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SeiteninhaltÄsthetische ErziehungDr. Susanne Düttmann E-mail: duettmann@em.uni-frankfurt.de Telefon: (069) 798-36285 Im Studium der ästhetischen Erziehung werden Lernprozesse angeregt, die eigene ästhetische Erfahrungen ermöglichen, Sachkenntnisse vermitteln und pädagogisches Denken wie theoretische Reflexionsfähigkeit fördern. Das Wort Ästhetik geht etymologisch auf den altgriechischen Begriff "aisthetikos" zurück. In der Übersetzung kann von "sinnlich-wahrnehmend" gesprochen werden. Ästhetik im Sinne der Aisthetik rekurriert demnach auf den Begriff der "aísthesis", was mit Wahrnehmung zu übersetzen ist. Ästhetik wird damit nicht auf das Schöne, das Harmonische oder auf die schönen Künste reduziert. Ästhetik als Aisthesis thematisiert die Lehre von der Wahrnehmung und richtet ihre Aufmerksamkeit auf die Bildung des Wahrnehmungsvermögens, der Schulung der Eindrucks- und Ausdrucksfähigkeit wie der Gefühls- und Urteilsbildung. Dabei spielen Aspekte des Körpers/Leibs, der Gefühle und Empfindungen, der Sinnlichkeit und ästhetischen Reflexivität eine tragende Rolle. Aktuelle Forschungsschwerpunkte Ein Forschungsschwerpunkt im Bereich der Ästhetischen Erziehung liegt derzeit in der Frage nach dem Selbsterleben von Armut bei Grundschulkindern. Wie lassen sich subjektives Erleben und Gefühlsempfindungen dieser Kinder erfassen? Welche Rolle spielen Phantasien und innere Bilder? Welche Selbst- und Fremdzuschreibungen werden empfunden und lassen sich sprachlich zum Ausdruck bringen? Das Erkenntnisinteresse skizziert sich an der Schnittstelle von persönlich gefühlsbezogener Erlebensweise und deren sprachlicher Symbolisierung. Die Forschungsfrage "trifft" damit zwei Diskurse - Ästhetische Bildung und Kinderarmut - und setzt diese miteinander in Bezug. Lehre Im Fokus einer "ästhetischen Arbeit" können sowohl schulische als auch außerschulische Handlungsfelder stehen. Studierende des Lehramtes Grundschule absolvieren das Modul "Musisch-ästhetische Bildung und Bewegungserziehung als Lernprinzip" im Rahmen einer einführenden Vorlesung (I) und dem darauf folgenden fachdidaktischen Seminar (II). Dabei steht sowohl die Vermittlung von Theorien zur musisch-ästhetischen Bildung als auch die "Vorbereitung" auf die pädagogische Praxis in der Primarstufe im Vordergrund. Studierenden der Diplompädagogik wird die Möglichkeit geboten, sich grundlegend mit einzelnen Theorien ästhetischer Bildung (z.B. philosophische Ästhetik) zu befassen wie auch in den konkreten (sozial)pädagogischen Praxisfeldern nach ihrer Umsetzung zu fragen (z.B. Ästhetische Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe).
geändert am 21. März 2013 E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 21. März 2013, 13:52
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/we2/aesthetik.html