Diversity-Konzept & Aktionsplan Chancengleichheit

Bereits 2010 hat die Goethe-Universität beschlossen, die bisherige Gleichstellungspolitik durch Diversity Policies zu erweitern. 2011 hat die Universität als eine der ersten Hochschulen in Deutschland ihr „Diversity-Konzept“ erstellt. Mit dem neuen Instrument des „Zentralen Aktionsplans Chancengleichheit 2017-2022“ will die Goethe-Universität sich den nach wie vor bestehenden Herausforderungen aktiv stellen. Der Aktionsplan steht im Mittelpunkt der im Januar 2017 gestarteten Offensive „Goethe-Universität Chancen=“. Mit ihr will sie bis 2022 ihre Gender Equality & Diversity Policies ausbauen und ihre Anstrengungen zur Umsetzung intensivieren. Im Mittelpunkt stehen der Struktur- und Kulturwandel der Universität. Eckpunkte dazu hat der Senat bereits im Sommer 2016 verabschiedet. Der Aktionsplan wird voraussichtlich 2017 in den Gremien beschlossen.

Wie bereits das Diversity-Konzept erarbeitet die Goethe-Universität ihren Aktionsplan Chancengleichheit unter Einbeziehung vieler Akteur_innen in einem partizipativen Prozess. Zu Beginn des Prozesses führten Beschäftigte und Studierende drei thematisch zentrierte Strategie- und Sensibilisierungs-Workshops zu folgenden Arbeitsbereichen durch:

  • Studium und Lehre
  • Wissenschaftlicher Nachwuchs
  • Administrativ-technische Mitarbeiter_innen

Ausgerichtet wurden die Workshops von den jeweils zuständigen Mitgliedern des Präsidiums gemeinsam mit dem Gleichstellungsbüro. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Inhalte, Instrumente und Maßnahmen von den verschiedenen Akteur_innen als notwendig erachtet werden, damit die Universität den Bedürfnissen einer diversen Studierendenschaft und Belegschaft besser Rechnung tragen kann. Ergänzend zu den Workshops wurden einzelne Fachgespräche in kleinen Arbeitsgruppen geführt, z. B. zum Thema Inklusion. Einbezogen wurden zudem die im Rahmen der Umsetzung des Diversity-Konzepts 2011-2014 gesammelten Informationen über Bedarfe und bestehende Angebote und Initiativen.
Die Senatskommission hat die Erarbeitung des Aktionsplans kontinuierlich begleitet.

Der Zentrale Aktionsplan Chancengleichheit 2017-2022 enthält entsprechend dem Beschluss des Senats die im Hessischen Gleichberechtigungsgesetz (HGlG) vom 21.12.1993, zuletzt geändert durch das Gesetz vom 01.01.2016, vorgesehenen Bestandteile eines Frauenförder- und Gleichstellungsplans und konkretisiert die im HGlG enthaltenen rechtlichen Vorgaben. Die Dimension „Geschlecht“ oder „Gender“ soll dabei um die im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vom 14.08.2006 festgelegten Diversitätsdimensionen sowie die für eine Bildungseinrichtung so wichtige Dimension „Bildungshintergrund“ erweitert werden.

Der Aktionsplan soll nach der Beschlussfassung für sechs Jahre gelten. Nach drei Jahren erfolgt eine Zwischenevaluation, in deren Rahmen Veränderungen und Ergänzungen vorgenommen werden können. Im sechsten Jahr wird eine weitere Evaluation durchgeführt, zu der auswärtige Expert_innen hinzugezogen werden. Ein Konzept dazu wird durch das Gleichstellungsbüro erarbeitet. Die zweijährlich erstellten Aktionspläne Chancengleichheit der Fachbereiche (Gender Equality & Diversity Action Plans – kurz GEDAPs) ergänzen den Zentralen Aktionsplan Chancengleichheit 2017-2022.

Zurück