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Dr. Hendrik Trescher

Vertretung der Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt ‚Sonderpädagogik‘


Postanschrift

Goethe-Universität
Fachbereich Erziehungswissenschaften
Institut für Sonderpädagogik
Grüneburgplatz 1
D-60323 Frankfurt am Main

Telefon: (069) 798-36365
Raum: 4. G027 (PEG)
e-mail: Trescher@em.uni-frankfurt.de

Sprechstunde
Institutssekretariat

Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Pädagogik bei kognitiven Beeinträchtigungen (‚geistige Behinderung‘; ‚Demenz‘)
  • Methoden qualitativer und quantitativer Sozialforschung
  • Sozialwissenschaftliche (insbesondere institutionssoziologische) Grundlagen der (Sonder-) Pädagogik
  • Disability Studies, insbesondere Subjektgenese im Kontext von ‚Behinderung‘ sowie Diskursforschung/Diskursteilhabeprozesse im Kontext von Marginalisierung und Behinderung

 

Aktuelle Projekte

  • Freizeit als Fenster zur Inklusion. Konstruktionen von Teilhabe und Ausschluss für erwachsene, institutionalisiert lebende Menschen mit ‚geistiger Behinderung‘

Mittels eines mehrstufigen und multimethodalen Forschungssettings werden Möglichkeiten erörtert, wie es gelingen kann, Menschen mit ‚geistiger Behinderung‘ inklusiv am gesellschaftlichen Strukturbereich ‚Freizeit‘ teilhaben zu lassen bzw. Menschen mit ‚geistigen Behinderungen‘ in ‚normale‘ Freizeitaktivitäten einzubinden. Dabei werden a) prinzipielle Möglichkeiten und damit eventuell verbundene manifeste sowie (potenziell) latente Teilhabebarrieren erforscht; b) der Alltag von Menschen mit ‚geistigen Behinderungen‘ und deren Bedürfnisse dahingehend untersucht, welche Möglichkeiten/Hemmungen/Wünsche etc. auf Seiten der Rezipienten bestehen; und c) die Rolle, die eine Versorgungsinstitution hinsichtlich der Freizeit- und Lebensgestaltung der Klienten spielt, einer kritischen Betrachtung unterzogen.
Dauer: 01/2013 bis voraussichtlich 9/2014
Funktion: Projektleitung und -koordination
Assoziierte/Partner: Praunheimer Werkstätten gGmbh; Univ.-Prof. Dr. Dieter Katzenbach; Dipl.-Päd. Gerlinde Uphoff
Finanzierung: Praunheimer Werkstätten Gmbh


  • TOLL-Magazin für Wundertage

Ziel ist es ein Print- und Online-Magazin von und mit Menschen mit ‚geistigen Behinderungen‘ zu etablieren, um bestehende Diskursteilhabebarrieren abzubauen.
Ausgehend von der Annahme, dass das öffentlich vorherrschende Bild von ‚geistiger Behinderung‘ noch immer stark durch tradierte Ansichten und Vorurteile geprägt ist und dort primär als pathologische Abweichung von einer gesellschaftlichen Norm definiert wird, sucht das TitelForschungsunternehmen nach Wegen und Potentialen des Aufbruchs jener Denktraditionen. Gegenständlich geht es um die Begleitung und Evaluation des Magazins („TOLL – Magazin für Wundertage“). Handlungsleitende Intention ist es, über dessen feste Etablierung ein Sprachrohr bzw. ein Stück Diskursteilhabe für Menschen mit ‚geistiger Behinderung‘ zu schaffen und mit einer Redaktion, in welcher vorwiegend Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen tätig sind, einen Ort der Selbstrepräsentanz zu eröffnen. Mittels eines mehrschichtigen, multimethodalen Forschungssettings werden eine qualitative und eine quantitative Wirkungsstudie zum Magazin durchgeführt, um die Potenziale des Magazins zu erörtern. Anschließend werden Experteninterviews mit Medienfachleuten und Menschen mit ‚geistigen Behinderungen‘ geführt, um einerseits die Potenziale der Selbstrepräsentanz bewerten zu lassen und andererseits Wirkung des Magazins bei der Gruppe der Repräsentierten zu überprüfen.

Dauer: 08/2013 bis voraussichtlich 07/2014
Funktion: Projektleitung und -koordination
Assoziierte/Partner: Dipl.-Päd. Nadine Schallenkammer; Sylvia Heinlein (Chefredakteurin TOLL)
Finanzierung: Institut für Sonderpädagogik, Goethe-Universität Frankfurt


  • Demenz und Diskurs

Ziel ist es, die Pflege- und Betreuungssituation demenziell erkrankter Menschen als kulturelle Diskurspraxis bzw. Vollzug normativer Diskurse am dementen Subjekt nachzuweisen und bestehende Diskursteilhabebarrieren aufzuzeigen. Hierzu werden leitfadengestützte Interviews mit ExpertInnen aus dem beruflichen Umfeld der psychosozialen Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz geführt. Forschungsleitend ist dabei die Frage, inwieweit die Handlungspraxis in der Demenzversorgung dem sonderpädagogischen Paradigma der Selbstbestimmung gerecht wird. Es handelt sich hierbei um eine Vorstudie zu einem breiter angelegten Forschungsprojekt, in dem sonderpädagogische Zugänge zu Demenz auf Basis diskursanalytischer Dekonstruktion der öffentlichen sowie naturwissenschaftlich-medizinischen Wahrnehmung von Demenz erschlossen werden sollen.
Dauer: 11/2013 bis voraussichtlich 5/2014
Funktion: Projektleitung und -koordination
Assoziierte/Partner: Dipl.-Pol. Janos Klocke
Finanzierung: Präsidium der Goethe-Universität Frankfurt (Karriereförderprogramm für NachwuchswissenschaftlerInnen)

 

Aktuelle Veröffentlichungen

Veröffentlichungen 2013:

Trescher, Hendrik:
Kontexte des Lebens. Lebenssituation demenziell erkrankter Menschen im Heim.
Wiesbaden: VS, 2013. Abstract

Trescher, Hendrik:
Behinderung als demokratische Konstruktion. Zum objektiven Sinn und ‚cultutral impact‘ der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
In: Zeitschrift für Inklusion 4/2013.

Trescher, Hendrik / Fischer, Markus:
Scham und Akquise.
In: Neue Praxis 43 (2), 2013, S. 199–210.


Veröffentlichungen 2014:

Trescher, Hendrik / Klocke, Janos:
Kognitive Beeinträchtigung mit Butler verstehen - Butler im Kontext kognitiver Beeinträchtigung verstehen.
In: Behindertenpädagogik 3/2014, im Erscheinen.

Trescher, Hendrik:
Demenz als Hospitalisierungseffekt? Demenz als sonderpädagogische Herausforderung!

In: Behindertenpädagogik 1/2014, im Erscheinen.

Trescher, Hendrik:
Von der Re- zur Dekonstruktion von Demenz.

In: Datler, Wilfried (Hrsg.): Psychoanalytische Pädagogik. Opladen, 2014, im Erscheinen.

Trescher, Hendrik:
Feldzugang zum Forschungsfeld ‚Demenz‘
.
In: Katzenbach, Dieter (Hrsg.): Forschungsmethoden in der Sonderpädagogik. Stuttgart: Kohlhammer 2014, im Erscheinen.

Trescher, Hendrik:
Grundlagen der Objektiven Hermeneutik
.
In: Katzenbach, Dieter (Hrsg.): Forschungsmethoden in der Sonderpädagogik. Stuttgart: Kohlhammer 2014, im Erscheinen.

Trescher, Hendrik:
Objektive Hermeneutik in der Anwendung
.
Ethnographische Beobachtung und Institutionelle Strukturanalyse am Beispiel des Forschungsfelds Demenz.
In: Katzenbach, Dieter (Hrsg.): Forschungsmethoden in der Sonderpädagogik. Stuttgart: Kohlhammer 2014, im Erscheinen.

Trescher, Hendrik / Oevermann, Ulrich:
(Sonder-)pädagogische Fallakquise und ihre Problemfelder
. Am Beispiel der Thematik Adipositas im Kindes- und Jugendalter. In: Katzenbach, Dieter (Hrsg.): Forschungsmethoden in der Sonderpädagogik. Stuttgart: Kohlhammer 2014, im Erscheinen.

 

curriculum vitae

Wissenschaftlicher Werdegang

seit 2013 Vertretung der Professur
für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sonderpädagogik, Fachbereich für Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main

2012-2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Institut für Sonderpädagogik, Fachbereich für Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main

seit 2012 Lehrbeauftragter
am Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2011-2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Institut für Erziehungswissenschaft, AG Sonderpädagogik am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Evelyn Heinemann

2011-2012 Lehrbeauftragter
am Fachbereich für Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main

2009-2011 Projektmitarbeit
am interdisziplinären Forschungsprojekt „Lebensqualität im Pflegeheim“ der Universität Wien unter der Leitung von Prof. Dr. Anton Amann, Prof. Dr. Elisabeth Seidl und Prof. Dr. Wilfried Datler

2009-2010 Projektmitarbeit
am Drittmittelprojekt ‚Adipositas im Kindes- und Jugendalter‘ des Instituts für hermeneutische Sozial- und Kulturforschung (IHSK) in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Oevermann

Wissenschaftliche Ausbildung

seit 2013 Habilitationsprojekt
„Freizeit als Fenster zur Inklusion. Konstruktionen von Teilhabe und Ausschluss für erwachsene, institutionalisiert lebende Menschen mit ‚geistiger Behinderung‘ “ (Voraussichtliche Einreichung: 2014)

2011-2012 Promotion (Dr. phil.) in Erziehungswissenschaften
an der Goethe-Universität Frankfurt am Main in Kooperation mit der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Universität Wien. Gesamtbewertung: „summa cum laude
Gutachter: Prof. Dr. Dieter Katzenbach (Frankfurt); Prof. Dr. Wilfried Datler (Wien); Prof. Dr. Detlef Garz (Mainz)
Titel: „Kontexte des Lebens. Lebenssituation demenziell erkrankter Menschen im Heim – eine kritische Betrachtung“

2005-2010
Studium
der Soziologie, Psychologie, Erziehungswissenschaften, Sozialpsychologie, Europäischen Ethnologie, Bildungswissenschaften an der Albert Ludwigs-Universität Freiburg, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Wien

2009: Diplom in Pädagogik
bei Prof. Dr. Ulrich Oevermann („sehr gut“ / Bestnote)

2010: Diplom in Soziologie
bei PD Dr. Oliver Schmidtke („sehr gut“ / Bestnote)

 

Weitere Tätigkeiten

seit 2010 freiberuflich
tätig im Bereich der sozial- und heilpädagogischen Förderung und Begleitung (primär demenziell erkrankter Personen) sowie im Bereich der Mitarbeiterentwicklung in mittelständischen Betrieben im Sozialwesen

2008-2010 Pädagogischer Leiter
von Wohngemeinschaften für demenziell erkrankte Menschen

2006-2008 Controller
in einem mittelständischen Unternehmen

2004-2007 pädagogische Arbeit
mit Kindern und Jugendlichen, die als ‚schwerstgeistigbehindert‘ gelten

2003-2004 Anderer Dienst im Ausland
Arbeit mit Jugendlichen die als ‚schwerstgeistigbehindert‘ gelten (in St. Christopher´s School, Bristol, Vereinigtes Königreich)



 

geändert am 05. Februar 2014  E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 05. Februar 2014, 10:36
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/personen/Trescher.html