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Sprachförderung von Vorschulkindern mit Migrationshintergrund im Kontext frühen
naturwissenschaftlichen Lernens

(gefördert von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung der Goethe-Universität Frankfurt)


Projektlaufzeit: August 2011 - Juli 2014

Stipendiatin: Sprachförderung von Vorschulkindern mit MigrationshintergrundDipl. Psych. Sarah Sauer (geb. Kloster)

Projektpartner: Sprachförderung von Vorschulkindern mit MigrationshintergrundDr. Henrik Saalbach, ETH Zürich


Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, Lernumgebungen in naturwissenschaftlichen Domänen zu entwickeln, die über den Erwerb inhaltlichen Wissens hinaus auch zur sprachlichen Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund mit Förderbedarf in der Zweitsprache Deutsch beitragen. In einer experimentellen Trainingsstudie soll dabei untersucht werden, welchen Einfluss die Nutzung sprachlicher Hilfen für den Erwerb naturwissenschaftlicher Inhalte und Strategien hat. Hierzu werden Lernsequenzen zum vorschulischen Lernen im Inhaltsbereich Magnetismus mit Sprachförderpotenzial entwickelt (siehe Möller & Steffensky, 2010), die nach dem Prinzip des Scaffolding mit spezifischen sprachlichen Strukturen und Wortschatz angereichert werden. Wissenserwerb wird verstanden als Ko-Konstruktion im Dialog zwischen Erwachsenem und Kind sowie zwischen Kindern in kooperativen Lernsettings, wobei Sprache als Denkwerkzeug zum Aufbau begrifflichen Wissens dient. In der geplanten Studie wird in einem Messwiederholungsdesign mit drei Gruppen die Auswirkung einer sprachlichen Anreicherung von Lernsequenzen auf den Erwerb inhalts- und prozessbezogener Kompetenzen sowie auf den Erwerb von zentralem Wortschatz untersucht. Dabei werden Kinder mit Deutsch als Zweitsprache in Kleingruppen an kooperativen, auf aktives Lernen ausgerichteten Lernsettings teilnehmen. Durch den Vergleich einer Gruppe mit sprachlicher Fokussierung mit einer Gruppe, an der zusätzlich Kinder mit monolingual-deutschsprachigem Hintergrund beteiligt sind, wird ein Effekt dieser sprachlichen Interaktionen über den gezielten Sprachinput hinaus geprüft. Daneben wird eine Kontrollgruppe eingesetzt, die statt einer Fokussierung sprachlichen Inputs einen verstärkten visuell-haptischen Zugang zur Domäne erhält.
Eingebettet in ein Prä-Post-Design bilden Sprachtest und Video/ Audiodaten sowie Interviewdaten zu naturwissenschaftlichen Inhalten und Denkweisen die Grundlage zur Feststellung des Lernzuwachses.
Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung werden Fortbildungen für ErzieherInnen zur selbstständigen Umsetzung der Fördereinheiten angestrebt.

 

geändert am 20. Februar 2014  E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 20. Februar 2014, 13:26
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/we2/empirische-bifo-grundschulpaedagogik/sprachfoe-vorschule-migrationshintergr.html