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Kindheitsforschung


Prof. Dr. Helga Kelle Dr. Christina Huf
E-Mail: H.Kelle@em.uni-frankfurt.de                       E-Mail: Huf@em.uni-frankfurt.de
Telefon: (069) 798-36268 Telefon: (069) 798-36278


Dr. Marion Ott
Dipl. Päd. Anna Schweda

Im Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Kindheitsforschung" werden Kinder als soziale Akteure gesehen und Kindheiten in ihrem jeweiligen historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Kontext rekonstruiert. Ein analytischer Gegenstand der sozialwissenschaftlich orientierten Kindheitsforschung ist die generationale Ordnung und die Frage, wie die Differenzierung in "Kinder" und "Erwachsene" in sozialen und diskursiven Praktiken Bedeutung erlangt und darüber die Erziehungsaufgabe gesellschaftlich organisiert wird. Die Varianz an gegenwärtig gesellschaftlich virulenten Konzepten und Bildern von "Kindheit" findet dabei ebenso Berücksichtigung wie historische Kontrastierungen.

Die Pluralität kindlicher Lebenswelten und die Heterogenität der Lebenslagen der Kinder stehen außerdem im Mittelpunkt der Arbeit des Forschungsschwerpunktes. In differenzieller Perspektive auf Kindheiten werden die Überschneidungen der Kategorien Geschlecht, ethnische und religiöse Zugehörigkeit, Schicht und soziale Lage u.a.m. erforscht, insbesondere mit Blick auf ihre Relevanz für die Grundschulpädagogik und -didaktik.
Im Fokus stehen die schulischen wie auch die außerschulischen Bildungsprozesse von Kindern. Die Begleitung, Förderung und Unterstützung der Bildungsprozesse von Kindern gewinnt vor dem Hintergrund einer zunehmend komplexer werdenden Gesellschaft, die u.a. durch Migration und einen intensiven Mediengebrauch gekennzeichnet ist, an Bedeutung. Neben den schulischen geraten deshalb die vor- und außerschulischen Bildungseinrichtungen und -gelegenheiten ebenso wie die Übergänge und Kooperationen zwischen den unterschiedlichen Bildungsbereichen in den Blick.


Aktuelle Forschungsschwerpunkte
In der Forschung erhält gegenwärtig die Frage, wie die (vorschulische) Entwicklung der Kinder in diagnostischen Praktiken beobachtet, verhandelt und bearbeitet wird, besondere Aufmerksamkeit (siehe DFG-Projekt "Kinderkörper in der Praxis" und das DFG-Projekt „Einschulungsverfahren, Eingangsdiagnostiken und Bildungsentscheidungen im Kontext des Strukturwandels des Übergangs in die Grundschule“ (Leitung: Prof. Dr. Helga Kelle)


Ein zweiter Forschungsschwerpunkt gilt der Frage nach der Perspektive von Kindern am Übergang vom Elementar- in den Primarbereich, die durch einen internationalen Vergleich unterschiedlicher Kontexte des Übergangs und der in ihnen beobachteten Alltagspraktiken des Spielens und Lernens fünf- und sechsjähriger Kinder beantwortet wird. (Dr. Christina Huf)




Lehre
In der Lehre werden neben den bereits genannten Inhalten sozialwissenschaftliche Methoden der kindorientierten Bildungsforschung, vor allem kulturanalytische Verfahren vermittelt. Die Ethnographie der Kindheit mit teilnehmender Beobachtung, Interviewverfahren, Videographie, Bild- und Dokumentenanalysen bietet durch den Feld- und Alltagsbezug und die Kombination unterschiedlicher Zugänge die Möglichkeit, die differenten Perspektiven, Kulturen und Lebenswelten von Kindern (und Erwachsenen) qualitativ zu explorieren.


 

geändert am 21. März 2013  E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 21. März 2013, 13:48
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/we2/kindheitsforschung.html