adressat*innen pädagogischer Praxis an der Re/Produktion, aber auch an der Abänderung von Differenz- und Ungleichheitsverhältnissen aktiv beteiligt sein können. Der Schwerpunkt verortet sich damit in den Traditionslinien von reflexiver Erziehungswissenschaft und reflexiver Professionalität.


Lehre und Forschung werden in diesem Schwerpunkt hauptamtlich von Prof.‘in Dr. Alexandra Klein, Dr.'in Miriam Mauritz und Jann Schweitzer M.A. vertreten.