Information und Beratung

Aktuelles


Strategische Förderinitiative der DFG zu Künstlicher Intelligenz

  • Ausschreibung und Förderung von bis zu 30 Emmy Noether-Nachwuchsgruppen
  • Förderbekanntmachung für acht Forschungsgruppen in Planung
  • Beratungsangebot und Unterstützung bei der Antragsstellung für ForscherInnen der Goethe-Universität am Research Service Center (RSC)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine strategische Förderinitiative im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) beschlossen. Diese sieht in verschiedenen Förderprogrammen insgesamt rund 90 Millionen Euro an Fördermitteln für Projekte aus allen Bereichen der KI-Forschung vor. Die Initiative richtet sich dabei zum einen interdisziplinär an die Methodenforschung im Bereich der KI und an alle Forschungsfelder, in denen KI-Methoden vermehrt zum Einsatz kommen. Zum anderen soll die Untersuchung grundlegender philosophischer, rechtlicher und sozialwissenschaftlicher Forschungsfragen im Kontext der Künstlichen Intelligenz im engen Zusammenspiel der jeweils betroffenen Forschungsfelder gefördert werden.

Nachwuchsgruppen: Im Emmy-Noether-Programm soll in voraussichtlich drei Ausschreibungsrunden über die Einrichtung von bis zu 30 Nachwuchsgruppen der wissenschaftliche Nachwuchs mit Forschungsfokus auf KI-Methoden gefördert werden. Bewerben können sich PostdoktorandInnen sowie befristet beschäftigte JuniorprofessorInnen in einer frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Karriere sowie InhaberInnen von vergleichbaren befristeten Qualifizierungsprofessuren. Eine Bewerbung kann in der Regel zwei bis vier Jahre nach der Promotion erfolgen. Die Begutachtung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Die Dauer der Förderung umfasst bis zu sechs Jahre. In der ersten Ausschreibungsrunde für 2020 sind Antragsskizzen (bis zu fünf Seiten) in englischer Sprache bis zum 19. Februar 2020 per E-Mail einzureichen. Als Frist für die Einreichung der Vollanträge ist der 29. Juli 2020 vorgesehen. Link zu weiteren Informationen zur Antragstellung

Forschungsgruppen: Darüber hinaus ist die Ausschreibung und Förderung von bis zu acht Forschungsgruppen vorgesehen. Zielsetzung jeder Forschungsgruppe soll die thematische und personelle Verzahnung eines Forschungsschwerpunkts der jeweiligen Einrichtung mit Forschung im Bereich der KI-Methodik sein. Link zur Programmlinie DFG-Forschungsgruppen

Beratung nationale Forschungsförderung und Programme für den wissenschaftlichen Nachwuchs: Die Goethe-Universität will ihre WissenschaftlerInnen bestmöglich im Bewerbungsprozess dieser Förderinitiative unterstützen. Deshalb berät das Research Service Center (RSC) ForscherInnen aller Fachbereich in allen Phase der Antragsausarbeitung. Bitte kommen Sie, falls Sie sich an den oben genannten Ausschreibungen beteiligen möchten, frühzeitig mit Ihren Antragsideen auf uns zu!

Kontakt:
Dr. Bettina Maria Heiss
Telefon: 069 798-17405
E-Mail: rsc-beratung@uni-frankfurt.de

Informationen aus DFG Pressemitteilung Nr. 74, 31. Oktober 2019 und Nr. 50, 7. Oktober 2019
https://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_19_74/index.html
https://www.dfg.de/service/presse/pressemitteil ungen/2019/pressemitteilung_nr_50/index.html


Informationsveranstaltung: Forschungsdatenmanagement für die Geistes- und Sozialwissenschaften

Das Research Service Center der Goethe Universität bietet in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Forschungsdatenmanagement der Universitätsbibliothek eine Informationsveranstaltung zum Thema Forschungsdatenmanagement in den Sozial- und Geisteswissenschaften an. Die Veranstaltung richtet sich besonders an ProfessorInnen, LeiterInnen von Nachwuchsgruppen und Postdocs, die aktiv Dritt-mittel einwerben (wollen) und sich bisher mit dem Themenspektrum Forschungsdatenmanagement bei der Antragstellung noch nicht umfassend beschäftigt haben.

Anmeldungen sind bis zum 11. November per E-Mail an rsc-orga@uni-frankfurt.de möglich.

Datum/Uhrzeit: 14. November 2019, 14:00-16:00 Uhr.

Veranstaltungsort: Seminarhaus Campus Westend (SH 3.105)

Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Veranstaltungsseite des RSC.


DFG-Fachkollegienwahl 2019: Kandidierende stehen fest

Für die Wahl der Mitglieder der Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Herbst 2019 stehen die Kandidierenden fest. Die entsprechende Liste hat der Senat der DFG in seiner Sitzung Anfang Juli 2019 verabschiedet. Sie umfasst 1681 Kandidierende, für die die rund 165 000 wahlberechtigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Stimmen abgeben können. Die Fachkollegien bewerten die Anträge auf finanzielle Förderung von Forschungsvorhaben und kontrollieren dabei auch die Wahrung einheitlicher Maßstäbe bei der Begutachtung. Zu Fragen der Weiterentwicklung und Ausgestaltung der Förderprogramme der DFG wird ihr Rat gehört.

Die Kandidierenden wurden von dazu berechtigten Institutionen vorgeschlagen. Das Vorschlagsrecht haben die Mitglieder der DFG, der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft sowie zahlreiche wissenschaftliche Fachgesellschaften und Fakultätentage. Der Anteil von Kandidatinnen auf der Liste steigerte sich im Vergleich zu vorherigen Fachkollegienwahlen erneut und liegt nun bei 33,1 Prozent.

Wahlberechtigte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können vom 21. Oktober bis 18. November 2019 aus der Kandidierendenliste Personen wählen, die ihr Fachgebiet in den nächsten vier Jahren in den Fachkollegien der DFG vertreten sollen. Insgesamt werden 632 Plätze in 211 Fächern und 49 Fachkollegien besetzt.

Die Kandidierendenliste, die Wahlordnung sowie detaillierte Informationen zu allen Schritten der Fachkollegienwahl 2019 liefert das Wahlportal der DFG unter: www.dfg.de/fk-wahl2019


Neue Förderinitiative der VolkswagenStiftung:

Originalitätsverdacht? Neue Optionen für die Geistes- und Kulturwissenschaften

"Originalität" ist in den Geistes- und Kulturwissenschaften eines der zentralen Qualitätskriterien. Doch gerade in diesen Disziplinen mit ihren spezifischen Forschungsgegenständen ist die Frage, was "originell", "neu" oder "innovativ" bedeutet, schwierig zu bestimmen. Was gesichertem Fachwissen und gemeinhin akzeptierten Intuitionen widerspricht, mag genauso dazu gehören wie die Entwicklung eines neuen Ansatzes, einer neuen These, einer neuen Theorie, die Beobachtung eines neuen Phänomens oder auch die Identifizierung von bisherigem Nicht-Wissen.

Die Stiftung möchte mit diesem Angebot Geistes- und Kulturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ermutigen, Vorhaben mit erkenntnisgewinnender Originalität zu entwickeln. Gefördert wird eine erste Exploration der Forschungsidee.

Im Antrags- und Auswahlverfahren geht die Stiftung in dreierlei Hinsicht neue Wege: Das Verfahren ist schlank, für die Antragsteller(innen) mit wenig Aufwand verbunden und mit einer Entscheidung innerhalb von 5 bis 6 Monaten schnell. Im Begutachtungsverfahren ist es innovativ in der Kombination von stiftungsinterner Vorauswahl und Endauswahl durch eine Expertenjury. Die anonymisierte Begutachtung soll sicherstellen, dass allein die originelle Forschungsidee zählt.

Die Initiative besteht aus zwei Förderlinien:

  • Förderlinie 1 "Komm! ins Offene..." 
    Die Förderlinie bietet der einzelnen Forscherpersönlichkeit die Möglichkeit, ein Thema explorierend zu bearbeiten und in einem Essay darzulegen (bis zu 100.000 EUR, max. 1 Jahr).
  • Förderlinie 2 "Konstellationen" 
    Das Angebot wendet sich an Projektteams mit bis zu 4 Antragstellerinnen und Antragstellern, die sich gemeinsam einer neuen Forschungsidee widmen, deren Tragfähigkeit in einer Explorationsphase erkunden und in einem gemeinsamen Text veröffentlichen wollen (bis zu 200.000 EUR, max. 1½ Jahre).

Bewerbungsfrist: 13. November 2019

Weitere Informationen


Über die Abteilung Information & Beratung

Das Beratungsteam unterstützt Sie bei der Suche nach dem richtigen Förderprogramm für Ihre Projektidee und berät Sie zu den Förderprogrammen der nationalen, europäischen und internationalen Forschungsförderung. Die Mitarbeitenden helfen Ihnen auch bei Fragen zu den formalen Belangen und hoheitlichen Aufgaben der Antragstellung weiter. Sie vermitteln darüber hinaus Kontakte zu relevanten Beratungseinrichtungen.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne im Research Service Center.

Sie arbeiten nicht am Campus Westend und möchten sich zu Fördermöglichkeiten beraten lassen?
Dann können Sie ab sofort unsere Beratungssprechstunde am Campus Riedberg nutzen.
Jeden Dienstag berät Sie unsere EU-Referentin Frau Dr. Bartoszek zu Fördermöglichkeiten für Ihr Forschungsprojekt.

Beratung am Campus Riedberg (mit vorheriger Vereinbarung):

Jeden Dienstag von 10-12 Uhr und 13-15 Uhr

N100, Erdgeschoss, Raum 003