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SeiteninhaltProf. Dr. Dieter KatzenbachInstitut für Sonderpädagogik Laufende DissertationsvorhabenSven AndresZukunftsperspektive: Lebensqualität – Eine Untersuchung zur Analyse und Planung von gegenwärtiger und zukünftiger Lebensqualität durch Menschen mit geistiger Behinderung mit Hilfe eines qualitativen Dialog-Konsens-VerfahrensIn meinem Promotionsvorhaben beschäftige ich mit Subjektiven Theorien Erwachsener mit geistiger Behinderung zum Thema „Lebensqualität im Alter“. Es trägt den Arbeitstitel „Zukunftsperspektive: Lebensqualität – Eine Untersuchung zur Analyse und Planung von gegenwärtiger und zukünftiger Lebensqualität durch Menschen mit geistiger Behinderung mit Hilfe eines qualitativen Dialog-Konsens-Verfahrens“. Felix BuchhauptEmotionen und Lernen. Zur Bedeutung emotionsregulativer Prozesse im Interaktionssystem UnterrichtDas kognitionspsychologische Verständnis von Lernprozessen im Anschluss an die Arbeiten von Piaget verdeutlicht, dass sich Lernen nicht nur als Erweiterung von Wissen, sondern als Reorganisation vorhandener Kompetenzen verstehen lässt. Kognitive Entwicklung ist aus dieser Perspektive stets von der Dynamik zwischen Kontrolle und Kontrollverlust und damit auch von Angst geprägt. Für das Gelingen schulischer Lernprozesse sind damit nicht nur kognitive Kompetenzen, sondern insbesondere auch die Fähigkeit zur Regulation von Emotionen relevant. Vor diesem Hintergrund hat sich das Forschungsinteresse herausgebildet, emotionale Regulationsprozesse im Unterricht und ihre Bedeutung für Lernprozesse zu untersuchen. Christoph DegenDie politische Implementierung von Bildungsreformen am Beispiel schulischer Inklusion im Bundesland HessenDas Promotionsvorhaben beschäftigt sich mit der Implementierung von Bildungsreformen. Dies wird am Beispiel schulischer Integration/Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen im Bundesland Hessen untersucht. Im Rahmen einer historischen Studie soll dargelegt werden woher Ideen für schulische Integration/Inklusion kamen, welche Motivationen dahinter standen, welche Akteure beteiligt waren und welche Rahmenbedingungen die politische Umsetzung behindert bzw. gefördert haben. Der Untersuchungszeitraum fokussiert sich auf den Zeitraum seit der ersten Modellversuche des so genannten "Gemeinsamen Unterrichts" bis hin zu aktuellen politischen Konsequenzen aus der erst kürzlich in der BRD in Kraft getretenen UN-Behindertenrechtskonvention. Neben der Inhaltsanalyse von Dokumenten werden in erster Linie Interviews mit beteiligten Zeitzeugen aus Politik, Verwaltung, Forschung und Vereinen/Verbänden geführt und ausgewertet werden. Der Autor erhofft sich aus der Studie Erkenntnisse darüber welche Faktoren zum Gelingen von Bildungsreformen beitragen und welchen Beitrag die Forschung hierzu leisten kann. Dimitrios KaradaglisLernschwierigkeiten aus der Sicht der BindungstheorieZiel der Arbeit ist die Feststellung der Bindungsrepräsentation und Bindungsstrategien (Bindungsmuster) von Kindern, die Probleme beim Lernen aufweisen, sowie der Zusammenhang zwischen Hauptbegriffen der Bindungstheorie, wie Bindung und Exploration mit den Lernproblemen in der Schule. Ausgehend von der Hypothese, dass effektives Lernen nicht nur mit dem Wissenserwerb, sondern auch mit Wissensreorganisation zusammenhängt, wird untersucht, inwieweit Kinder mit Lernschwierigkeiten verschiedene Perspektiven bei der Lösung von Problemen betrachten und annehmen können, denn dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Reorganisation von erworbenem Wissen. Waleria Kleinscheg"Die berufliche Rehabilitation von Frauen und Männern mit einer Sehbehinderung"Gegenstand dieses Promotionsvorhabens sind Frauen und Männer mit einer Sehbehinderung im Alter von 18 bis 63 Jahren, deren verbliebenes Sehvermögen ausreicht, um mit der sogenannten "Schwarzschrift" zu arbeiten, und somit über einen Sehrest von 30% - 2% und weniger verfügen. Im Zentrum dieses Dissertationsprojektes steht nicht nur die Rehabilitation am Arbeitsplatz, sondern auch die unterschiedlichen Phasen auf dem Weg zum und ins Erwerbsleben. Ferner ist bedeutend, dass diese Sachverhalte nicht nur nach Geschlecht untersucht werden, sondern darüber hinaus nach den Gruppierungen Zeitpunkt des Auftretens der Sehbehinderung / Geschlecht und äußerliche Sichtbarkeit der Sehbehinderung / äußerliche Nichtsichtbarkeit der Sehbehinderung / Geschlecht. Marta Isabel López GiraldoZusammenhang zwischen früheren Beziehungserfahrungen und Lernstörungen bei Schülern von öffentlichen Grundschulen Medellíns, KolumbienKurzbeschreibung folgt. Nadine MöllerWege in das Betreute Wohnen unter dem Leitbild "Selbstbestimmung": Paradoxien der Autonomie - professionalisierungsbedürftige Praxis?Die angestrebte Dissertation soll sich mit der Wirkung des Leitbildes "Selbstbestimmung" auf die sonderpädagogische Praxis und auf betroffene Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung auseinandersetzen. Wie insbesondere in der Geistigbehindertenpädagogik mit den im Leitbild angelegten Paradoxien umgegangen wird und sich dieses zukünftig gestalten könnte, soll empirisch anhand des Handlungsfeldes "Wohnen" untersucht werden. Dazu werden die Übergänge zweier Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung von stationären Wohneinrichtungen in das Betreute Wohnen in das Zentrum der Untersuchung gestellt. Valeska Olde"ADHS" verstehen? Phänomenologische PerspektivenObgleich kaum ein anderes Erziehungsthema in der Öffentlichkeit wie der Fachwelt so kontrovers und breit diskutiert wie das der "ADHS" gibt es einen Mangel an genuin pädagogischen Positionen. Diese Lücke soll meine Arbeit schließen, indem sie die zum gesellschaftlichen Problem erklärten Phänomene unruhigen, unaufmerksamen und impulsiven Verhaltens von Kindern in eine für die pädagogische Arbeit erforderliche Verstehensperspektive rückt. Hierzu werden phänomenologische Perspektiven gewählt, wie sie vor allem von MERLEAU-PONTY, WALDENFELS, MEYER-DRAWE und RUMPF ausgearbeitet worden sind. Damit verbunden ist eine Distanzierung von gängigen medizinischen und psychologischen Erklärungsmustern, die Auffälligkeiten im Verhalten überwiegend zur Krankheit erklären sowie von Auffassungen, die das Phänomen leugnen oder aktueller: als Konstruktion bezeichnen. Die Arbeit ist abgeschlossen und im Buchhandel erhältlich!Olde, Valeska: "ADHS" verstehen? Phänomenologische Perspektiven. Budrich 2010 (EUR 28)
Katrin SchrenkerPragmatische Fähigkeiten und Triangulierung: Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Kindern aus Kern- und EinelternfamilienDas interdisziplinäre Dissertationsprojekt basiert auf der Annahme, dass das Familienmodell und die daraus resultierenden frühen Beziehungserfahrungen nicht nur einen Einfluss auf die pragmatischen Fähigkeiten, sondern auch auf die Triangulierungsfähigkeit haben.Um pragmatisch kompetent, d.h. personen- und situationsangemessen kommunizieren zu können, muss das Kind zunächst in der Lage sein, anderen Personen innere Zustände wie Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse zuzuschreiben (Theory of Mind). Die dafür notwendigen Grundqualifikationen, wie z.B. den Perspektivenwechsel, erlernt das Kind innerhalb seines familiären Umfeldes. In diesem Zusammenhang ist die Triangulierung ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt für die frühe Eltern-Kind-Beziehung. Die Einflüsse der familiären Strukturen und Erfahrungen auf die o.g. Fähigkeiten werden interdisziplinär erforscht: Der quantitative Teil stellt einen sprachwissenschaftlichen, der qualitative Teil einen tiefenpsychologischen Zugang zur Materie her. Dafür werden ein Sprachentwicklungstest und ein aus der Bindungsforschung hervorgegangenes Spiel- und Erzählverfahren miteinander verknüpft. Teilnehmer der Studie sind 5-6jährige Kindergartenkinder, die entweder in Kern- oder in Einelternfamilien aufwachsen. Kontakt: katrin@schrenker.eu Gerlinde UphoffDas Leitbild "Selbstbestimmung" zwischen theoretisch-normativem Anspruch und Antinomien in der Praxis"Selbstbestimmung" als Handlungskonzept der Behindertenhilfe stellt hohe Anforderungen an die pädagogische Praxis, da sie mit zahlreichen Antinomien umzugehen hat. M.E. haben diese Schwierigkeiten / Herausforderungen in theoretischen wie praktischen Konzepten bislang nicht systematisch Eingang gefunden und werden nicht angemessen reflektiert. Weitere Informationen: http://www.guphoff.de
geändert am 15. Mai 2013 E-Mail: Prof. Dr. Dieter Katzenbachd.katzenbach@em.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 15. Mai 2013, 16:06
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/personen/katzenbachdieter/Dissertationen.html