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Professionalisierung im Elementar- und Primarbereich


Postadresse
Goethe-Universität
Fachbereich Erziehungswissenschaften
Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe
Fach 45
Grüneburgplatz 1
D-60323 Frankfurt am Main


Leitung
Prof. Dr. Tanja Betz
Schumpeter-Fellow der VolkswagenStiftung; Mitglied des LOEWE-Forschungszentrums IDeA
& Verantwortliche für den Programmbereich „Professionalisierung von Fachpersonal“


Telefon: 069-798-36287
Raum:  4. G061 (PEG)
E-mail: betz@em.uni-frankfurt.de
Homepage: www.tanja-betz.de

MitarbeiterInnen der Arbeitseinheit
Anneke Buss (Studentin der English Studies & Soziologie)
Bernd Bender (Diplom-Soziologe)
Stefanie Bischoff (Diplom-Pädagogin/staatliche geprüfte Lehrerin für Grund- und Hauptschulen)
Frederick de Moll (Diplom-Pädagoge)
Dorina Dahlke (Studentin der Soziologie)
Nicolette Eunicke (Studentin der Soziologie)
Silvia Ewald (Studentin der Psychologie)
Felicia Geisthardt (Studentin der English Studies & Erziehungswissenschaften)
Laura B. Kayser (Diplom-Soziologin./B.A.)
Anastassija Kostan (Studentin der Philosophie & Soziologie)
Karoline Kruczynski (Diplom-Geographin)
Marta Lipinska (Studentin der Soziologie)
Anna Spengler (Studentin der Soziologie)
Canan Tekin (Studentin der Soziologie)
Katharina Zink (Studentin der Erziehungswissenschaften)


Kooperationen

LOEWE-Forschungszentrum "Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk" (IDeA)
Prof. Dr. Peter Cloos (Universität Hildesheim)
Prof. Dr. Michael-Sebastian Honig (Université du Luxembourg)

Drittmittelgeber
VolkswagenStiftung


In Politik, Wirtschaft und Medien wie auch in Fachpraxis und Wissenschaft wird der öffentlich verantworteten Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern im Vor- und Grundschulalter in vielerlei Hinsicht eine zunehmend bedeutsame gesellschaftliche Rolle zugeschrieben. Insbesondere gilt dies mit Blick auf die Verringerung von Bildungsungleichheiten zwischen Kindern. Speziell Kinder - und Eltern - aus weniger privilegierten sozialen Milieus und mit Migrationshintergrund bedürfen - so der Tenor - als 'Bildungsverlierer' und 'Risikokinder' in verstärktem Maße einer professionell organisierten Bildung und (Sprach-)Förderung, um auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen einzugehen und damit den bestehenden Ungleichheiten früh und nachhaltig entgegenzutreten. Diese in unterschiedlichen Zusammenhängen artikulierten Überlegungen und die damit verbundenen Erwartungshaltungen sind mitunter kontrovers, zugleich sind sie mit mehr oder weniger konkreten Handlungsaufforderungen an die verschiedenen Akteure im Feld der (frühen) Kindheit verbunden. Ganz zentral werden die Erwartungen an die Fach- und Lehrkräfte in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen herangetragen, auch Eltern und indirekt Kinder werden adressiert.


Profil des Arbeitsbereichs
Im Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Professionalisierung im Elementar- und Primarbereich" werden Forschungsfragen aufgegriffen, die sich mit dem gegenwärtigen Bedeutungsgewinn der öffentlich verantworteten Bildungseinrichtungen und dem Nachweis einer starken Kopplung von sozialer (und ethnischer) Herkunft und Schulerfolg sowie früher "Bildungsbeteiligung" auseinandersetzen.
Aus unterschiedlichen Perspektiven werden folgende übergreifende Fragen zum Thema gemacht:

  • Welche politischen Vorstellungen über die 'richtige' Ausgestaltung des Kinderlebens in der Trias von Kindertageseinrichtungen, Grundschule und Elternhaus gibt es?
  • Inwiefern finden diese 'Leitbilder' ihren Niederschlag nicht nur in politischen Berichten, Bildungs- und Erziehungsplänen, sondern auch in den von Eltern gewählten Bildungs- und Betreuungsarrangements und im pädagogischen Handeln von Fach- und Lehrkräften?
  • Wie gehen die pädagogischen Fachkräfte und Lehrkräfte an Grundschulen mit den Handlungsaufforderungen zu mehr Chancengleichheit und zur frühen Identifikation und Förderung von 'Risikokindern' beizutragen um?
  • Was bringt die zunehmende Bedeutung einer frühen und professionell organisierten Bildung, Betreuung und Erziehung und Identifikation von 'Risikokindern' für Kinder und ihre Mütter und Väter mit sich?
  • Lassen sich familiale Faktoren und Prozesse ausmachen, um den Zusammenhang von schulischen Erfolgen und der sozialen Herkunft von Kindern besser verstehen zu können?
  • Inwiefern sind die organisationalen Kontexte und die Rahmenbedingungen, u. a. die Heterogenität des Klientels oder die Ressourcen an Zeit, Geld oder Personal und Qualifikation für pädagogisches Handeln und Deutungsmuster von Professionellen relevant? Welche Bedeutung haben sie für die Überzeugungen und Haltungen der Eltern?
  • Was folgt aus diesen Beobachtungen für die erhoffte Reduzierung von Ungleichheiten zwischen Kindern?

Eltern, Kinder wie auch Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und PrimarschullehrerInnen werden in diesen Fragestellungen als sozial situierte und deutungsmächtige Akteure konzipiert.

Viele Fragen im Bereich der Professionalisierung können bislang insbesondere im vorschulischen Bereich kaum auf substantielles empirisches Wissen zurückgreifen. Zahlreiche Aussagen beruhen auf normativen Annahmen und Überzeugungen. Daher hat sich die Arbeitseinheit zum Ziel gesetzt, über die Verknüpfung von konzeptionellen Überlegungen, praxisrelevanten und grundlagentheoretischen Studien einen Beitrag zu leisten, diese Forschungslücken zu schließen und Überlegungen zur Professionalisierung im Elementar- und Primarbereich auf der Basis einer Verbindung von Forschungsfragen und Methoden aus dem Kreis der Bildungs-, Ungleichheits- und Kindheitsforschung empirisch zu fundieren. Dabei kommt eine breite Palette an quantitativen und qualitativen empirischen Forschungsmethoden zum Einsatz.

Aktuelle Forschungsprojekte
EDUCARE - Leitbilder 'guter Kindheit' und ungleiches Kinderleben. Bildung, Betreuung und Erziehung aus der Perspektive der Politik, der Professionellen in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, der Eltern und der Kinder (gefördert durch die VolkswagenStiftung; Laufzeit: 2010–2016)

EDUCARE - Models of a 'good childhood' and inequality in children's lives. Childhood education and care from the perspective of policy makers, professionals in kindergartens, primary schools, parents and children (funded by the Volkswagen Foundation)

EMiL - Einflussgrößen und Mechanismen der sozialen und ethnischen Herkunft für die individuelle Lernentwicklung und schulische Erfolge (gefördert durch den IDeA-Forschungsverbund; Laufzeit: 2011–2014)

UfEBB - Ungleichheit in frühkindlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsarrangements (gefördert durch den IDeA-Forschungsverbund; Laufzeit: 2012–2013)

Sprachhabitus – Sprachförderung und frühe Bildung. Zum professionellen Habitus und Handeln pädagogischer Fachkräfte des Elementarbereichs (gefördert durch den IDeA-Forschungsverbund; Laufzeit: 2012–2014)

Schwerpunkte in der Lehre
Im Rahmen des Forschungsprofils der Arbeitseinheit werden in der Lehre Angebote aus folgenden Themenfeldern gemacht, die von Studierenden für Prüfungsleistungen (Abschlussarbeiten, mündliche Prüfungen, Hausarbeiten) vertiefend bearbeitet werden können:

  • Professionalisierung im Elementar- und Primarbereich
    • Zusammenhang von organisationalen Kontexten, professionellen Haltungen und professionellem Handeln in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen
    • Kinderbilder von Professionellen und Beteiligungsoptionen in pädagogischen Handlungsfeldern
    • aktuelle erziehungswissenschaftliche Problemstellungen im Elementar- und Primarbereich: Sprachstandserhebungen, (neue) Kompensatorik, Umgang mit Heterogenität / Umgang mit Ungleichheit, Geschlecht, Ethnie, soziales Milieu als Heterogenitäts- und/oder Ungleichheitsfaktoren, Zusammenarbeit mit Eltern
    • (Struktur-)Wandel und Reformansätze in Bildungs- und Erziehungsinstitutionen
  • sozialwissenschaftliche Bildungs- und Kindheitsforschung
    • quantitative und qualitative Forschungsmethoden und -befunde der Bildungs-, Kindheits- und Grundschulforschung
    • Bildungsungleichheiten im Elementar- und Primarbereich, (soziale) Ungleichheiten bei Übergängen
    • Kindheit (und Ungleichheit) im Migrationskontext
    • Verhältnis öffentlich verantworteter und familialer Bildung, Betreuung und Erziehung
    • Passungsverhältnisse, milieuspezifische Kindheitsmuster und ihre Bedeutung für schulische (Miss-)Erfolge und frühkindliche Bildungs- und Betreuungsarrangements


Für Studierende: Wenn Sie Interesse an einem

Forschungspraktikum haben, können Sie sich gerne mit unseren MitarbeiterInnen in Verbindung setzen.

 

geändert am 17. April 2014  E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 17. April 2014, 10:18
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/we2/professionalisierung/index.html