Professor


apl. Prof. Dr. Joachim Valentin

E-Mail: j.valentin@em.uni-frankfurt.de

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  • Geboren 1965 in Hadamar / Ww.
  • 1984 Allgemeine Hochschulreife an der Fürst-Johann-Ludwig Schule, Hadamar
  • 1984/85 Wehrdienst
  • 1986 -1992 Studium der Katholischen Theologie, Philosophie und klass. Philologie (Dipl. Theol. 1992)
  • 1987 -1992 Studienstipendiat der bischöflichen Studienstiftung Cusanuswerk
  • 1992/93 Erziehungsjahr
  • 1993 -1996 Promotionsstipendiat der bischöflichen Studienstiftung Cusanuswerk
  • 1996 Promotion zum Dr. theol. (Fundamentaltheologie) bei Prof. H. Verweyen in Freiburg i.Br.
  • 1996 -1998 Ausbildung zum Pastoralreferenten im Bistum Limburg
  • 1.9.1998 - 30.9.2005 Wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent am Arbeitsbereich Religionsgeschichte, Freiburg
  • Habilitation (Fundamentaltheologie und Religionsgeschichte) am 25.5.2004
  • von SoSe 2004 - SoSe 2009 Lehrtätigkeit an der Universität Mannheim
  • Seit 1.10.2005 Direktor des Katholischen Zentrums "Haus am Dom", Frankfurt a.M.
  • 27.10.2006 - 31.8.2009 außerplanmäßiger Professor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Religionen und neue Medien
  • Religionen und Moderne
  • Nachbiblisches Judentum versus Philosophie
  • Neue Religiöse Bewegungen (NRB), Fundamentalismus
  • 1993-1996 Dozent an der Volkshochschule Limburg/L. (Funkkollegs Anthropologie und Literarische Moderne)
  • Freier Mitarbeiter der Kath. Akademie Rabanus Maurus, Wiesbaden-Naurod
  • Seit 1999 Mitglied in der Internationalen Forschungsgruppe Film und Theologie, Koordinator der Gruppe von Juni 2003 - Dezember 2008
  • 1999/2000 Vertreter des Wissenschaftlichen Dienstes im Senat der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
  • Von 2000 - 2009 Wissenschaftliches Mitglied des ZAG (Zentrum für Anthropologie und Gender Studies) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
  • 2000-2004 Vertreter des Wissenschaftlichen Dienstes der Theol. Fakultät Freiburg auf dem Kath. Theol. Fakultätentag.
  • Aug. 2001 Mitglied der Jury Oecuménique des Eglises beim 54. Festival internazionale del film, Locarno.
  • Seit 2003 Mitglied der deutschen Sektion der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie (ET)
  • Seit 2003 Mitglied der Deutschen Vereinigung für Religionsgeschichte (DVRG)
  • Seit 2004 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Dogmatiker und Fundamentaltheologen des deutschen Sprachraums
  • Seit 2007 Mitglied der katholischen Filmkommission der Deutschen Bischofskonferenz
  • Seit 2009 Mitglied des Rundfunkrates des Hessischen Rundfunks für die hessischen katholischen Bistümer
  • Feb.2009 Mitglied der ökumenischen Jury der 59. Filmfestspiele Berlin (Berlinale)
  • 2011 Präsident der ökumenischen Jury Festival Locarno
  • 2014 Präsident der ökumenischen Jury Festival Venedig
  • 2017 Präsident der ökumenischen Jury Festival Locarno
  • Seit 2017 Mitglied im Gesprächskreis Juden Christen des Zentralkomitees deutscher Katholiken
  • Seit 2017 Mitglied in der publizistischen Kommission der deutschen Bischofskonferenz

Aktuellste Veröffentlichung: 

Rationalitätstypen in der Theologie. (hg. gem. m. Günter Kruck) Quaestiones disputatae Bd. 285, Freiburg (Herder) 2017.

Eine Liste der vollständigen Publikationen finden Sie hier.

Diverse Weiterbildungsveranstaltungen für pastorale Mitarbeiter(innen) und Religionslehrer(innen) der Bistümer Augsburg, Limburg, Hildesheim und des Erzbistums Freiburg.

Referententätigkeit an den Katholischen Akademien der (Erz)Bistümer Berlin, Essen, Freiburg, Münster, Paderborn und Rottenburg-Stuttgart, der evangelischen Akademie Tutzing, beim Deutschen Katholikentag sowie in der Lehrerfortbildung des Landes Baden-Württemberg.

Gastvorträge an den Universitäten Köln, Erfurt, Wien, Frankfurt a.M., Münster und Graz.

Platzierung tertio loco im Rahmen des Berufungsverfahrens für die C3 Professur Religionswissenschaft und Religionstheologie am Fachbereich Katholische Theologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a.M. 2004.

Platzierung secundo loco im Rahmen des Berufungsverfahrens für die ordentliche Professur für Religionswissenschaft an der Kath.-Theologischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz 2005.

​Studentische Hilfskraft

Julia Weschke

E-Mail: s6358537@stud.uni-frankfurt.de

Lehramt L3 (Gymnasium) auf Kath. Theologie und Biologie

Allgemeine Bestimmung des Fachs

Die Professur "Christliche Religions- und Kulturtheorie" will in einem Zwischen-Raum der gängigen theologischen Disziplinen und in gewisser Nähe zur Fundamentaltheologie und Kulturwissenschaft eine kritische Wahrnehmung religionsaffiner Phänomene der jüngeren Gegenwartskultur leisten.

Methode und De-Finition

Die neue Disziplin fußt auf der Annahme, dass hier wesentliche religionspolitische, ja nicht selten ausdrücklich theologiehaltige Debatten geführt werden. Allerdings nicht nach den Regeln der alteuropäischen Textkulturen, sondern auf dem aktuellen Stand technisch hochgerüsteter ikonologischer Erzählkunst und mit globaler kultureller Durchdringungskraft.
Die Basistheorie im Hintergrund speist sich aus der christlich-theologischen Tradition, erlaubt sich aber pragmatisch Anleihen in der Philosophiegeschichte oder Literaturtheorie, hier insbesondere bei der Rezeptionsästhetik und fiktionalen Anthropologie Wolfgang Isers und diversen kritischen Theorien.

Zur Zeit entfaltet das kulturwissenschaftliche Paradigma nicht nur in den Religionswissenschaften, sondern auch in der Theologie unübersehbare Sog- und Nivellierungswirkungen. Man spricht vom cultural turn, der den linguistic turn abgelöst habe und in dem der iconic turn nur eine Episode darstelle. Hier wäre für ein geregeltes methodisches Verhältnis zwischen der Theologie und solchen Disziplinen zu plädieren, anstatt sich in einen philosophischen oder theologischen Binnendiskurs wegzuducken oder mit gutem Grund immer auch normativ operierende Wissenschaftsparadigmen wie Theologie und Philosophie in reine Phänomenologie aufzulösen.

Christliche Religions- und Kulturtheorie ist also vor allem insofern christlich, als sie sich nicht schämt, an die Phänomene zeitgenössischer Kultur immer wieder diese Messlatte der christlichen Tradition anzulegen: Die Verehrung und Nachfolge des unter uns lebenden, leidenden und sterbenden Gottes, Jesus Christus, dessen universale Heilswirklichkeit in seiner Auferstehung vom Tode bekräftigt wird.