Sitzender Lebensstil

Bewegung im Alltag

Menschen verbringen in unserer Gesellschaft im Durchschnitt mehr als 50% der Wachzeit (>7Stunden), in Beruf, Freizeit oder beim Zurücklegen von Wegen, in sitzender Position. Diese als sedentär bezeichnete Verhaltensweise steht, speziell in ununterbrochenen Blöcken längerer Dauer, als eigenständiger Risikofaktor (unabhängig von körperlicher Aktivität) in Verbindung mit kardiovaskulären und metabolischen Risikofaktoren und Erkrankungen sowie der Gesamtsterblichkeit. Aktuelle Arbeiten zeigen auf, dass der Anteil sedentären Verhaltens am Alltag weiter zunimmt. Vor diesem Hintergrund erlangen Erkenntnisbeiträge zur Kausalität von sedentärem Verhalten und pathophysiologischen Veränderungen hohe Bedeutung.

Das vorrangige Ziel der Arbeitsgruppe der Abteilung Sportmedizin ist die Erforschung der pathophysiologischen Auswirkungen sedentären Alltagsverhaltens sowie der positiven Auswirkungen körperlicher Aktivität im Alltag. Im Mittelpunkt der aktuellen Untersuchungen stehen die Erforschung der unmittelbaren metabolischen Veränderungen während kontinuierlichen und unterbrochenen Sitzphasen und die Anwendbarkeit körperlich aktiver Unterbrechungen im beruflichen oder privaten Alltag.

Die Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Experimenten und systematischer Literaturanalysen wurden bereits auf mehreren internationalen Kongressen präsentiert (Annual Meeting des American College of Sports Medcine; Annual Congress des European College of Sports Science; Deutscher Sportärztekongress) und international publiziert. Zukünftige Projekte zielen auf die Erforschung der Anwendbarkeit und Auswirkung unterschiedlicher Bewegungsformen in alltagsnahen Settings.

Ausgewählte wissenschaftliche Beiträge finden Sie hier.