Herzlich willkommen auf den Seiten der Abteilung Sportpsychologie

Die Abteilung für Sportpsychologie beschäftigt sich mit psychologischen Prozessen im Sport. Es werden sowohl leistungsthematische Aspekte des Sport als auch gesundheitsbezogene Aspekte thematisiert. 

Der Forschungsschwerpunkt der Abteilung für Sportpsychologie bezieht sich auf die Prozesse der Selbstregulation. Dabei steht die Frage im Vordergrund wie Menschen ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen steuern, um ihre Ziele im Freizeit- und Leistungssport zu erreichen. Diese Fragestellung wird in drei verschiedenen Handlungsfeldern verfolgt.

1.       Die Rolle von Affekten und Emotionen im Prozess der Aufrechterhaltung
          der körperlichen Aktivität

 

Regelmäßiges körperliches Training hat positive Effekte sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit. Trotz dieses Wissens brechen 50% der Teilnehmer von Sportkursen das Training nach weniger als sechs Monaten ab. Dieses Phänomen ist nicht nur mit rationalen Überlegungen zu erklären, sondern liegt auch in affektiven und emotionalen Faktoren begründet. Die Ziele dieses Forschungsstrangs sind:

  • Untersuchung der Trainingsbedingungen, in denen sich positive Emotionen entwickeln
  • Die Rolle des Trainers bzw. des Sportlehrers bei der Entstehung der Emotionen bei Schülern bzw. Kunden
  • Aufbau von Interventionen, die Freude an Bewegung steigern
  • Entwicklung der Ausbildungsangebote für Trainer und Sportlehrer

2.      Entwicklung von körperlicher Aktivität im Lebenslauf
   

Körperliche Inaktivität gilt als ein Risikofaktor für die Entstehung von verschiedenen chronischen Krankheiten. Die Weichen für einen körperlich aktiven bzw. inaktiven Lebensstil werden schon in der Kindheit gelegt. Die Verhaltensmuster setzen sich im Erwachsenenalter fest und werden von psychischen, sozialen und umweltbezogenen Faktoren beeinflusst. Die Ziele dieses Forschungsstrangs beziehen sich auf folgende Inhalte:
  • Wie körperlich aktiv sind Kinder und Jugendliche in Deutschland? Wie körperlich aktiv sind Erwachsene?
  • Wie entwickelt sich körperliche Aktivität im Lebenslauf?
  • Wie stabil ist das Aktivitätsverhalten in den verschiedenen Lebensphasen?
  • Welche Determinanten bedingen die Entwicklung der körperlichen Aktivität im Lebenslauf?
  • Welche Interventionen sind wirksam, um einen körperlich aktiven Lebensstil aufzubauen?

3.      Psychologie im Leistungssport
   

Die Entscheidung über Sieg und Niederlage findet im Kopf des Sportlers statt. Diese Aussage ist umso zutreffender, je größer die Leistungsdichte ist. Mentale Fitness ist ein ausschlaggebender Faktor, der sich wie ein Muskel trainieren lässt. Hierbei spielen verschiedene Facetten der mentalen Fitness wie Konzentration, Selbstvertrauen, Umgang mit Emotionen (wie z.B. Wettkampfangst, Aggression) und Druck eine wichtige Rolle. Die Ziele dieses Forschungsstrangs sind:
  • Untersuchung der Techniken zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit im Sport
  • Analyse der Maßnahmen zur Steigerung des Selbstvertrauens
  • Bewältigung von Wettkampfangst
  • Umgang mit negativen Emotionen wie Wut
  • Aufbau der emotionalen Stabilität