Welche Besonderheiten bringen Sie mit?

1. Sie studieren als erste*r in der Familie?

Gerade dann kann eine Bewerbung für ein Stipendium erfolgversprechend sein – in vielen Auswahlprozessen wird dies als Pluspunkt gewertet. Hilfe im Bewerbungsprozess können Sie neben den üblichen Beratungsstellen vor allem bei Arbeiterkind.de erhalten.

Die Deutsche Universitätsstiftung bietet ein spezielles Stipendienprogramm für Studierende aus Nichtakademikerfamilien. Erfahren Sie mehr über das Stipendienprogramm TANDEM hier.  


2. Sie haben einen Migrationshintergrund?

Einige Stipendiengeber fördern speziell Studierende mit Migrationshintergrund, andere bewerten dieses Kriterium sehr positiv, z.B. Stiftungen der Begabtenförderwerke.


3. Sie kommen aus dem Ausland und möchten hier studieren?

Auch für internationale Studierende gibt es in Deutschland viele Möglichkeiten, ein Stipendium zu erhalten. Einige Stipendien sind dabei an die BAföG-Berechtigung (§8 BAföG) geknüpft. Darüber hinaus vergeben einige große Stiftungen Stipendien, die unabhängig von der Staatsangehörigkeit sind, z.B. das Deutschlandstipendium oder einige der Begabtenförderungswerke.

Außerdem gibt es Stipendien, die auf Studierende aus bestimmten Herkunftsländern abzielen. Sie sind in der Datenbank des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zu finden. Der Katholisch-Akademische Austauschdienst (KAAD) bietet verschiedene Stipendienprogramme für ausländische Studierende, Postgraduierte und Wissenschaftler*innen aus Asien, Afrika, Lateinamerika, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Ost- und Südosteuropa. Nähere Informationen zu den einzelnen Programmen finden Sie hier. Für Stipentiat*en des KAAD steht an der Goethe-Universität Prof. Dr. Thomas Schreijäck (schreijaeck@em.uni-frankfurt.de) als Vertrauensdozent und Ansprechperson zur Verfügung.


4. Sie sind engagiert und leistungsstark?

Dann sollten Sie sich die Begabtenförderwerke und das Deutschlandstipendium genauer anschauen.


5. Sie haben schon eine Ausbildung und/oder Berufserfahrung?

Studierende, die ihr Studium erst nach einer Berufstätigkeit (z. B. auf dem zweiten Bildungsweg) begonnen haben, sind durch die verlängerte Ausbildungszeit häufig zu alt für die gängigen Stipendien. Allerdings gibt es auch hier unterstützende Stipendien, z. B. das Aufstiegsstipendium, ein Stipendium von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) oder verschiedene Stipendienprogramme, die ein Fernstudium unterstützen.


6. Sie sind Studierender und/oder haben eine Fluchterfahrung?

Speziell für Studierende mit Flucherfahrung gibt es an der Goethe-Universität das Programm „Academic Welcome Program for highly qualified refugees", welches der Weiterbildung in einzelnen Wissensgebieten und der Orientierung in der akademischen Lehr- und Lernkultur in Deutschland dient. Teilnehmen können Asylsuchende, -bewerber*innen und -berechtigte, die einen Hochschulzugang in Deutschland besitzen oder die im Heimatland bereits studiert haben.

Eine finanzielle und ideelle Unterstützung für Bachelor- und Masterstudierende mit Fluchterfahrung bieten z.B. die Stipendienprogramme der Deutschen Universitätsstiftung und der HessenFonds für geflüchtete Studierende, Promovierende und Wissenschaftler*innen an den staatlichen hessischen Hochschulen.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung fokussiert ebenfalls diese Zielgruppe durch ein Stipendienprogramm. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die Werner Reimers Stiftung führt in Zusammenarbeit mit dem International Office der Goethe-Universität ein akademisches Stipendienprogramm durch.