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SeiteninhaltProjekt: Lokales Bildungs- und Integrationsmanagement.Wissenschaftliche Begleitung im Rahmen der Hessischen Gemeinschaftsinitiative Mitarbeiter: Prof. Dr. Frank-Olaf Radtke, Dipl. Päd. Patricia Stosic Das Land Hessen ist im Bund-Länder-Gemeinschaftsprogramm 'Soziale Stadt' mit bislang 27 Standorten vertreten. Das Programm soll die soziale Ausgrenzung der Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf durchbrechen und die Lebensbedingungen im Stadtteil und auf Nachbarschaftsebene durch konkrete Projekte verbessern helfen. Für die Gestaltung und Steuerung des Programms hat das Land mit den beteiligten Kommunen, der Wirtschaft, der Wohlfahrtspflege u. a. ein Politiknetzwerk 'Hessische Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt e.V.' (HEGISS e.V.) gegründet. Das Politiknetzwerk soll den Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren, die gemeinsame Festlegung von Zielen, die Mobilisierung von Ressourcen, die Beobachtung der Zielverwirklichung, die Kooperation an allseits interessierenden Problemlösungen und die Darstellung des Programms in der Öffentlichkeit unterstützen. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitforschung zu ausgewählten Themen sollen durch Evaluation des Programms – z. B. anhand von Indikatoren – Zielformulierung und Zielerreichung auf städtischer und Landesebene unterstützt werden. Das Projekt "Lokales Bildungs- und Integrationsmanagement" nimmt die wissenschaftliche Begleitung für das Themenfeld "Bildung und Erziehung" wahr. Das lokale Schulsystem einer Kommune wird als eine Verteilungsinstanz des begehrten öffentlichen Gutes 'Bildung' (Zertifikate) betrachtet. Es ist der Ort, an dem Bildungsnachfrage (schulpflichtige Kinder) und Bildungsangebot (Plätze in den verschiedenen Schulformen und -stufen) in der Schulentwicklungsplanung einander angepaßt werden. Schon in der Primarstufe ist eine soziale und ethnische Entmischung der Schülerpopulation bzw. eine Konzentration von Schülern mit Migrationshintergrund in einzelnen Schulen zu registrieren, die über das Maß der Segregation der Wohnbevölkerung hinausgeht. Die Aufnahme-, Selektions- und Überweisungspraxis der Grundschulen ist abhängig von den verfügbaren Optionen für weiterführende bzw. Sonderschulen. Die stabilen Unterschiede in der Bildungsbeteiligung nach sozialer Herkunft und Migrationshintergrund können als intendierte, aber vor allem als nicht-intendierte Effekte des Umgangs der Organisation Schule (Landesebene, kommunale Ebene und Ebene der einzelnen Schule) mit verschiedenen Schülergruppen verstanden werden, die in den Strukturen und Praktiken des lokalen Schulsystems eingeschrieben sind. Der Schulerfolg aller Schulkinder und die Erhöhung der Erfolgsquoten liegen im eigenen Interesse der Gemeinden. Nicht erfolgreiche Kinder haben geringere Inklusionschancen in den Arbeitsmarkt und müssen von den Gemeinden bzw. Kreisen in der Kinder- und Jugendhilfe oder gar der Sozialhilfe betreut werden. Entsprechend sollte ein kommunales Integrationsmanagement, das Desintegration zu vermeiden sucht, präventiv den Bildungssektor im Rahmen der kommunalen Zuständigkeiten miteinbeziehen. Schulen können Teil des Problems eines Stadtteils sein, aber auch Teil einer Lösung von Integrationsaufgaben in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf werden. Veröffentlichungen
geändert am 22. Mai 2012 E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 22. Mai 2012, 08:06
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/personen/radtke/Projekte/HEGISS.html