Verweise

Der aktuelle Jahresbericht 2015 des Monitoring-Systems Drogentrends (MosyD) wurde am 14.11. mit einer pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Hier können Sie den kompletten Bericht herunterladen.

Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr Ausrichter der Jahreskonferenz der European Society for Social Drug Research (ESSD) waren. Die Konferenz fand vom 22. - 24.09.2016 hier an der Goethe-Universität Frankfurt statt.

Der 3. Alternative Drogen- und Suchtbericht wurde am im Mai 2016 veröffentlicht, wieder mit Bernd Werse, Dirk Egger und Gerrit Kamphausen(Centre for Drug Research) als verantwortliche Redakteure. Unter alternativer-drogenbericht.de können Sie den kompletten Bericht einsehen und herunterladen. 

Die MoSyD-Szenestudie 2014 ("Die offene Drogenszene in Frankfurt am Main) ist erschienen.

Hier können Sie die auf den Suchttherapietagen 2014 in Hamburg vorgestellte Präsentation von Bernd Werse zu NPS bzw. Legal Highs herunterladen.

Alle Forschungsberichte und andere Studien des CDR können über entsprechende Links in der Literaturliste unter dem obigen Reiter 'Literatur und Downloads' heruntergeladen werden. Dort befindet sich in der rechten Spalte zusätzlich ein Downloadbereich.



Auszeichnungen

„Highly Commended Award“ Winner beim Literati Network Awards for Excellence 2013 von Emerald

Für den Artikel "How to handle legal highs? Findings from a German online survey and considerations on drug policy issues" in Drugs and Alcohol Today, Volume 12, Issue 4, wurden Dr. Bernd Werse und Dr. Cornelia Morgenstern als Highly Commended Award Winner des Emerald Literati Network Awards for Excellence 2013 ausgezeichnet.



Buchtipps

Axel Groenemeyer / Dagmar Hoffmann (Hrsg.):
Jugend als soziales Problem - soziale Probleme der Jugend? 
Diagnosen, Diskurse und Herausforderungen.

Der Band beschäftigt sich mit dem sozialen Phänomen Jugend in Zeiten des sozialen und kulturellen Wandels sowie der Wahrnehmung und Diskussion sozialer Probleme, die mit dem Aufwachsen in der Gegenwarts-gesellschaft verbunden werden. Kritisch wird das Spannungsverhältnis der Gruppe der Jugendlichen und ihrer sozialen Probleme analysiert sowie dessen ambivalente mediale und diskursive Aufbereitung. Nach einer sozialkritischen Auseinandersetzung mit der Problematisierung von Jugend werden aktuelle Herausforderungen in der Berufsübergangsphase und im Hinblick auf das Aufwachsen in multikulturellen Lebenskontexten thema-tisiert sowie gegenwärtige Phänomene von Gewalt.
Unter anderem enthält das Buch  einen kritischen Artikel zum angeblichen "Jugendtrend Komasaufen" (Bernd Werse).

Dr. Christiane Bernard:
Frauen in Drogenszenen.
Drogenkonsum, Alltagswelt und Kontrollpolitik in Deutschland und den USA am Beispiel Frankfurt am Main und New York City

Reihe: Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit, Band 17

- Erste detaillierte Vergleichstudie zur Drogengebrauchssituation und Drogenkontrollpolitik in Deutschland und den USA
- Einblicke in die Welt von Drogenkonsumentinnen
- Vergleichender und multiperspektivischer Ansatz

Aus einer frauenspezifischen Perspektive gibt die Studie vergleichende Einblicke in die Auswirkungen der deutschen und US-amerikanischen Drogenpolitik auf den Konsum illegalisierter Substanzen und die hiermit verknüpften gesundheitlichen und sozialen Folgen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Alltagswelt von Drogenkonsumentinnen der Straßenszenen in Frankfurt am Main und New York City. Das methodenplural aus-gerichtete Forschungsdesign umfasst eine Sekundäranalyse amtlicher Statistiken, qualitative und quantitative Interviews mit Drogenkonsumierenden sowie eine Metaanalyse ethnographischer Forschungsarbeiten.

Ralf Gerlach, Heino Stöver (Hrsg.) 
Entkriminalisierung von Drogenkonsumenten – 
Legalisierung von Drogen 

"Drogenprohibition ist die gefährlichste Sinnlosigkeit der Neuzeit. Keine andere international verfolgte Strategie hat in den vergangenen Jahrzehnten Terroristen, Kriminelle und korrupte Beamte so konsequent unterstützt wie die Prohibition von Drogen. Kein anderes politisches Konzept hat so systematisch Gewalt, Menschenrechtsverletzungen, Korruption und die Ausbreitung von HIV/AIDS erzeugt. Und kaum ein anderes Thema wird so stark von angstbesetzter Moral und Tabus bestimmt und so wenig von empirischen Fakten. Wir müssen Drogensucht endlich als Herausforderung für die Gesundheits- und Sozialpolitik und nicht der Strafverfolgung begreifen. Die Beiträge in diesem Buch zeigen: Verschiedene europäische Staaten haben bereits Entkriminalisierungsmodelle entwickelt und sind mit der Lösung des Drogenproblems weiter als wir." 
Aus dem Geleitwort von Tom Koenigs

Mit Beiträgen von:
 Jörg Auf dem Hövel, Gudrun Behle, Christiane Bernard, Robin Christen, Jonas Dessouky, Stephanie Flöter, Ralf Gerlach, Jürgen Heimchen, Henner Hess, Tilmann Holzer, Marco Jesse, Rosa Kistmacher, Tom Koenigs, Nicole Krumdiek, Cornelia Morgenstern, Tim Pfeiffer-Gerschel, Maximilian Plenert, Frederik Polak, Josef Radimecky, Jörg Rostek, Dirk Schäffer, Henning Schmidt-Semisch, Wolfgang Schneider, Stefan Sell, Heino Stöver, Franz Trautmann, Rainer Ullmann, Monika Urban, Bernd Werse, Georg Wurth

Bernd Werse (Hg.):
Drogenmärkte.
Strukturen und Szenen des Kleinhandels
Frankfurt a.M.: Campus 2008

Den typischen Drogendealer gibt es nicht: Der eine zieht zu Hause Cannabispflanzen und verkauft sie aus-schließlich an Freunde, der andere dealt professionell mit harten Drogen: Die Autorinnen und Autoren dieses Buches betrachten in empirischen Studien und Interviews erstmals den Mikrokosmos des Kleinhandels am Beispiel Frankfurts.
Dabei wird deutlich, dass sich etwa die Handelsaktivitäten in der Straßenszene fundamental vom Dealen im bürgerlichen Milieu unterscheiden, gleichzeitig jedoch für den gesamten Kleinhandel die enge Verknüpfung von Handels- und Freundschaftsbeziehungen typisch ist. Die gängige strikte Trennung von "Dealern" und "Konsumenten", so zeigt sich, muss grundsätzlich infrage gestellt werden.

Mit Beiträgen von: Christiane Bernard, Sandra Bucerius, Martin Dörrlamm, Claudia Genterczewsky, Juanita Rosina Henning, Henner Hess, Antje Langer, Yvonne Linke, Oliver Müller und Bernd Werse.

Bernd Werse (Hg.):
Cannabis in Jugendkulturen.
Kulturhistorische und empirische Betrachtungen zum Symbolcharakter eines Rauschmittels.
Berlin: Archiv der Jugendkulturen 2007

Cannabis ist nicht nur die mit Abstand am weitesten verbreitete illegale Substanz, sondern auch wie keine andere in Jugendkulturen verankert. Der Autor betritt in zweierlei Hinsicht wissenschaftliches Neuland: Zum einen werden die soziokulturellen Entstehungsbedingungen der Konsummuster und symbolischen Zuschrei-bungen von Cannabis in Jugendkulturen nachgezeichnet, zum anderen wird ein analytischer Blick auf den Stellenwert der Droge in gegenwärtigen Jugendszenen geworfen. Im Zentrum der mit zahlreichen Original-aussagen von Szenegängern illustrierten empirischen Untersuchung stehen die aktuell weit verbreiteten Jugendkulturen HipHop und Techno.
Das Buch bietet aber auch aus zahlreichen anderen Jugendszenen lebhafte Einblicke in den jeweiligen Umgang mit Cannabisprodukten.

Zurhold, H./ Müller, O. (Hg.):
Kokainkonsum zwischen Hedonismus und Verelendung.
Ergebnisse einer multiperspektivischen Studie aus Frankfurt am Main.
Freiburg: Lambertus 2007

Um den Kokainkonsum ranken sich vielfältige Mythen, denen nicht nur die Medien, sondern zuweilen auch die Konsument(inn)en selbst erliegen. So gilt Kokain einerseits als "edle" Droge des Establishments, die Asso-ziationen mit Promis und Sexparty weckt. Auf der anderen Seite sind Kokain und insbesondere Crack mit der Drogenszene und einer rapiden Verelendung assoziiert. Unabhängig von dem jeweiligen Milieu gelten Kokain wie Crack als unbeherrschbare Substanzen. Um ein umfassendes und realistisches Bild vom Kokainkonsum zu bekommen, wurde eine breit angelegte Studie in Frankfurt am Main durchgeführt: Es wurden unter anderem Schüler(innen), die Drogenszene und sozial integrierte Konsument(inn)en befragt. Auch professionelle Expert(inn)en kommen zu Wort. Die unterschiedlichen Sichtweisen vermitteln einen empirisch fundierten Einblick in die Verbreitung, Muster und Folgen des Kokainkonsums. Dabei relativiert die Studie so manchen Mythos.

Dollinger, Bernd & Schneider, Wolfgang (Hg.): 
Sucht als Prozess.
Sozialwissenschaftliche Perspektiven für Forschung und Praxis.
Berlin: VWB 2005

Was ist Sucht? Ein Denkmodell? Eine soziale Konstruktion? Ein einmal erreichter, statischer Zustand? Eine schwere, finale Krankheit? Ein dynamischer Entwicklungsverlauf? Die unterschiedlichen Beiträge dieses 41. Bandes in der Reihe "Studien zur qualitativen Drogenforschung und akzeptierenden Drogenarbeit", hrsg. von INDRO e.V., versuchen die Spannbreite aktueller sozialwissenschaftlicher Ansätze im Rahmen moderner Suchtforschung und Drogenhilfepraxis wiederzugeben.
Sie weisen nach, wie prozesshaft und dynamisch der Konsum unterschiedlichster Substanzen und auch subjektive und soziale Bedeutungszuschreibungen von Sucht sind. Das dynamische Geschehen drogengebrauchsbezogener Entwicklugnsverläufe jenseits von unterstellten, eindeutigen Ursachen verlangt von Forschung und Praxis eine stetige Neu-orientierung und auch Überprüfung von "Sucht-Konstrukten". Dieser Band will dazu beitragen, die Diskussion über "die Suchtbegriffe" und ihre Inhalte anzuregen, und somit in Drogenforschung und Hilfepraxis weitere Perspektiven zu eröffnen.

Kemmesies, Uwe (unter Mitarbeit von Bernd Werse):
Zwischen Rausch und Realität. 
Drogenkonsum im bürgerlichen Milieu.
Wiesbaden: VS-Verlag 2004

Die erste Untersuchung zum illegalen Drogengebrauch von Normalbürgern.
Zwischen den Extrempolen einer Abhängigkeit und totalen Abstinenz von Drogen entfaltet sich ganz offensichtlich ein breites Spektrum unterschiedlichster Drogengebrauchsformen. Das vorliegende Buch richtet die Aufmerksamkeit auf einen Teilausschnitt dieses breiten Spektrums: auf die Gruppe der kontrollierten Konsumenten illegaler Drogen, die in der Drogenforschung selten Beachtung findet. Es geht um Menschen, denen es gelingt, den Konsum von illegalen Drogen in den Alltag zu integrieren, ohne dass ihr Drogenkonsum nachhaltige Probleme bereitet, die es schaffen, den Drogenkonsum zwischen Rausch und Realität auszubalancieren, indem die Lust auf Zerstreuung, Anregung, Genuss und Entspannung weitgehend auf die Realität der Alltagsanforderungen in Beruf, Familie sowie in anderen sozialen Zusammenhängen abgestimmt wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Zusammenhang den wirksam werdenden Kontrollmechanismen im Allgemeinen wie der Bedeutung des Drogenverbots im Besonderen.

Heino Stöver/ Michael Prinzleve (Hg.): 
Kokain und Crack. 
Pharmakodynamiken, Verbreitung und Hilfeangebote.
Freiburg: Lambertus 2005

Das Buch liefert neben pharmakologischen Informationen eine Übersicht über die Verbreitung, die Gebrauchs- und Handelsformen von Kokain und vor allem Crack. Darüber hinaus werden die Konsequenzen für das Sucht-krankenhilfesystem in Form adäquater Hilfeangebote diskutiert. Jenseits der oftmals sensationsorientierten massenmedialen Aufbereitung des Crack-Themas wird eine sachliche Einschätzung der zunehmenden Verbrei-tung des Crack-Konsums vorgenommen. Die Entwicklungen in großstädtischen Metropolen legen nahe, dass der Konsum von Crack dort in der Drogenszene weit verbreitet ist und erhebliche psychosoziale Schädigungen bei den Konsumenten bewirkt. Kokain- und Crackkonsum führt aber auch zu Beratungs-, Behandlungs- und Ordnungsproblemen in der Drogenhilfe. Das Buch setzt Schwerpunkte in den Bereichen Pharmakologie, "Crack und Prostitution", Entwicklung neuer Hilfeangebote und notwendige Weiterentwicklung der Drogenhilfeangebote.