Professur

Lehrstuhlinhaber

Portrait G. Wassilowsky (08-2016) - sw - Hintergrund verschwommen

Prof. Dr. Günther Wassilowsky

E-Mail: wassilowsky@em.uni-frankfurt.de

Sprechzeit: Di 13-14 Uhr (nach vorheriger Anmeldung per E-Mail)

Büro: NG 2.713

Telefon: 069 / 798 - 33324

Curriculum vitae

1968 geboren in Hechingen (Baden-Württemberg)

1990-1996 Studium der Katholischen Theologie, Geschichte und Germanistik an der Universität Freiburg und der Pontificia Università Gregoriana in Rom 

1993-2000 Stipendiat der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk

1996 Diplom in Katholischer Theologie

1997-1999 Religionslehrer an Gymnasien in Villingen und Freiburg

2001 Promotion im Fach Dogmatik an der Universität Freiburg bei Prof. Dr. Peter Walter (Titel der Dissertation: Universales Heilssakrament Kirche. Der Beitrag Karl Rahners zur Ekklesiologie des II. Vatikanums)

2001 Karl-Rahner-Preis für theologische Forschung

2001-2003 Studienleiter an der Akademie des Bistums Mainz

2004-2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich 496 „Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution“ an der Universität Münster (Teilprojekt „Päpstliches Zeremoniell in der Frühen Neuzeit“)

2007 Habilitation an der Universität Münster bei Prof. Dr. Hubert Wolf, Venia legendi für das Fach Mittlere und Neuere Kirchengeschichte (Titel der Habilitationsschrift: Die Inszenierung des Geheimen. Religion und Politik im Papstwahlverfahren der Frühen Neuzeit: Diskurs–Technik–Symbolik)

2007-2008 Akademischer Oberrat an der Universität Münster

2008-2014 Professor für Kirchengeschichte an der Katholischen Universität Linz

2014-2016 Professor für Kirchengeschichte an der Universität Innsbruck

2016 Professor für Kirchengeschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

2018-2019 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin / Institute for Advanced Study in Berlin

Mitgliedschaften in Wissenschaftlichen Beiräten, Herausgebergremien und Vereinigungen 

  • Herausgeber der Reihe „Päpste und Papsttum“ (seit 2015, seit 2011 im Beirat)
  • Mitglied des Vorstands der „Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum“ (seit 2013, seit 2011 im Beirat) / Mitherausgeber der Reihe „Reformationsgeschichtliche Studien und Texte“
  • Stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des „Deutschen Historischen Instituts“ in Rom (seit 2016, seit 2011 Mitglied)
  • Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des „Leibnitz-Instituts für Europäische Geschichte“ in Mainz (seit 2017)
  • Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft der Kirchenhistoriker im deutschen Sprachraum“ (seit 2008)
  • Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft katholischer Kirchenhistoriker Österreichs“ (2011-2016)
  • Mitglied des internationalen Projektes „Refo500“ und Mitherausgeber der Publikationsreihe „Refo500“ (seit 2011)
  • Mitherausgeber der „Zeitschrift für Kirchengeschichte" (seit 2017)
  • Mitherausgeber der „Römischen Quartalschrift für Christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte“ (seit 2010)
  • Mitglied des „Vereins für Reformationsgeschichte“ (seit 2013)
  • Mitglied der „Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie“ (seit 2015)
  • Mitglied des Forschungszentrums „Synagoge und Kirchen“ der Universität Innsbruck (2014-2016)
  • Mitglied der Archivkommission der Diözese Innsbruck (2014-2016)
  • Mitherausgeber der Reihe „Linzer Philosophisch-Theologische Beiträge“ (2009-2014)
  • Mitherausgeber der „Storia del Concilio Vaticano“ des „Istituto per le Scienze religiose“ (Bologna) (2001-2008)
  • Mitglied des Vorstands des SFB 496 „Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution“ (2005-2007)
  • Mitglied des Vorstands des „Vereins für Linzer Diözesangeschichte“ (2013-2014)
  • Mitglied des „Geschichtsvereins der Diözese Rottenburg-Stuttgart“ (seit 2005)

Honorarprofessur

Prof. Dr. Matthias Th. Kloft

E-Mail: m.kloft@bistumlimburg.de

Sprechzeit: nach Vereinbarung

Matthias Kloft, geboren 1959 in Bonn, studierte 1978-1983 katholische Theologie und Orientalistik in Bonn und Frankfurt am Main. Nach der pastoralen Ausbildung und der Priesterweihe für das Bistum Limburg absolvierte er 1988-1992 ein Promotionsstudium in katholischer Theologie und mittlerer und neuerer Geschichte an der Universität in Münster, wo er 1992 mit der Dissertation „Oratores vestri monent (Eure Beter mahnen) – Das Bischofsamt des karolingischen Reiches im Spiegel juristischer und theologischer Texte“ promoviert wurde. Als Domkaplan an St. Bartholomäus in Frankfurt am Main (1992-1995) war er im Bistumsauftrag an der Vorbereitung des Frankfurter Konzils- und Stadtjubiläums 1994 beteiligt. Von 1995 bis 2014 Pfarrer der Herz Jesu-Gemeinde in Frankfurt-Eckenheim.

Aufgaben und Mitgliedschaften

  • Seit 2013 Diözesankonservator der Diözese Limburg
  • Seit 2015 Abteilungsleiter "Kunst und Museen" und Direktor des Diözesanen Museums Limburg
  • Seit 2003 stellvertretender Direktor des Dommuseums in Frankfurt
  • Mitarbeiter des Projekts „Germania Sacra“
  • Mitarbeiter im DFG-ANR-Projekt „Hludovicus – Produktivität einer Krise: Die Regierungszeit Ludwigs des Frommen (814-840) und die Transformation des karolingischen Imperiums" (2008-2011)
  • Vorstandsmitglied der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte (seit 1994)
  • Berufenes Mitglied der Nassauischen Historischen Kommission Wiesbaden (2004)
  • Berufenes Mitglied der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt (2009)
  • Mitglied des Landesdenkmalrates Hessen (2004-2008)
  • Berufenes Mitglied der Gesellschaft zur Erforschung der jüdischen Geschichte (1995)
  • Seit 1996 kirchengeschichtliche Lehraufträge an der PTH Sankt Georgen, der Goethe-Universität, der Universität Gießen und an der TU Darmstadt
  • Seit 2010 Honorarprofessor für Kirchengeschichte am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität

Forschungsschwerpunkt

  • Regional- und landesgeschichtliche Themen der Kirchengeschichte Hessens und Nassaus, des Bistums Limburg und der Stadt Frankfurt

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Lehrstuhlassistenz

Dr. Joachim Werz

E-Mail: werz@em.uni-frankfurt.de

Raum: NG 2.716

Sprechzeit: nach Vereinbarung

Akademischer Werdegang

2011–2012 Studium der kath. Theologie und Kirchenmusik an der Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz 

2012–2015 Studium der kath. Theologie und Geschichtswissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen

10/2015 Magister theologiae

10/2015 Bachelor of Arts in Geschichtswissenschaften und kath. Theologie 

10/2015–12/2019 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am SFB 923 „Bedrohte Ordnung“ an der Eberhard Karls Universität Tübingen

2015–2018 Assoziiertes Mitglied im DFG-Netzwerk „Confessio im Konflikt. Konfessionelle Selbst- und Fremdwahrnehmung“

2016–2018 Teilnehmer der jährlichen, trilateralen Forschungskonferenz „Das bedrohte Eigene – das bedrohliche Fremde. Religiös-soziale Kommunikation in Predigten des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit“ in der Villa Vigoni (Italien) 

seit 1.1.2017 Institutsmitglied am Europainstitut für Zisterzienserforschung

seit 10/2018 Redaktionsmitglied der Cistercienser-Chronik 

30.7.2019 Promotion zum Dr. theol. im Fach Mittlere und Neuere Kirchengeschichte

seit 1.8.2019 Assoziiertes Mitglied an der Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg (Goethe Universität Frankfurt) mit einem Projekt zum Limburger Bischof Wilhelm Kempf und der „Bafile-Affäre“ in den 1970er Jahren

seit 1.10.2019 Wissenschaftlicher Assistent an der Professur für Kirchengeschichte der Goehte-Universität Frankfurt a. M. 

Forschungsinteressen

  • Predigt im frühneuzeitlichen Katholizismus
  • Konzil von Trient
  • Mittlere und Neuere Kirchengeschichte
  • Liturgie- und Musikgeschichte
  • Zisterziensische Ordensgeschichte
  • Jesuiten
  • Wahrnehmungshistorische Forschung

seit 2012 Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart 

seit 2014 Mediävistenverband e.V.

seit 2015 Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein e.V. 

seit 2015 Görres-Gesellschaft seit 2017 Verein für Reformationsgeschichte 

seit 2017 dgv-Kommission Religiosität und Spiritualität 

seit 2018 Jesuitica e.V. / Verein zur Erforschung der Geschichte des Jesuitenordens 

seit 2018 Einzelmitglied des ACV für Deutschland im Fachbereich Ökumene und Geschichte 

seit 2019 Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum e.V.

seit 2019 Deutscher Hochschulverband

seit 08.10.2019 Assoziiertes Mitglied des Sonderforschungsbereichs 923 "Bedrohte Ordnungen" der Eberhard Karls Universität

Lehrstuhlassistenz

Julia Horn

E-Mail: j.horn@em.uni-frankfurt.de

Raum: LBIH 215 (Campus Westend)

Sprechzeiten: nach Vereinbarung

2013–2019                 Studium der Katholischen Theologie, Anglistik und Romanistik an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main

2018–2019                 Studentische Hilfskraft an der Professur für Kirchengeschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main

2018–2019                 Studentische Hilfskraft am Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte

2019                           Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (Katholische Theologie und Anglistik)

seit November 2019   Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Kirchengeschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main


DFG-Projekt "Papstwahlreformen in Renaissance und tridentinischer Zeit"

Stefan Schöch Mag. theol.

Schöch Stefan

E-Mail: schoech@em.uni.frankfurt.de

Raum: LBIH 202a (Campus Westend)

Akademischer Werdegang

geb. 1993 in Hall i. T.

2012-2017 Studium der kath. Fachtheologie und Kunstgeschichte in Innsbruck

2017 studentischer Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck

Diplom in kath. Fachtheologie mit einer Arbeit zur Ordination im Fach Historische Liturgiewissenschaft bei Prof. Reinhard Meßner

seit 2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt im Rahmen der Forschergruppe ‚Personalentscheidungen bei gesellschaftlichen Schlüsselpositionen'

Forschungsinteressen

  • Geschichte des Papsttums im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit
  • Päpstliches Zeremoniell und Repräsentation
  • Geschichte und Theologie der Ordination
  • Semantik und Symbolik kirchlicher Wahlverfahren

DFG-Projekt "Papstwahlreformen in Renaissance und tridentinischer Zeit"

Kevin Hecken M.A.

E-Mail: hecken@em.uni-frankfurt.de

Raum: LBIH 200 (Campus Westend)

Akademischer Werdegang

2008-2015 Studium der Geschichte, der Politikwissenschaften und der Lateinischen Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie der Universität Lettlands in Riga                  

2013-2015 Anstellung als Wissenschaftliche Hilfskraft am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz im Rahmen des Projekts ‚Religiöse Friedenswahrung und Friedensstiftung in Europa (1500-1800): Digitale Quellenedition frühneuzeitlicher Religionsfrieden'

2015 Abschlüsse Master of Arts und Master of Education an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit einer Arbeit zu Geschichtspolitik und symbolischer Kommunikation in der Freien Stadt Frankfurt (1816-66)

seit 2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt im Rahmen der Forschergruppe ‚Personalentscheidungen bei gesellschaftlichen Schlüsselpositionen‘

Forschungsinteressen

  • Geschichte des Papsttums in der Frühen Neuzeit
  • Kulturgeschichte des Alten Reichs
  • Historische Soziologie
  • Historische Hilfswissenschaften

Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg

Dr. Barbara Wieland

Telefon: 069/798-32934

Fax: 069/798-33354

E-Mail: b.wieland@em.uni-frankfurt.de

Alle weiteren Angaben finden sich auf der Webseite der Forschungsstelle

DFG-Projekt "Provincial Councils in Polycentric Catholicism, 1517-1817"

Dr. Maria Teresia Fattori

Akademischer Werdegang

Geboren 1970
1988-1992 Studium der Geschichte und der Literaturwissenschaft an der Universität Bologna
1994-1997 Stipendium post laureamdes Istituto per le scienze religiose di Bologna, Visiting Scholar an der Universität Lyon II-Lumière (1996)
2001 Promotion in Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Pisa
Seit 1999-2000 Staatsexam für das Lehramt: Geschichte, Italienische Literatur, Geographie. Stelle ab 2001 bis heute.
2002-2004 Stipendium Post-Doc des Fondazione per le scienze religiose Giovanni XXIII di Bologna
2005-06 Stipendium Post-Doc des Fondazione Luigi Firpo di Torino
2006-2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter - Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Fondazione per le scienze religiose Giovanni XXIII, Bologna
2011-14 Interim Professor, Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität Modena-Reggio Emilia
2009-11 Interim Professor, Lehrstuhl für Geschichte der Religionen, University of Parma
2008-11 Interim Professor, Lehrstuhl für Kirchengeschichte, Universität Modena-Reggio Emilia
2013 Abilitazione scientifica nazionale (Assozierter Professor, Kirchengeschichte)
2014 Abilitazione scientifica nazionale (Assozierter Professor, Geschichte der Frühen Neuzeit)
2017 Stipendium Post-Doc am Max Weber Stiftung-Deutsches Historisches Institut in Rom
Seit 2018 eigene Stelle im Rahmen eines DFG-Projektes am Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Goethe Universität Frankfurt

Aktuelles Forschungsprojekt

Die posttridentinischen Provinzialsynoden im polyzentrischen Katholizismus, 1517-1817. Die normative Tätigkeit des weltweiten Episkopats im Verhältnis zur päpstlichen Monarchie und zu den kurialen Kongregationen

im DFG-Projekt “Provincial Councils in Polycentric Catholicism, 1517-1817. The Normative activity of worldwide episcopates in relation to the Papal Monarchy and Curial Congregations"

Projektbeschreibung

This research project focuses on a global survey of the provincial Councils celebrated in the Catholic Church from 1517 to 1817. The project hopes to comprehend the relationship between the Council of Trent, the local translation of the Council, including the interpretation of the Roman Congregation of the Council. In other words, it seeks to investigate the different forms, the wider context and the specific development of the provincial Councils on a global scale. Special attention will be paid to the mutual and reciprocal inter-relationships between different provincial Councils and the relation between the local and global levels.

At the core of the research project is a monography on the subject of Provincial Councils (1517-1817) with a special emphasis on the relationships between local norms and the legal sources produced by the Congregation of the Council. Secondly, this research aims to set up an interdisciplinary platform facilitating exchanges between philologians and historians, among others through the organisation of a workshop: during the first years, the research aims to create a network of different linguistic and historiographycal traditions to compare cognitive acquisitions and research methods. A third objective consists in the creation of a digital platform with a connected digital edition of source materials. The philological approach necessary for treating historical documents will be combined with the development of digital research tools for interdisciplinary research. From the methodological pont of view, I will adopt an approch comparing the history of the institutions and the history of canon law, encompassing the ongoing dialectic exchanges between the Roman centre and local centres in a polycentric Catholicism. 

The project presents a number of objectives to be attained:

(a ) phasing of conciliar activity in different chronological and geographical contexts;

(b ) reconstruction of the bureaucratic procedures related to those Councils - primarily the recognition (recognitio ) of the text of the provincial Councils made by the Congregation of the Council (from 1586 on);

(c ) analysis of the interactions between the Roman Curia and local centres and between local ecclesiastic interests and political ones;

(d ) the exploration and description of different models of Provincial Councils in terms of normative content and in terms of celebration's typology.

(f ) These general objectives will be narrowed down into an operational working hypothesis and a corresponding definition of the problem.

(e) Last but not least, a complete catalogue of the provincial Councils celebrated worldwide from 1517 and 1817, constructed on the basis of edited collections and unedited sources.

Forschungsschwerpunkte

  • Konfessionskulturen, Politik- und Verwaltungsgeschichte
  • Geschichte des Papsttums und Verwaltungsgeschichte
  • Kirchengeschichte, XVI-XX Jahrhundert und Konzilsgeschichte
  • Konfessionskulturen

Einbindung in die internationale Forschung

  • Forschungsstellen und Lehraufträge in Frankenreich und Italien
  • Vorträge und Gastvorlesungen in Alcalá de Henares, Bologna, Bruges, Como, Ferrara, Leuven, Klingenthal-Strasbourg, Modena, Münster, Rieti, Rom, St. Louis MO (USA), Villa Vigoni, dem deutschen Historischen Institut in Rom

I. Monographien und kritische Editionen

1.     Clemente VIII e il Sacro Collegio, 1592-1605. Meccanismi istituzionali e accentramento di governo, Päpste und Paspttum hrsg. von G. Denzler, Band 33, Stuttgart, Anton Hiersemann, 2004.

2.     Benedetto XIV e Trento. Tradurre il concilio nel Settecento, Päpste und Paspttum hrsg. von G. Wassilowsky, Bd. 44, Stuttgart, Anton Hiersemann, 2015.

3.     Mit Paolo Prodi, Lettere di Benedetto XIV al marchese Paolo Magnani (1743-1748), Roma, Herder, 2011 [«Italia Sacra»]. (kritische Edition)

 II. Herausgeberschaften

1.     Storia medicina e diritto nei trattati di Prospero Lambertini-Benedetto XIV, Roma, Ed. di storia e letteratura, 2013

2.     Le fatiche di Benedetto XIV. Origine ed evoluzione dei trattati di Prospero Lambertini (1675-1758), Ed. Storia e letteratura, Roma 2011

3.     Politiche sacramentali tra Vecchio e Nuovi Mondi, secoli XVI-XVIII, «Cristianesimo nella storia» 31 (2010)/2

4.     mit Alberto Melloni (Hg.), Experiences, organisations and bodies at Vatican II. Proceedings of the Bologna conference, December 1996, Bibliotheek van de Faculteit Godgeleerdheid, Leuven 1999

5.     mit Alberto Melloni (Hg.), L'evento e le decisioni. Studi sulle dinamiche del concilio Vaticano II, Il Mulino, Bologna 1997

III. Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden

1.     “I santi antenati carolingi fra mito e storia: agiografie e genealogie come strumento di potere dinastico", «Studi Medievali» 34 (1994), pp. 487-561

2.     “Per una ricostruzione della partecipazione italiana al concilio Vaticano II: una mappa delle fonti 'personali' ", «Rivista della storia della Chiesa in Italia» 48 (1995)/1, pp. 103-125

3.     “La commissione de fidelium apostolatu del concilio Vaticano II e la redazione del decreto sull'apostolato dei laici (settembre 1962–maggio 1963)", «Rivista della storia della Chiesa in Italia» 53 (1999)/2, pp. 447-484

4.     “Il tema dei laici dagli anni trenta al concilio Vaticano II. Rassegna delle fonti e dei percorsi (1930-1965)", «Cristianesimo nella storia» 20 (1999), pp. 325-381

5.     “La commissione 'de fidelium apostolatu' e lo schema sull'apostolato dei laici (maggio 1963-maggio 1964)". In: Experiences, organisations and bodies at Vatican II. Proceedings of the Bologna conference, dicember 1996, Fattori, M.T., and Melloni, A. (eds.), Bibliotheek van de Faculteit Godgeleerdheid, Leuven 1999, pp. 299-328

6.     “«An cardinales etiam non requisiti teneantur ex natura officii sui Papae consilia ministrare»: appunti sulla crisi del Sacro Collegio durante il pontificato di Gregorio XIV", «Cristianesimo nella storia» 25 (2004)/1, pp. 103-131

7.     “Continuità e discontinuità nel Concistoro della Chiesa cattolica romana: alcuni momenti della seconda metà del  XVI secolo". In: Synod and Synodality in the Churches. Theology, History, Canon Law and Ecumenism in new contact International Colloquium Bruges 2003, Melloni, A., and Scatena, S. (eds.), LIT Verlag Münster 2005, pp. 143-172

8.     “Lambertini a Bologna, 1731-1740", «Rivista di storia della chiesa in Italia» 60 (2007)/2, pp. 417-461

9.     “Lehnsrecht und Stärkung des Territorialstaats im Kontext der Devolution Ferraras am Ende des 16. Jahrhunderts". In Päpstliches Lehnswesen, Schnettgerhrsg, M. (hrsg.), http://www.zeitenblicke.de/ zeitenblicke 6 (2007), Nr. 1

10.   “«Acciò i vescovi latini siano ben informati di tutto»: la seconda edizione del De Synodo dioecesana di Benedetto XIV", «Cristianesimo nella storia» 28 (2007)/3, pp. 543-608

11.   “Documentos, Archivos y Memoria: Lambertini y el reino de España", «Studia Historica. Historia Moderna» 30 (2008), El Papado en la Edad Moderna, pp. 33-62

12.   “Il concilio provinciale del 1725: liturgie e concezioni del potere del papa a confronto", «Cristianesimo nella storia» 29 (2008)/1, pp. 1-58

13.   “I papi bolognesi e la città in Storia di Bologna. Bologna nell'età moderna (secoli XVI-XVIII)". In: II, Cultura, istituzioni culturali, chiesa e vita religiosa, Prosperi, A. (ed.), Bologna 2008, Bononia University Press, pp. 1267-1308

14.   “«Vos Romani urgetis reformationem concilii Tridentini»: l'applicazione del concilio come richiamo verbaliter nelle istruzioni generali ai nunzi di Paolo V". In: Die Außenbeziehungen der römischen Kurie unter Paul V. (1605-1621), Koller, A. (ed.), Tübingen, Niemeyer, 2008 [Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom], pp. 1-33

15.   “La vita religiosa". In: Storia di Carpi, vol. II, La città e il territorio dai Pio agli Estensi (secc. XIV-XVIII), Cattini, M., and Ori, A.M. (eds.), Modena 2009, pp. 197-214

16.   “Diritto feudale e rafforzamento dello Stato territoriale nella devoluzione di Ferrara alla fine del Cinquecento", «Annali di storia moderna e contemporanea» 15 (2009), pp. 231-250

17.   “Papi e papato". In: Dizionario del sapere storico-religioso del Novecento, Melloni, A. (ed.), Bologna 2010, Il Mulino, vol. II, pp. 1197-1216

18.   “Chiesa sacramentale e fede nei sacramenti nelle decisioni di Benedetto XIV sui cattolici orientali". In: Tutto è grazia. In omaggio a Giuseppe Ruggieri, Melloni, A. (ed.), Milano, Jaca Book, 2010, pp. 417-440

19.   “Procedura e cerimoniale romano della devoluzione", «Schifanoia» 38-39 (2010), pp. 131-141

20.   “«Sempre tenendo saldo il legame con la chiesa Madre e Maestra»: sacramenti e nuovi mondi da Paolo III a Benedetto XIV. Spunti di riflessione". In: Per Adriano Prosperi, vol. III, Riti di passaggio, storie di giustizia, Lavenia, V., and Paolin, G. (eds.), Pisa, Ed. Normale, 2011, pp. 187-214

21.   “Sinodi, assemblee, convegni ecclesiali". In: Cristiani d'Italia. Chiese, società, stato, 1861-2011, Melloni, A. (ed.), Roma, Istituto per l'Enciclopedia Italiana, 2011, pp. 1013-1023

22.   “Genesi, destinatari e finalità del trattato sul sinodo: l'opera di una vita"; “Sinodalità ed ecclesiologia nel De Synodo Dioecesana". In: Le fatiche di Benedetto XIV, Fattori, M.T. (ed.), Ed. Storia e letteratura Roma 2011, pp. 49-82; 153-188

23.   “«In Synodo, extra Synodum»: limiti del consenso in età tridentina", «Cristianesimo nella storia» 32/3 (2011), 1105-1135

24.   “Monarchischer Papat und die Debatte über die Kirchenleitung im 18. Jahrhundert. Liturgie und Ekklesiologie in römischen Provinzialkonzil von 1725". In: Ekklesiologische Alternativen? Monarchischer Papat und Formen kollegialer Kirchenleitung (15.–20. Jahrhundert), Schmidt B., and Wolf, H. (eds.), Münster, Rhema V., 2012, pp. 143-176

25.   “Benedict XIV and His Sacramental Polity on the Eastern Churches (1740-1758)", «Logos - Metropolitan Andrey Sheptytsky Institute of Eastern Studies» 53 (2012), pp. 3-24

26.   “Benedict XIV and His Sacramental Polity on the Eastern Churches (1740-1758)", «Nicolaus - Rivista di teologia ecumenico-patristica» 39 (2012) 1-2, pp. 117-144

27.   “La Chiesa riminese, la riforma tridentina e la sua recezione (secc. XVI-XVIII)". In:Storia della Chiesa Riminese. Dal Concilio di Trento all'età Napoleonica, Giombi S., and Giunchi, E. (eds.), vol. III, Rimini, Pazzini, 2013, pp. 41-117

28.   “«…sedotti dal modo, che teniamo nell'esporre gli affari»: l'argomentazione nel De Synodo dioecesana". In: Storia medicina e diritto, Fattori, M.T. (ed.), Roma, Ed. di storia e letteratura, 2013, pp. 209-246

29.   “Il Settecento, secolo di transizione". In: La parrocchia di S. Maria Maggiore di Mirandola. Storia di una comunità, Andreolli, B., and Truzzi, C. (eds.), Modena, Centro Giovanni Pico della Mirandola, 2013, pp. 83-118

30.   “Scipione Maffei". In: Il contributo degli italiani al pensiero storico-politico, Roma, Enciclopedia Italiana, 2013, pp. 290-295

31.   “Per una storia della curia romana dalla riforma sistina, secoli XVI-XVIII", «Cristianesimo nella storia» 35/3 (2014), 787-847

32.   “Vernacular translations of the Bible and the Roman Inquisition in Italian history between the XVI and XVIII centuries", «Revue d'Histoire Ecclésiastique» 109 (2014), 1, pp. 657-697

33.   “Lambertini's Treatises and the cultural project of Benedict XIV: two sides of the same policy". In: Benedict XIV and the Enlightenment, Jones, Ch., Messbarger, R., and Gavitt, Ph. (eds.), Toronto, Toronto U. P., 2016, pp. 255-275

34.   “The Council of Trent in the Eighteenth Century: Benedict XIV's De Synodo Dioecesana". In: Das Konzil von Trient und die katholische Konfessionskultur (1563-2013), Walter, P., and Wassilowsky, G. (eds.), Münster, Aschendorff, 2016 [Reformationsgeschichtlichen Studien und Texte, Bd. 163], pp. 417-459

35.   “Sacraments for the faithful of the New World, Jews and Eastern Rite Christians: Roman Legislation from Paul III to Benedict XIV (1537-1758)", «The Catholic Historical Review», 102/4 (2016), pp. 687-711

36.   “Liturgie e gesti simbolici nel concilio Vaticano II. I progetti del cerimoniale e le proposte dei padri conciliari". In: Il Concilio Vaticano II e i suoi protagonisti alla Luce degli Archivi. Atti del Convegno Internazionale Città del Vaticano, 9-11 dicembre 2015, Chenaux, Ph., and Plamen Kartaloff K. (eds.), Città del Vaticano, LEV, 2017, 435-476

37.   “Devozioni, feste e culti nel Settecento tra scienza storica e tradizione". In: L'Italia e i santi, Menozzi, D., and Caliò, T. (eds.) Roma, Enciclopedia Italiana, 2017, pp. 3-35

38. “La santa di Casa: Benedetto XIV e la beata Imelda Lambertini", «Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken», 97 (2017), 237-26

Sekretariat

Selina Roßgardt M.A.

Telefon: 069 / 798 33329

E-Mail: rossgardt@em.uni-frankfurt.de

Büro: NG 2.718

Sprechzeiten: Mo - Do 9:30 - 14:30 Uhr

Aufgaben: Sekretariate Prof. Dr. Schreijäck, Prof. Dr. Wassilowsky, Prof. Dr. Schmidt

Dienstgebäude und Paketanschrift

Goethe-Universität

Fachbereich Katholische Theologie

Norbert-Wollheim-Platz 1

60323 Frankfurt am Main

Briefanschrift:

Goethe-Universität

Fachbereich Katholische Theologie

60629 Frankfurt am Main


Hier finden Sie uns:

Campus Westend Nebengebäude des IG-Farben-Hauses 2. OG

Räume 2.713, 2.716, 2.717

Studentische Hilfskräfte

Julian Reibling

Tutorium Proseminar Kirchengeschichte

E-Mail: hiwi.kg.frankfurt@gmail.com

Raum: LBIH 215 (Campus Westend)

Elisa Schum

E-Mail: hiwi.kg.frankfurt@gmail.com

Raum: LBIH 215 (Campus Westend)

Lehrstuhlvertretung WiSe 2018/19 - SoSe 2019

Sr. Dr. Anna Elisabeth Rifeser

Lebenslauf

1987 geboren in Bruneck (Südtirol Italien)

2007-2011: Studium der Katholischen Fachtheologie an der Karl-Franzens-Universität Graz (Titel der Diplomarbeit: Metaphern der geistlichen Hochzeit („matrimonium spirituale“) bei ausgewählten spätmittelalterlichen MystikerInnen unter Berücksichtigung des kirchengeschichtlichen Umfelds und des genderspezifischen Blickwinkels; Betreuerin: Prof. Dr. Michaela Sohn-Kronthaler)

2012: Eintritt in die Kongregation der Tertiarschwestern des hl. Franziskus, zweijähriges Noviziat

2013: Elisabeth Gössmann-Förderpreis für die Diplomarbeit

2014-2017: Doktoratsstudium an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

2018: Promotion an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruckim Fach Kirchengeschichte bei Prof. Dr. Günther Wassilowsky (Titel der Dissertation: Zwischen Emanzipation und Verflechtung. Die weibliche Frömmigkeitskultur in der Frühen Neuzeit am Beispiel der Maria Hueber (1653-1705) und der Tiroler Tertiarschwestern. Institutionelle Prozesse, kommunikative Verflechtungen und spirituelle Praktiken)

ab Oktober 2018: Lehrstuhlvertreterin für Prof. Wassilowsky für das Akademische Jahr 2018/2019

Publikationen

Die Frömmigkeitskultur der Maria Hueber (1630-1705) und der Tiroler Tertiarinnen. Institutionelle Prozesse, kommunikative Verflechtungen und spirituelle Praktiken, Münster 2019.

Privatdozent

PD Gianmaria Zamagni

zamagni

Kontakt

E-Mail: zamagni@em.uni-frankfurt.de

Lebenslauf

1974 geboren in Rimini, Italien

1993-1999 Studium der Philosophie an der Universität Bologna

2000 Zivildienst

2001-2004 Promotion (Dr. phil.) in Religionswissenschaften: Sozialwissenschaften und Religionsgeschichte an der Alma Mater Universität Bologna

2005-2009 Post-doc an der Stiftung Papst Johannes XXIII. (Bologna)

seit 2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Projekt „Der Vatikan und die Legitimation physischer Gewalt im Spanischen Bürgerkrieg 1936-1939“; 

seit 2014 Projektleiter

2013 Habilitation in Italien (Abilitazione Scientifica Nazionale, Sektor: Religionsgeschichte)

seit 2013 Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und am Institut für Theologie und Sozialethik der Technischen Universität Darmstadt

2014 Habilitation am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit der Monographie: Das „Ende des konstantinischen Zeitalters“ und die Modelle aus der Geschichte für eine „Neue Christenheit“

seit 2015 Privatdozent für Religionsgeschichte

2016 Vertretungsprofessur an der Universität Bologna (Geschichte der Mittelalterlichen Philosophie) 

Publikationen

Fachprofil - Forschungsschwerpunkte

Das Fach Kirchengeschichte ist eine mit den Methoden der allgemeinen Geschichtswissenschaft arbeitende Disziplin, die sich mit der Geschichte der christlichen Religion und der christlichen Kirchen von den Anfängen bis in die Gegenwart beschäftigt. Auf der Basis einer methodisch geleiteten Analyse von historischen Quellen will sie in erster Linie verstehen, wie Menschen unter Berufung auf christliche Traditionen und eigene Glaubenserfahrungen in den unterschiedlichen Epochen ihre Vorstellungen von Gott entwickelt, ihr Verhältnis zur Welt praktiziert und in welch individuellen und kollektiven Formen sie ihre religiösen Deutungen gelebt, ausgedrückt, sozial verfasst haben.

Kirchengeschichte an konfessionell geprägten Fakultäten und Fachbereichen ist gleichzeitlich eine Teildisziplin der Wissenschaft der Theologie insgesamt. Das darf ihre Verpflichtung, ausschließlich nach der historisch-kritischen Methode vorzugehen, in keiner Weise einschränken. Ihr theologisches Profil erhält die Disziplin Kirchengeschichte dadurch, dass sich die Themen, Gegenstände, Problemorientierungen und die konkreten Fragen, die sie an die Geschichte richtet, ganz wesentlich aus dem Kommunikationszusammenhang mit den anderen theologischen Fächern und im Blick auf die Problemlagen der Kirche der Gegenwart ergeben. 

Innerhalb der Theologie und des Theologiestudiums fördert die Kirchengeschichte ein Bewusstsein für die Vielfalt und Wandlungsdynamik kirchlicher Traditionsbestände – und leistet gerade dadurch einen Beitrag zu einer pluralitätsfähigen christlichen Identitätsbildung. Als hermeneutische Wissenschaft versucht Kirchengeschichte insbesondere das „Fremde“ in der Geschichte zu verstehen. Als kritische Wissenschaft sensibilisiert sie für die Anfälligkeit auch der christlichen Religion für Gewalt und Diskriminierung. Und mit alledem delegitimiert Kirchengeschichte jede Form von falscher Absolutsetzung und religiösem Fundamentalismus in der Gegenwart.

An der Frankfurter Professur wird versucht, unter dem Stichwort „Kirchengeschichte als Symbolgeschichte“ das Fach genuin kulturwissenschaftlich auszurichten. Im Zentrum vieler Arbeiten stehen deswegen die symbolischen Praktiken, Rituale, Inszenierungen und Mythen historischer Akteure. Aber nicht nur offensichtliche Symbolhandlungen werden hinsichtlich ihrer Bedeutung, Deutung und Geschichtsmächtigkeit untersucht. Ausgehend von der These, dass jede menschliche Handlung immer auch eine symbolische Dimension aufweist und solch symbolisches Handeln fundamental strukturbildend wirkt, soll ganz grundsätzlich eine neue Form kirchlicher Institutionengeschichte geschrieben werden und klassische kirchenhistorische Gegenstände sollen mit den Analyseinstrumentarien der Kulturgeschichte auf neue Weise bearbeitet werden. 

Bislang wird diese Art von „Kirchengeschichte als Symbolgeschichte“ auf folgenden vier Forschungsfeldern erprobt:

  • Geschichte des Papsttums und Roms in Renaissance und Früher Neuzeit – Inszenierungen, Zeremonien, Rituale, Bildpraktiken, theologische Normen
  • Ereignis- und Wirkungsgeschichte des Konzils von Trient (1545-63) und des II. Vatikanischen Konzils (1962-65) – Konzilien als performative Handlungsräume
  • Kirchliche Personal- und Sachentscheidungen – Symbolizität technischer Verfahren
  • Katholische Konfessionskultur – Symbolverständnisse und Ritualpraktiken

Aktuelles Buchprojekt von Günther Wassilowsky:

  • Religion im Rom der Renaissance

Zwei wichtige wissenschaftliche Reihen werden an der Professur (mit-)herausgegeben:

  • Päpste und Papsttum (Anton Hiersemann Verlag, Stuttgart)
  • Reformationsgeschichtliche Studien und Texte (Aschendorff Verlag Münster)

Diesbzgl. Anfragen richten Sie bitte direkt an Prof. Dr. Günther Wassilowsky.

Im Lehrangebot der Professur spiegeln sich sowohl das dargestellte Fachverständnis wie die genannten Forschungsfelder wider. Auch wenn der zeitliche Schwerpunkt bei den Forschungsprojekten auf Spätmittelalter und Früher Neuzeit liegt, werden regelmäßig Lehrveranstaltungen zu allen Epochen der Kirchengeschichte angeboten.

Seminar

Michelangelos Religion

Prof. Dr. Günther Wassilowsky

Zeit:     Di., 14-18 Uhr (geblockt am 15.10., 22.10., 29.10., 5.11., 12.11., 19.11., 26.11.)

Raum: Seminarhaus SH 0.108

Das Werk des Malers, Bildhauers, Architekten und Dichters Michelangelo Buonarroti (1475-1564) entstand in einer Epoche von systemerschütternden religiösen Debatten, Umwälzungen und Neuaufbrüchen. Dementsprechend sind religiöse Themen und Motive in Michelangelos Schaffen allgegenwärtig. Seitdem Michelangelos Kunst existiert, wird allerdings sehr kontro­vers darüber gestritten, welcher religiösen Richtung sie zuneigt. Insbesondere im Blick auf die Fresken der Sixtinischen Kapelle entbrannte eine heftige Kontroverse darüber, ob Michelangelo hier eine protestantische Gnadentheologie an die Wände der Palastkapelle des Papstes gemalt hat. Andere sehen stattdessen viele Belege für Michelangelos gegenreformatorische Orthodoxie oder interpretieren seine Kunst als Ausdruck einer neuplatonischen Mystik.

Im Seminar sollen Primärtexte aus dem unmittelbaren Umfeld des Künstlers gelesen werden, wie etwa die Programmschrift des italienischen Evangelismo„Beneficio di Cristo“ von 1543. Um Michelangelos persönliche Religiosität auszuloten, werden ausgewählte Briefe und Ge­dichte von ihm selbst herangezogen. Und in methodischer Hinsicht wird es stets um die Frage gehen, auf welche Weise bildliche Quellen überhaupt kirchen- bzw. theologiehistorisch zu in­terpretieren sind.

Ein inhaltlicher Fokus wird auf der theologischen Anthropologie liegen, wie sie sowohl im bildlichen wie lyrischen Werk Michelangelos anzutreffen ist: Was macht nach Michelangelo das „Wesen“ des Menschen aus? Wie sieht er das Verhältnis des Menschen zu Gott und seiner Gnade? Welche heilsgeschichtliche Rolle wird in dieser Kunst Jesus Christus, Maria und den Heiligen zugeschrieben? Und wie positioniert sich Michelangelo auf dem Feld der drängendsten Frage seiner Zeit, nämlich der nach der Bedeutung menschlicher Werke und menschlicher Freiheit im Prozess von Rechtfertigung und Erlösung?

Literatur zur Vorbereitung:

-       Klaus Ganzer, Michelangelo und die religiösen Bewegungen seiner Zeit, Stuttgart 1996.

-       Volker Reinhardt, Der Göttliche. Das Leben des Michelangelo. Biographie, München 2010.


Proseminar

Glaube und Geschichte: Der Geschmack der Dinge. Kirchengeschichte am Objekt. Mit einer Einführung in die Methoden des kirchenhistorischen Arbeitens

Prof. Dr. Günther Wassilowsky / Dr. Joachim Werz

Zeit:     Do., 14-16 Uhr c.t.

Raum: SH 2.104

In allen Epochen der Kirchengeschichte waren der christliche Glaube und seine religiösen Praktiken materiell gebunden: Kirchenräume, Bilder, Gegenstände, Praktiken und Rituale sind interessante Zeugnisse der jeweiligen Zeit und des jeweiligen Raumes. Sie sind Quellen kirchenhistorischen Arbeitens und werfen zahlreiche Fragen auf: Wofür braucht es materielle Formen von Frömmigkeit? Was können wir heute von diesen Quellen über den Glauben, das Denken und das Handeln längst verstorbener Menschen, aber auch über deren existenzielle Ängste sowie deren Hoffnungen erfahren? Wie verhalten sich Frömmigkeitsformen und Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche zueinander? Welchen Einfluss haben die Frömmigkeit und der Glaube auf die Kunst? Welche Symbolik verbirgt sich hinter religiösen Objekten? Welche Konflikte und Spannungen resultierten im Laufe der Geschichte aus diesen religiösen Praktiken? 

Im Proseminar wird in einem ersten Teil eine Einführung in die spezifischen Formen des kirchenhistorischen Arbeitens gegeben. Der kritische Umgang mit den verschiedenen Quellen wird nach dem Seminar eine Selbstverständlichkeit sein. Zudem werden grundlegendes Wissen über die Organisation, Konzeption und die Durchführung eines Referates sowie über die Ausarbeitung einer schriftlichen Hausarbeit im Fach Kirchengeschichte vermittelt und gemeinsam erarbeitet.

In einem zweiten Teil werden die oben gestellten Fragen konkretisiert, indem religiöses Wissen und religiöse Praktiken in die spezifischen gesellschaftlichen und sozialen Gegebenheiten vergangener Epochen eingeordnet werden. Glaubensvorstellungen und -praktiken, die für uns heute befremdlich sind, sollen auf diese Weise zugänglich gemacht werden. In zwei Seminarsitzungen werden Exkursionen innerhalb Frankfurts unternommen, um so dem religiösen Leben im mittelalterlichen Frankfurt und der Relevanz von Materialität im Christentum des 21. Jahrhunderts auf den Geschmack zu kommen.

Literatur zur Vorbereitung:

-       Christoph Markschies, Arbeitsbuch Kirchengeschichte (UTB 1857), Tübingen 1995.

-       Lenelotte Möller / Hans Ammerich, Einführung in das Studium der Kirchengeschichte (WBG Einführungen, Darmstadt 2014.

-       Hubert Wolf / Jörg Seiler, Kirchen- und Religionsgeschichte, in: Aufriß der Historischen Wissenschaften (Bd. 3: Sektoren), Stuttgart 2004, 271-338.


Tutorium zum Proseminar

Julian Reibling

Zeit und Raum: Fr., 22.11.2019, 9-12 Uhr s.t. (SH 4.102) und Fr., 07.02.2020, 15-18 Uhr s.t. (SH 3.102)


Forschungskolloquium

Prof. Dr. Günther Wassilowsky

Zeit und Raum nach Vereinbarung.

Das Forschungskolloquium richtet sich in erster Linie an HabilitandInnen, DoktorandInnen, Master- und BachelorkandidatInnen, die eine Arbeit im Fach Kirchengeschichte erstellen. Gegenstand sind die jeweiligen Arbeitsprojekte, aber auch aktuelle Forschungsdebatten und -trends und neue facheinschlägige Publikationen. Eine persönliche Einladung bzw. Anmeldung ist erforderlich. 


Seminar

"Macht euch die Erde untertan" - Mensch und Natur zwischen Nutzung, Angst und Bewunderung im Mittelalter

Prof. Dr. Matthias Kloft

Zeit:     Mo, 16-18 Uhr

Raum: SH 1.105

Der Sonnengesang des hl. Franziskus ist eine grandiose Verherrlichung der Natur als Geschenk Gottes im Spätmittelalter. Der Mensch des Mittelalters suchte jedoch vielmehr die Natur gemäß des Auftrags aus der Schöpfungsgeschichte zu nutzen. Die wilde Natur lieferte Nahrung und Holz für Bauen und Heizen, war aber in ihrer Wildheit auch ein Ort der Angst, der bestenfalls von geistlichen Asketen bewohnt wurde. Das Seminar zeigt in theologischer Sicht die verschiedenen Formen des Umgangs des mittelalterlichen Menschen mit der Natur auf.

Empfohlene Literatur: 

-    Angenendt, Arnold: Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 4. Aufl. 2009.

-       Schubert, Ernst: Alltag im Mittelalter. Natürliches Lebensumfeld und menschliches Miteinander, Darmstadt 2002.


Blockseminar

Einflüsse der Frauenbewegung auf theologische und kirchenhistorische Entwicklungen – Vom Evangelischen Frauenbund bis zu Maria 2.0


Prof. Dr. Wassilowsky / u. M. v. Melanie Wurst

Zeiten:

Mo. 21.10.19, 12-14 Uhr (SH 3.103)

Fr. 22.11.19, 12-20 Uhr (IG 1.418)

Sa. 23.11.19, 09-18 Uhr (IG 1.418)

Fr. 24.01.20, 12-20 Uhr (SH 3.102)

Sa. 25.01.20, 09-18 Uhr (IG 1.418)

Unbenommen haben gesellschaftliche Bewegungen auch Einfluss auf die frömmigkeitsgeschichtliche und im weiteren Sinne kirchenhistorische Entwicklung. So ist dies auch bei der Frauenbewegung, die in verschiedenen Phasen betrachtet werden kann und ja auch heute noch besteht. Nicht immer können die Einflüsse nachgewiesen werden, aber manchmal eben doch.

Im Seminar wollen wir uns einzelnen Phasen der Frauenbewegungen widmen und diese Einflüsse anhand historischer Quellen aufspüren: ob es sich um die Gründung des Deutschen Evangelischen Frauenbundes oder des Katholischen Deutschen Frauenbundes handelt oder um medial präsente Aktionsformen von Maria 2.0 und die Debatten darüber.

Empfohlene Literatur:

  • Schaser, Angelika: Frauenbewegung in Deutschland, Darmstadt 2006.
  • Wischermann, Ulla: Frauenbewegungen und Öffentlichkeiten um 1900. Netzwerke, Gegenöffentlichkeiten und Protestinszenierungen, Königstein/Taunus 2003.

Vorlesung

Christentum in Antike und Mittelalter

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser

Do., 08–10 Uhr, Hörsaalzentrum HZ 8

Die Vorlesung vermittelt einen problemorientierten Überblick über die Geschichte des Christentums von seinen Anfängen im Kontext der griechisch-römischen Kultur, über die Entwicklung zur Staats- und Weltreligion, über die großen hochmittelalterlichen Konflikte zwischen Papsttum und Kaisertum bis hin zu den Reformbewegungen des Spätmittelalters. Neben der Geschichte kirchlicher Institutionen und Ämter geht es insbesondere um die Lehrentwicklung auf den ökumenischen Konzilien, um die Haltung der Kirche gegenüber christlichen Heterodoxien und anderen Religionen und um die vielfältigen Formen antiker und mittelalterlicher Frömmigkeit.

Literatur:

  • Ernst Dassmann, Kirchengeschichte (Bde. 1 u. 2,1/2), Stuttgart 1996-2000.
  • Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, München 2006.
  • Karl Suso Frank, Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche, Paderborn 2002 (3. Aufl.).
  • Arnold Angenendt, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900, Stuttgart 2001 (3. Aufl.).
  • Arnold Angenendt, Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 2000 (2. Aufl.).

Vorlesung

Konzil und Papst. Kirchengeschichte in Neuzeit und Moderne

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser

Di., 08–10 Uhr, Hörsaalzentrum HZ 14

Die Lehrveranstaltung schließt chronologisch und thematisch an die Vorlesung „Christentum in Antike und Mittelalter“ an und bietet einen Überblick über die Kirchengeschichte vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zentrale Themen werden sein: Geschichte von Reformation, Katholischer Reform und Gegenreformation – Konzil von Trient – Konfessionalisierung Europas – posttridentinisches Papsttum – frühneuzeitliche Reichskirche – Josephinismus, katholische Aufklärung und Romantik – Konfliktgeschichte von Kirche und Staat im 19. Jahrhundert – Liberalismus, Ultramontanismus und I. Vatikanum – Modernismuskrise – Kirche und Nationalsozialismus – moderner Katholizismus und II. Vatikanum.

Literatur:

  • Heribert Smolinsky, Kirchengeschichte der Neuzeit I, Düsseldorf 1997.
  • Klaus Schatz, Kirchengeschichte der Neuzeit II, Düsseldorf 1997.
  • Hubert Wolf u.a. (Hgg.), Ökumenische Kirchengeschichte (Bd. 3: Von der Französischen Revolution bis 1989), Darmstadt 2007.
  • Jean-Marie Mayeur / Heribert Smolinsky u.a. (Hgg.), Geschichte des Christentums (Bde. 8-13). Religion, Politik, Kultur, Freiburg i.Br. 1995-2002.
  • Ronny Po-Chia Hsia / Hugh McLeod u.a. (Hgg.), The Cambridge History of Christianity (Bde. 6-9), Cambridge 2006-2007.

Proseminar

Kirchengeschichte als Konziliengeschichte. Konstanten und Modelle in Vorbereitung, Entwicklung und Rezeption

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser / Dr. phil. Gianmaria Zamagni

Do., 18.04.-13.06. (nicht am 25.04.), 10-12 Uhr, Seminarhaus SH 4.101

Do., 02.05., 12-14 Uhr, Seminarhaus SH 3.103

Do., 13.05., 12-14 Uhr, Seminarhaus SH 0.101

Mi., 29.05., 10-12 Uhr, Seminarhaus SH 3.101

Do., 06.06., 12-14 Uhr, Seminarhaus SH 0.101

Fr., 21.06., 10-12 Uhr, Seminarhaus SH 4.106

Wenige Momente sind in der Geschichte der Kirche so bedeutsam wie die Durchführung eines Konzils. Seit Jahrhunderten hat die katholische Kirche in diesen allgemeinen Versammlungen theologische bzw. kirchliche Fragen und Probleme diskutiert und in Angriff genommen. Die kritische Analyse und Diskussion dogmatischer, narrativer, pastoraler Quellen werden nicht nur eine Einführung in die Methoden der Kirchengeschichte ermöglichen, sondern auch entscheidende Aspekte der Konzilien von Trient, Vatikanum I (das 2019 sein 150. Jubiläum feiert) und Vatikanum II als prominente Etappen einer institutionellen Geschichte erläutern, die auch für die symbolische Selbstdarstellung der Kirche in der jeweils zeitgenössischen Welt von großer Bedeutung sind.

Literatur:

  • Christoph Markschies, Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen, Mohr Siebeck, 1995.
  • Lenelotte Möller / Hans Ammerich, Einführung in das Studium der Kirchengeschichte, Darmstadt, WBG, 2014.
  • Klaus Schatz, Allgemeine Konzilien. Brennpunkt der Kirchengeschichte, Paderborn, Schöningh, 2008.

Seminar

Der Sündenfall und die Strafe – die von Gott gegebene Freiheit?

Prof. Dr. Matthias Th. Kloft

Mo., 16–18 Uhr, Seminarhaus SH 1.101

Die Geschichte von Adam und Eva, die mit dem Pflücken der verbotenen Frucht die Sünde in die Welt gebracht haben, steht im Zusammenhang mit allen mittelalterlichen Überlegungen zur Willensfreiheit. In der Theologie von Gregors des Großen Moralia bis zu Luthers Gnadenlehre wird die Frage der Freiheit vor Gott - der Freiheit zwischen Gut und Böse immer wieder diskutiert und findet ihren Niederschlag in der politischen Theorie und dem Menschen- und Kirchenbild der Zeit. Das Seminar wird mit Texten der wichtigsten Autoren dieser Diskussion um die menschliche Freiheit nachspüren und deren Bedeutung für die jeweilige Zeitgeschichte aufzeigen.

Literatur:

  • Angenendt, Arnold: Geschichte der Religiosität im Mittelalter, 4. Aufl., Darmstadt 2009.
  • Stürner, Wolfgang: Peccatum et potestas. Der Sündenfall und die Entstehung der herrscherlichen Gewalt, Stuttgart 1987.

 

Forschungskolloquium

Prof. Dr. Günther Wassilowsky

Termin und Ort nach Vereinbarung.

Das Forschungskolloquium richtet sich in erster Linie an HabilitandInnen, DoktorandInnen, Master- und BachelorkandidatInnen, die eine Arbeit im Fach Kirchengeschichte erstellen. Gegenstand sind die jeweiligen Arbeitsprojekte, aber auch aktuelle Forschungsdebatten und -trends und neue facheinschlägige Publikationen. Eine persönliche Einladung bzw. Anmeldung ist erforderlich.

Geschichte der Papstwahl: Normen, Diskurse, Praktiken(Modultitel: Glaube und Geschichte)

 Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser / Kevin Hecken / Stefan Schöch

Proseminar

Beginn: 18.10.2018

wöchentlich

Do, 14:00 - 16:00 Uhr,

IG-Nebengebäude NG 311

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 4 für L1, Modul 2 für L2, L3, L5; Gasthörer,

BA Katholische Theologie HF Modul 4, NF Modul 2

Prüfungsform: L 1, L 2/5: Klausur (60 Minuten)

L3: Teilnahmeschein,

BA: Referat mit Ausarbeitung

 

Kommentar

Wenn ein Papst stirbt oder zurücktritt, gerät auch heute noch das 
Geschehen hinter den verschlossenen Toren des Konklaves in das 
Blickfeld einer breiteren Öffentlichkeit. Die gekonnte Inszenierung des obersten kirchlichen Wahlentscheides, der von einer Reihe von Riten, Klischees und Geheimnissen geprägt wird, ist das Ergebnis einer langen 
und wechselhaften Geschichte der Besetzung des römischen 
Bischofsstuhls. Normative Texte, Protokolle, aber auch inoffizielle 
Akten und Legenden geben Einblicke in dieses prominente und 
paradigmatische Thema der Kirchengeschichte.
Anhand aktueller Forschungsarbeiten sollen im Seminar die vielen Dimensionen (Verfahrensform, Amtslegitimation und Semantik) der Papstwahl kritisch 
erarbeitet werden und mit ausgewählten Quellen und Fragestellungen 
methodisch an das kirchenhistorische Arbeiten herangeführt werden.

Das Proseminar dient gleichzeitig der Einführung in kirchengeschichtlich methodisches Arbeiten.

Zum Proseminar wird ein Tutorium angeboten. Die Termine werden zu Beginn des Seminars bekanntgegeben.

Literatur

Christoph Markschies: Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen 1995.

Lenelotte Möller / Hans Ammerich: Einführung in das Studium der Kirchengeschichte, Darmstadt 2014.

TUT zum PS Geschichte der Papstwahl: Normen, Diskurse, Praktiken (Modultitel: Glaube und Geschichte)

Julian Reibling

Tutorium

Einzeltermine

siehe im LSF

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 4 für L1, Modul 2 für L2, L3, L5;

BA Katholische Theologie HF Modul 4,

BA Katholische Theologie NF Modul 2

Katholische Frömmigkeitskultur in der Frühen Neuzeit

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser

Seminar

Beginn: 17.10.2018

wöchentlich

Mi, 18:00 - 20:00 Uhr

IG-Nebengebäude NG 1.731

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 7b und 8b für  L3;

BA Katholische Theologie: HF Modul 9b

BA-Religionswissenschaft: BA-RW 008

Prüfungsform: Referat und Hausarbeit

Kommentar

Wir beschäftigen uns im Seminar mit der katholischen Frömmigkeitskultur, d. h. mit jenen Symbolen, Normen, Idealen und kollektiven sowie individuellen Prozessen, die zur Konstituierung und zur Stärkung des Lebens und Glaubens des frühneuzeitlichen Menschen, also seiner Kultur, führten. Wesentliche Seminarthemen sind: die Charakteristika der frühneuzeitlichen Frömmigkeit (Jesus, Maria, Heilige), Mystik, Lebensmodelle und Handlungsspielräume frühneuzeitlicher Frauen, (religiöse) Bildung und Erziehung sowie das gesellschaftliche Engagement vonseiten der Orden und Kongregationen. Intendiert ist aufzuzeigen und gemeinsam zu erarbeiten, dass und inwiefern Frömmigkeit eine Grundkonstante im Leben frühneuzeitlicher Männer und Frauen war, die sie befähigte, ihre Entfaltungsmöglichkeiten zu erkennen und auszuloten.

Literatur

Günther Wassilowsky, Das Konzil von Trient und die katholische Konfessionskultur. Zur Einführung, in: Peter Walter / Günther Wassilowsky (Hgg.), Das Konzil von Trient und die katholische Konfessionskultur (1563-2013). Wissenschaftliches Symposium aus Anlass des 450. Jahrestages des Abschlusses des Konzils von Trient, Freiburg im Breisgau, 18.-21. September 2013, Aschendorff 2016 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 163), S. 1-29.

Anne Conrad, Der Katholizismus, in: Kaspar von Greyerz / Anne Conrad (Hgg.), Handbuch der Religionsgeschichte im deutschsprachigen Raum. Bd. IV: 1650-1750. Zeitalter des Konfessionalismus, Schöningh 2012, S. 17-142.

Weitere Literatur wird im Seminar genannt.

   

Christentum in Antike und Mittelalter

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser

Vorlesung

Beginn: 16.10.2018

wöchentlich

Di, 08:00 - 10:00 Uhr

Hörsaalzentrum HZ 14

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 2 für L3; Schein, Gasthörer.

BA Katholische Theologie: HF Modul 4.

BA-Religionswissenschaft: BA-RW 008.

Prüfungsform: schriftlich, Klausur (60 min.)

 

Kommentar

Die Vorlesung vermittelt einen problemorientierten Überblick über die Geschichte des Christentums von seinen Anfängen im Kontext der griechisch-römischen Kultur, über die Entwicklung zur Staats- und Weltreligion, über die großen hochmittelalterlichen Konflikte zwischen Papsttum und Kaisertum bis hin zu den Reformbewegungen des Spätmittelalters. Neben der Geschichte kirchlicher Institutionen und Ämter geht es insbesondere um die Lehrentwicklung auf den ökumenischen Konzilien, um die Haltung der Kirche gegenüber christlichen Heterodoxien und anderen Religionen und um die vielfältigen Formen antiker und mittelalterlicher Frömmigkeit.

Literatur

Ernst Dassmann, Kirchengeschichte (Bde. 1 u. 2,1/2), Stuttgart 1996-2000.

Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, München 2006.

Karl Suso Frank, Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche, Paderborn 2002 (3. Aufl.).

Arnold Angenendt, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900, Stuttgart 2001 (3. Aufl.).

Arnold Angenendt, Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 2000 (2. Aufl.).

Konzil und Papst. Kirchengeschichte in Neuzeit und Moderne

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser

Vorlesung

Beginn: 18.10.2018

wöchentlich

Do, 08:00 - 10:00 Uhr

Hörsaalzentrum HZ 08

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 6 für L2, L3, L5. Gasthörer.

BA Katholische Theologie: HF Modul 10, NF Modul 4.

BA-Religionswissenschaft BA - RW: 003 A, BA - RW: -008.

Prüfungsform: schriftlich, Klausur (60 min.)

 

Kommentar

Die Lehrveranstaltung schließt chronologisch und thematisch an die Vorlesung „Christentum in Antike und Mittelalter“ an und bietet einen Überblick über die Kirchengeschichte vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zentrale Themen werden sein: Geschichte von Reformation, Katholischer Reform und Gegenreformation – Konzil von Trient – Konfessionalisierung Europas – posttridentinisches Papsttum – frühneuzeitliche Reichskirche – Josephinismus, katholische Aufklärung und Romantik – Konfliktgeschichte von Kirche und Staat im 19. Jahrhundert – Liberalismus, Ultramontanismus und I. Vatikanum – Modernismuskrise – Kirche und Nationalsozialismus – moderner Katholizismus und II. Vatikanum.

Literatur

Heribert Smolinsky, Kirchengeschichte der Neuzeit I, Düsseldorf 1997.

Klaus Schatz, Kirchengeschichte der Neuzeit II, Düsseldorf 1997.

Hubert Wolf u.a. (Hgg.), Ökumenische Kirchengeschichte (Bd. 3: Von der Französischen Revolution bis 1989), Darmstadt 2007.

Jean-Marie Mayeur / Heribert Smolinsky u.a. (Hgg.), Geschichte des Christentums (Bde. 8-13). Religion, Politik, Kultur, Freiburg i.Br. 1995-2002.

Ronny Po-Chia Hsia / Hugh McLeod u.a. (Hgg.), The Cambridge History of Christianity (Bde. 6-9), Cambridge 2006-2007.

Geordnetes Leben nach der Regel gegen die Unordnung der Welt

Prof. Dr. Matthias Th. Kloft

Seminar

Beginn: 15.10.2018

Wöchentlich

Mo, 16:00 - 18:00 Uhr

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 8b für L3

BA-Religionswissenschaft: BA-RW 008

Seminarhaus - SH 5.105

Kommentar

Benedikt von Nursia wirft falschen Mönchen vor, dass sie in ihren Werken der Welt nach wie vor die Treue halten. Der Gegenentwurf ist ein Leben nach der Ordensregel außerhalb der chaotisch-teuflischen Welt. Der Unordnung des zusammenfallenden Römerreiches stellten die Mönchsväter und Frauengemeinschaften der Spätantike von Antonius bis Benedikt einen Lebensentwurf der zeitlichen und lebensmäßigen Ordnung vor, der in seiner Zeitenteilung und Lebensplanung über das Mittelalter bis in unsere Zeit wirkt. Das Seminar wird mit den Texten der Zeit diese Entwicklung im ersten Jahrtausend nachzeichnen.

 

Literatur

Angenendt, Arnold: Das Frühmittelalter, 3. Aufl., Stuttgart 2001.

Salzburger Äbtekonferenz/Faust, Ulrich (Hrsg.): Die Benediktusregel – Regula Benedicti, Stuttgart 2009.

 

Forschungskolloquium

Prof. Dr. Günther Wassilowsky

Kolloquium

Ort und Zeit

nach Vereinbarung

Voraussetzung

Auf persönliche Einladung

Kommentar

Eine persönliche

Einladung bzw.

Anmeldung

ist erforderlich. 

Das Forschungskolloquium richtet sich in erster Linie an HabilitandInnen, DoktorandInnen, Master- und Bachelor-kandidatInnen, die eine Arbeit im Fach Kirchengeschichte erstellen. Gegenstand sind die jeweiligen Arbeitsprojekte, aber auch aktuelle Forschungsdebatten und -trends und neue facheinschlägige Publikationen.

Kirchenhistorisches Teilprojekt der DFG-geförderten Forschergruppe 1664: Personalentscheidungen bei gesellschaftlichen Schlüsselpositionen

Papstwahlreform in Renaissance und tridentinischer Zeit: Dynamisierungen von Verfahrensform, Amtslegitimation und Semantik

Das Projekt untersucht vergleichend zwei grundlegende Reformen des Verfahrens zur ranghöchsten Personalentscheidung in der katholischen Kirche. Epochenübergreifend und mit unterschiedlichen methodischen Zugängen soll einerseits das neue Prozedere der Papstwahl, wie es der Grundlagentext für die zeremonielle Selbstrepräsentation des so genannten Renaissancepapsttums, das ‚Caeremoniale Romanum' von 1488, kodifiziert hat, einer umfassenden Analyse unterzogen werden. Andererseits sollen die mittel- und langfristigen Folgen der 60 Jahre nach Abschluss des Konzils von Trient verabschiedeten großen Konklavereform Gregors XV. von 1621/22 erhoben werden. 

Beide Wahlreformen verbindet, dass sie auf fundamentale Kritik nicht nur an der Art und Weise der Besetzung des höchsten Kirchenamtes, sondern – damit durchaus zusammenhängend – auf eine grundsätzliche Infragestellung der Institution Papsttum als solcher reagierten. Und beide Reformen versuchten, dieser fundamentalen Legitimitätskrise von Amt und Institution durch eine grundständige, doch in zentralen Aspekten ganz anders geartete Neugestaltung von Technik und Symbolik des Personalentscheidungsverfahrens, durch einen neuen Modus des Wählens, zu begegnen.

Bearbeiter:

Kevin Hecken, M.A. (hecken@em.uni-frankfurt.de)

Mag.-Theol. Stefan Schöch (schoech@em.uni-frankfurt.de)


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