Arbeitsgruppe Endrődi

Dr. Gergely Endrődi (Emmy Noether Nachwuchsgruppenleiter)

Quantenchromodynamik (QCD) ist die Theorie der starken Wechselwirkung, die beschreibt, wie Protonen und Neutronen (Hadronen) aus Quarks und Gluonen aufgebaut sind. Die QCD hat ein nicht-triviales Phasendiagramm mit mindestens zwei sehr unterschiedlichen Phasen: einer hadronischen Phase bei niedrigen Energien und einer Plasma-Phase bei hohen Energien, dem sogenannten Quark-Gluon Plasma. Die Eigenschaften dieser Phasen spielen eine wichtige Rolle für mehrere physikalische Systeme: die Entwicklung des frühen Universums, das Verhalten der Materie im Kern von Neutronensternen und die Beschreibung von Schwerionen-Kollisionen. Die maßgeblichen Phänomene spielen sich in diesen Fällen bei nicht-verschwindender Temperatur, Teilchendichte und/oder elektromagnetischem Hintergrundfeld ab. Die derzeit ergfolgreichste Methode für die Untersuchung der QCD ist die numerische Monte-Carlo Simulation der diskretisierten Theorie. In unserer Forschungsgruppe verwenden wir Gittersimulationen, um die bis jetzt unerforschten Bereiche des QCD-Phasendiagramms bei endlichen (Isospin-) Dichten und elektromagnetischen Hintergrundfeldern zu bestimmen.

Publikationen auf arXiv und InSpire.

Email: endrodi@th.physik.uni-frankfurt.de