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Arbeitsgruppe zum Projekt "Ontogenese der bürgerlichen Kälte"


Im Rahmen des Projektes werden gegenwärtig zwei Diplomarbeiten verfasst. Die Arbeiten beziehen sich auf den Normbereich Mündigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven.

Christoph Leser ist am Niederschlag der schulischen Sozialisation im Bereich des Politischen interessiert. Welche Verhaltensoptionen wählen SchülerInnen der Sekundarstufe 2 wenn sie zu schulischen Konfliktsituationen befragt werden und welche Optionen wählen sie wenn sie als junge Bürger aufgefordert sind sich zu einem politischen Konflikt zu verhalten? Vorgelegt werden den ProbandInnen ein schulisches Szenario, in dem es um die Auseinandersetzung mit einem Lehrer geht, von dem sich ein Schüler ungerecht benotet sieht und ein Szenario zu einem Konflikt in einem Jugendzentrum, in dem es um die Frage nach dem Ausschluss einer Gruppe geht, deren Anwesenheit den Bestand des Jugendzentrums gefährden könnte.

Moritz Jörgens ist an der Frage der Genese von Mündigkeit im Bildungsgang interessiert: Die praktische Unterstellung von Mündigkeit ist einerseits Voraussetzung erzieherischer Tätigkeit und andererseits ist Mündigkeit Ziel der erzieherischen Bemühungen. Alterspezifisch werden den Zöglingen in den verschiedenen Institutionen unterschiedliche Freiheitsgerade zugestanden und zugemutet. Wie gehen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Kindergarten, in der Grundschule, in der Sekundarstufe I und II und in der Hochschule mit diesen Freiheitsgeraden um und wie nehmen sie diese bei der Wahrung eigener Interessen in Anspruch?

Den ProbandInnen werden alltagsnahe und institutionsspezifische Konfliktszenarien vorgelegt, zu denen sie sich verhalten sollen. In der Arbeitsgruppe werden die verschriftlichten Interviews im Hinblick auf die Fragestellung objektiv hermeneutisch ausgewertet. Die Aufmerksamkeit gilt dabei den Reaktionsmustern hinsichtlich der Inanspruchnahme mündigen Verhaltens: Beziehen sie sich in ihren Argumentationen auf die ihnen bekannten Normen autonomen Verhaltens oder orientieren sie sich an den ihnen wohl eher vertrauten funktionsorientierten Einschränkungen ihrer Freiheitsgrade?

Interessierte Studierende sind eingeladen an den Sitzungen der Arbeitsgruppe aktiv teilzunehmen. Über die Termine informieren Christoph Leser und Moritz Jörgens gerne. Für am Gesamtprojekt interessierte bietet die Teilnahme an der Arbeitsgruppe einen Einblick in die Methodik des Forschungsprojektes.

 

geändert am 26. Oktober 2004  E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 26. Oktober 2004, 07:26
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/forschung/agkaelte.html