Promotion

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Sie interessieren sich für eine Promotion an der Goethe-Universität in Frankfurt?

Die Goethe-Universität Frankfurt ist eine der führenden Forschungsuniversitäten Deutschlands und hat sich die Förderung von Wissenschaftler*innen in der frühen Berufsphase zur besonderen Aufgabe gemacht. Sie bietet Ihnen hervorragende Möglichkeiten zur Promotion.


Wege der Promotion

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Varianten der Promotion: die individuelle, nicht in ein Programm eingebundene Promotion („Lehrlingsmodell“ oder auch „traditionelle Promotion“) und die Promotion in einem strukturierten Programm.

1. Individualpromotion

Bei der Individualpromotion arbeiten Sie weitgehend auf sich gestellt unter der Betreuung einer Professorin/eines Professors (Doktormutter/Doktorvater). Die Anfertigung der Dissertation (Doktorarbeit) ist das Kernstück der Promotion. Diese wird in Abstimmung mit dem Betreuer / der Betreuerin als eigenständige Forschungsleistung angefertigt. Die Arbeitssprache ist in der Regel Deutsch oder Englisch. Die Dauer der Promotion liegt in der Regel bei 3-5 Jahren.

Eine Individualpromotion ist an vielen Fachbereichen der Goethe-Universität möglich. Ca. 80% aller Promovierenden an der Goethe-Universität studieren auf diesem Wege.. Ein erster grober Überblick, ob das von Ihnen angestrebte Promotionsthema an unserer Universität fachlich verortet werden kann, bietet das allgemeine Studienangebot

Hinweis: Eine Individualpromotion ist eher in den Geistes- und Sozialwissenschaften üblich. In den Natur- und Lebenswissenschaften werden Promotionsstellen meistens gezielt ausgeschrieben oder in strukturierten Promotionsprogrammen und Graduiertenkollegs angeboten.  

2. Strukturierte Promotionsprogramme und Graduiertenkollegs

Strukturierte Promotionsprogramme setzen einen Rahmen für die Promovierendenausbildung und setzen sich mit einem Thema aus verschiedenen fachlichen Perspektiven auseinander. D.h. oft arbeiten Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen. Die Doktorarbeit ist hier meistens in ein größeres Forschungsprogramm integriert und oft darüber finanziert. Da strukturierte Promotionsprogramme oft in dreijährigen Zeiträumen stattfinden, erfolgt auch die Ausschreibung von Stellen in mehrjährigen Abständen. Neben der Forschungsausbildung umfassen die Programme verschiedene Qualifizierungsveranstaltungen. Wenn Sie keine der begehrten Promotionsstellen erhalten können, ist eventuell eine Assoziierung an das Promotionsprogramm möglich, so dass Sie an den Qualifizierungsveranstaltungen teilnehmen und von einem/r Wissenschaftler*in des Programms betreut werden können.

Über die Bewerbungsverfahren können Sie sich beim Programm oder dem jeweiligen Fachbereich erkundigen.

a) Graduiertenkollegs der Goethe-Universität Frankfurt

Hierzu gehören die DFG-Graduiertenkollegs, Marie Curie Initial Training Networks, International Max Planck Research Schools und Helmholtz-Graduiertenschulen. Ca. 20% aller Promovierenden an der Goethe-Universität promovieren in solchen Einrichtungen.

b) Weitere Koordinierte Promotionsprogramme

c) Graduate School of Economics, Finance and Management

Sonderprogramm nach amerikanischem Modell. Eine Bewerbung ist bereits nach dem Bachelor möglich. Nach einem zweijährigen Masterstudium kann die Promotion direkt angeschlossen werden.

d) Exzellenzcluster, Sonderforschungsbereiche, LOEWE-Zentren

Exzellenzcluster und Sonderforschungsbereiche sind besondere Forschungseinrichtungen zu bestimmten Themenbereichen und teils interdisziplinärer Ausrichtung. Hier können Sie ebenfalls eine Promotion anstreben, allerdings haben nicht alle Sonderforschungsbereiche strukturierte Promotionsprogramme.

e) Internationale Promotions-Programme (IPP) (nur für bestimmte Fachbereiche)

Diese Promotionsprogramme bieten strukturelle Fördermaßnahmen für Promovierende und PostDocs, allerdings keine (bzw. nur geringe) finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten.

f) GRADE-Center

GRADE-Center sind meist fachbereichsübergreifend verortet und bieten Qualifizierungsmaßnahmen sowie Services (z.B. Reisekosten, Übersetzungshilfen) an.


Finanzierung der Promotion

Einen guten Überblick über Finanzierungsarten bietet die folgende Webseite des DAAD.

Die häufigsten Finanzierungsarten sind:

  • Stipendien (Beispielsweise über die DAAD-Stipendiendatenbank)
  • Promotionsstellen Es handelt sich dabei oft um ca. 65% Stellen (meist auf der Gehaltsstufe E13) bei einzelnen Lehrenden bzw. Instituten im Rahmen der sogenannten Individualpromotion oder bei strukturierten Promotionsprogrammen. Aktuelle Ausschreibungen zu bezahlten Promotionsstellen (mit Lehr-/Forschungstätigkeit) an der Goethe-Universität finden Sie bei Stellen Aktuell.
  • Promotionsnahe oder –ferne Jobs, die Sie sich eigenständig in Frankfurt oder der Region suchen
    >> siehe Broschüre „Arbeiten während des Studiums

Sprachkenntnisse

Arbeitssprache an der Goethe-Universität ist grundsätzlich Deutsch; in einigen Fachbereichen ist die Dissertation in Englisch möglich und, in Ausnahmefällen, auch in anderen Weltsprachen.

Dissertation in Deutsch

Sofern Sie in Deutsch promovieren möchten, müssen Sie bei der Bewerbung an der Goethe-Universität ausreichende Sprachkenntnisse nachweisen (Zertifikat Niveau C1) und die DSH (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang) vor der Immatrikulation bestehen.

Sie können auch mit abgeschlossenem B1-Niveau an einem Sprachkurs der Universität (DSH-Vorbereitungskurs) teilnehmen, um Ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und sich auf die DSH vorzubereiten. Dazu bewerben Sie sich bitte über uni-assist. (Da schon bei der Bewerbung zum DSH-Vorbereitungskurs formal auch ein Studiengang gewählt werden muss und ein PhD-Programm bei uni-assist nicht gewählt werden kann, empfehlen wir Ihnen einen Masterstudiengang anzugeben (unter „Fachrichtung“ auf dem Antragsformular). Beachten Sie dabei, dass die uni-assist Vorprüfung für alle grundständige Studiengänge kostenpflichtig ist (derzeit 75 Euro) und kostenlos für die Masterstudiengänge.)

Dissertation in einer anderen Sprache

Wenn Sie die Dissertation in einer anderen Sprache als Deutsch verfassen möchten, müssen Sie dies beim zuständigen Fachbereich beantragen. Der Promotionsausschuss vermerkt dann auf der Promotionszusage, in welcher Sprache sie arbeiten werden. In diesem Fall können Sie sich ohne DSH als Doktorand*in immatrikulieren.