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Sachlernen / Sachunterricht


Prof. Dr. Diemut Kucharz
E-mail: Kucharz@em.uni-frankfurt.de
Telefon: (069) 798-36266


"Sachunterricht" ist ein Schulfach in der Grundschule, das in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich benannt wird. In Deutschland hat es zumindest dem Namen nach das Fach "Heimatkunde" abgelöst. Es gibt nicht nur unterschiedliche Bezeichnungen für das Fach, sondern auch sehr unterschiedliche Vorstellungen über seine Konzeption und seine Ziele. Es besteht eine Übereinstimmung darin, dass das Schulfach Sachunterricht Themen aus jenen Fächern bearbeitet, die in der Sekundarstufe I zu eigenständigen Schulfächern werden, nämlich Geographie, Geschichte, Physik, Chemie, Biologie, Politik, Sozialkunde. Aus erziehungswissenschaftlicher Sicht wird die Form der Verbindung als "integrativ" gedacht. Damit ist gemeint, dass das Wissen der genannten - und auch weiterer - Fächer auf eine Fragestellung oder die Beschreibung eines Phänomens angewandt werden soll. Aus erziehungswissenschaftlicher Sicht geht es darum, Schüler mit einem Gegenstand, einer Frage, einem Problem zu konfrontieren und erst in der Auseinandersetzung darüber zu bestimmen, welche Art von Wissen für welche Art von Frage und Antwort sinnvoll sein kann. Zu dem Wissen, das herangezogen werden soll, gehören dann auch Alltagstheorien, subjektive Erfahrungen und Einschätzungen. Würde man den Sachunterricht nicht als integrativ auffassen, dann bestünde er aus einer Aneinanderreihung von Schnipseln der einzelnen Sekundarstufenfächer.
Das integrative Verständnis unterscheidet sich grundsätzlich von der üblichen Fachdidaktik. Dort steht der Gegenstand als wissenschaftlich beschriebener fest und die Didaktik fragt nach einer klugen Form seiner Lehr- und Lernbarkeit.
Deutlich wird dies an dem - neuen - Begriff "Sachlernen".
Sachlernen bezieht sich nicht nur auf die Grundschule, sondern auch auf vorschulische Einrichtungen und den Anfang der Sekundarstufe I. Sachlernen beschreibt die Aneignung von Wissen, das sich nicht an Symbolen orientiert (wie Deutsch oder Mathematik), sondern an Phänomenen. Für das Sachlernen kann alles zu einem Phänomen werden: Gegenstände und Zusammenhänge in der realen Welt wie in der Phantasie. Sie werden zum Phänomen dadurch, dass danach gefragt wird, in welcher Weise sie in der Welt vorhanden sind. Und zu einem Phänomen des Sachlernen werden sie, wenn es für Bildungsprozesse sinnvoll ist, sich mit dieser Frage zu beschäftigen.


Lehre und Studienstruktur

An der Goethe-Universität Frankfurt geschieht das Studium des Sachlernens faktisch in drei Lernbereichen, einem erziehungswissenschaftlichen Lernbereich am Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe, einem naturwissenschaftlichen Lernbereich mit den Fächern Biologie, Chemie, Physik; und einem sozialwissenschaftlichen Lernbereich mit den Fächern Geographie, Geschichte und Politische Bildung. Die einzelnen Fächer haben je spezifische Regeln für eine erfolgreiche Bewältigung des modularisierten Studiums. In der Regel sind an den jeweiligen Fachwissenschaften deren Institute für die Didaktik des Faches zuständig.
Das Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe ist in drei Aspekten an dem Studiengang Sachunterricht/Sachlernen beteiligt:
  • mit dem Eingangsmodul "Grundfragen des Sachunterrichts"
  • mit dem Modul 5 "Sachunterricht" in Form von Seminaren zur Fachentwicklung bzw. von Seminaren in denen eine Verbindung von Fachdiskussion und Fachgegenständen erprobt wird
  • in Form von Beteiligung an Prüfungen Liste der Prüfungsberechtigten verlinken


Ehemalige Personen

Prof. Dr. Gertrud Beck
Prof. Richard Meier
Dr. Marcus Rauterberg
Prof. Dr. Gerold Scholz

 

geändert am 21. März 2013  E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 21. März 2013, 13:49
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/we2/sachunterricht.html