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Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Forschungsprojekt:
Sorge und Erziehung unter Beobachtung

Stationäre Mutter-Kind-Einrichtungen und die Formierung von Mutterschaft im Kontext des Kinderschutzes


Projektlaufzeit:
November 2013 bis Oktober 2016

Projektleitung:
Dr. Marion Ott

Studentische Mitarbeiter_innen
Jan Albracht
Anna Hontschik


Kurzdarstellung:
Mit den seit einigen Jahren umgesetzten Kinderschutzregelungen sind für die Hilfen zur Erziehung neue Anforderungen verbunden und die elterlichen Sorge- und Erziehungstätigkeiten ihrer Adressat_innen geraten verstärkt unter Beobachtung. Vor diesem Hintergrund erforscht das Projekt praxisanalytisch, wie in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen Erziehungsverhältnisse von Müttern und Kindern organisiert werden. Es fragt, wie die mütterliche Erziehungsfähigkeit in sozialen Praktiken mit dem Kindeswohl relationiert wird, und es fokussiert (pädagogische) Technologien sowie deren praktischen Einsatz im Alltag der Einrichtungen. An Aufnahme-, Clearing- und Kinderschutzverfahren exploriert das Projekt, wie Frauen als Mütter zu Fällen von Hilfe werden und welche Herausforderungen damit für die Mitarbeiter_innen der Einrichtungen verbunden sind. Des Weiteren nimmt das Projekt Erziehungskompetenztrainings oder Erziehungsberatungen in den Blick, um herauszuarbeiten, wie normative Vorstellungen über die mütterliche Erziehung und Sorge konstruiert und interaktiv verhandelt werden.
Mit der Methodologie einer ethnographischen Institutionenanalyse werden unterschiedliche methodische Zugänge gewählt, welche es ermöglichen, die Analyseebenen der Programmatik und der situierten Praktiken systematisch aufeinander zu beziehen. Ziel des Projekts ist es erstens, professionsbezogen die praktischen Umgangsweisen mit der Ambivalenz von Vertrauens- und Kinderschutz in Einrichtungen freier Kinder- und Jugendhilfeträger systematisch zu untersuchen. Zweitens werden in einer Verknüpfung von Perspektiven der Geschlechter- und Kindheitsforschung jene praktischen Prozesse, in denen die Kategorien Mütterlichkeit/ Mutterschaft und Kindeswohl wechselseitig relationiert werden, systematisiert und detailliert rekonstruiert.


Vorstudien des Projektes

Die Fragestellung des DFG-Projektes wurde im Rahmen von zwei vorausgehenden Projekten entwickelt.
Im Rahmen einer Anschubfinanzierung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst wurde 2011 über die Laufzeit von sechs Monaten die Vorstudie Sorge und Erziehung unter Beobachtung. Zur praktischen Formierung des Verhältnisses von Geschlecht und Elternschaft in Feldern der institutionalisierten Erziehungshilfe durchgeführt.

Zuvor wurde im Jahr 2009 über die Laufzeit von drei Monaten eine Pilotstudie in Mutter-Kind-Einrichtungen des Strafvollzugs durchgeführt. Projektskizze „Klein(st)Kinder mit ihren Müttern in Haft“. Forschungsbericht oder hier.

 

geändert am 14. April 2014  E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 14. April 2014, 12:30
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/forschung/sorge-und-erziehung-WE2.html