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CDR - Centre For Drug Research
Postanschrift Goethe-Universität Fachbereich Erziehungswissenschaften Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung Grüneburgplatz 1 D-60323 Frankfurt am Main
Telefon: (0)69 798-36386 Raum: 1. G053 (PEG) e-mail: cdr@cdr-uni-frankfurt.de
Buchtipps
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Bernd Werse (Hg.): Drogenmärkte. Strukturen und Szenen des Kleinhandels Frankfurt a.M.: Campus 2008
Den typischen Drogendealer gibt es nicht: Der eine zieht zu Hause Cannabispflanzen und verkauft sie ausschließlich an Freunde, der andere dealt professionell mit harten Drogen: Die Autorinnen und Autoren dieses Buches betrachten in empirischen Studien und Interviews erstmals den Mikrokosmos des Kleinhandels am Beispiel Frankfurts. Dabei wird deutlich, dass sich etwa die Handelsaktivitäten in der Straßenszene fundamental vom Dealen im bürgerlichen Milieu unterscheiden, gleichzeitig jedoch für den gesamten Kleinhandel die enge Verknüpfung von Handels- und Freundschaftsbeziehungen typisch ist. Die gängige strikte Trennung von "Dealern" und "Konsumenten", so zeigt sich, muss grundsätzlich infrage gestellt werden. Mit Beiträgen von Christiane Bernard, Sandra Bucerius, Martin Dörrlamm, Claudia Genterczewsky, Juanita Rosina Henning, Henner Hess, Antje Langer, Yvonne Linke, Oliver Müller und Bernd Werse.
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Bernd Werse (Hg.): Cannabis in Jugendkulturen. Kulturhistorische und empirische Betrachtungen zum Symbolcharakter eines Rauschmittels. Berlin: Archiv der Jugendkulturen 2007
Cannabis ist nicht nur die mit Abstand am weitesten verbreitete illegale Substanz, sondern auch wie keine andere in Jugendkulturen verankert. Der Autor betritt in zweierlei Hinsicht wissenschaftliches Neuland: Zum einen werden die soziokulturellen Entstehungsbedingungen der Konsummuster und symbolischen Zuschreibungen von Cannabis in Jugendkulturen nachgezeichnet, zum anderen wird ein analytischer Blick auf den Stellenwert der Droge in gegenwärtigen Jugendszenen geworfen. Im Zentrum der mit zahlreichen Originalaussagen von Szenegängern illustrierten empirischen Untersuchung stehen die aktuell weit verbreiteten Jugendkulturen HipHop und Techno. Das Buch bietet aber auch aus zahlreichen anderen Jugendszenen lebhafte Einblicke in den jeweiligen Umgang mit Cannabisprodukten.
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Zurhold, H./ Müller, O. (Hg.): Kokainkonsum zwischen Hedonismus und Verelendung. Ergebnisse einer multiperspektivischen Studie aus Frankfurt am Main. Freiburg: Lambertus 2007
Um den Kokainkonsum ranken sich vielfältige Mythen, denen nicht nur die Medien, sondern zuweilen auch die Konsument(inn)en selbst erliegen. So gilt Kokain einerseits als "edle" Droge des Establishments, die Assoziationen mit Promis und Sexparty weckt. Auf der anderen Seite sind Kokain und insbesondere Crack mit der Drogenszene und einer rapiden Verelendung assoziiert. Unabhängig von dem jeweiligen Milieu gelten Kokain wie Crack als unbeherrschbare Substanzen. Um ein umfassendes und realistisches Bild vom Kokainkonsum zu bekommen, wurde eine breit angelegte Studie in Frankfurt am Main durchgeführt: Es wurden u.a. Schüler(innen), die Drogenszene und sozial integrierte Konsument(inn)en befragt. Auch professionelle Expert(inn)en kommen zu Wort. Die unterschiedlichen Sichtweisen vermitteln einen empirisch fundierten Einblick in die Verbreitung, Muster und Folgen des Kokainkonsums. Dabei relativiert die Studie so manchen Mythos.
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Dollinger, Bernd & Schneider, Wolfgang (Hg.): Sucht als Prozess. Sozialwissenschaftliche Perspektiven für Forschung und Praxis. Berlin: VWB 2005
Was ist Sucht? Ein Denkmodell? Eine soziale Konstruktion? Ein einmal erreichter, statischer Zustand? Eine schwere, finale Krankheit? Ein dynamischer Entwicklungsverlauf? Die unterschiedlichen Beiträge dieses 41. Bandes in der Reihe "Studien zur qualitativen Drogenforschung und akzeptierenden Drogenarbeit", hrsg. von INDRO e.V., versuchen die Spannbreite aktueller sozialwissenschaftlicher Ansätze im Rahmen moderner Suchtforschung und Drogenhilfepraxis wiederzugeben. Sie weisen nach, wie prozesshaft und dynamisch der Konsum unterschiedlichster Substanzen und auch subjektive und soziale Bedeutungszuschreibungen von Sucht sind. Das dynamische Geschehen drogengebrauchsbezogener Entwicklugnsverläufe jenseits von unterstellten, eindeutigen Ursachen verlangt von Forschung und Praxis eine stetige Neuorientierung und auch Überprüfung von "Sucht-Konstrukten". Dieser Band will dazu beitragen, die Diskussion über "die Suchtbegriffe" und ihre Inhalte anzuregen, und somit in Drogenforschung und Hilfepraxis weitere Perspektiven zu eröffnen.
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Kemmesies, Uwe (unter Mitarbeit von Bernd Werse): Zwischen Rausch und Realität. Drogenkonsum im bürgerlichen Milieu. Wiesbaden: VS-Verlag 2004
Die erste Untersuchung zum illegalen Drogengebrauch von Normalbürgern Zwischen den Extrempolen einer Abhängigkeit und totalen Abstinenz von Drogen entfaltet sich ganz offensichtlich ein breites Spektrum unterschiedlichster Drogengebrauchsformen. Das vorliegende Buch richtet die Aufmerksamkeit auf einen Teilausschnitt dieses breiten Spektrums: auf die Gruppe der kontrollierten Konsumenten illegaler Drogen, die in der Drogenforschung selten Beachtung findet. Es geht um Menschen, denen es gelingt, den Konsum von illegalen Drogen in den Alltag zu integrieren, ohne dass ihr Drogenkonsum nachhaltige Probleme bereitet, die es schaffen, den Drogenkonsum zwischen Rausch und Realität auszubalancieren, indem die Lust auf Zerstreuung, Anregung, Genuss und Entspannung weitgehend auf die Realität der Alltagsanforderungen in Beruf, Familie sowie in anderen sozialen Zusammenhängen abgestimmt wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Zusammenhang den wirksam werdenden Kontrollmechanismen im Allgemeinen wie der Bedeutung des Drogenverbots im Besonderen.
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Heino Stöver/ Michael Prinzleve (Hg.): Kokain und Crack. Pharmakodynamiken, Verbreitung und Hilfeangebote. Freiburg: Lambertus 2005
Das Buch liefert neben pharmakologischen Informationen eine Übersicht über die Verbreitung, die Gebrauchs- und Handelsformen von Kokain und vor allem Crack. Darüber hinaus werden die Konsequenzen für das Suchtkrankenhilfesystem in Form adäquater Hilfeangebote diskutiert. Jenseits der oftmals sensationsorientierten massenmedialen Aufbereitung des Crack-Themas wird eine sachliche Einschätzung der zunehmenden Verbreitung des Crack-Konsums vorgenommen. Die Entwicklungen in großstädtischen Metropolen legen nahe, dass der Konsum von Crack dort in der Drogenszene weit verbreitet ist und erhebliche psychosoziale Schädigungen bei den Konsumenten bewirkt. Kokain- und Crackkonsum führt aber auch zu Beratungs-, Behandlungs- und Ordnungsproblemen in der Drogenhilfe. Das Buch setzt Schwerpunkte in den Bereichen Pharmakologie, "Crack und Prostitution", Entwicklung neuer Hilfeangebote und notwendige Weiterentwicklung der Drogenhilfeangebote. |
geändert am 18. März 2013 E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de
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